KulturPolitik

I am not a fortune cookie
I am not a fortune cookie

Um was geht es bei der Veranstaltung „I am not a fortune cookie“?

Die Veranstaltung möchte ein Bewusstsein über die Folgen von Rassismus, Sexismus, Fetischisierung und kultureller Aneignung schaffen, die Minderheiten – in diesem Fall spezifisch asiatisch gelesene Menschen – alltäglich erleben.
Die Veranstaltung beinhaltet ein Gespräch zwischen zwei Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen, ein Video über stereotypische Bilder asiatisch gelesener Frauen* von Kristina Wong, Performances von Shanti Suki Osman und kate-hers RHEE, eine interaktive Kunstinstallation in Kooperation mit kate-hers RHEE sowie Performances von VJ-Künstler*innen und DJs of Color.

Continue reading „I am not a fortune cookie“

FilmKultur

Dieser Artikel erscheint im Rahmen des Asian Film Festivals Berlin 2017.
Besucht bitte die Webseite des Festivals für weitere Informationen.

Vielleicht möchten wir gern an einem Ideal von „Fortschritt“ festhalten – daran, dass es immer aufwärts geht und immer besser wird. Wer würde wirklich verlangen wollen, dass sich die Situation verschlechtert? Das Medium Film war schon immer ein besonderer Raum, um Projektionen von Gesellschaften zu beobachten. Trotz des Bewusstseins, dass Filme „Fiktion“ präsentieren, beeinflussen viele der zu sehenden Bilder unbewusst unser Verständnis von Realität. Auch wenn man beispielsweise Japan noch nie besucht hat, hat man – so falsch diese auch sein mögen – Eindrücke vom Land und dessen „Kultur“, von Filmen, von japanischen Importprodukten wie Anime und Speiselokalen, die „japanische“ Gerichte servieren. Der Kulturtheoretiker Stuart Hall schreibt treffend: “Images do not carry meaning or ‘signify’ on their own. They accumulate meanings [… ] across a variety of texts and media” (232). Betrachtet man übergreifende Faktoren wie Zeit, Genre und Stil, so treten beunruhigende Kontinuitäten in der Repräsentation asiatischer Figuren im deutschen Film hervor, die darauf hinweisen, dass der „Fortschritt“ an Asiatischen Deutschen vorbeiging. Stuart Hall würde dies ein „rassifiziertes Repräsentationsregime“ nennen. Wenn das Publikum im Verlauf der Jahrzehnte „negative“ Repräsentationsmuster leicht erkennen kann, wird klar, dass solche Filme nicht isoliert und zufällig sind, sondern als Teil eines größeren unterdrückenden Systems fungieren.

Continue reading „Ein “rassifiziertes Repräsentationsregime” für Asiatische Deutsche im Film von Zachary Ramon Fitzpatrick“