AllgemeinBlogVeranstaltungenWorkshop


Von Juni bis Juli und Oktober bis November 2025 fand in Köln unser erster Community Kurs zu struk­tu­rellem Rassismus statt: Das erste regel­mäßige Angebot par­ti­zi­pa­tiver poli­ti­scher Bildung von kori­en­tation. Mit dem Community-Kurs füllten wir das neue Kölner Projektbüro – das House of Asian Community Knowledge and Education, kurz HACKE – Woche für Woche mit Leben. Kritische Bildung, Wissen aus Erfahrungen und Diskussionen über ras­sis­tische Strukturen waren ebenso wichtig, wie die Diskussionen über Organisierung dagegen. Mit klas­si­schen Textdiskussionen und krea­tiven Formaten wie Zines-basteln und Stadtteilspaziergängen lernten wir gemeinsam. In diesem Recap geben wir euch einen Einblick. 

Erste Schritte
In der ersten Sitzung kamen wir zusammen, um allen Interessierten unser Konzept und das Programm vor­zu­stellen, uns gegen­seitig sowie die HACKE ken­nen­zu­lernen und gemeinsam zu besprechen, wie wir den Kurs gestalten wollen. Jede Person konnte alleine oder mit anderen zusammen eine Sitzung anleiten/moderieren, sodass der Kurs einen selbst­or­ga­ni­sierten Charakter erhielt. Der Community-Kurs lebte davon, dass sich die Teilnehmenden zusam­men­schlossen, ihre Ideen ein­brachten und gemeinsam Verantwortung für den Kurs über­nahmen. Wir einigten uns darauf, ange­lehnt an Mickey Scottbey Jones, einen Brave Space zu gestalten, der aner­kennt, dass wir unter­schied­liche Lebenserfahrungen, Wissenbestände und Positionalitäten mit­bringen und alle Lernende sind. Wir ver­ein­barten auf­ein­ander zu achten, uns bewusst zu machen, wieviel Raum wir im Austausch ein­nehmen wollen/können, Dinge offen anzu­sprechen und eine Fehlerkultur zu kräftigen. 

Im ersten Themenblock behan­delten wir das Thema Polizei. Wir lasen einen ein­füh­renden Text zu Polizei von Daniel Loick und Vanessa Thompson sowie einen Text von Nikil Pal Singh. Wir ver­suchten gemeinsam die Polizei sowie Polizieren als Praxis und Herrschaft zu begreifen: Seit wann gibt es die Polizei und wie ist sie ent­standen? Was hat das mit Kolonialismus zu tun? Was meinen Menschen damit, wenn sie in dem Zusammenhang von insti­tu­tio­nellem Rassismus sprechen?
In der dar­auf­fol­genden Sitzung bekamen wir einen Einblick in soge­nannte Copwatching-Praktiken in den USA und Deutschland und dis­ku­tierten anhand von Erfahrungen, Doku- und Filmausschnitten. Wir wollten wissen inwieweit der „umge­kehrte Blick“, quasi eine demo­kra­tische Überprüfung, sowie kol­lektiv orga­ni­sierte Forderungen nach Verantwortungsübernahme für ras­sis­tische Praktiken der Polizei durch Aktivist*innen, Handlungsmacht für ras­si­fi­zierte Gruppen bedeuten kann.
Eine weitere teil­neh­mende Person nahm uns an die Hand, um in der letzten Sitzung gemeinsam Zines zu basteln und erklärte uns dabei wie diese als nied­rig­schwel­liges Tool der Selbstermächtigung zum Verbreiten der eigenen Gedanken, Geschichten und Stimme wirken können. Wir bas­telten und zeich­neten zu allem was uns bewegt hat, zum Thema Polizei und darüber hinaus, unseren Vorstellungen waren keine Grenzen gesetzt.

Apropos Grenzen. Im zweiten Themenblock setzten wir uns mit Grenzen und Grenzregimen aus­ein­ander. Wir lasen wieder zwei Texte, aus dem Buch Border and Rule von Harsha Walia sowie ein Kapitel aus Migrantischer Feminismus zur Koreanischen Frauengruppe der 1970er Jahre. In der Lesebesprechung ver­folgten wir Walias Argument, dass Grenzen elas­tisch sind, sie jen­seits und innerhalb von Staatsgrenzen, öko­no­misch, rechtlich und poli­tisch von Behörden und Institutionen durch­ge­setzt werden und die Illegalisierung von asyl­su­chenden bzw. Menschen auf der Flucht schaffen. Grenzen werden demnach auch dis­kursiv errichtet zwi­schen den­je­nigen, die Asylschutz „mehr ver­dient“ und „legitime“ Gründe zur Flucht nach­weisen können und den­je­nigen, die es weniger bzw. gar nicht ver­dient hätten, statt auf das Recht auf Bewegungsfreiheit für alle glei­cher­maßen zu bestehen.
In der zweiten Sitzung des Blocks zeigte uns ein Filmregisseur seinen ein­drucks­vollen und anre­genden Film über A., einen trans* Mann und poli­ti­schen Geflüchteten, der in einer Erstaufnahmeeinrichtung mit Hürden kämpfen muss. Der Film insze­nierte Sprachbarrieren und deut­schen Behördensprech, Testoronverabreichung im Geheimen und ver­wei­gerte Studien- und Arbeitserlaubnisse eines Ortes, wo Grenzen die Leben, Beziehungen und Körper der asyl­su­chenden Menschen täglich durch­kreuzen. Wir dis­ku­tierten im Anschluss Motive und poli­tische Implikationen des Films.
In der letzten Sitzung des Blocks erzählte uns Heike Berner vom anti­ras­sis­ti­schen Widerstand der Koreanische Frauengruppe in Deutschland. Koreanerinnen wurden in den 1960ern von Deutschland auf­grund von Arbeitskraftmangel an Krankenschwestern ange­worben, sollten im Kontext der deut­schen Wirtschaftskrise der 1970ern jedoch wieder abge­schoben werden. Gegen die Behandlung als bloße „Ware“ setzten sich diese Frauen zur Wehr und schlossen sich als Gruppe zusammen, um für ihr Bleibe- und Arbeitsrecht zu kämpfen. Und sie gewannen. Im Buch zuhause schrieben Mitglieder der Koreanischen Frauengruppe ihre Geschichten nieder, welches von Heike zusammen mit Sun-Ju Choi (Mitbegründerin von kori­en­tation) erstmals 2006 her­aus­ge­geben wurde und 2025 in dritter Neuauflage erschien. Ein Vermächtnis für das kol­lektive Gedächtnis deut­scher anti­ras­sis­ti­scher Geschichte. 

Im dritten Block ging es um urbanen Raum. In der Lesebesprechung wid­meten wir uns „Planet of Slums“ von Mike Davis und „Golden Gulag in Italy?“ von Francesco Marchi. Wir sprachen darüber, wie weltweit über 1,6 Milliarden Menschen in soge­nannten Slums und infor­mellen Siedlungen leben und die Menschen, die im urbanen Raum als „über­flüssig“ gelten die am stärksten wach­sende Gruppe auf der Welt sind. Es ging dabei auch um die Diskussion, wie sich das in Europa und in Deutschland zeigt, und was das für die Städte bedeutet, in denen wir selbst leben. Eine der wich­tigsten Erkenntnisse war: Rassismus ist Teil davon Städte – sowohl global, als auch innerhalb Deutschlands- in dieser Art zu pro­du­zieren.
Für die zweite Sitzung setzten wir uns im Rahmen einer Community Mental Map auf einem Spaziergang im Viertel Mülheim rund um die HACKE herum mit urbanen Praktiken und poli­ti­schen Misständen und Fehlplanungen aus­ein­ander. Eine Teilnehmende, die an den Schnittstellen von Architektur, Urbanismus und Macht arbeitet, bereitete dafür tolle Arbeitsblätter und eine Karte vor. In Kleingruppen erkun­deten wir das Veedel, bemerkten, welche Häuser ver­altet, neu oder sanie­rungs­be­dürftig sind, in denen ver­schiedene Menschen wohnten oder wie viel Grünflächen es gibt, wo sich Menschen auf­halten können. Wir pausten Texturen der Gebäude ab, schrieben unsere Gedanken auf, zeich­neten Auffalendes im öffent­lichen Raum nach oder foto­gra­fierten Graffiti. Nachdem wir ein bisschen Regen abbe­kamen, kamen wir wieder in der HACKE zusammen und tauschten uns darüber aus, was uns im Spaziergang alles begegnet war und welche Gedanken und Gefühle dabei bei uns aus­gelöst wurden.
In der letzten Sitzung des dritten Blocks bevor es in die Sommerpause ging, gingen wir in den Austausch mit zwei teil­neh­menden Personen, die aktiv in der Solidarischen Medizin in Köln sind. Wir dis­ku­tierten Verständnisse von Gesundheit und Krankheit und wie sich struk­turell ras­sis­tische und kapi­ta­lis­tische Verhältnisse auf die Leben von ras­si­fi­zierten Menschengruppen aus­wirken. Heißt gesund sein bloß gesund genug zum Arbeiten zu sein? Und welchen Einfluss haben soziale, öko­no­mische, poli­tische und Umweltfaktoren, wie Wohnraum, Arbeit, Grünflächen auf die Menschenleben in Köln? Viele dieser Fragen werden im Gesundheitsatlas von SoliMed Köln auf­ge­griffen, den wir in der Sitzung auch the­ma­ti­sierten und uns z.B. mit der ungleichen Verteilung der medi­zi­ni­schen Versorgung je nach Kölner Stadtviertel auseinandersetzten.

Dann gingen wir in die Sommerpause. Eine Teilnehmerin hatte die wun­derbare Idee ein lockeres Picknick am Rhein in der Zwischenzeit zu orga­ni­sieren. Wir alle brachten Snacks, selbst­ge­machte Leckereien sowie Spiele mit und lernten uns besser kennen. Bis zum Abend hin plau­derten und impro­vi­sierten wir unsere eigene Unterhaltung, da uns die Spiele aus­gingen – bis der rhei­nische Wind zu stark wurde und wir uns verabschiedeten. 

Zurück aus der Sommerpause star­teten wir den vierten Block zu Staatsangehörigkeit und Staatenlosigkeit. Wir besprachen Andersons Text zur Entstehung von natio­nal­staat­lichem Bewusstsein, die Bedeutung von Kapitalismus dafür, sowie Santos Text über Staatenlosigkeit und Kolonialität im kari­bi­schen Kontext. Wir stellten uns die Frage wie das Verhältnis zwi­schen Staatsbürgerschaften und Rassismus ist. Inwiefern weisen Staatsbürgeschaften auf eine theo­re­tische Gleichstellung von Menschen hin, die sie unab­hängig von eth­ni­schen Zugehörigkeiten inne­haben? Inwiefern wirken sie zum Aufrechterhalten von ras­sist­sichen Strukturen?
In der zweiten Sitzung tauschten wir uns über Solidarisches Asyl mit einer Aktivistin aus der Seenotrettung aus. Hier wurde sehr plas­tisch sichtbar, welchen Stellenwert das Leben von Menschen ohne euro­päische Staatsangehörigkeiten hat.
In der dritten Sitzung zeich­neten wir anhand einer Karte Kölns Orte der Sicherheit und Unsicherheit auf und visua­li­sierten auch, wie wir uns in unserer Stadt bewegen und an welchen Orten wir uns auf­halten. Es kam schnell heraus, dass Orte der Sicherheit und Unsicherheit eine starke Frage des poli­ti­schen und medialen Framings sind und kaum etwas mit unserem realen Sicherheitsgefühl zu tun haben. Bereiche in denen mit Sicherheit argu­men­tiert wird waren für uns eher Zonen der Unsicherheit, weil sie Hotspots für Racial Profiling, Massenkontrollen und furcht­ein­flö­ßenden Razzien werden. Die Menschen, die dem aus­ge­setzt sind, sind einfach unsere Nachbar*innen, vor denen wir uns nicht fürchten.

Und das war es dann auch mit dem Kurs. Es war spannend, berei­chernd, und ein Experiment, das besser lief, als wir gedacht haben. Wir als kori­en­tation waren begeistert davon wie eigen­ver­ant­wortlich alle den Kurs und die Inhalte gestal­teten. Wir haben min­destens so viel von den Teilnehmenden und Gäst*innen aus der akti­vis­ti­schen Praxis gelernt, wie aus den Büchern. Mindestens so viel beim Spazieren, basteln und dis­ku­tieren, wie beim Lesen.
Dieser Kurs war wie wir uns die Zukunft unser aller poli­ti­scher Bildung wün­schen: Partizipativ, wohl­wollend, kri­tisch, her­aus­for­dernd, selbst­or­ga­ni­siert, frei zugänglich und mit ganz viel Zuneigung.

Danke Community Kurs 2025!
To be continued.

AllgemeinVeranstaltungenVerbundprojekt

🎭 Veranstaltung: „Wenn der Sturm tobt, sollten wir enger bei­ein­ander stehen“ – Fachtag zu Asiatischen Perspektiven gegen Krieg und Rassismus
📅 Wann: Freitag 11.07.2025, 12–18 Uhr
📍 Wo: Seminarhaus Inhaus, Neuerburgstraße 2 in 51103 Köln-Kalk
🎫 Teilnahme: alle sind wil­kommen, kommt einfach vorbei!
🦠 Infektionsschutz: Bitte seht bei Erkältungs- und Grippesymptomen von einer Teilnahme ab. Falls ihr weitere Hygienemaßnahmen benötigt, schreibt uns gerne.

Hunderte von Milliarden werden in die Aufrüstung Europas gesteckt, um sich auf kom­mende Kriege vor­zu­be­reiten. Das ist in Köln besonders spürbar: In Mülheim setzt sich ein Unternehmen nieder, dass eine neue Generation an Kriegspanzern ent­wi­ckeln wird. Zugleich wird in Merheim dis­ku­tiert, ob das neue Krankenhaus einen unter­ir­di­schen Trakt bekommt, um Verwundete auch in Notsituation behandeln zu können. Mal steht es zwi­schen den Zeilen, mal explizit drin: Die Vorbereitungen für den Kriegsfall in Deutschland laufen auch Hochtouren.

Asiatische Communities haben viel über Krieg zu sagen. Kriege und Genozide sind die Gründe, weshalb viele von uns über­haupt hier sind. Zu Kriegszeiten wird ras­sis­tische Propaganda besonders hoch­ge­fahren, wie wir auch aus dem deut­schen Krieg um die Kolonisierung in China lernen können. Gemeinsam mit unter­schied­lichen Diaspora-Gruppen wollen wir über Kriege, die Gegenbewegungen, Solidarität und Widerständigkeit dis­ku­tieren. Die von den Nazis inhaf­tierte chi­ne­sische Kommunistin und Widerstandskämpferin Hu Lanqi hat im deut­schen Gefängnis geschrieben: „Wenn der Sturm tobt, sollten wir enger bei­ein­ander stehen“. Wir halten das für einen sinn­vollen Appell der Gegenwart.

Wir Beiträgen von:

  • Krieg und (anti-asiatischer) Rassimus (kori­en­tation)
  • War on the Poor (ALPAS Pilipinas)
  • Militarismus und Prostitution in Korea seit dem 20. Jh. bis heute (Han Nataly Jung-Hwa, Koreaverband)
  • Verstrickungen und Spaltungen: (Post-)koloniale Kriege und Asiatisch dia­spo­rische Erinnerungsgemeinschaften (Kien Nghi Ha)
  • Gewalt und Widerstand. Krieg um Tamil Eelam (Sowmya Maheswaran)

Ablauf

Nach jedem Input wird es eine Austauschphase und ein Q&A geben.
Zwischen den Inputs wird es außerdem 10-minütige Pausen geben.

Referent*innen

ALPAS Pilipinas. ALPAS bedeutet „sich befreien“. ALPAS steht für „Alternatibong Pangarap para sa Ating Sambayanan“, oder „Alternative Träume für unsere Leute“. ALPAS ist ein Kollektiv von poli­ti­schen Aktivist*innen mit phil­ip­pi­ni­schen Migrationsgeschichten sowie enga­gierten Verbündeten, das 2021 in Berlin (Deutschland), gegründet wurde.
ALPAS arbeitet daran, die phil­ip­pi­nische migran­tische Community in Berlin und Umgebung zu unter­stützen und zu orga­ni­sieren, während ihre/unsere ver­kör­perten Erfahrungen mit dem blu­tigen Erbe des Kolonialismus und den glo­balen kapi­ta­lis­ti­schen Strukturen ver­bunden werden, die wei­terhin Leid über die große Mehrheit der Menschen in der Welt bringen, ins­be­sondere im glo­balen Süden.
ALPAS will auf­zeigen wie die Ausbeutung von Arbeitskräften, die Zerstörung der Umwelt und die weit ver­breitete poli­tische Gewalt auf den Philippinen direkt mit der Anhäufung von Reichtum in Deutschland, der Europäischen Union und anderen impe­ria­lis­ti­schen Zentren zusammenhängen.

Kien Nghi Ha ist pro­mo­vierter Kultur- und Politikwissenschaftler und leitet den Arbeitsbereich Postcolonial Asian German Studies am Asien-Orient-Institut der Universität Tübingen. Er hat an der New York University sowie an den Universitäten in Bremen, Heidelberg und Bayreuth geforscht und wurde mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien aus­ge­zeichnet. Er hat mehr als zehn Bücher zu post­ko­lo­nialer Kritik, Rassismus, Migration und Asian Diaspora ver­öf­fent­licht. Zuletzt sind die Sammelbände „Asiatische Deutsche Extended. Vietnamesische Diaspora and Beyond“ (Assoziation A, 20122021) und „Asiatische Präsenzen in der Kolonialmetropole Berlin“ (Assoziation A, 2024) erschienen. Für 2025 ist der Band „Anti-Asian Racism in Transatlantic Perspectives: History, Theory, Cultural Representations and Social Movements“ (tran­script) geplant. Uni-Profil: https://uni-tuebingen.de/de/208381

Han Nataly Jung-Hwa ist Vorstandsvorsitzende des Korea-Verband e.V. seit 2012, Initiatorin der AG „Trostfrauen“ und des Museums der Trostfrauen (MuT) im Korea Verband e.V.
Im Alter von 16 Jahren kam sie aus Südkorea nach Deutschland, wo ihre Mutter als „Krankenpflegerin“ ange­worben wurde. Sie ver­brachte ihre Schule- und Studienzeit in Bayern, Baden Württemberg und West-Berlin. In ihrem Magisterarbeit befasste sich mit den soge­nannten „Westprinzessinnen“, Sexworker*innen für GIs im Umfeld der US Militärbasen in Südkorea. Ihre Themenschwerpunkte sind Gender, Postkolonialismus und Migration. Seit 2008 setzt sich für die Gerechtigkeit für etwa 200.000 Mädchen und Frauen ein, die im Zweiten Weltkrieg vom japa­ni­schen Militär sexuell ver­sklavt wurden und initi­ierte 2020 maß­geblich die Aufstellung der Friedensstatue Ari. Sie ist Mitherausgeberin „Unbekannte Vielfalt – Einblick in die korea­nische Migrationsgeschichte in Deutschland“ (2014).

Sowmya Maheswaran ist als Anthropologin an der Schnittstelle von Forschung, Beratung und poli­ti­scher Öffentlichkeitsarbeit tätig. Ihre Schwerpunkte sind globale Perspektiven auf Gewalt und Widerstand, ins­be­sondere in Kontexten von Krieg und Vertreibung. Sowmya ist wis­sen­schaft­liche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Humboldt-Universität zu Berlin und beschäf­tigte sich dort u.a. mit tami­li­schen Kämpfen in Sri Lanka und im Exil, kapi­ta­lis­tische Gewaltlogiken im Maya-Gebiet Mexikos, Solidarität in der Migrationsgesellschaft und kri­ti­scher post­ko­lo­nialer Theorie.

Hinkommen / Reinkommen / Infektionsschutz 

Seminarraum Inhaus: EG in der Neuerburgstraße 2 in 51103 Köln-Kalk

Bei wei­teren Fragen kon­tak­tiert uns sehr gerne über
koeln(ät)korientation.de


Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Kooperationsverbund gegen Rassismus im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Programmbereich „Entwicklung einer bun­des­zen­tralen Infrastruktur“.

Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!‘ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend“

AllgemeinVeranstaltungenVerbundprojekt

Der erste Community Kurs zu struk­tu­rellem Rassismus findet 2025 wöchentlich von Juni-Juli und Oktober-November in der HACKE in Köln-Mülheim, statt. Er ist unser erstes regel­mä­ßiges Programm dort.

In unserem ersten kori­en­tation Community-Kurs wollen wir uns gemeinsam ein Verständnis von struk­tu­rellem Rassismus erar­beiten und beleuchten, wie sich ras­si­fi­zierte Menschen dagegen orga­ni­sieren. Wir wollen gemeinsam die Struktur ver­stehen, die das faschis­tische Aufbegehren, die Verschlimmerung der Grenzgewalt und stetige Ausweitungen von ras­sis­ti­schen Staatsbürgerschafts-Gesetzen ermöglicht. 

Repräsentations- und Diversitätspolitik haben es in den letzten Jahren oft ver­passt die struk­tu­relle Ebene zu bear­beiten oder waren gar Teil der Veschlimmerung. Es gibt den Bedarf das gemeinsam zu dis­ku­tieren, Community neu zu denken, sich in unserer Stadt zu ver­ankern und eine kon­ti­nu­ier­liche, ver­bind­liche Auseinandersetzung in unserer Stadt zu schaffen. Der viel­fältige Widerstand ras­si­fi­zierter und migran­ti­sierter Communities und allen Gruppen, die struk­tu­rellen Rassismus bear­beiten, inspi­riert uns, es ihnen gleich zu tun. Lasst uns gemeinsam lesen, dis­ku­tieren, ana­ly­sieren, erschaffen, kreativ sein, ver­stehen, ver­lernen, streiten und vertragen.

Wir wollen gemeinsam lernen und so gut es geht ver­suchen, die Grenzen zwi­schen Lehrenden und Lernenden auf­zu­lösen. Deshalb möchten wir in pra­xis­ori­en­tierten, krea­tiven Formaten zusam­men­kommen, die sich Texte aneignen und andere Medien sowie den Austausch unter­ein­ander als ebenso wichtig wie das geschriebene Wort aner­kennen. Dafür treffen wir uns wöchentlich the­men­be­zogen in dreier-Blöcken, die wie folgt auf­gebaut sind:

  1. Einführung in das Thema mit vor­be­reiten Texten und anderen Medien
  2. Beleuchtung anti­ras­sis­ti­schen Widerstands anhand einer kon­kreten Gruppe/Initiative o.ä.
  3. Bastel-/ Musik-/ Performance- / Diskussionsabend zum Thema

Abschluss des Kurses wird die Präsentation eines Projekts sein, dass unseren Wissenszuwachs zum Ausdruck bringt. 

Teilnahme

Wir ermu­tigen besonders Mitglieder asia­ti­scher Diasporagruppen (damit meinen wir Süd‑, West‑, Nord‑, Südost‑, Ost- und Zentralasien) teil­zu­nehmen. Darüber hinaus sind alle anderen Interessierten will­kommen, die bereit für einen respekt­vollen, selbst­re­flek­tierten und ver­ant­wort­lichen Austausch sind.

Da wir den Raum gemein­schaftlich gestalten, wollen wir alle Menschen ermu­tigen Aufgaben zu über­nehmen und z.B. eine Lesebesprechung zu mode­rieren, einen Film zu zeigen, eine Gruppe vor­zu­stellen, sich um Verpflegung zu kümmern etc.

Anmeldung

Bitte meldet euch ver­bindlich an, sodass ihr an min­destens 6 der Termine könnt. Diese Plätze werden limi­tiert sein, ein Abschlussprojekt beinhalten und ein Zertifikat erhalten.
Es gibt zusätzlich die Option als Außenstehende zu inter­es­santen Sitzungen dazu zu kommen und die Gestaltung/Moderation von Sitzungen mit­zu­ge­stalten.

Inhalte

Ort: HACKE

HACKE – House of Asian Community Knowledge and Education
(kori­en­tation e.V.)
Hacketäuerstraße 82, Erdgeschoss vorne
51103 Köln

bei wei­teren Fragen kon­tak­tiert uns sehr gerne über
koeln(ät)korientation.de


Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!‘ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend“

korientation sucht Zuwachs! Mitarbeit im Projektbüro Köln
BlogVerbundprojektVerein

Für unser neues geför­dertes Projekt „Kooperationsverbund im Themenfeld Rassismus“ suchen wir Unterstützung für unser Team in Köln, das ins­be­sondere in den Bereichen Rassismuskritik und anti-asiatischem Rassismus in der Politischen Bildung, soli­da­ri­scher Cross-/Community-Arbeit und Vernetzung arbeitet.


Wir suchen ab dem 01.04. für unser neu ange­lau­fenes Verbundprojekt

Projektmitarbeit
50% Stelle in Anlehnung an TVöD-Bund E09‑1
Arbeitsbeginn: bei Bedarf verhandelbar

Bewerbungsfrist: 15.03.2025
Bewerbung als PDF per Email an: info[at]korientation.de
Bewerbungsgespräche sind für den 20. und 21.März 2025 in Köln geplant.

Wir laden ins­be­sondere BPoC mit Bezügen zu Asien (Zur Klarstellung: Damit meinen wir Süd‑, West‑, Nord‑, Südost‑, Ost- und Zentralasien) und inter­sek­tio­nalen Perspektiven ein, sich zu bewerben.

Teile uns gerne mit, was du brauchst, dass die Arbeit zugänglich für dich ist.

Hast Du Fragen? Melde Dich gerne bei uns per Email.

Zu deinen Aufgaben gehören

  • Aufbereitung bestehender Wissensressourcen zu anti-asiatischem Rassismus
  • Mitarbeit bei der Konzeption, Organisation und Durchführung von Maßnahmen und Veranstaltungen im Projekt gemeinsam mit der Projektleitung
  • Mitarbeit an der Konzeption von Qualifizierungsmodulen der poli­ti­schen Bildung mit einem Schwerpunkt auf anti-asiatischem Rassismus
  • Redaktionelle Mitarbeit an Texten unter­schied­licher Art, sowohl für die interne als auch für externe Kommunikation, Webseitendokumentation und Öffentlichkeitsarbeit
  • Betreuung eines Netzwerks von Asiatisch-Deutschen Multiplikator*innen der
    ras­sis­mus­kri­ti­schen Bildungsarbeit
  • Unterstützung / Mitarbeit bei Administrations- und Verwaltungsaufgaben im Projekt

Das wün­schen wir uns von Dir

  • Erste Erfahrungen in der diskriminierungs- und ras­sis­mus­kri­ti­schen Bildung und der Arbeit in gemein­nüt­zigen Vereinen
  • Kenntnisse aktu­eller Diskurse im Themenfeld Rassismus, Intersektionalität, post­ko­lo­niale Ansätze, Empowerment und Asiatisch-Deutsche Migrationsgeschichten
  • Identifikation mit den Kernzielen des Vereins
  • Sehr gute deutsche und eng­lische Sprachkenntnisse, ein gutes Sprachgefühl und hohe Textsicherheit
  • Hohes Maß an Team- und Kommunikationsfähigkeit und Freude an der Arbeit im Team
  • Sehr gute Office-Kenntnisse (Textverarbeitung, Zahlenkalkulationen/Tabellen und Präsentationen)
  • Selbstständige, struk­tu­rierte Arbeitsweise und hohe Zuverlässigkeit
  • Grundlegende Social Media Kompetenzen sind hilf­reich (Instagram, Tiktok, Facebook)
  • Interesse und Bereitschaft, sich an der fort­lau­fenden Organisationsentwicklung des Vereins zu beteiligen
  • Lebensmittelpunkt im Raum Köln

Was Dich bei uns erwartet

  • Mitarbeit in einer Selbstorganisation von und für Asiatischen Deutsche
  • Anstellung mit 50% Stellenanteil, ange­lehnt an TVöD-Bund E09
  • Vertragsbeginn ab dem 01.04 oder 15.04.2025 gewünscht, ist verhandelbar
  • Vertrag ist befristet bis zum 31.12.2025, mit Aussicht auf Verlängerung vor­be­haltlich der Förderzusagen
  • Brandneues Projektbüro in Köln-Mülheim. Die Räumlichkeiten sind leider nicht bar­rie­refrei: EG mit drei Stufen, Toilette im Flur und eher eng.
  • Flexible, bedarfs­ori­en­tierte Arbeitszeiten; Arbeit aus dem Home-Office in Absprache ist möglich
  • Raum für eigen­ständige inhalt­liche Arbeit und Austausch
  • Eine par­ti­zi­pative Arbeitsorganisation und soli­da­rische Organisationskultur mit flachen Hierarchien
  • Die Möglichkeit, die Zukunft eines wach­senden bun­des­weiten Netzwerks von Asiatischen Deutschen mitzugestalten
  • Zusammenarbeit mit einem kleinen, enga­gierten Büroteam mit einem breiten Kompetenzfeld im Bereich Community- und Vereinsarbeit, Kultur- und Projektmanagement, wis­sen­schaft­liche Arbeit
  • Und das Wichtigste: Lots of good Food and Community-love

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung
Wir laden ins­be­sondere BPoC mit Bezügen zu Asien (Zur Klarstellung: Damit meinen wir Süd‑, West‑, Nord‑, Südost‑, Ost- und Zentralasien) und inter­sek­tio­nalen Identitäten ein, sich zu bewerben. Der Wohnort Köln oder Umgebung wäre im Hinblick auf ein Projektbüro wün­schenswert.
Teile uns gerne mit, was du brauchst, dass die Arbeit zugänglich für dich ist.

Bewerbungsgespräche sind für den 20. und 21.März 2025 in Köln geplant.

Bitte schicke Deine Bewerbung bis zum 15.03.2025 aus­schließlich in elek­tro­ni­scher Form als PDF-Dokument per Email an info[at]korientation.de mit den fol­genden Unterlagen:
• Anschreiben (gerne mit Angabe des bevor­zugten Pronomens)
• Lebenslauf ohne Foto
• Motivationsschreiben
• Zeugnis des letzten Abschlusses
• Gegebenenfalls ergän­zende Unterlagen, wie Arbeitszeugnisse

Hier findest Du die Ausschreibung als PDF zum Download 👇🏽. 


Für inhalt­liche Aussagen und Meinungsäußerungen tragen die Publizierenden dieser Veröffentlichung die Verantwortung.

Das Verbundprojekt gegen Rassismus wird gefördert im Bereich „Entwicklung einer bun­des­zen­tralen Infrastruktur“ des Programms „Demokratie leben!“ durch das BMFSFJ sowie die Berliner Senatsverwaltung ASGIVA.

Projekt MEGAProjekt RADARVeranstaltungen

📡 RADAR Abschlussveranstaltung mit Broschürenlaunch:
Rassismus als Struktur ver­stehen – Perspektiven aus der Asiatischen Diaspora
15–18 Uhr im Kulturbunker
Referent*innen

Keerthana Kuperan (sie/ihr) ist eine Soziologin, Volkswirtschaftlerin und visuelle Anthropologin der tamilisch-sri-lankischen Diaspora in Deutschland. Sie macht Filmprojekte zu Flucht- und Migrationsgeschichten. Zu ihren the­ma­ti­schen Forschungsschwerpunkten gehören die poli­tische Ökonomie, Visuelle Archivierungen, städ­tische Sicherheitsproduktion, Gender Studies und Queer Theory.
Derzeit arbeitet sie für das BAFA – Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu der Einhaltung von Sorgfaltspflichten entlang glo­baler Lieferketten.

ALPAS Pilipinas. ALPAS means “to break free.” ALPAS stands for “Alternatibong Pangarap para sa Ating Sambayanan,” or “Alternative Dreams for our People.” ALPAS is a coll­ective of poli­tical acti­vists with Philippine migrant back­grounds, as well as com­mitted allies, which was founded in 2021 in Berlin, Germany. ALPAS centers the broad anti-capitalist, anti-imperialist struggle in the Philippines as a rich source of know­ledge and a fervent call to action—even here in the heart of Europe.
ALPAS works to support and organize the Filipino migrant com­munity in Berlin and the sur­rounding areas, while con­necting their/our embodied expe­ri­ences to the bloody legacy of colo­nialism and to the global capi­talist forces that con­tinue to bring misery to the vast majority of people in the world, par­ti­cu­larly in the Global South.
ALPAS aims to expose how the explo­itation of labor, the deci­mation of the envi­ronment, and the pre­va­lence of poli­tical vio­lence in the Philippines is directly con­nected to the accu­mu­lation of wealth in Germany, the broader European Union, and other impe­rialist centers.

Eingeladen waren alle, die Berührungspunkte mit poli­ti­scher (Bildungs)Arbeit, (Anti-)Rassismus und/oder anti-asiatischem Rassismus haben, und alle wei­teren Interessierten.

🕸️ MEGA Vernetzungstreffen West
ab 19 Uhr in OYA

Wir (das MEGA-Team) haben uns riesig gefreut, euch anschließend zum gemein­samen Ausklingen, Entspannen, Essen, Autauschen und Vernetzen ins OYA ein­zu­laden. Das OYA ist vom Kulturbunker nur eine Straßenbahnhaltestelle bzw. 20 Gehminuten ent­fernt.
Bei unserem MEGA Vernetzungstreffen ging es darum, uns als Community ken­nen­zu­lernen und wie­der­zu­sehen. Dabei waren alle ein­ge­laden, ob orga­ni­siert oder nicht, ob viel Community-Bezug oder wenig.
🍉 Wie immer gab es ein Potluck: Alle haben was Leckeres fürs gemeinsame Buffet mit­ge­bracht. Das Team vom OYA hat eben­falls etwas Veganes bei­gesteuert – ein ganz großes Danke dafür!
Wir waren gespannt, zu hören, was euch momentan berührt und welche Themen euch beschäf­tigen. Und auch, was sich ver­ändert hat – immerhin sind zwei Jahre seit dem letzten MEGA Vernetzungstreffen in NRW vergangen.

Eingeladen waren alle, die sich als Asiatisch-Deutsch, asia­tisch dia­spo­risch oder BPoC mit Bezügen zu (Süd‑, Ost‑, West‑, Nord‑, Zentral- oder Südost-)Asien identifizieren!


Das Projekt RADAR wird gefördert von der Bundeszentrale für poli­tische Bildung.

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der BpB dar.
Für inhalt­liche Aussagen stehen die Autor*innen in der Verantwortung.

Das Projekt MEGA wird durch das BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und durch die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen des Partizipations- und Integrationsprogramms gefördert.

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar.
Für inhalt­liche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

AllgemeinFilmProjekt RADARVeranstaltungenWorkshop

解殖华人区!一起来揭露并干预德国的殖民性。

Köln, in was für einer Stadt wollen wir eigentlich leben?
Diese Frage stellten wir uns vom Projekt RADAR vom 22.–26.11.2023 in Köln, wo wir Kontinuitäten des deut­schen Kolonialismus unter die Lupe nahmen, die sich auch alle in Köln zeigen.

Im soge­nannten Ehrenfelder „Chinesenviertel“ finden sich Takustraße, ‑platz und ‑feld, die Lansstraße und die Iltisstraße. Alle erinnern aus Perspektive der deut­schen Kolonialherren an die gewaltsame Kolonisierung von Teilen Chinas. In dieser Zeit ver­fes­tigen und ver­schlimmern sich kolo­niale Ausbeutung und ras­sis­tische Bilder, die Menschen aus vielen Teilen Asiens bis heute beein­flussen und die heutige BRD formen.

Gemeinsam mit Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und anderen Multiplikator*innen der poli­ti­schen Bildung gingen wir den Fragen nach:
Was bedeutet es konkret, die kolo­niale Geschichte Kölns zu behandeln? Welche Grundlagen, die kolo­niale Ausbeutung ermög­lichten, sind bis heute wirk­mächtig? Wie sieht eine Praxis der poli­ti­schen Bildung aus, die aktiv gegen fort­wäh­rende kolo­niale Ungerechtigkeit arbeitet?

Auf dieser Seite kommt ihr zur Dokumentation der Veranstaltungsreihe, sowie auch zum Programm.


Rückblick & Dokumentation 

Permalink: www.korientation.de/dokumentation-decolonize-chinesenviertel/

Programm

Permalink: www.korientation.de/decolonize-chinesenviertel-programm-2023/


Credits
Grafik: Salma Abdo und Fadi Elias


Gefördert von der Bundeszentrale für poli­tische Bildung

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der BpB dar.
Für inhalt­liche Aussagen tragen die Autor*innen die Verantwortung.

BlogProjekt RADARVeranstaltungen

Montag 04.09.2023 l 17:30h-19:00h l Online via Zoom

Unsere RADAR Broschüre ist nun seit einigen Wochen online ver­fügbar. Wir wollen die Gelegenheit nutzen euch die Broschüre vor­zu­stellen und mit euch in die Diskussion darüber zu kommen wie ihr die Inhalte wahr­nehmt. Was war neu und über­ra­schend? Mit welchen Punkten seid ihr nicht ein­ver­standen? Was war hilf­reich für eure Arbeit?

In unserem Online-Austauschraum werden wir uns ca. eine halbe Stunde Zeit nehmen euch einige der Kernthemen der Broschüre aus­führ­licher vor­zu­stellen und anschließend in einem lockeren Diskussionsformat in den Austausch kommen.

Die Veranstaltung ist grund­sätzlich für alle offen. Wir laden besonders Menschen mit Bezügen zur poli­ti­schen Bildung ein, sich dazu zu schalten!

Die Anmeldung ist beendet.

Wir freuen uns auf euch!

akiko und Cuso



Inhaltsverzeichnis

▶ Glossar

▶ Wieso diese Broschüre?

▶ Was ist Rassismus?

▶ Anti-Asiatischer Rassismus

◆ Der kolo­niale Kontext

◆ Der Mythos Vorzeigeminderheit

◆ Rassistischer Terror – Die Spitze des Eisbergs

◆ Rassismus und Geschlecht

◆ Widerstand über­windet Zeit und Grenzen

▶ Auf wen können wir uns (nicht) verlassen? Reflexionsübung zu den Pogromen in Rostock – Lichtenhagen 1992

▶ Die Corona-Pandemie als neuer Höhepunkt

◆ Koloniale Kontinuitäten

◆ Medien

◆ Die „Gelbe Gefahr“ in Verschwörungsglauben

◆ Widerstand

▶ Asiatische Deutsche? Ein Gespräch der Autor*innen dieser Broschüre

▶ Quellen

◆ Literatur

◆ Links


Credits
Satz und Design: Salman Abdo

Illustrationen und Logo: Sophia Brown

Autor*innen: Cuso Ehrich und akiko rive

Lektorat und Korrektorat: Sina Schindler und Jee-Un Kim 


Gefördert von der Bundeszentrale für poli­tische Bildung

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der BpB dar.
Für inhalt­liche Aussagen tragen die Autor*innen die Verantwortung.

RAA Berlin Region Nord-Nordwest

AllgemeinProjekt RADARVeranstaltungen

27.01.2023, 15:00–19:00h
via Zoom

Das Projekt RADAR von kori­en­tation lädt zusammen mit Methu Thavarasa zum Netzwerktreffen für Menschen in der poli­ti­schen Bildungsarbeit ein. In dem Treffen wollen wir gemeinsam beleuchten, wie Identitäten, Positionierungen und poli­tische Bildungsarbeit im Verhältnis zuein­ander stehen.

Gemeinsam stellen wir uns die Fragen: Was ver­stehen wir unter poli­ti­scher Bildungsarbeit? Und was bedeutet es, sie ras­sis­mus­kri­tisch und deko­lonial zu denken? Was bedeutet es, eigene Erfahrungen, poli­tische Bildungsarbeit und Wissenschaft als mit­ein­ander ver­schränkt zu ver­stehen? Wie können wir auf eine Arbeitskultur hin­ar­beiten, die Perspektiven von vul­ner­ablen Gruppen ernst nimmt, Identität aber nicht als etwas Starres, fest­ste­hendes begreift? Welche Rollen spielen unsere Bezüge zu Communities aus dem Asiatischen Kontinent?

Das Vernetzungstreffen richtet sich an BIPoC, die Bezüge zu Nord-/Süd-/Ost-/Südost-/Vorder- oder Zentralasien stra­te­gisch für sich wählen (können), um ihre viel­fäl­tigen Lebensrealitäten sichtbar zu machen und Fragen von Rassismus und anderen Ausschlüssen aus einer spe­zi­fi­schen Perspektive soli­da­risch anzusprechen.

Wenn Du Zweifel hast und nicht weißt, ob diese Selbstbezeichnung für Dich funk­tio­niert oder Du dich dar­unter wie­der­findest, melde Dich gerne bei uns und wir sprechen darüber!

Schreib uns auch gerne und teile uns mit, was du brauchst, um gut am Onlinetreffen teil­nehmen zu können. Wir ver­suchen gemeinsam Lösungen zu finden.

Anmelden könnt ihr euch einfach mit einer kurzen Mail an radar@korientation.de

Wir freuen uns auf euch!
Methu, akiko und Cuso

BlogProjekt RADARVerein

Das neue zwei­jährige Projekt RADAR – Ressourcen von/für Asiatische Deutsche gegen anti- asia­ti­schen Rassismus des kori­en­tation e.V. ist zum 15.08.2022 gestartet. Ziel des auf zwei Jahre ange­legten Modellprojektes ist die inhalt­liche Qualifizierung und Professionalisierung von (Asiatisch- Deutschen) Multiplikator*innen der ras­sis­mus­kri­ti­schen Bildungsarbeit zum Thema „anti-asiatischer Rassismus“ durch:

  • die Aufbereitung von Wissen zu anti-asiatischem Rassismus und Asiatisch-Deutschen
    Perspektiven:
  • die Schaffung von Räumen für Asiatisch-Deutsche Multiplikator*innen für Empowerment und Austausch;
  • Cross-Community Knowledge-Transfer bei der Produktion von inter­sek­tio­nalem Wissen zu anti-asiatischem Rassismus;
  • Erarbeitung eines dekon­stru­ierten, kol­la­bo­rativ neu­be­setzten und inter­sek­tional dis­ku­tierten Konzepts von anti-asiatischen Rassismus als Grundlage für zukünftige ras­sis­mus­kri­tische Bildungsarbeit, Transfer und Aufbereitung kom­plexer Zusammenhänge in die prak­tische Bildungsarbeit.

Wir suchen für unser neu ange­lau­fenes Projekt RADAR eine

Assistenz der Projektleitung
35% Stelle in Anlehnung an TVöD-Bund E09‑1
Arbeitsbeginn: 01.10.2022

Bewerbungsfrist: 14.09.2022
Bewerbung per Email an: info@korientation.de
Hast Du Fragen? Melde Dich bei uns, auch gern per Email.

Wir laden ins­be­sondere BPoC mit Bezügen zu Asien (Zur Klarstellung: Damit meinen wir Süd‑, West‑, Nord‑, Südost‑, Ost- und Zentralasien) und inter­sek­tio­nalen Identitäten ein, sich zu bewerben.

Zu deinen Aufgaben gehören

  • Aufbereitung bestehender Wissensressourcen zu anti-asiatischem Rassismus
  • Konzeption und Organisation von Maßnahmen und Veranstaltungen im Projekt mit gemeinsam mit der Projektleitung
  • Mitarbeit an der Projektbroschüre in digital und Print sowie der Projektwebseite
  • Betreuung eines Netzwerks von Asiatisch-Deutschen Multiplikator*innen der
    ras­sis­mus­kri­ti­schen Bildungsarbeit
  • Mitarbeit an Texten für die interne und externe Kommunikation sowie Mitarbeit bei der Öffentlichkeitsarbeit

Das wün­schen wir uns von Dir

  • Erste Erfahrungen in der dis­kri­mi­nie­rungs­sen­siblen und ras­sis­mus­kri­ti­schen Bildung und der Arbeit in gemein­nüt­zigen Vereinen 
  • Kenntnisse aktu­eller Diskurse im Themenfeld Rassismus, Intersektionalität, post­ko­lo­niale Ansätze, Empowerment und Asiatisch-Deutsche Migrationsgeschichten
  • Identifikation mit den Kernzielen des Vereins
  • Sehr gute deutsche und eng­lische Sprachkenntnisse, ein gutes Sprachgefühl und hohe Textsicherheit
  • Hohes Maß an Teamfähigkeit und Freude an der Arbeit im Team
  • Sehr gute Microsoft-Office Kenntnisse
  • Grundlegende Social Media Kompetenzen (Instagram, Twitter, Facebook)
  • Teilnahme an Workshops zu Organisationsentwicklung des Vereins

Was Dich bei uns erwartet

  • Mitarbeit in einem Empowerment-Projekt von und für Asiatische Deutsche
  • 35% Teilzeitstelle (13,5 Wochenstunden) in Anlehnung an TVöD-Bund E09‑1
  • Vertragsbeginn ab 01.10.2022
  • Flexible, bedarfs­ori­en­tierte Arbeitszeiten; Arbeit aus dem Home-Office mit mit­tel­fris­tiger Perspektive auf einen Projektbüro-Arbeitsplatz in Köln
  • Raum für eigen­ständige inhalt­liche Arbeit und Austausch
  • Eine par­ti­zi­pative Arbeitsorganisation und soli­da­rische Organisationskultur mit flachen Hierarchien
  • Die Möglichkeit, die Zukunft eines wach­senden bun­des­weiten Netzwerks von Asiatischen Deutschen mitzugestalten
  • Zusammenarbeit mit einem kleinen, enga­gierten Team mit einem breiten Kompetenzfeld im Bereich Community- und Vereinsarbeit, Kultur- und Projektmanagement, Wissenschaftliche Arbeit
  • Und das Wichtigste: Lots of good Food and Community-love

Wir freuen uns auf Deine Bewerbung
Wir laden ins­be­sondere BPoC mit Bezügen zu Asien (Zur Klarstellung: Damit meinen wir Süd‑, West‑,Nord‑, Südost‑, Ost- und Zentralasien) und inter­sek­tio­nalen Identitäten ein, sich zu bewerben. Der Wohnort Köln oder Umgebung wäre im Hinblick auf ein Projektbüro wünschenswert.


Bitte schicke Deine Bewerbung aus­schließlich in elek­tro­ni­scher Form als PDF-Dokument per Email an info [at] korientation.de mit den fol­genden Unterlagen:
• Anschreiben (gerne mit Angabe des bevor­zugten Pronomens)
• Lebenslauf ohne Foto
• Motivationsschreiben
• Zeugnis des letzten Abschlusses
• Gegebenenfalls ergän­zende Unterlagen, wie Arbeitszeugnisse

Hier findest Du die Ausschreibung als PDF zum Download.

AllgemeinVerein

kori­en­tation. Netzwerk für Asiatisch-Deutsche Perspektiven e.V. ist eine Selbstorganisation und ein
Netzwerk von Asiatischen Deutschen und Asiat*innen mit dem Lebensschwerpunkt Deutsch­land mit einem gesell­schafts­kri­ti­schen Blick auf Kultur, Medien und Politik. Das Ziel ist es, viel­fältige Lebenswirklichkeiten in Deutschland bewusst und sichtbar zu machen und damit Rassismus ent­gegen zu wirken.

Asiatisch-Deutsch als Selbstbezeichnung ist für kori­en­tation ein ver­bin­dendes Element, das der poli­ti­schen Positionierung dient und sich weder auf nationale Grenzen noch auf eine kul­tu­relle Essentialisierung bezieht. kori­en­tation ver­sucht den Widerspruch und die Gleichzeitigkeit zu reflek­tieren, dass (Süd‑, West‑, Zentral‑, Nord‑, Ost- und Südost-)Asien Konstrukte sind und Bezüge, wie bspw. ‚tamilisch-‘, ‚südkoreanisch-‘, in Jakarta geboren und in Deutschland aufgewachsen-‚Sein‘ in den gelebten Erfahrungen eine Rolle spielen.


Wir suchen für unser neues Recherche-Projekt „Postkoloniale Asiatisch-Deutsche Präsenzen in Berlin“

2 wis­sen­schaft­liche Honorarkräfte mit MA-Abschluss
auf Werkvertragsbasis ver­gütet mit 3.000 € (brutto)
Vertragszeitraum bzw. Projektlaufzeit: 15.07. bis 30.11.2022.

Bewerbungsfrist: 05.07.2022
Bewerbung per Email an: info@korientation.de
Hast Du Fragen? Melde Dich bei uns, auch gern per Email.

Wir laden ins­be­sondere Schwarze Menschen und People of Color mit Bezügen zu Asien (Zur Klarstellung: Damit meinen wir Süd‑, West‑, Nord‑, Südost‑, Ost- und Zentralasien) und inter­sek­tio­nalen Identitäten ein,
sich zu bewerben.

Das Projekt „Asiatisch-Deutsche Präsenzen in Berlin“ wird von der Berliner Landeszentrale für poli­tische Bildung gefördert und soll einen Beitrag zur Schließung von Wissenslücken und Leerstellen zu Asiatisch-Deutschen Präsenzen in Berlin leisten. Es möchte auf die Brechung und Dekonstruktion eines kolonial kon­stru­ierten und homo­ge­ni­sie­renden Narrativs von ‚Asien‘ und Asiatisch-Deutschen Präsenzen hin­wirken. Dabei liegt ein beson­derer Fokus auf lokalen Geschichten der Widerständigkeit, der Solidarisierung und der Gegennarrative als Strategie, post­ko­lo­niale Strukturen jen­seits weißer und euro­zen­tris­ti­scher Perspektiven zu analysieren.

Die Arbeitsaufträge umfassen

1. Die Recherche und Erstellung von je einer the­ma­ti­schen Materialsammlung zu post­ko­lo­nialen Asiatisch-Deutschen Präsenzen in Berlin pro Honorarkraft, durch

  • Quellenbasierte his­to­rische Recherchen inkl. graue Literatur wie Flyer etc.
  • Bestandsaufnahme und Sichtung rele­vanter Quellen und Forschungsliteratur
  • Ggf. Interviews mit Expert*innen und Zeitzeug*innen
  • Auswertung und Aufbereitung der Ergebnisse aus den Recherchen
  • Zusammenstellung der Ressourcen als the­ma­tische Materialsammlung in digi­taler Form

2. Das Verfassen eines ana­ly­ti­schen Fachartikels zu post­ko­lo­nialen Asiatisch-Deutschen Präsenzen in Berlin in Ko-Autor*innenschaft (30.000 Zeichen inklusive Leerzeichen)

Die kom­plette Stellenausschreibung inkl. Bewerbungsprofil, was Dich bei uns erwartet und Informationen zum Bewerbungsverfahren findest Du hier: