Wir sind beim Festival gegen Rassismus dabei und laden euch herzlich ein, bei unserem Infostand und Workshop vorbei zu kommen!

Wir freuen uns riesig über diese Gelegenheit, gemeinsam mit weiteren Gruppen und Initiativen vor Ort lokal sichtbar und erreichbar sein, um uns miteinander, euch und weiteren Besucher*innen auszutauschen. Wir möchten euch zum Verweilen, Kennenlernen, Zuhören und miteinander Lernen einladen.
korientation beim Festival gegen Rassismus
📍 Wo? Blücherplatz in Kreuzberg, Berlin (bald: Eva-Mamlok-Platz)
📅👥 Wann und wer? Samstag, 27.06.2026, von 13–22 Uhr ist ein Teil vom Berliner korientation Team mit einem Infostand da und freut sich über euren Besuch, um 14:30–16 Uhr findet der Workshop mit Kien Nghi Ha statt
💌 Für wen? Das Festival gegen Rassismus ist eine öffentliche Veranstaltung – alle sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen!
Anmeldung: Info folgt
🎟️ Eintritt: kostenlos
✉️ Kontakt: Falls ihr noch Fragen habt, wendet euch gerne entweder an info(at)korientation.de oder festival-antira(at)gmx.de
Das gibt es alles beim Festival gegen Rassismus in Kreuzberg, Berlin
🔹 Infostände von verschiedenen (politischen) Gruppen und Initiativen
🔹 Rahmenprogramm mit u.a. Workshops (13–14.30 Uhr & 14.30–16 Uhr)
🔹 Kinderprogramm
🔹 ein Panel auf der Bühne zu den Themen „Militarisierung und Rassismus“ von 16 bis 17 Uhr
🔹 Bühnenprogramm mit Musik von 17:00 bis 22:00 Uhr
🔹 Essen und Getränke zum Verkauf (damit werden die Kosten für die Orga gedeckt – das Festival hat keine Sponsoren!)
👉 mehr Infos findet ihr / folgen auf der Webseite des Festivals sowie auf Instagram und Facebook
👉 mehr zur Idee des Festivals findet ihr in der Einladung der Organisator*innen weiter unten
🎪 Wir freuen uns über euren Besuch bei unserem Infostand
Kommt einfach vorbei uns sagt Hallo! Wir freuen uns einfach, mit euch zu quatschen. Stellt uns gern all eure Fragen zu jeglichen korientation Aktivitäten, Themenschwerpunkten und den verschiedenen korientation Publikationen (zur Vereinsgeschichte, zu/gegen anti-asiatischen Rassismus, Sammelband „raumnehmen“, verschiedene Projekte), die wir mitbringen und auslegen werden.
💡 Workshop: „Was hat das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen mit institutionellem Rassismus zu tun?“ mit Kien Nghi Ha
Vom 22. bis 26. August 1992 fand in Rostock-Lichtenhagen eines der schwersten rassistischen Pogrome der Nachkriegsgeschichte statt. Hunderte Rechtsextreme belagerten unter dem Applaus tausender Schaulustiger zunächst die Zentrale Aufnahmestelle für Asylsuchende im so genannten Sonnenblumenhaus, in dem vorrangig geflüchtete Rom*nja untergebracht waren. Dann richteten sich die gewaltsamen Ausschreitungen des rassistischen Mobs gegen das Wohnheim ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter*innen. Sie belagerten das Haus, warfen Steine und Molotowcocktails und drangen in das Gebäude ein. Die Polizei zog sich zwischenzeitlich zurück und ließ die Menschen schutzlos zurück. Im Gebäude eingeschlossene Menschen konnten sich nur mit großer Not und Mut in Sicherheit bringen.
Erst seit 2022 benennt die Stadt Rostock das Verbrechen offiziell als Pogrom. Nach dem Pogrom wurde das Grundrecht auf Asyl massiv eingeschränkt – mehr als zwei Drittel der Asylsuchenden verloren ihr Recht auf ein Anerkennungsverfahren.
Im Workshop widmet ihr euch gemeinsam mit Kien Nghi Ha folgenden Fragen:
Wie sieht und sah die Erinnerungskultur hierzu aus?
Welche politischen und rechtlichen Konsequenzen hab es?
Wie hat sich die politische Debatte (nicht) verändert?
Und was hat das mit institutionellem Rassismus zu tun?
Zur Workshopleitung

Kien Nghi Ha ist Kultur- und Politikwissenschaftler an der Universität Tübingen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen auf der asiatisch-deutschen Diaspora, postkolonialer Kritik, Rassismus und Migration. Zudem ist er als Kurator tätig und Autor zahlreicher Bücher und Artikel. Zuletzt gab er die Bände „Asiatische Deutsche Extended. Vietnamese Diaspora and Beyond“ (Assoziation A, 2012⁄2021) sowie „Asiatische Präsenzen in der Kolonialmetropole Berlin“ (Assoziation A, 2024) heraus. Derzeit ediert er den Band „Anti-Asian Racism in Transatlantic Perspectives“ (transcript, 2026) und ist Mitherausgeber von „Rassismus. Ein transdisziplinäres Kompendium“ (Springer VS, 2026) für die neue Buchreihe „RACISM/SOCIETY. Transdisziplinäre Perspektiven“.
Abbildung: Kien Nghi Ha bei der bundesweiten Demonstration zum 30. Jahrestag des Pogroms in Rostock-Lichtenhagen am 27. August 2022. Foto: Dong-Ha Choe.
💌 Einladung der Organisator*innen, denen wir herzlich für die Einladung, den Raum und die Planung danken
Festival gegen Rassismus: Für eine Gesellschaft ohne Rassismus
Sa, 27. Juni 2026, Blücherplatz, Berlin-Kreuzberg
Rassismus ist kein Randproblem, sondern Alltag in Deutschland. Die Realität zeigt: Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt nehmen zu – befeuert durch politische Entscheidungen, mediale Hetze und einen gesellschaftlichen Rechtsruck, der zunehmend autoritäre und faschistische Dynamiken hervorbringt. Merz als Kanzler (CDU) des Kapitals, der mit der braven Unterstützung der SPD ein Sozialrecht nach dem anderen abschafft, diffamiert die Migrant*innen als „Problem im Stadtbild“. Immer mehr Menschen stehen unter Generalverdacht, ihre Rechte werden eingeschränkt, und ihr Alltag ist von Unsicherheit und Angst geprägt. Die aktuelle Politik – von rechtswidrigen Verschärfungen im Asylrecht und Abschiebungen bis hin zu neuen Maßnahmen zur Abschottung der Grenzen – trifft Millionen Menschen mit Migrationsgeschichte, Geflüchtete und alle, die für eine offene Gesellschaft der Vielen einstehen.
Wir erleben, wie Grundrechte unter dem Vorwand der „inneren Sicherheit“ abgebaut werden. Migration wird zum Problem erklärt, während die eigentlichen Herausforderungen – soziale Ungleichheit, Preisteigerungen, Armut, Arbeitsrechte, Wohnungsnot, Klimakrise, massive Förderung der Militarisierung oder Gewalt gegen Frauen – aus den öffentlichen Debatten verschwinden. Statt nach Lösungen für ein gerechtes Zusammenleben und Solidarität über Grenzen hinweg zu suchen, werden Menschen gegeneinander aufgehetzt und autoritäre Tendenzen gestärkt. Das dürfen und werden wir nicht dulden!
Das Festival gegen Rassismus ist unsere Antwort:
Wir schaffen einen Raum für Solidarität, Widerstand und Hoffnung. Wir machen Rassismus sichtbar, erzählen unsere Geschichten, diskutieren politische Entwicklungen und zeigen, dass eine andere Gesellschaft möglich ist. Wir verteidigen die Demokratie, indem wir für gleiche Rechte und Teilhabe für alle kämpfen – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Pass.
Wir sagen klar:
- Grundrechte dürfen nicht unter dem Vorwand von Ordnung und Sicherheit geopfert werden!
- Stopp der rassistischen Entmenschlichung und Entrechtung!
- Nie wieder darf die faschistische Politik den Ton angeben!
Wir laden alle ein:
Kommt zum Festival gegen Rassismus! Bringt eure Stimmen, eure Erfahrungen, eure Freund*innen mit. Ob Musik, Workshops, Diskussionen oder Kunst – wir gestalten diesen Raum gemeinsam, generationenübergreifend und vielfältig. Wir feiern die Kraft der postmigrantischen Gesellschaft und verteidigen die Demokratie für alle.
Lasst uns gemeinsam laut sein – gegen Rassismus, gegen autoritäre Politik und für eine offene, gerechte und solidarische Zukunft!
Für Gleichheit, Teilhabe und ein Leben in Würde – für alle Menschen!
MigrAction: Initiative gegen Rassismus, für gleiche Rechte und Demokratie
Kunst- und Kulturcafé BAVUL
Kontakt: festival-antira(at)gmx.de
Webseite: www.bavulkultur.de/festival