Nach dem Ablauf der Projekte RADAR und MEGA Ende 2024 beginnt für uns eine neue Projektära – und wir freuen uns, euch endlich mehr darüber zu erzählen.
Seit Anfang des Jahres 2025 ist korientation Teil des Kooperationsverbund gegen Rassismus im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Programmbereich „Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur“.
Was ist neu?
korientation arbeitet künftig gemeinsam mit folgenden Organisationen im Themenfeld Rassismus: CLAIM, Verband binationaler Familien und Partnerschaften (iaf e V.), EOTO e. V., zedela gUG, RAA Berlin und ZEOK e.V.
Was ermöglicht uns das?
Im Rahmen des Verbundes verfolgen wir das Ziel, unsere Arbeit zu anti-asiatischem Rassismus auszubauen und sichtbarer zu positionieren sowie gleichzeitig ein intersektionaleres Verständnis für verschiedene Formen von Rassismus zu erarbeiten und zu vertiefen. Die Arbeit im Verbund ermöglicht den Austausch und die Zusammenarbeit mit erfahrenen Organisationen, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu einzelnen Rassismusphänomenen sowie Rassismus als Gesamtphänomen arbeiten. Zudem erhoffen wir uns gerade in Zeiten der wachsenden Bedrohung durch rechte Kräfte, dass die Arbeit im Bündnis ein wirkungsvolleres Eintreten für gemeinsame Anliegen und Solidarisierung befördert.
Wie ihr vielleicht schon wusstet, konnten wir 2020 mit dem Projekt MEGA erstmalig (!) hauptamtliche Strukturen aufbauen. Mit RADAR haben wir diese weiterentwickelt und erste dezentralere Strukturen ausprobiert. Durch die neue Förderung sichern wir nicht nur unsere hauptamtliche Arbeit für und im Verein, sondern können langfristiger planen, unsere Organisationsstrukturen professionalisieren, und Angebote und Veranstaltungen für unsere Communities nachhaltiger gestalten.
Was haben wir vor?
Unser Ziel ist weiterhin ganz klar: community-orientierte und community-basierte Arbeit auf Grundlage eurer Bedarfe. Wir möchten unsere Learnings und Expertisen aus den letzten Projekten mitnehmen und mehr voneinander und miteinander lernen.
Deswegen werden unsere Projektteams in Köln (fka RADAR) und Berlin (fka MEGA) (noch) enger zusammenarbeiten, um weiterhin und künftig noch zugänglicher Community-Buildung, Empowerment und Ressourcensharing aus einer möglichst intersektionalen Perspektive zu ermöglichen. Hierzu zählen wir insbesondere den Auf- und Ausbau von zugänglichen Wissensbeständen zu anti-asiatischem Rassismus und Asiatisch-Deutschen Geschichten, aber auch Qualifizierung und Capacity-Building von Asiatisch-Deutschen und diasporischen Multiplikator*innen sowie weiterhin die Organisation von unterschiedlichsten empowernden Formaten.
Ein großes Anliegen wird es insbesondere sein, die bundesweite Vernetzung von Asiatisch-Deutschen* und asiatisch-diasporischen Menschen, Akteur*innen, Inis, Gruppen und Projekten weiter auszubauen und zu vertiefen.
Zudem werden wir mit Aufnahme des Projektes ein zweites korientation-Büro in Köln eröffnen, um eine dezentralere bundesweite Arbeit von korientation zu befördern.
Wie geht es weiter?
Da wir aktuell mit vielen Prozessen und strategischen Planungen beschäftigt sind, wird es zunächst etwas ruhiger bleiben. Das Projekt steht noch am Anfang, und einige Schritte brauchen Zeit – aber wir arbeiten intensiv daran. Weitere Updates folgen!
Veranstaltungen
👉 Hier findet ihr eine Übersicht über die Veranstaltungen, die im Rahmen des Verbundprojektes stattfinden.
Stand: 07.03.2025
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*Asiatisch-Deutsch verstehen wir weiterhin nicht als Festschreibung der eigenen Identität(en), sondern vielmehr als Klammer, die BPoC mit Bezügen zu Nord-/Süd-/Ost-/Südost-/West- oder Zentralasien strategisch für sich wählen (können), um ihre vielfältigen Lebensrealitäten sichtbar zu machen und Fragen von Rassismus und anderen Ausschlüssen aus einer spezifischen Perspektive solidarisch anzusprechen.
Für inhaltliche Aussagen und Meinungsäußerungen tragen die Publizierenden dieser Veröffentlichung die Verantwortung.
Das Verbundprojekt gegen Rassismus wird gefördert im Bereich „Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur“ des Programms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie die Berliner Senatsverwaltung ASGIVA.
