Liebe korientation-Friends, ‑Mitglieder, Partner*innen und Interessierte,
wir laden euch als Teil des Verbund gegen Rassismus herzlich zu einer zweitägigen Fachtagung ein!
Kommt vorbei! Gemeinsam mit euch möchten wir darüber nachdenken und diskutieren, wie wir unsere und eure rassismuskritische Arbeit in Zeiten von autoritären Einflüssen und politischem Druck auf die Zivilgesellschaft gestalten können. Außerdem möchten wir die Gelegenheit nutzen, um gemeinsam Kraft zu tanken, in Verbindung zu kommen, zu bleiben und Erfahrungen und Wissen miteinander zu teilen.
Das Programm besteht deswegen aus zwei Teilen: Der erste Tag richtet sich an die Öffentlichkeit, während der zweite Tag vor allem für euch und uns da ist, die sich als Einzelpersonen, in Gruppen, Inis oder Orgas aktiv für ihre Communitys und gegen Rassismus einsetzen.
Weitere Infos zu Zugängen, Barrieren und Awareness sind unten zusammengetragen. Es gibt ein begrenztes Kontingent an Reisekostenübernahmen im Bedarfsfall.
👉 Hier findet ihr immer alle aktuellsten Infos auf der Seite des Verbund gegen Rassismus.
Wir freuen uns euch wiederzusehen und euch kennenzulernen – und uns gegenseitig den Rücken zu stärken!
Euer korientation Team
🎯 PS: Nicht nur die Tagung ist ein Moment, um zu benennen, was das Feld aktuell braucht. Was stärkt euch? Was hilft uns, besser gegen Rassismus zu arbeiten? Wir benötigen eure Perspektive bei der aktuellen Bedarfsumfrage (mehr dazu unten), um zu besser verstehen, welche konkreten Angebote notwendig sind. Macht unbedingt mit, denn eure Antworten fließen in unsere weitere Arbeit ein!
🌼☀️ PPS: Wenn ihr eh in Berlin seid, kommt doch auch bei unserem jährlichen korientation Sommer-Hangout am Samstag (4.7.) danach vorbei. Nach zwei intensiven Tagen wollen wir einfach nur gemütlich Beisammensein.
Fachtagung „Verbinden. Benennen. Mit Haltung handeln. Autoritäre Politiken im Feld Rassismus und rassismuskritische Interventionen.“
📅 Wann:
02.07.2026, 11:30–17:00 Uhr
03.07.2026, 9:00–16:30 Uhr
📍 Wo: Alte Münze, Haus 3, Am Krögel 2, 10179 Berlin
💌 Für wen:
- Tag 1: Alle Interessierten sind willkommen! Das Programm richtet sich vorrangig an die (Fach-)Öffentlichkeit.
- Tag 2: Das Programm ist für Menschen aus verschiedenen Communitys und rassismuskritischer Zivilgesellschaft.
👥Wer: Verbund gegen Rassismus bestehend aus sieben Orgas, viele Expert*innen aus dem Feld rassismuskritische Arbeit (s. Programm), und zahlreiche solidarische Menschen und Multiplikator*innen aus unseren Netzwerken. Natürlich werden auch einige korientation Team-Member, Vorstandsmitglieder und Mitglieder vor Ort sein – und freuen sich, euch zu sehen!
🗣️ Sprache: Deutsche Lautsprache
📝Anmeldung: über das Formular auf dieser Seite.
⏳ Anmeldeschluss: 22.06.26.
🎫 Eintritt: frei
Programm
Programm am Donnerstag, 02. Juli, für alle aus der interessierten (Fach-)Öffentlichkeit
Am ersten Tag laden wir euch zum Austausch und Diskussion mit unseren geladenen Expert*innen ein. Tagungsmoderation: Miriam Siré Camara
- 11:30 Registrierung und Empfang
- 12:30 Begrüßung und Einführung in die Fachtagung
- 13:00 Keynote: Saraya Gomis, Studienrätin
- 13:30 Künstlerische Intervention – raumgreifende Performance mit Musik und Spoken Word: Vincent Bababoutilabo, Musiker und Autor aus Berlin
- 14:00 Mittagspause
- 15:00 Podiumsdiskussion „Verbinden. Benennen. Mit Haltung handeln. Was bedeutet das heute?“
− Kien Nghi Ha, Kultur – und Politikwissenschaftler, Universität Tübingen
− Annita Kalpaka, ver/sammeln antirassistischer Kämpfe
− Katja Kinder, Geschäftsführerin der RAA Berlin
− Tuğba Tanyılmaz, Geschäftsführerin vom Migrationsrat Berlin e. V. - 16:30 Closing Keynote: Michaela Moua, Koordinatorin der EU-Kommission für die Bekämpfung von Rassismus (angefragt)
- 17:00 Ende offizieller Teil
Angebote und Programm am Freitag, 03. Juli, für Menschen der rassismuskritischen Zivilgesellschaft und Communitys
Am zweiten Tag laden wir euch zum solidarischen Zusammenkommen, zum Teilen von Wissensständen und zur Stärkung auf verschiedenen Ebenen ein. Tagungsmoderation: Miriam Siré Camara
- 09:00 Registrierung und Empfang
- 09:30 Begrüßung und Einführung in den Tag
- 09:45 Podiumsdiskussion „Solidarische Erinnerungsarbeit zwischen Anerkennung und Widerstand“
- Thu Anh, Gedenkinitiative Phan Văn Toàn
- Said Etris Hashemi, Initiative 19. Februar Hanau
- Wilma Nyari, Initiative Gerechtigkeit für Lorenz
- moderiert von Mehmet Arbag, Verband binationaler Familien und Partner*innenschaften – Leipzig
- 11:00 Workshops
- Selbstbestimmt erinnern
mit Newroz Duman, Solidaritätsnetzwerk der Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt - Staatliche Förderung im Autoritarismus?
mit Cuso Ehrich, Soziolog*in und politische Bildner*in - Strategische Komplizinnenschaft in Zeiten autoritären Umbaus – Open Space für politische Bildnerinnen
mit Asya Pekyiğit und Purnima Vater, stuhlkreis_revolte - Austauschrunde: Interessenvertretung gegenüber Politik und Verwaltung – Möglichkeiten, Grenzen und Risiken?
mit Edwin F. Greve, Referent für Antidiskriminierung beim Migrationsrat Berlin - Basics Medien sprechen: Kernbotschaften entwickeln, Zielgruppen definieren, Framing/Framing - Fallen, Narrative
mit OMni - Aus migrantischen Kämpfen lernen – Perspektiven aus der Gewerkschaft
mit Sükran Budak, Vorstand IG Metall
- Selbstbestimmt erinnern
- 13:00 Mittagspause
- 14:00 Offener Raum
- Lesung Sammelband „raumnehmen. Menschen aus asiatisch – deutschen Communitys erzählen“
mit Beiträgen von: Angelika Kim, Maike Siu-Wuan 晓云 Storf und Chandrika Yogarajah
& Lesung eines „Liebesbrief an alle im Bildungssystem„
von Ana Lucão Mvangi - Draw-My-Mind: Zeichen- und Empowerment-Workshop
mit Mayha Suaysom, Illustratorin - Wenn der Körper spricht:
Workshop, in dem wir Gefühle in Bewegung übersetzen und den Körper zu Wort kommen lassen
mit Selin Dörtkardeş, Schauspielerin - Polisocial – die App für die Zivilgesellschaft
mit Fred Liepner, polisocial - Trotz allem! Postmigrantische Jugend bewegt den Osten: Ausstellungsführung
mit Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland (DaMOst) e. V. - Rassismuskritik und Körper: eine somatische Erkundung
mit Andrés Nader, RAA Berlin
- Lesung Sammelband „raumnehmen. Menschen aus asiatisch – deutschen Communitys erzählen“
- 16:00 Open Mic und gemeinsamer Abschluss
- 16:30 Ende und Ausklang
Barrieren und Zugänglichkeit
Konkretere und weitere Infos werden noch ergänzt!
Wenn ihr Fragen oder Bedarfe habt, schreibt uns gerne und wir schauen gemeinsam, wie wir euch helfen können, dass ihr gut teilnehmen könnt: kontakt(at)verbundgegenrassismus.de
🚌 Hinkommen
- Solltest du Schwierigkeiten bei der Finanzierung von Reisekosten haben, melde dich bei uns.
Wir stellen ein begrenztes Kontingent an Reisekostenübernahmen im Bedarfsfall zur Verfügung. kontakt(at)verbundgegenrassismus.de - Anreise mit dem Auto
Auf dem Gelände befinden sich keine Behindertenparkplätze. Das nächst gelegene Parkhaus ist das Parkhaus der Berliner Wasserbetriebe in der Neue Jüdenstraße 1. Kostenpflichtige Parkplätze sind außerdem in der Klosterstraße und den umliegenden Straßen vorhanden. - Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
Das Gelände Alte Münze befindet sich 280m entfernt von dem U‑Bahnhof Klosterstraße (U2) und 550m entfernt von der Bushaltestelle Jüdenstr. Die nächsten barrierefreien Stationen sind S+U Alexanderplatz (ca. 1km) oder S+U Jannowitzbrücke (ca. 600).
➜] Reinkommen
- Bitte vergesst nicht, euch bis 22.06.2026 anzumelden! Hier findet ihr das Formular.
- Die von uns genutzten Räume im Veranstaltungsort sind barrierefrei, es erfordert jedoch eine kurze vorherige Absprache: kontakt(at)verbundgegenrassismus.de
- Bitte seht bei Erkältungs- und Grippesymptomen von einer Teilnahme ab. Tragt bei Bedarf eine FFP2-Maske.
😌 Klarkommen
- Awareness: Ein Awareness-Team wird vor Ort ansprechbar sein bei Grenzüberschreitungen, Diskriminierungssituationen oder Unterstützungsbedarfen.
- Unterstützungsbedarfe: Damit die Veranstaltung möglichst gut zugänglich und ein Ort des Wohlbefindens wird, bitten wir um Angabe möglicher Unterstützungsbedarfe, Lebensmittelunverträglichkeiten sowie anderer wichtiger Anliegen im Anmeldeformular.
- Barrierefreiheit vor Ort: Der Zugang zu den Toiletten geht über einen kopfsteingepflasterten Hof. Die von uns genutzten Räume im Veranstaltungsort sind barrierefrei, es erfordert jedoch eine kurze vorherige Absprache: kontakt(at)verbundgegenrassismus.de
Mehr zum Verbund gegen Rassismus
korientation & der (bedrohte) Verbund gegen Rassismus
Seit Anfang des Jahres 2025 ist korientation Teil des Verbunds gegen Rassismus im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Programmbereich „Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur“. Im Rahmen des Verbunds verfolgen wir als korientation das Ziel, unsere Arbeit zu anti-asiatischem Rassismus auszubauen und sichtbarer zu positionieren sowie ein intersektionaleres Verständnis für verschiedene Formen von Rassismus zu erarbeiten und zu vertiefen.
Die Arbeit im Verbund ermöglicht den Austausch und die Zusammenarbeit mit erfahrenen Organisationen, die mit unterschiedlichen Schwerpunkten zu einzelnen Rassismusphänomenen sowie Rassismus als Gesamtphänomen arbeiten. Gerade in Zeiten der wachsenden Bedrohung durch rechte Kräfte sehen wir, dass die Arbeit im Bündnis ein wirkungsvolleres Eintreten für gemeinsame Anliegen und Solidarisierung befördern kann.
⚠️ Das Förderprogramm „Demokratie leben!“ wird umstrukturiert: Die dem Verbund gegen Rassismus – damit auch korientation und darüber hinaus etlichen weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen – mehrjährig in Aussicht gestellten Förderungen werden zum Ende des Jahres gestoppt und sollen auslaufen.
Damit werden zentrale und nachhaltige Säulen der Demokratie, Gleichberechtigung und Teilhabe geschwächt. Einige Projekte und Organisationen sind dadurch in ihrer Existenz bedroht. In welcher Form – d.h. mit welchen Strukturen und Stellen – wir unsere Arbeit als korientation im kommendem Jahr fortführen können, hängt von Finanzierungen ab, die noch nicht (oder vielmehr: nicht mehr) gesichert sind.
Hier findet ihr mehr Infos.
Bedarfsabfrage: Was braucht ihr? Teilt es uns bis 30.6. mit – eure Erfahrungen helfen, rassismuskritische Arbeit zu stärken!
Liebe Engagierte, liebe (post-)migrantischen Gruppen und Inis und alle, die in der Rassismuskritik aktiv sind: Wir brauchen eure Perspektiven!
Bis zum 30.06. führt der Verbund gegen Rassismus eine Bedarfsumfrage durch. Wir möchten herausfinden, welche Unterstützungsbedarfe und Herausforderungen im Themenfeld Rassismus aus Sicht der Praxis besonders relevant sind, wo die größten Leerstellen bestehen und welche (Vernetzungs-)Strukturen und Angebote es bräuchte, um diese Lücken aufzufangen.
Die Umfrage dauert etwa 12 bis 15 Minuten, ist anonym und kann auf Wunsch am Ende durch die Angabe von Kontaktdaten ergänzt werden, wenn du im weiteren Prozess eingebunden bleiben oder die Auswertung erhalten möchtest.
Hier geht es zur Umfrage: https://survey.lamapoll.de/Bedarfsabfrage_im_Themenfeld_Rassismus
Mehr zu den Organisationen, die mit uns gemeinsam Teil des Verbund gegen Rassismus sind
CLAIM – Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit
CLAIM koordiniert den Kooperationsverbund gegen Rassismus und ist eine breite gesellschaftliche Allianz gegen die Ausgrenzung von Muslim*innen, gegen Intoleranz, Diskriminierung, Islam- und Muslimfeindlichkeit.
Verband binationaler Familien und Partnerschaften (iaf e. V.), Geschäfts- und Beratungsstelle Leipzig
Der Verband binationaler Familien und Partnerschaften arbeitet seit 1972 bundesweit an der Schnittstelle von Familien‑, Migrations- und Bildungspolitik. Die Geschäfts- und Beratungsstelle Leipzig besteht seit 1992. Im Rahmen der eigenen Beratungs- und politischen Bildungsarbeit setzt sich die Geschäftsstelle für eine macht- und herrschaftskritische, rassismuskritische Auseinandersetzung mit den Themen der Gesellschaft ein. Über professionelle Begleitungen, Weiterbildungen und eigene Produktionen wird bundesweit für (antimuslimischen) Rassismus sensibilisiert.
Each One Teach One (EOTO) e.V.
Each One Teach One (EOTO) e.V. ist eine Community-basierte Bildungs- und Empowerment-Organisation sowie ein Ort des Lernens und der Begegnung für Menschen afrikanischer Herkunft.
zedela gUG – Zentrum für Data-Driven Development, Leadership und Advocacy
zedela ist ein Think Tank für rassismuskritische Forschung und BIPoC-Leadership und arbeitet in den Bereichen Datenerhebungen, Communitys-basierte Forschung und Advocacy.
RAA Berlin
Die RAA Berlin setzt sich für Bildungsgerechtigkeit ein: durch Beratung und Begleitung von Institutionen, Strukturen und Community-Organisationen zu Rassismus und Rassismuskritik aus einer intersektionalen, diskriminierungskritischen Perspektive und im Sinne der Professionalisierung von Akteur*innen.
ZEOK e.V.
Der ZEOK e.V. ist ein im Jahr 2004 in Leipzig gegründeter Verein. ZEOK macht diskriminierungssensible und rassismuskritische Bildungsarbeit für Kita, Jugendarbeit und Schule.
Eine Maßnahme im Rahmen des Verbund gegen Rassismus im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Programmbereich „Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur“.
