Der erste Community Kurs zu strukturellem Rassismus findet 2025 wöchentlich von Juni-Juli und Oktober-November in der HACKE in Köln-Mülheim, statt. Er ist unser erstes regelmäßiges Programm dort.

Um was geht’s?
In unserem ersten korientation Community-Kurs wollen wir uns gemeinsam ein Verständnis von strukturellem Rassismus erarbeiten und beleuchten, wie sich rassifizierte Menschen dagegen organisieren. Wir wollen gemeinsam die Struktur verstehen, die das faschistische Aufbegehren, die Verschlimmerung der Grenzgewalt und stetige Ausweitungen von rassistischen Staatsbürgerschafts-Gesetzen ermöglicht.
Repräsentations- und Diversitätspolitik haben es in den letzten Jahren oft verpasst die strukturelle Ebene zu bearbeiten oder waren gar Teil der Veschlimmerung. Es gibt den Bedarf das gemeinsam zu diskutieren, Community neu zu denken, sich in unserer Stadt zu verankern und eine kontinuierliche, verbindliche Auseinandersetzung in unserer Stadt zu schaffen. Der vielfältige Widerstand rassifizierter und migrantisierter Communities und allen Gruppen, die strukturellen Rassismus bearbeiten, inspiriert uns, es ihnen gleich zu tun. Lasst uns gemeinsam lesen, diskutieren, analysieren, erschaffen, kreativ sein, verstehen, verlernen, streiten und vertragen.
Methode
Wir wollen gemeinsam lernen und so gut es geht versuchen, die Grenzen zwischen Lehrenden und Lernenden aufzulösen. Deshalb möchten wir in praxisorientierten, kreativen Formaten zusammenkommen, die sich Texte aneignen und andere Medien sowie den Austausch untereinander als ebenso wichtig wie das geschriebene Wort anerkennen. Dafür treffen wir uns wöchentlich themenbezogen in dreier-Blöcken, die wie folgt aufgebaut sind:
- Einführung in das Thema mit vorbereiten Texten und anderen Medien
- Beleuchtung antirassistischen Widerstands anhand einer konkreten Gruppe/Initiative o.ä.
- Bastel-/ Musik-/ Performance- / Diskussionsabend zum Thema
Abschluss des Kurses wird die Präsentation eines Projekts sein, dass unseren Wissenszuwachs zum Ausdruck bringt.
Teilnahme
Wir ermutigen besonders Mitglieder asiatischer Diasporagruppen (damit meinen wir Süd‑, West‑, Nord‑, Südost‑, Ost- und Zentralasien) teilzunehmen. Darüber hinaus sind alle anderen Interessierten willkommen, die bereit für einen respektvollen, selbstreflektierten und verantwortlichen Austausch sind.
Da wir den Raum gemeinschaftlich gestalten, wollen wir alle Menschen ermutigen Aufgaben zu übernehmen und z.B. eine Lesebesprechung zu moderieren, einen Film zu zeigen, eine Gruppe vorzustellen, sich um Verpflegung zu kümmern etc.
Anmeldung
Bitte meldet euch verbindlich an, sodass ihr an mindestens 6 der Termine könnt. Diese Plätze werden limitiert sein, ein Abschlussprojekt beinhalten und ein Zertifikat erhalten.
Es gibt zusätzlich die Option als Außenstehende zu interessanten Sitzungen dazu zu kommen und die Gestaltung/Moderation von Sitzungen mitzugestalten.
Inhalte
| Donnerstag, 05.06. 17:30–19:00h | 0_Einführung ins Konzept und den Raum |
BLOCK 1: Polizei | |
| Donnerstag 12.06., 17:30–19:00h | 1.1_Lesebesprechung: Weißsein der Polizei (Nikil Pal Singh) & Polizei Einführungsteil aus Abolitionismus-Reader (Loick und Thompson) |
| Donnerstag 19.06., 17:30–19:00h | 1.2_Antirassistische Praxis: Copwatch Praktiken |
| Donnerstag 26.06., 17:30–19:00h | 1.3_kreierender Zugang: Zines basteln |
BLOCK 2: Grenzen | |
| Donnerstag 03.07., 17:30–19:00h | 2.1_Lesebesprechung: Bordering Regimes (Harsha Walia) aus Border and Rule und Koreanische Frauengruppe aus Migrantischer Feminismus |
| Donnerstag 10.07., 17:30–19:00h | 2.2_Filmbesprechung mit dem Regisseur: ein Film über A., einen trans*Mann und politischen Geflüchteten, der in einer Erstaufnahmeeinrcihtung mit Hürden kämpfen muss |
| Donnerstag 17.07., 17:30–19:00h | 2.3_Antirassistische Praxis: No Border Praktiken und Koreanische Gruppe gegen Abschiebungen in den 70ern |
BLOCK 3: Urbaner Raum | |
| Donnerstag 24.07., 17:30–19:00h | 3.1_Lesebesprechung: Introduction (Mike Davis) aus Planet of Slums und Golden Gulag in Italy? For the abolition of the reception-industrial complex (Francesco Marchi) aus Border Abolition Now |
| Donnerstag 31.07., 17:30–19:00h | 3.2_Community Mapping: politische Entscheidungen & Widerstände im urbanen Raum kartieren |
| Donnerstag 07.08., 17:30–19:00h | 3.3_Solidarische Medizin in der Praxis |
- SOMMERPAUSE - | |
BLOCK 4: Staatsbürgerschaft | |
| Donnerstag 09.10., 17:30h- 19:00h | 4.1_Lesebesprechung: „The Origins of National Consciousness“ (Benedict Anderson) aus Imagined Communities und „The necropolitics of statelessness: coloniality, citizenship, and disposable lives“ (Fabio Santos) |
| Donnerstag 16.10., 17:30h- 19:00h | 4.2_Solidarisches Asyl |
| Donnerstag 23.10., 17:30h- 19:00h | 4.3_krieierender Zugang: Solidarity City Map |
BLOCK 5: Abschlusspräsentation und Reflexion | |
| Donnerstag 30.10. | Präsentations-Session |
| Donnerstag 06.11. | Abschlussreflexion und Ausblick |
Ort: HACKE

HACKE – House of Asian Community Knowledge and Education
(korientation e.V.)
Hacketäuerstraße 82, Erdgeschoss vorne
51103 Köln
Hinkommen
Die nächsten Bus- & Bahnhaltestellen (Von-Sparr-Str., Berliner Str., Bürgerpark Mühlheim) sind ca. 5–7 Minuten zu Fuß entfernt. Es gibt jeweils einen Behindertenparkplatz in der Berliner Str.76 und 77, beides 400m vom Veranstaltungsort.
Reinkommen
Der Raum liegt im Erdgeschoss und es gibt 3 Treppenstufen im Eingang. Die Toilette liegt ebenfalls im EG im Hausflur, ist allerdings sehr eng und schmal.
Infektionsschutz
Bitte seht bei Erkältungs- und Grippesymptomen von einer Teilnahme ab. Falls ihr weitere Hygienemaßnahmen benötigt, schreibt uns gerne über das Anmeldeformular.
bei weiteren Fragen kontaktiert uns sehr gerne über
koeln(ät)korientation.de
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Kooperationsverbund gegen Rassismus im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Programmbereich „Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur“.
Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!‘ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend“
