HURRA! Community-Booklaunch: Asiatische Deutsche EXTENDED am 08. Juli 2021!

09.07.2021 DANKE <3 an alle, die gestern beim Booklaunch dabei waren! Es war wirklich ein wun­der­barer Abend mit Euch allen. Vielen Dank an die Gesprächsrundenteilnehmer*innen und an unseren Mitorganisator Kien Nghi Ha, an NAARI für die Musik und an Rainer für den Verlag und den Büchertisch und natürlich an alle Besucher*innen. Nicht zuletzt auch dem Team von JohnnyKnüppel, das diese besondere Location für uns geöffnet hat. Wir haben das Zusammensein mit Euch sehr genossen, unsere Asiatisch-Deutsche Verbundenheit gefeiert und freuen uns auf die nächste Gelegenheit, Euch alle wiederzusehen!

Lange ange­kündigt, nun endlich – sehr bald – da: Das Warten auf die im letzten Jahr ange­kün­digte Neuauflage von Asiatische Deutsche hat ein abseh­bares Ende. Wir freuen uns Euch mit­teilen zu können, dass das Buch Anfang Juli druck­frisch erscheinen soll! Als erste Präsenzveranstaltung von kori­en­tation seit langer Zeit wollen wir die Veröffentlichung des erwei­terten Sammelbandes mit Euch feiern und die Gelegenheit nutzen, uns „in live“ zu sehen und zu treffen. Aus diesem Anlass planen wir ein Open Air-Community-Summer-Special-Event mit Live-Musik und eine Talkrunde mit Special-Guests in ent­spannter Atmosphäre mit netten Menschen bei einem Getränk.

In der Talkrunde werden Nivedita Prasad, Thuy Nonnemann, Angelika Bach Ngoc Nguyen und Sun-Ju Choi, die in dem Band auch als Autorinnen ver­treten sind, mit dem Herausgeber Kien Nghi Ha die letzten 10 Jahre aus ver­schie­denen Asiatisch-Deutschen Perspektiven schlag­licht­artig aus­leuchten und über unter­schied­liche Entwicklungen sprechen, die sie und uns in dieser Zeit bewegt haben. Was hat sich seit der ersten Ausgabe vor 10 Jahren wie ver­ändert? Wie sind wir jeweils damit umge­gangen? Was sind unsere Ziele und Prioritäten für die Zukunft? Wir freuen uns sehr auf das Gespräch und den Austausch mit dem Publikum. 

Darüber hinaus sind wir ent­zückt, dass die Singer/Songwriterin Neeraja Narayanasamy aka NAARI trotz unserer kurz­fris­tigen Anfrage zugesagt hat. Ihre Selbstvorstellung: „NAARI is a musician and singer from New Delhi,India, based in Berlin. Her music is a breath of fresh air that has ele­ments of soul, rnb, punk and rock­nroll. Her arran­ge­ments mixed with her Indian roots and unique voice, make her a spectacle that is hard to ignore. She is due to release her debut album this year, under House of Strength Records.“ Hört schon mal rein und gebt Support: naari.fanlink.to/getit

Und ja, es gibt einen Büchertisch von Assoziation A mit der neuen Ausgabe – Asiatische Deutsche Extended! Infos zum Buch siehe weiter unten – LINK.

PROGRAMM

  • ab 19:00 h Einlass 
  • 19:30 h Begrüßung 
  • 19:45 – 20:45 h Gesprächsrunde: „Limitierte Räume, ent­grenzte Visionen: Wo stehen wir 10 Jahre danach?“ 
    • Sun-Ju Choi
    • Angelika Bach Ngoc Nguyen
    • Thuy Nonnemann
    • Nivedita Prasad
    • Moderation: Kien Nghi Ha
  • 21:00 h LIVE Auftritt: NAARI, Singer/Songwriterin
  • danach Ausklang
  • 22:30 h Ende der Veranstaltung

Büchertisch von Assoziation A

ZEIT UND ORT

TERMIN: 08.07.2021 (Do), 19:00 – 22:30 h
LOCATION: Diskobabel / Jonny Knüppel, Prenzlauer Berg in Berlin
Wegbeschreibung folgt in der Teilnahmebestätigung per E‑Mail.

Die Veranstaltung findet draußen unter freiem Himmel statt. Yes!
Falls es nieselt oder regnet, wisst Ihr, was zu tun ist. Schnappt Euch einen Regenschirm oder ein Cap. No Excuses.

ACHTUNG: Der Einlass ist nur nach Anmeldung und unter Vorlage eines aktu­ellen nega­tiven Testergebnis möglich. 

ANMELDUNG!

Aufgrund der aktu­ellen Corona-Auflagen ist die Anzahl der Teilnehmenden auf 50 Personen begrenzt. 

Daher ist eine Anmeldung für diese Veranstaltung erfor­derlich. Ihr erhaltet zunächst eine auto­ma­tische Eingangsbestätigung der Anmeldung. Wir melden uns dann mit einer zweiten E‑Mail bei Euch, sofern wir Eure Teilnahme bestä­tigen können und schicken Euch mit dieser Teilnahmebestätigung weitere Infos. 

Falls sich nach der Anmeldung her­aus­stellt, dass Ihr doch nicht kommen könnt, dann bitten wir Euch um recht­zeitige Absage per E‑Mail an info AT korientation.de, damit wir eine andere Person nach­rücken lassen können.


Informationen zum Buch

Kien Nghi Ha (Hg.) (2021): Asiatische Deutsche Extended. Vietnamesische Diaspora and Beyond. Berlin: Assoziation A. ISBN 978–3‑86241–484‑0, ca. 480 Seiten, Preis: 19,80€
Stark erwei­terte und durch­ge­sehene Neuauflage mit neuen Vorwort
Inhaltsverzeichnis: als PDF zum Download

Am Beispiel der viet­na­me­si­schen Migration, die vor allem in Berlin stark präsent ist, lässt sich auf­zeigen, dass das Leben in der Diaspora viel­ge­staltige Formen annimmt und dieser Prozess aus der Perspektive der migran­ti­schen Subjekte zu denken ist. Indem die Nation von ihren Rändern aus neu gedacht wird, können bisher ver­nach­läs­sigte Fragen und mar­gi­na­li­sierte Räume in den Fokus genommen werden. Dieser Perspektivwechsel durch­zieht die viel­schich­tigen Analysen, Gespräche, Porträts, Foto-Essays und Kurzgeschichten nam­hafter Wissenschaftler*innen und talen­tierter Künstler*innen, die diesen Raum mit Leben und Innenansichten füllen.

Im ersten Teil des Bandes werden essen­zia­lis­tische Identitätskonstruktionen sowie das homo­ge­ni­sie­rende Kulturverständnis hin­ter­fragt und zeit­ge­nös­sische Bedeutungen der asia­ti­schen Diaspora ana­ly­siert. Anstatt Migration lediglich als ein zu bewäl­ti­gendes Problem zu begreifen, beleuchten die Beiträge im zweiten Teil ihre kos­mo­po­li­ti­schen Potenziale. Vor diesem Hintergrund werden viel­fältige Verbindungen zu anderen People-of-Color-Gemeinschaften in Deutschland gezogen. Denn die komplex zusam­men­ge­setzten Identitäten in dia­spo­ri­schen Communities reflek­tieren unter­schied­liche geschicht­liche Erfahrungen mit Exil, gen­der­spe­zi­fi­scher Ausbeutung und Rassismus, die kul­tu­relle und gesell­schafts­po­li­tische Bedeutungen in sich tragen.

Das Leben zwi­schen hybriden Kulturen, poli­ti­schen Grenzen und kon­stru­ierten Nationen wird in diesem Buch als eine Form des Zuhause-Seins unter­sucht. Diese Konstellation stellt eine zen­trale Zukunftsaufgabe post­ko­lo­nialer Migrationsgesellschaften in der Ära der Globalisierung dar.

Mit Beiträgen von Joshua Kwesi Aikins, Mita Banerjee, Biplap Basu, Indira Hong Giang Berghof, Uta Beth, Sun-ju Choi, Huy Dao, Katharina Dehn, Hannah Eitel, Naika Foroutan, Urmila Goel, Kien Nghi Ha, Noa Ha, Feng-Mei Heberer, Tamara Hentschel, Pham Thi Hoai, Jee-Un Kim, Mai-Phuong Kollath, Alisa Anh Kotmair, Yumin Li, Nya Luong, Hanna Hoa Anh Mai, Ruth Mayer, Angelika Bach Ngoc Nguyen, Baly Nguyen, Bé Ðiem Nguyen-Xuân, Thao Nguyen, Toản Quốc Nguyễn, Thúy Nonnemann, Günter Piening, Nivedita Prasad, Sina Schindler, Petra Isabel Schlagenhauf, Antonie Schmiz, Yasemin Shooman, Kimiko Suda, Trần Thị Thu Trang, Trinh T. Minh-ha, Anja Tuckermann, Danh Vo und Alke Wierth. Übersetzungen: Madeleine Bernstorff und Emma Dowling. Lektorat: Nika Zablotsky und Peter Veit. Cover: Ngan Thi Dang.

Weitere Informationen und Filmdokumentationen zum Buch (1. Auflage) finden sich auf der Website: https://asiatischedeutsche.wordpress.com/

Stimmen zur Erstauflage 2012:

„Mit dem Sammelband gewährt uns Kien Nghi Ha einen Einblick in die Diversität asia­ti­scher Präsenzen in Deutschland. Neben meh­reren Beiträgen, die nicht nur für die eta­blierte Rassismusforschung in Deutschland von Bedeutung sind, finden sich Analysen sozialer und kul­tu­reller Praktiken, Untersuchungen medialer Repräsentationspolitiken, Autobiographisches sowie Aufsätze über Community-Pflege und trans­kul­tu­reller Interaktion. Ein ungemein span­nender Sammelband, der Autor_innen aus den unter­schied­lichsten wis­sen­schaft­lichen und künst­le­ri­schen Milieus ver­sammelt; ein Band der einmal mehr deutlich macht, dass es höchste Zeit dafür ist, dass das Deutschland, das wir tag­täglich in Cafés, U‑Bahnen, Clubs, Restaurants, Schulen, Universitäten, Geschäften, Fußgängerzonen, Tankstellen, Bibliotheken etc. erleben, endlich auch in der deut­schen Kultur- und Politiklandschaft sichtbar wird: In Rathäusern und Parlamenten, in Theatern und Museen, in Konzertsälen und im deut­schen Fernsehen – überall da eben, wo Deutschland reprä­sen­tiert wird.“ Philippa Ebéné, Geschäftsführerin und künst­le­rische Leiterin der Werkstatt der Kulturen Berlin

„Deutschland ist also asia­tisch und in dieser Formulierung ist die Gegenüberstellung von ‚Deutsch‘ und ‚Asiatisch‘ bereits auf­ge­hoben. Von dieser Aufhebung handeln die Beiträge dieses Buches, das sehr lesenswert ist, weil es in ana­ly­ti­schen und nar­ra­tiven Sätzen zeigt, dass Erfahrungen und ihre Artikulation in einem dop­pelten Sinne poli­tisch sind.
Sie weisen zurück auf poli­tische Verhältnisse, die diese Erfahrungen zuweilen schmerzlich her­vor­bringen. Und sie wider­setzen sich diesen Verhältnissen getragen von aus Alltagspraxis und Intellektualität resul­tie­renden Visionen weniger gewalt­för­miger Verhältnisse. Die Politisierung der struk­tu­rellen Schwäche derer, die natio-ethno-kulturelle Gegenüberstellungen auf­heben, ist die große Stärke des Buches. Eine Ermutigung.“
Prof. Dr. Paul Mecheril, Direktor des Center for Migration, Education and Cultural Studies, Universität Oldenburg

„Nachdem der domi­nie­rende Diskurs über ‚Integrationsdefizite‘ und ‚gute und schlechte Migranten‘ die ras­sis­ti­schen Theorien des 19. Jh. jüngst wie­der­belebt haben, holt dieses Buch uns ein­drucksvoll ins 21. Jh. zurück. Die hier zusam­men­ge­stellten Beiträge her­vor­ra­gender Wissenschafter_innen, Künstler_innen und Akvist_innen bringen es auf den Punkt: Deutschland – und auch Europa – sind unwi­der­ruflich plural, hete­rogen, hybrid und gerade deshalb spannend und zukunfts­fähig (geworden).“
Prof. Dr. Sérgio Costa, Direktor des Lateinamerika Instituts, Freie Universität Berlin

„Das erste Buch zu Asian-Germans eröffnet eine span­nende neue Perspektive für die Forschung und bietet somit gleich­zeitig eine Plattform für mul­tiv­okale asia­tische dia­spo­rische Formationsbestrebungen in Deutschland.“
Prof. Dr. You Jae Lee, Leiter der Koreanistik, Universität Tübingen.

Rezensionen zur ersten Auflage von Asiatische Deutsche

Asiatische Deutsche – Sachbuch der Woche in der FAZ
„Die Ausnahmen und die Regeln: Der Sammelband ‚Asiatische Deutsche‘ unter­sucht, wie unsere Gesellschaft ihre Einwanderer betrachtet – und wie diese mit den fal­schen Zuschreibungen zurecht­kommen müssen. […] Die Suche nach dem rich­tigen Wort für eine so viel kom­plexere Gegenwart durch­zieht den kom­pletten Band.“
Tobias Rüther: Wie würdest du deine Herkunft beschreiben? Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 27.08.2012, S. 26.

Unbedingt emp­feh­lenswert
„Dieses Buch wurde zu Recht von der FAZ als Sachbuch emp­fohlen. Die viel­seitige Dokumentation des vietnamesisch-deutschen kul­tu­rellen Lebens im Einwanderungsland Deutschland ist ein wert­voller Beitrag zum kul­tu­rellen Gedächtnis der in Deutschland lebenden asia­ti­schen com­mu­nities. […] Der nun publi­zierte Sammelband „Asiatische Deutsche“ ist eine ein­drucks­volle Orchestrierung von Gegenstimmen. […] Gerade das macht den Band stark, ebenso wie einige schriftlich doku­men­tierte Podiumsgespräche, die sich durchweg sehr spannend lesen und es erlauben, auch nach­träglich noch an der Diskussionsreihe teil­zu­haben. Damit ist dem Team, das hinter dieser Reihe und Publikation steht, ein großer Wurf gelungen. […] Es gibt soviele Anregungen in diesem Buch. Es ist unbe­dingt emp­feh­lenswert.“
Karin Yesilada: Deutsch-Vietnamesisches Gedächtnis. In: hei­mat­kunde – Migrationspolitisches Portal der Heinrich-Böll-Stiftung

Ausnahmslos hohe inhalt­liche Qualität
„Beide Bücher ver­bindet eine gelungene, kri­tische Annäherung an hybride Prozesse und sie stellen einen klugen Appell zur poli­ti­schen und kon­tex­tua­li­sierten Reorientierung des Konzepts dar. […] Dabei fällt die aus­nahmslos hohe inhalt­liche Qualität der Beiträge auf […] Asiatische Deutsche ist eine gelungene Textkompilation [… und] in jedem Fall wichtig. Am Beispiel der asiatisch-vietnamesischen Diaspora wird handfest und viel­schichtig kon­kre­ti­siert, was Vermischung und Hybridität bedeutet.“
Johnny Van Hove: Hybridität Revisited: Karriere, Kritik und Alltag eines Starkonzepts. In: KULT_online, Nr. 34, 2013.

Theoretisch fun­diert und prak­tisch ver­ortet
„Während die deutsche Migrationsforschung Einwanderungsprozesse vor allem aus der Perspektive des Nationalstaates betrachtet, rücken Ha und die rund zwanzig wei­teren AutorInnen dia­spo­rische Ansätze rund um migran­tische Subjekte, Communities und Netzwerke ins Zentrum. Das ist gut so, denn es führt zu einem Perspektivwechsel, zu Pluralisierung und De-Nationalisierung.
‚Asiatische Deutsche‘ ist ein weit gefasster Begriff, er ver­weist auf Einschlüsse und Ausschlüsse. Heutzutage ist der Begriff der Diaspora en vogue, denn er beschreibt die Zerstreuung von MigrantInnen fern der Heimat. Aber Diaspora ist mehr, sie loka­li­siert Erfahrungen von Ausschluss, Identifikation, Zugehörigkeit und Exklusivität neu. Die AutorInnen dieses Sammelbandes ver­stehen es, Diasporen im Spannungsfeld zwi­schen Nationalismus und trans­na­tio­nalen Bezügen zu beschreiben – theo­re­tisch fun­diert und prak­tisch ver­ortet.“
Rosaly Magg: Diaspora in Deutschland. In: iz3w, Nr. 334, 2013, S.46.

Wertvolle Beiträge zur Rassismusforschung
„Der Band doku­men­tiert Debatten von enga­gierten WissenschaftlerInnen und AktivistInnen zu den Themen Identität und Repräsentation von asia­ti­schen Deutschen. […] Das anre­gende Lesebuch ver­sammelt Fotos, Porträts, Analysen und Gespräche. Es bietet wert­volle Beiträge zur Rassismusforschung und einen tiefen Einblick in die Vielfalt der deutsch-asiatischen Präsenzen.“
Anke Schwarzer: Aufgeblättert. In: analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis. Nr. 577, 16.11.2012.

„Früher war es mir auch wichtig, bloß kein Chinese zu sein“
Trotz des ver­hee­rendsten ras­sis­ti­schen Pogroms seit der Nazi-Zeit in Rostock-Lichtenhagen ist anti-Asiatischer Rassismus ein sträflich ver­nach­läs­sigtes Wissensgebiet. Ein Gespräch über die Bedeutung von Asiatische Deutsche, Community und Coalition Work.
Kien Nghi Ha im MiGAZIN-Interview mit Deniz Utlu