REMEMBER/RESIST/UNITE – Diskussionsveranstaltung zu „Cross-Community-Strategien“ gegen rassistische Gesellschaftsverhältnisse in der Nachwendezeit und Gegenwart am 23.09.2021

Live-Mitschnitt der Diskussion

YouTube-Kanal der Landeszentrale für Politische Bildung: www.youtube.com/watch?v=UfdACr41NQQ

Zwischen dem 17. und 23. September 1991 wurde in der säch­si­schen Kleinstadt Hoyerswerda eine Serie von ras­sis­ti­schen gewalt­tä­tigen Angriffen auf ein Vertragsarbeiter*innen-Heim und eine Geflüchteten-Unterkunft verübt. Anlässlich des 30. Jahrestags wollen wir uns im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung an die gesell­schaft­liche Atmosphäre, die Diskurse und die Übergriffe der Nachwendezeit erinnern. Der Fokus wird dabei auf dem dama­ligen (post)migrantischen Widerstand gegen Rassismus, ins­be­sondere aus Asiatischer und Schwarzer deut­scher Perspektive, liegen. Bei der Paneldiskussion wird nach „Cross-Community-Strategien“ gegen Rassismus für die Gegenwart gesucht: Wie können wir zusam­men­kommen? Was sind unsere gemein­samen Ausgangspositionen? Wie können wir trotz bestehender Unterschiede kon­se­quent soli­da­risch sein? Wie kann ein gesell­schaft­licher Wandel her­bei­ge­führt werden?

Podium

Mai-Phuong Kollath, geboren 1963 in Hanoi, Vietnam, kam 1981 als Vertragsarbeiterin in die ehe­malige DDR nach Rostock. Die Diplom-Pädagogin leitete 16 Jahre haupt­amtlich die Migrationsberatungsstelle in Rostock und leistete aktive Vorstandsarbeit bei dem deutsch-vietnamesischen Verein Diên Hồng. Seit Jahren enga­giert sie sich ehren­amtlich in ver­schie­denen bun­des­weiten Fachgremien der Migrations- und Integrationspolitik. Heute lebt sie in Berlin und arbeitet frei­be­ruflich als inter­kul­tu­relle Beraterin und Diversity-Trainerin.

Jessica Massóchua ist in der mosam­bi­ka­ni­schen Stadt Beira geboren und in einer säch­si­schen Kleinstadt bei Dresden auf­ge­wachsen. Sie setzt sich mit sozialer Ungleichheit, Subjektivierung und Black Feminsim aus­ein­ander. Herzensanliegen ist dabei die Sichtbarmachung der Lebensrealitäten und Widerstände mar­gi­na­li­sierter Menschen. Sie ist Aktivistin und Teil der Initiative 12. August.

Paulino José Miguel war bis Ende der 80er Jahre mosam­bi­ka­ni­scher Vertragsarbeiter in der ehe­ma­ligen DDR. Nach Ende der DDR erkämpfte er sich das Bleiberecht und blieb im ver­einten Deutschland. Er stu­dierte Erziehungs- und Politikwissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und an der Universität zu Aarhus (Dänemark). Zu seinen bis­he­rigen Tätigkeiten zählen Projekte zur Reintegration von ehe­ma­ligen Kindersoldaten, Vereinsarbeit sowie die Arbeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei DOMiD (Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland e.V. in Köln) und am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Heidelberg.

Paulino Miguel erlebte den real­exis­tie­renden Sozialismus in seinen prä­genden Jahren als Jugendlicher und junger Erwachsener, erlebte und gestaltete Proteste und Widerstände, wurde Zeuge der gesell­schaft­lichen Umbrüche und des Wiederaufbaus sowie der Freuden und Enttäuschungen rund um die Wiedervereinigung. All das machte er zum selbst­ver­ständ­lichen Teil SEINER Geschichte und SEINER aktiven Rolle als Aktivist für den gesell­schaft­lichen Zusammenhalt.

Paulino José Miguel ist Empowermenttrainer und Experte für ent­wick­lungs­po­li­tische Bildungsarbeit

Moderation: Noa K. Ha (DeZIM, Berlin)

Zeit und Ort

Datum: Donnerstag 23.09.2021, 18:30 – 20:30 h

Ort: Berliner Landeszentrale für Politische Bildung, Hardenbergstraße 22–24, 10623 Berlin

Veranstaltungswebseite: www.berlin.de/politische-bildung/veranstaltungen/veranstaltungen-der-berliner-landeszentrale/remember-resist-unite-1123606.php

Format: Präsenzveranstaltung in der Landeszentrale für Politische Bildung mit Youtube-Live-Stream

Link zum YouTube-Kanal der Berliner Landeszentrale für poli­tische Bildung (abrufbar bis März 2022).

Anmeldung

Wir bitten um Anmeldung über die Landeszentrale für Politische Bildung Berlin: LINK ZUR ANMELDESEITE

Veranstalter

Diese Veranstaltung wird durch kori­en­tation. Netzwerk für Asiatisch-Deutsche Perspektiven e.V. in Kooperation mit der Berliner Landeszentrale für poli­tische Bildung organisiert.