„VIET-DUC“ Kurzfilmscreening // 11.02.20 18:30h

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Fünf Kurzfilme aus der deutsch- vietnamesischen Diaspora

Vietnam und Deutschland – neben ihrer Vergangenheit als geteilte Länder verbindet sie auch eine besondere Migrationsgeschichte. Unter der immer noch emotional besetzten Losung „Solidarität mit Vietnam“ und vor dem Hintergrund des Kalten Krieges gibt es seit Jahrzehnten vietnamesische Einwanderung nach Ost- und Westdeutschland. Trotzdem ist hier in Deutschland wenig bekannt darüber.

Welche unterschiedlichen Bedingungen gab und gibt es für die „West- und Ost-Vietnames*innen“? Was verbindet sie, was trennt sie? Was bedeuten die historischen Erbschaften für die Zweite Generation?

An diese Fragen will die Veranstaltung anknüpfen. Gezeigt werden fünf Kurzfilme (vier Dokus und ein Spielfilm), die sich auf die Spurensuche vietnamesischer Einwander*innen aus Nord- und Südvietnam – ehemalige Vertragsarbeiter*innen und ehemalige Bootsflüchtlinge – begeben. Die Geschichten zeigen die Vielfalt von häufig noch unsichtbaren Communities.

In einem anschließenden Gespräch zwischen den Filmemacher*innen und der Moderatorin Angelika Nguyen, die selbst zur zweiten Generation vietnamesischer Einwanderung gehört, gibt es die Möglichkeit zum direkten Austausch.

Filme

Nachhall – Erinnerungen an die Gehrenseestraße | 20 min | Dokumentarfilm | Regie: Tresor Ilunga Mukuna

Zwei ehemalige Vertragsarbeiter aus Vietnam besuchen mit ihren Töchtern die Ruinen ihres ehemaligen Wohnheims in Berlin-Lichtenberg und erzählen von ihrer Vergangenheit in der DDR.


Sonnenblumenhaus – Interview mit Mai Phuong Kollath | 8 min | Dokumentarfilm 2018 | Regie: Mala Reinhardt

Interview mit der ehemaligen Vertragsarbeiterin und heutigen Diversity Trainerin und Theaterschauspielerin Mai Phuong Kollath.


Obst & Gemüse | 30 min | Kurzspielfilm 2017 | Regie: Duc Ngo Ngoc

Herr Nguyen, ehemals Vertragsarbeiter, ist nach 30 Jahren Obst- & Gemüseladen in Berlin-Prenzlauer Berg körperlich nicht mehr so fit und heuert den arbeitslosen Harald an.


Der Garten des Herrn Vong | 18 min | Dokumentarfilm 2015/16, Regie: Dieu Hao Do

Nach Ende des Vietnamkrieges 1975 und der Wiedervereinigung der beiden Landesteile unter den Kommunisten flohen mehr als 1,6 Millionen Menschen über das Meer ins Ausland. Unter den sogenannten „Boat People“ befand sich auch Chuon Sam Vong. Heute lebt er in Deutschland.


Roan | 12 min | Dokumentarfilm 2019 | Regie: Thuy Trang Nguyen

Ein Nachmittag mit Thuy und ihrer Oma aus der Familie geflohener „Boat People“.


Dienstag, 11.02.2020 um 18:30h
Robert-Havemann-Saal im Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Straße 4
10405 Berlin

Eine Veranstaltung von korientation e.V. und Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte