FilmKultur

Dieser Artikel erscheint im Rahmen des Asian Film Festivals Berlin 2017.
Besucht bitte die Webseite des Festivals für weitere Informationen.

Vielleicht möchten wir gern an einem Ideal von „Fortschritt“ festhalten – daran, dass es immer aufwärts geht und immer besser wird. Wer würde wirklich verlangen wollen, dass sich die Situation verschlechtert? Das Medium Film war schon immer ein besonderer Raum, um Projektionen von Gesellschaften zu beobachten. Trotz des Bewusstseins, dass Filme „Fiktion“ präsentieren, beeinflussen viele der zu sehenden Bilder unbewusst unser Verständnis von Realität. Auch wenn man beispielsweise Japan noch nie besucht hat, hat man – so falsch diese auch sein mögen – Eindrücke vom Land und dessen „Kultur“, von Filmen, von japanischen Importprodukten wie Anime und Speiselokalen, die „japanische“ Gerichte servieren. Der Kulturtheoretiker Stuart Hall schreibt treffend: “Images do not carry meaning or ‘signify’ on their own. They accumulate meanings [… ] across a variety of texts and media” (232). Betrachtet man übergreifende Faktoren wie Zeit, Genre und Stil, so treten beunruhigende Kontinuitäten in der Repräsentation asiatischer Figuren im deutschen Film hervor, die darauf hinweisen, dass der „Fortschritt“ an Asiatischen Deutschen vorbeiging. Stuart Hall würde dies ein „rassifiziertes Repräsentationsregime“ nennen. Wenn das Publikum im Verlauf der Jahrzehnte „negative“ Repräsentationsmuster leicht erkennen kann, wird klar, dass solche Filme nicht isoliert und zufällig sind, sondern als Teil eines größeren unterdrückenden Systems fungieren.

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Kultur

In Kürze geht es los: Unser ASIAN FILM FESTIVAL BERLIN 2017!

Deshalb heißt es jetzt schnell sein: Die 10-er Festivalkarte für das ASIAN FILM FESTIVAL geht in den Vorverkauf – nur solange der Vorrat reicht!

Mit dem Festivalpass könnt ihr 10 Tickets für das ASIAN FILM FESTIVAL Kurz- und Spielfilmprogramm eurer Wahl erwerben.

Die 10-er Karte ist von 2. – 10. Oktober für 55 Euro (ermäßigt 38 Euro) in einem begrenzten Kontingent an der Abendkasse im Ballhaus Naunynstraße erhältlich (nur Barzahlung möglich).

Ballhaus Naunynstraße
Naunynstraße 27
10997 Berlin

Abendkasse Öffnungszeiten:
2. – 6. Oktober, 17-19 Uhr
7. – 10. Oktober, 17:30 – 20 Uhr
Telefonische Erreichbarkeit: 030 754 537 25 zu den Kassenöffnungszeiten

Der Festivalpass ist vom 8. bis 14. Oktober 2017 gültig (ausgenommen ist der Eröffnungsfilm „Gook“, das Performance- und Panel-Programm).

Nur an der Abendkasse einlösbar. Keine Bargelderstattung möglich.

Picture from the movie Fool for Love, 2010
Kultur

This article has been published as part of the Asian Film Festival Berlin 2017.
For further information please visit the website of the festival./
Dieser Artikel erscheint im Rahmen des Asian Film Festivals Berlin 2017.
Besucht bitte die Webseite des Festivals für weitere Informationen.

The queer literary critic Hiram Perez has written, “Being gay always involves, to some extent, being someplace else.” This assertion highlights the close connection between queer identity and physical mobility. Recall American soldiers traveling from small towns in the Midwest to the big cities on the coasts during World War II, and more recently, migration by Filipina workers from Manila to Hong Kong, Dubai, and Rome in the past several decades. What is striking in these movements is the way these subjects come to try out, adapt, and adopt queer identities after they have left home for “someplace else.” It’s worth noting that queerness-via-mobility is accorded different values depending on one’s points of departure and arrival: a movement from oppression to liberation, ignorance to affirmation, but also from safety to danger, familiarity to alienation.

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