Demokratie leben! im Rückbau: Ein Überblick und eine Chronik aus der Perspektive von korientation

Die Kürzung und der Umbau des bun­des­weiten Förderprogramms Demokratie leben! besorgen uns sehr, denn sie mar­kieren einen wei­teren Schritt in einer Reihe von Angriffen und gezielten Schwächungen der Zivilgesellschaft. Wie ambi­valent das Verhältnis von Zivilgesellschaft und staat­licher Förderung auch sein mag, Eines ist klar: Wenn Angebote ent­fallen, trifft das zual­lererst die­je­nigen, die ohnehin am stärksten unter bestehenden Ungerechtigkeiten und Gewalt leiden — ras­si­fi­zierte, migrantisierte/geflüchtete, weib­liche, queere, junge und alte, behin­derte und prekär lebende Menschen. Sie wirken außerdem konkret und real auf die Arbeit und die Existenz von kori­en­tation und etlicher wei­terer zivil­ge­sell­schaft­licher Projekte und Organisationen.

Mit dieser Seite möchten wir euch einen Überblick über die Entwicklungen rund um den Rückbau von Demokratie leben! aus der Perspektive von kori­en­tation geben und ver­linken dafür unten unsere Beiträge auf der Webseite.
Nutzt und teilt gerne diese Informationen: Sprecht und schreibt darüber, schafft Sichtbarkeit, geht zu Demonstrationen, macht poli­ti­schen Druck auf Abgeordnete und unter­stützt und ver­netzt euch solidarisch!

Beitrag ver­öf­fent­licht: 01.06.2026

Hier findet ihr einen ersten nied­rig­schwel­ligen Einstieg und Überblick: Wir erläutern kurz und zugänglich, was Demokratie leben! ist, warum wir den radi­kalen Umbau kri­ti­sieren und was dieser konkret für kori­en­tation als Verein bedeutet.
In diesem aus­führ­lichen Hintergrundtext infor­mieren wir über die Entstehung des Programms Demokratie Leben!, seine Entwicklung sowie den Prozess und die Folgen des Rückbaus aus Perspektive einer betrof­fenen Organisation. Wir möchten auf­zeigen, dass er Teil einer grö­ßeren auto­ri­tären gesell­schafts­po­li­ti­schen Wende ist und wie wir jetzt gemeinsam ins Handeln kommen können. Der Text richtet sich an Aktive, Verbündete und alle, die die Entwicklungen in ihrer poli­ti­schen Tiefe ver­stehen wollen. 
Mitte April 2026 haben wir uns in einer Stellungnahme gemeinsam mit über 140 Trägern aus der Demokratiearbeit an Familienministerin Karin Prien (CDU) gewendet und klar die geplanten Umstrukturierungen von Demokratie leben! kritisiert.
Diese Veranstaltungen geben einen Einblick in die Aktivitäten, die wir seit 2025 orga­ni­siert bzw. ange­stoßen haben und in den kom­menden Jahren weiter ent­wi­ckeln wollten: u.a. Unterstützung von bun­des­weitem, dezen­tralem und nach­hal­tigem Community-Building, Fortbildungsreihen für poli­tische Bildner*innen, ein digi­taler Ressourcenpool gegen anti-asiatischen Rassismus, sowie das Mapping von Asiatisch-diasporischen und Asiatisch-Deutschen Multiplikator*innen.
Mit der kleinen Anfrage der CDU/CSU Fraktion an den Bundestag, die sich mit einem Katalog von 551 Fragen gegen zivil­ge­sell­schaft­liche Organisationen richtete, hat sich der Druck auf die Zivilgesellschaft im Frühjahr 2025 ver­schärft. Dahinter steht der Versuch, staatlich geför­derte NGOs ein­zu­schränken und durch Instrumentalisierung des Neutralitätsgebots zum Schweigen zu bringen.
In der Ankündigung Anfang 2025 haben wir über unsere Pläne für die kom­menden Jahre infor­miert. Mit Motivation sind wir in den von Demokratie Leben! geför­derten Kooperationsverbund gegen Rassismus gestartet, um an das anzu­knüpfen, was zuvor auf­gebaut worden war: Strukturen, Wissen, Kontakte und Angebote für Asiatisch-diasporische/Deutsche Communities. 
Mit MEGA konnten wir von 2020 bis 2024 mit einer grö­ßeren und mehr­jäh­rigen Förderung arbeiten. Dadurch wurden erstmals haupt­amt­liche Stellen geschaffen und Arbeitsstrukturen pro­fes­sio­na­li­siert. MEGA hat Workshops, Vernetzungstreffen und Empowerment-Angebote ermög­licht und die Ansprache und Informierung der Community deutsch­landweit ausgebaut.