Gedenkposts – Allgemeine Infos

Wir als kori­en­tation ver­fassen Gedenkposts für Menschen, die durch ras­sis­tisch, sexis­tisch, sowie queer- und trans­feindlich moti­vierte Gewalt ums Leben gekommen sind und deren Tode in der Öffentlichkeit wenig Beachtung finden.

In erster Linie wollen wir mit Gedenkposts infor­mieren. Gleichzeitig ist uns Gedenkarbeit wichtig, um den Menschen, denen auf gewaltsame Weise das Leben genommen wurde, mehr Sichtbarkeit zu geben.

Wir ver­suchen dabei besonders Fälle zu berück­sich­tigen, die bisher keine oder wenig mediale Aufmerksamkeit finden und in Verbindung zu unseren Themenfeldern stehen (ins­be­sondere Fälle mit Bezug zu Asien oder asia­ti­scher Diaspora in Deutschland). Darüber hinaus bemühen wir uns auf­zu­zeigen, wie poli­tische Verhältnisse Rassismus ermög­lichen, nor­ma­li­sieren und unsichtbar machen.

Wir ziehen dazu haupt­sächlich Quellen großer Medienhäuser und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks heran, aber auch politisch-solidarische Akteur*innen, die bereits wichtige Erinnerungs- und Aufarbeitungsarbeit leisten, wie bei­spiels­weise Solidaritätskreise von Angehörigen und Unterstützer*innen. Die Quellen benennen wir unter den Postings.

In unseren Posts bewegen wir uns an den Schnittstellen zwi­schen jour­na­lis­ti­scher und akti­vis­ti­scher Sprache. Unser Anliegen, die poli­tische Dimension der Tode her­aus­zu­stellen, führt dazu, dass die Formulierungen in unseren Posts teil­weise von jour­na­lis­ti­schen Beiträgen abweichen. Wenn wir es also für erwiesen halten, dass Rassismus in einer Tat eine Rolle spielt, so benennen wir dies, auch wenn es nicht juris­tisch fest­ge­halten wurde.

Wir möchten dadurch zeigen, wie vor­ge­schobene Gründe ras­sis­tische Gewalt legi­ti­mieren sollen – sogar dort, wo diese den Tod von Menschen verursacht.

Denn: Kein Umstand recht­fertigt es, Menschen Gewalt anzutun, erst recht keine Gewalt, die ein Leben beendet. Es gibt keine Tode, die recht­fer­tigbar sind, keine schul­digen und unschul­digen Opfer. Jeder Mensch ver­dient das Recht auf ein Leben ohne Gewalt.

Wir schätzen eure Hinweise, die uns helfen, oben genannte Maßstäbe noch besser ein­zu­halten und nehmen gerne Anregungen auf, um Inhalte zu kor­ri­gieren und zu ergänzen. Wendet euch dafür immer gern an info[at]korientation.de .

kori­en­tation e.V. , 17.11.2025


Folgende Gedenkposts haben wir bisher auf Instagram ver­öf­fent­licht:
(hier sind Posts bis zum 17.11.2025 gelistet)