korientation ist eine (post)migrantische Selbstorganisation und ein Netzwerk für Asiatisch-Deutsche Perspektiven mit einem gesellschaftskritischen Blick auf Kultur, Medien und Politik.
Der Community Kurs geht in die zweite Runde! Er findet wöchentlich mittwochs von Ende April-Juli 2026 in der HACKE in Köln-Mülheim statt. Er ist die Fortführung unseres regelmäßigen Programmes und diesmal diskutieren wir anti-kolonialen Widerstand in Geographien Asiens.
Um was geht’s?
Eine Auswirkung von anti-asiatischem Rassismus ist, dass komplexe Auseinandersetzungen über Macht, Herrschaft, Besatzung und Rassismus innerhalb Asiens kaum thematisiert werden. Wir legen daher den Fokus unseres Kurses 2026 auf die Kämpfe um Tamil Eelam, Belutschistan und West Papua, einerseits weil diese unserer Einschätzung nach in aktuellen Auseinandersetzungen um Krieg und Militarisierung sowie Widerstand dagegen unterbeleuchtet werden und andererseits weil sie die herkömmlichen Konstrukte von Asien und Globalem Süden irritieren können. Wir wollen gemeinsam verstehen, welche Strukturen Besatzung und Kriege verursachen und was Rassismus und Kolonialismus damit zu tun hat. Außerdem wollen wir Militarisierung in lokalen, globalen und kapitalistischen Zusammenhängen thematisieren, beleuchten wie Communities sich dagegen wehren und für Unabhängigkeit und Selbstbestimmung ihrer jeweiligen Länder und über Grenzen hinweg aufbegehren. Lasst uns gemeinsam internationalistisch lernen, darüber sprechen, was die einzelnen Kontexte mit unserem Leben in Deutschland zu tun haben und schauen, wie internationale Solidarität gelebt werden kann.
Methode
Wie beim ersten Community Kurs wollen wir gemeinsam lernen und so gut es geht versuchen, die Grenzen zwischen Lehrenden und Lernenden aufzulösen. Deshalb möchten wir in praxisorientierten, kreativen Formaten zusammenkommen, die sich Texte aneignen und andere Medien sowie den Austausch untereinander als ebenso wichtig wie das geschriebene Wort anerkennen. Dafür treffen wir uns wöchentlich themenbezogen in Dreier-Blöcken, die wie folgt aufgebaut sind:
Einführung in das Thema mit vorbereiteten Texten und anderen Medien
Beleuchtung antikolonialen Widerstands anhand einer konkreten Gruppe/Initiative o.Ä.
Bastel-/ Musik-/ Performance- / Filmabend zum Thema
Abschließend wird es eine Reflexionssitzung geben, in der wir teilen können, was wir alles gelernt haben, was unser Feedback zum Kurs ist und wie wir die Inhalte weitertragen wollen.
Teilnahme
Wir ermutigen besonders Mitglieder asiatischer Diasporagruppen (damit meinen wir Süd‑, West‑, Nord‑, Südost‑, Ost- und Zentralasien) teilzunehmen. Darüber hinaus sind alle anderen Interessierten willkommen, die bereit für einen respektvollen, selbstreflektierten und verantwortlichen Austausch sind.
Da wir den Raum gemeinschaftlich gestalten, wollen wir alle Menschen ermutigen Aufgaben zu übernehmen und z.B. eine Lesebesprechung zu moderieren, einen Film zu zeigen, eine Gruppe vorzustellen, sich um Verpflegung zu kümmern etc.
Anmeldung
Bitte meldet euch verbindlich an, sodass ihr an mindestens 5 der Termine könnt. Es gibt zusätzlich die Option als Außenstehende zu interessanten Sitzungen dazu zu kommen und die Gestaltung/Moderation von Sitzungen mitzugestalten.
Inhalte
Mittwoch, 29.04. 17:30–19:00h
0_Einführung ins Konzept & Kurzinput
BLOCK 1: Tamil Eelam
Mittwoch 06.05., 17:30–19:00h
1.1_Lesebesprechung: Einleitung und Kapitel 1 aus Radicalizing Her (N. Gowrinathan)
Mittwoch 13.05., 17:30–19:00h
1.2_Filmbesprechung: Doku von B. Arnestad über Widerstandskämpferinnen Dharsika und Puhalchudar (2007)
HACKE – House of Asian Community Knowledge and Education (korientation e.V.) Hacketäuerstraße 82, Erdgeschoss vorne 51103 Köln
Hinkommen Die nächsten Bus- & Bahnhaltestellen (Von-Sparr-Str., Berliner Str., Bürgerpark Mühlheim) sind ca. 5–7 Minuten zu Fuß entfernt. Es gibt jeweils einen Behindertenparkplatz in der Berliner Str.76 und 77, beides 400m vom Veranstaltungsort.
Reinkommen Der Raum liegt im Erdgeschoss und es gibt 3 Treppenstufen im Eingang. Die Toilette liegt ebenfalls im EG im Hausflur, ist allerdings sehr eng und schmal.
Infektionsschutz Bitte seht bei Erkältungs- und Grippesymptomen von einer Teilnahme ab. Falls ihr weitere Hygienemaßnahmen benötigt, schreibt uns gerne über das Anmeldeformular.
bei weiteren Fragen kontaktiert uns sehr gerne über koeln(ät)korientation.de
Von Juni bis Juli und Oktober bis November 2025 fand in Köln unser erster Community Kurs zu strukturellem Rassismus statt: Das erste regelmäßige Angebot partizipativer politischer Bildung von korientation. Mit dem Community-Kurs füllten wir das neue Kölner Projektbüro – das House of Asian Community Knowledge and Education, kurz HACKE – Woche für Woche mit Leben. Kritische Bildung, Wissen aus Erfahrungen und Diskussionen über rassistische Strukturen waren ebenso wichtig, wie die Diskussionen über Organisierung dagegen. Mit klassischen Textdiskussionen und kreativen Formaten wie Zines-basteln und Stadtteilspaziergängen lernten wir gemeinsam. In diesem Recap geben wir euch einen Einblick.
Erste Schritte In der ersten Sitzung kamen wir zusammen, um allen Interessierten unser Konzept und das Programm vorzustellen, uns gegenseitig sowie die HACKE kennenzulernen und gemeinsam zu besprechen, wie wir den Kurs gestalten wollen. Jede Person konnte alleine oder mit anderen zusammen eine Sitzung anleiten/moderieren, sodass der Kurs einen selbstorganisierten Charakter erhielt. Der Community-Kurs lebte davon, dass sich die Teilnehmenden zusammenschlossen, ihre Ideen einbrachten und gemeinsam Verantwortung für den Kurs übernahmen. Wir einigten uns darauf, angelehnt an Mickey Scottbey Jones, einen Brave Space zu gestalten, der anerkennt, dass wir unterschiedliche Lebenserfahrungen, Wissenbestände und Positionalitäten mitbringen und alle Lernende sind. Wir vereinbarten aufeinander zu achten, uns bewusst zu machen, wieviel Raum wir im Austausch einnehmen wollen/können, Dinge offen anzusprechen und eine Fehlerkultur zu kräftigen.
Im ersten Themenblock behandelten wir das Thema Polizei. Wir lasen einen einführenden Text zu Polizei von Daniel Loick und Vanessa Thompson sowie einen Text von Nikil Pal Singh. Wir versuchten gemeinsam die Polizei sowie Polizieren als Praxis und Herrschaft zu begreifen: Seit wann gibt es die Polizei und wie ist sie entstanden? Was hat das mit Kolonialismus zu tun? Was meinen Menschen damit, wenn sie in dem Zusammenhang von institutionellem Rassismus sprechen? In der darauffolgenden Sitzung bekamen wir einen Einblick in sogenannte Copwatching-Praktiken in den USA und Deutschland und diskutierten anhand von Erfahrungen, Doku- und Filmausschnitten. Wir wollten wissen inwieweit der „umgekehrte Blick“, quasi eine demokratische Überprüfung, sowie kollektiv organisierte Forderungen nach Verantwortungsübernahme für rassistische Praktiken der Polizei durch Aktivist*innen, Handlungsmacht für rassifizierte Gruppen bedeuten kann. Eine weitere teilnehmende Person nahm uns an die Hand, um in der letzten Sitzung gemeinsam Zines zu basteln und erklärte uns dabei wie diese als niedrigschwelliges Tool der Selbstermächtigung zum Verbreiten der eigenen Gedanken, Geschichten und Stimme wirken können. Wir bastelten und zeichneten zu allem was uns bewegt hat, zum Thema Polizei und darüber hinaus, unseren Vorstellungen waren keine Grenzen gesetzt.
Apropos Grenzen. Im zweiten Themenblock setzten wir uns mit Grenzen und Grenzregimen auseinander. Wir lasen wieder zwei Texte, aus dem Buch Border and Rule von Harsha Walia sowie ein Kapitel aus Migrantischer Feminismus zur Koreanischen Frauengruppe der 1970er Jahre. In der Lesebesprechung verfolgten wir Walias Argument, dass Grenzen elastisch sind, sie jenseits und innerhalb von Staatsgrenzen, ökonomisch, rechtlich und politisch von Behörden und Institutionen durchgesetzt werden und die Illegalisierung von asylsuchenden bzw. Menschen auf der Flucht schaffen. Grenzen werden demnach auch diskursiv errichtet zwischen denjenigen, die Asylschutz „mehr verdient“ und „legitime“ Gründe zur Flucht nachweisen können und denjenigen, die es weniger bzw. gar nicht verdient hätten, statt auf das Recht auf Bewegungsfreiheit für alle gleichermaßen zu bestehen. In der zweiten Sitzung des Blocks zeigte uns ein Filmregisseur seinen eindrucksvollen und anregenden Film über A., einen trans* Mann und politischen Geflüchteten, der in einer Erstaufnahmeeinrichtung mit Hürden kämpfen muss. Der Film inszenierte Sprachbarrieren und deutschen Behördensprech, Testoronverabreichung im Geheimen und verweigerte Studien- und Arbeitserlaubnisse eines Ortes, wo Grenzen die Leben, Beziehungen und Körper der asylsuchenden Menschen täglich durchkreuzen. Wir diskutierten im Anschluss Motive und politische Implikationen des Films. In der letzten Sitzung des Blocks erzählte uns Heike Berner vom antirassistischen Widerstand der Koreanische Frauengruppe in Deutschland. Koreanerinnen wurden in den 1960ern von Deutschland aufgrund von Arbeitskraftmangel an Krankenschwestern angeworben, sollten im Kontext der deutschen Wirtschaftskrise der 1970ern jedoch wieder abgeschoben werden. Gegen die Behandlung als bloße „Ware“ setzten sich diese Frauen zur Wehr und schlossen sich als Gruppe zusammen, um für ihr Bleibe- und Arbeitsrecht zu kämpfen. Und sie gewannen. Im Buch zuhause schrieben Mitglieder der Koreanischen Frauengruppe ihre Geschichten nieder, welches von Heike zusammen mit Sun-Ju Choi (Mitbegründerin von korientation) erstmals 2006 herausgegeben wurde und 2025 in dritter Neuauflage erschien. Ein Vermächtnis für das kollektive Gedächtnis deutscher antirassistischer Geschichte.
Im dritten Block ging es um urbanen Raum. In der Lesebesprechung widmeten wir uns „Planet of Slums“ von Mike Davis und „Golden Gulag in Italy?“ von Francesco Marchi. Wir sprachen darüber, wie weltweit über 1,6 Milliarden Menschen in sogenannten Slums und informellen Siedlungen leben und die Menschen, die im urbanen Raum als „überflüssig“ gelten die am stärksten wachsende Gruppe auf der Welt sind. Es ging dabei auch um die Diskussion, wie sich das in Europa und in Deutschland zeigt, und was das für die Städte bedeutet, in denen wir selbst leben. Eine der wichtigsten Erkenntnisse war: Rassismus ist Teil davon Städte – sowohl global, als auch innerhalb Deutschlands- in dieser Art zu produzieren. Für die zweite Sitzung setzten wir uns im Rahmen einer Community Mental Map auf einem Spaziergang im Viertel Mülheim rund um die HACKE herum mit urbanen Praktiken und politischen Misständen und Fehlplanungen auseinander. Eine Teilnehmende, die an den Schnittstellen von Architektur, Urbanismus und Macht arbeitet, bereitete dafür tolle Arbeitsblätter und eine Karte vor. In Kleingruppen erkundeten wir das Veedel, bemerkten, welche Häuser veraltet, neu oder sanierungsbedürftig sind, in denen verschiedene Menschen wohnten oder wie viel Grünflächen es gibt, wo sich Menschen aufhalten können. Wir pausten Texturen der Gebäude ab, schrieben unsere Gedanken auf, zeichneten Auffalendes im öffentlichen Raum nach oder fotografierten Graffiti. Nachdem wir ein bisschen Regen abbekamen, kamen wir wieder in der HACKE zusammen und tauschten uns darüber aus, was uns im Spaziergang alles begegnet war und welche Gedanken und Gefühle dabei bei uns ausgelöst wurden. In der letzten Sitzung des dritten Blocks bevor es in die Sommerpause ging, gingen wir in den Austausch mit zwei teilnehmenden Personen, die aktiv in der Solidarischen Medizin in Köln sind. Wir diskutierten Verständnisse von Gesundheit und Krankheit und wie sich strukturell rassistische und kapitalistische Verhältnisse auf die Leben von rassifizierten Menschengruppen auswirken. Heißt gesund sein bloß gesund genug zum Arbeiten zu sein? Und welchen Einfluss haben soziale, ökonomische, politische und Umweltfaktoren, wie Wohnraum, Arbeit, Grünflächen auf die Menschenleben in Köln? Viele dieser Fragen werden im Gesundheitsatlas von SoliMed Köln aufgegriffen, den wir in der Sitzung auch thematisierten und uns z.B. mit der ungleichen Verteilung der medizinischen Versorgung je nach Kölner Stadtviertel auseinandersetzten.
Dann gingen wir in die Sommerpause. Eine Teilnehmerin hatte die wunderbare Idee ein lockeres Picknick am Rhein in der Zwischenzeit zu organisieren. Wir alle brachten Snacks, selbstgemachte Leckereien sowie Spiele mit und lernten uns besser kennen. Bis zum Abend hin plauderten und improvisierten wir unsere eigene Unterhaltung, da uns die Spiele ausgingen – bis der rheinische Wind zu stark wurde und wir uns verabschiedeten.
Zurück aus der Sommerpause starteten wir den vierten Block zu Staatsangehörigkeit und Staatenlosigkeit. Wir besprachen Andersons Text zur Entstehung von nationalstaatlichem Bewusstsein, die Bedeutung von Kapitalismus dafür, sowie Santos Text über Staatenlosigkeit und Kolonialität im karibischen Kontext. Wir stellten uns die Frage wie das Verhältnis zwischen Staatsbürgerschaften und Rassismus ist. Inwiefern weisen Staatsbürgeschaften auf eine theoretische Gleichstellung von Menschen hin, die sie unabhängig von ethnischen Zugehörigkeiten innehaben? Inwiefern wirken sie zum Aufrechterhalten von rassistsichen Strukturen? In der zweiten Sitzung tauschten wir uns über Solidarisches Asyl mit einer Aktivistin aus der Seenotrettung aus. Hier wurde sehr plastisch sichtbar, welchen Stellenwert das Leben von Menschen ohne europäische Staatsangehörigkeiten hat. In der dritten Sitzung zeichneten wir anhand einer Karte Kölns Orte der Sicherheit und Unsicherheit auf und visualisierten auch, wie wir uns in unserer Stadt bewegen und an welchen Orten wir uns aufhalten. Es kam schnell heraus, dass Orte der Sicherheit und Unsicherheit eine starke Frage des politischen und medialen Framings sind und kaum etwas mit unserem realen Sicherheitsgefühl zu tun haben. Bereiche in denen mit Sicherheit argumentiert wird waren für uns eher Zonen der Unsicherheit, weil sie Hotspots für Racial Profiling, Massenkontrollen und furchteinflößenden Razzien werden. Die Menschen, die dem ausgesetzt sind, sind einfach unsere Nachbar*innen, vor denen wir uns nicht fürchten.
Und das war es dann auch mit dem Kurs. Es war spannend, bereichernd, und ein Experiment, das besser lief, als wir gedacht haben. Wir als korientation waren begeistert davon wie eigenverantwortlich alle den Kurs und die Inhalte gestalteten. Wir haben mindestens so viel von den Teilnehmenden und Gäst*innen aus der aktivistischen Praxis gelernt, wie aus den Büchern. Mindestens so viel beim Spazieren, basteln und diskutieren, wie beim Lesen. Dieser Kurs war wie wir uns die Zukunft unser aller politischer Bildung wünschen: Partizipativ, wohlwollend, kritisch, herausfordernd, selbstorganisiert, frei zugänglich und mit ganz viel Zuneigung.
🎭 Veranstaltung: Soft Opening des neuen Büros/Bildungsraums Köln 📅 Wann: Freitag, 16.05.2025 um 17:00 Uhr, open End 📍 Wo: Hacketäuerstraße 82, 51063 Köln-Mülheim 💌 Wer: Alle sind willkommen! Besonders wollen wir Menschen, die sich als Asiatisch-Deutsch, asiatisch diasporisch oder BIPoC mit Bezügen zu (Süd‑, Ost‑, West‑, Nord‑, Zentral- oder Südost-)Asien identifizieren, ermutigen zu kommen. 🎫 Teilnahme: kommt einfach vorbei, bringt gerne etwas zum Mitbring-Buffet mit! 🦠 Corona-Regelung: Bitte testet euch, wenn möglich, vorher. Handelt verantwortungsbewusst und bleibt bei Symptomen zu Hause.
korientation in Köln!
Wir freuen uns riesig mit euch gemeinsam die korientation Hacke in Köln zu eröffnen. Im House of Asian Community Knowledge & Education wird es neben unserem Projektalltag wird es in den kommenden Jahren zahlreiche Angebote der politischen Bildung geben. Macht euch bereit für den ersten Community Kurs, nette Zusammenkünfte und leckeres Essen.
Bei der Eröffnung gibt es eine Vorstellung der Arbeit der kommenden Jahre in Köln und Berlin, lustige Spiele und leckeres Essen am Mitbring-Buffet. Wir freuen uns auf euch!
Unter anderem stellen wir euch vor:
Das Raumkonzept mit offenen Bürozeiten
Den ersten korientation Community Kurs: Ein wöchentliches Format der politischen Bildung
Möglichkeiten, den Raum selbst mitzugestalten
Den kommenden Fachtag zu Krieg und Rassismus
Ort: HACKE
HACKE – House of Asian Community Knowledge and Education (korientation e.V.) Hacketäuerstraße 82, Erdgeschoss vorne 51103 Köln
Hinkommen Die nächsten Bus- & Bahnhaltestellen (Von-Sparr-Str., Berliner Str., Bürgerpark Mühlheim) sind ca. 5–7 Minuten zu Fuß entfernt. Es gibt jeweils einen Behindertenparkplatz in der Berliner Str.76 und 77, beides 400m vom Veranstaltungsort.
Reinkommen Der Raum liegt im Erdgeschoss und es gibt 3 Treppenstufen im Eingang. Die Toilette liegt ebenfalls im EG im Hausflur, ist allerdings sehr eng und schmal.
Infektionsschutz Bitte seht bei Erkältungs- und Grippesymptomen von einer Teilnahme ab. Falls ihr weitere Hygienemaßnahmen benötigt, schreibt uns gerne.
bei weiteren Fragen kontaktiert uns sehr gerne über koeln(ät)korientation.de
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Kooperationsverbund gegen Rassismus im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Programmbereich „Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur“.
Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!‘ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend“
Der erste Community Kurs zu strukturellem Rassismus findet 2025 wöchentlich von Juni-Juli und Oktober-November in der HACKE in Köln-Mülheim, statt. Er ist unser erstes regelmäßiges Programm dort.
Um was geht’s?
In unserem ersten korientation Community-Kurs wollen wir uns gemeinsam ein Verständnis von strukturellem Rassismus erarbeiten und beleuchten, wie sich rassifizierte Menschen dagegen organisieren. Wir wollen gemeinsam die Struktur verstehen, die das faschistische Aufbegehren, die Verschlimmerung der Grenzgewalt und stetige Ausweitungen von rassistischen Staatsbürgerschafts-Gesetzen ermöglicht.
Repräsentations- und Diversitätspolitik haben es in den letzten Jahren oft verpasst die strukturelle Ebene zu bearbeiten oder waren gar Teil der Veschlimmerung. Es gibt den Bedarf das gemeinsam zu diskutieren, Community neu zu denken, sich in unserer Stadt zu verankern und eine kontinuierliche, verbindliche Auseinandersetzung in unserer Stadt zu schaffen. Der vielfältige Widerstand rassifizierter und migrantisierter Communities und allen Gruppen, die strukturellen Rassismus bearbeiten, inspiriert uns, es ihnen gleich zu tun. Lasst uns gemeinsam lesen, diskutieren, analysieren, erschaffen, kreativ sein, verstehen, verlernen, streiten und vertragen.
Methode
Wir wollen gemeinsam lernen und so gut es geht versuchen, die Grenzen zwischen Lehrenden und Lernenden aufzulösen. Deshalb möchten wir in praxisorientierten, kreativen Formaten zusammenkommen, die sich Texte aneignen und andere Medien sowie den Austausch untereinander als ebenso wichtig wie das geschriebene Wort anerkennen. Dafür treffen wir uns wöchentlich themenbezogen in dreier-Blöcken, die wie folgt aufgebaut sind:
Einführung in das Thema mit vorbereiten Texten und anderen Medien
Beleuchtung antirassistischen Widerstands anhand einer konkreten Gruppe/Initiative o.ä.
Bastel-/ Musik-/ Performance- / Diskussionsabend zum Thema
Abschluss des Kurses wird die Präsentation eines Projekts sein, dass unseren Wissenszuwachs zum Ausdruck bringt.
Teilnahme
Wir ermutigen besonders Mitglieder asiatischer Diasporagruppen (damit meinen wir Süd‑, West‑, Nord‑, Südost‑, Ost- und Zentralasien) teilzunehmen. Darüber hinaus sind alle anderen Interessierten willkommen, die bereit für einen respektvollen, selbstreflektierten und verantwortlichen Austausch sind.
Da wir den Raum gemeinschaftlich gestalten, wollen wir alle Menschen ermutigen Aufgaben zu übernehmen und z.B. eine Lesebesprechung zu moderieren, einen Film zu zeigen, eine Gruppe vorzustellen, sich um Verpflegung zu kümmern etc.
Anmeldung
Bitte meldet euch verbindlich an, sodass ihr an mindestens 6 der Termine könnt. Diese Plätze werden limitiert sein, ein Abschlussprojekt beinhalten und ein Zertifikat erhalten. Es gibt zusätzlich die Option als Außenstehende zu interessanten Sitzungen dazu zu kommen und die Gestaltung/Moderation von Sitzungen mitzugestalten.
1.1_Lesebesprechung: Weißsein der Polizei (Nikil Pal Singh) & Polizei Einführungsteil aus Abolitionismus-Reader (Loick und Thompson)
Donnerstag 19.06., 17:30–19:00h
1.2_Antirassistische Praxis: Copwatch Praktiken
Donnerstag 26.06., 17:30–19:00h
1.3_kreierender Zugang: Zines basteln
BLOCK 2: Grenzen
Donnerstag 03.07., 17:30–19:00h
2.1_Lesebesprechung: Bordering Regimes (Harsha Walia) aus Border and Rule und Koreanische Frauengruppeaus Migrantischer Feminismus
Donnerstag 10.07., 17:30–19:00h
2.2_Filmbesprechung mit dem Regisseur: ein Film über A., einen trans*Mann und politischen Geflüchteten, der in einer Erstaufnahmeeinrcihtung mit Hürden kämpfen muss
Donnerstag 17.07., 17:30–19:00h
2.3_Antirassistische Praxis: No Border Praktiken und Koreanische Gruppe gegen Abschiebungen in den 70ern
BLOCK 3: Urbaner Raum
Donnerstag 24.07., 17:30–19:00h
3.1_Lesebesprechung: Introduction (Mike Davis) aus Planet of Slums und Golden Gulag in Italy? For the abolition of the reception-industrial complex (Francesco Marchi) aus Border Abolition Now
Donnerstag 31.07., 17:30–19:00h
3.2_Community Mapping: politische Entscheidungen & Widerstände im urbanen Raum kartieren
Donnerstag 07.08., 17:30–19:00h
3.3_Solidarische Medizin in der Praxis
- SOMMERPAUSE -
BLOCK 4: Staatsbürgerschaft
Donnerstag 09.10., 17:30h- 19:00h
4.1_Lesebesprechung: „The Origins of National Consciousness“ (Benedict Anderson) aus Imagined Communities und „The necropolitics of statelessness: coloniality, citizenship, and disposable lives“ (Fabio Santos)
Donnerstag 16.10., 17:30h- 19:00h
4.2_Solidarisches Asyl
Donnerstag 23.10., 17:30h- 19:00h
4.3_krieierender Zugang: Solidarity City Map
BLOCK 5: Abschlusspräsentation und Reflexion
Donnerstag 30.10.
Präsentations-Session
Donnerstag 06.11.
Abschlussreflexion und Ausblick
Ort: HACKE
HACKE – House of Asian Community Knowledge and Education (korientation e.V.) Hacketäuerstraße 82, Erdgeschoss vorne 51103 Köln
Hinkommen Die nächsten Bus- & Bahnhaltestellen (Von-Sparr-Str., Berliner Str., Bürgerpark Mühlheim) sind ca. 5–7 Minuten zu Fuß entfernt. Es gibt jeweils einen Behindertenparkplatz in der Berliner Str.76 und 77, beides 400m vom Veranstaltungsort.
Reinkommen Der Raum liegt im Erdgeschoss und es gibt 3 Treppenstufen im Eingang. Die Toilette liegt ebenfalls im EG im Hausflur, ist allerdings sehr eng und schmal.
Infektionsschutz Bitte seht bei Erkältungs- und Grippesymptomen von einer Teilnahme ab. Falls ihr weitere Hygienemaßnahmen benötigt, schreibt uns gerne über das Anmeldeformular.
bei weiteren Fragen kontaktiert uns sehr gerne über koeln(ät)korientation.de
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Kooperationsverbund gegen Rassismus im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Programmbereich „Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur“.
Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms ‚Demokratie leben!‘ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend“
wir wollen das anstehende Mondneujahrsfest als Anlass nehmen zusammenzukommen! 🐍 Wir freuen uns, wenn ihr etwas für das gemeinsame Buffet beisteuern könntet 🥟🍜🍊 und wir bei Karaōke und guten Gesprächen einen einen schönen Abend miteinander verbringen.
Egal ob alte oder neue Gesichter, aktive Leute, Interessierte – erzählt, was euch bewegt und hört, was andere zu sagen haben. Auch wenn du kein Mondneujahr feierst, bist du herzlich willkommen.
Wenn ihr Lust habt uns beim Ambiente zu unterstützen, dann kommt in roter oder gelber Kleidung 😉🌙 🧧. Es ist aber keine Pflicht.
Wir freuen uns auf euch!
Eure Sue, Taro, Cam Tu, Helene & Loan
🌟🌟🌟 Chill & Potluck zum Mondneujahr 🌟🌟🌟 🥮 Potluck = Jede*r bringt was zu essen / trinken mit. 🍽️ Bitte bringt eigenes Geschirr & Besteck mit. 📅 WANN: Freitag, 24.01.2025 ⏰ Uhrzeit: ab 16 Uhr 📍 WO: Hamburg, Info zur Location folgt nach der Anmeldung 💌 WER: Asiatisch-Deutsche, asiatisch-diasporische Personen und BPoC mit Bezug zu (Süd‑, Ost‑, West‑, Nord‑, Zentral- oder Südost-) Asien ✍️ ANMELDUNG: geschlossen
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen des Kooperationsverbund gegen Rassismus im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ im Programmbereich „Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur“.
Die Veranstaltung wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie aus Mitteln der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen des Partizipations- und Integrationsprogramms.
die Entstehungsgeschichte von einem koreanisch-deutschen Verein hin zu einem Netzwerk für Asiatisch-Deutsche Perspektiven / einer (post)migrantischen Selbstorganisation,
Menschen und Organisationen, mit denen wir zusammengearbeitet haben und zusammenarbeiten,
und unsere Zukunftsperspektive(n).
Ebenso war es uns wichtig, mit Asiatisch-Deutschen und ‑diasporischen Communitys zu feiern, ihnen Sichtbarkeit zu ermöglichen und den Verein für eine größere Öffentlichkeit erfahrbar zu machen.
Verfügbarkeit als PDF und als gedrucktes Exemplar
Eine Dokumentation der Ausstellung, der Festivalwoche mit Veranstaltungen, Screenings, Workshops, Panels sowie eine ausführliche Chronik der Vereinsgeschichte findet ihr hier zum 🔗📕Download als PDF
📦✉️ Der gedruckte Ausstellungskatalog kann über das unten stehende Formular bestellt werden, wir bitten dabei um eine Spende zur Finanzierung des Portos an:
Die Projekte RADAR (Ressourcen von/für Asiatische Deutsche gegen anti-asiatischen Rassismus) und MEGA (Media and Empowerment for German Asians) haben an einem Tag zwei Veranstaltungen gehostet! Während RADAR am Nachmittag des 20.09.2024 nach zwei Jahren eine Abschlussveranstaltung für das Projekt inklusive Broschürenlaunch, fachlichen Inputs und genügend Austausch mit euch gestaltet hat, lud euch MEGA dazu ein, den Abend empowernd als Community ausklingen zu lassen – bei einem erneuten Vernetzungs-Potluck.
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📡 RADAR Abschlussveranstaltung mit Broschürenlaunch: Rassismus als Struktur verstehen – Perspektiven aus der Asiatischen Diaspora 15–18 Uhr im Kulturbunker
Zwei Jahre haben wir Workshops, Vernetzungstreffen, Zukunftswerkstätten, Vorträge und Veranstaltungsreihen der politischen Bildung organisiert. Außerdem haben wir unsere zweite 📖Broschüre rausgebracht: Beyond Asiatische Deutsche – Community-übergreifende Perspektiven auf politische Bildung und anti-asiatischen Rassismus, in der wir zusammenfassen, was wir die letzten Jahre gemeinsam mit Multiplikator*innen gelernt haben. In unserer Abschlussveranstaltung haben wir euch die zentralen Erkenntnisse unseres Projekts vorgestellt und uns besonders einem Aspekt unserer Arbeit: Racial Capitalism gewidmet. Das Konzept macht auf Rassismus als Struktur und die untrennbare Verwobenheit von Rassismus und Kapitalismus aufmerksam. Wir können damit auch besser verstehen, wieso es gerade so einen massiven Rechtsruck und eine autoritäre Wende gibt. 💭 Gemeinsam mit euch haben wir diskutiert, was das für Gruppen der Asiatischen Diaspora bedeutet und Gäste eingeladen, die es schaffen politische Bildung und entschlossene, aktivistische Praxis in sozialen Bewegungen zusammenzubringen. Es gab kleine Inputs vom RADAR-Team, ALPAS Pilipinas und Keerthana Kuperan und viel Zeit für Austausch.
Referent*innen
Keerthana Kuperan (sie/ihr) ist eine Soziologin, Volkswirtschaftlerin und visuelle Anthropologin der tamilisch-sri-lankischen Diaspora in Deutschland. Sie macht Filmprojekte zu Flucht- und Migrationsgeschichten. Zu ihren thematischen Forschungsschwerpunkten gehören die politische Ökonomie, Visuelle Archivierungen, städtische Sicherheitsproduktion, Gender Studies und Queer Theory. Derzeit arbeitet sie für das BAFA – Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zu der Einhaltung von Sorgfaltspflichten entlang globaler Lieferketten.
ALPAS Pilipinas. ALPAS means “to break free.” ALPAS stands for “Alternatibong Pangarap para sa Ating Sambayanan,” or “Alternative Dreams for our People.” ALPAS is a collective of political activists with Philippine migrant backgrounds, as well as committed allies, which was founded in 2021 in Berlin, Germany. ALPAS centers the broad anti-capitalist, anti-imperialist struggle in the Philippines as a rich source of knowledge and a fervent call to action—even here in the heart of Europe. ALPAS works to support and organize the Filipino migrant community in Berlin and the surrounding areas, while connecting their/our embodied experiences to the bloody legacy of colonialism and to the global capitalist forces that continue to bring misery to the vast majority of people in the world, particularly in the Global South. ALPAS aims to expose how the exploitation of labor, the decimation of the environment, and the prevalence of political violence in the Philippines is directly connected to the accumulation of wealth in Germany, the broader European Union, and other imperialist centers.
Eingeladen waren alle, die Berührungspunkte mit politischer (Bildungs)Arbeit, (Anti-)Rassismus und/oder anti-asiatischem Rassismus haben, und alle weiteren Interessierten.
Wir (das MEGA-Team) haben uns riesig gefreut, euch anschließend zum gemeinsamen Ausklingen, Entspannen, Essen, Autauschen und Vernetzen ins OYA einzuladen. Das OYA ist vom Kulturbunker nur eine Straßenbahnhaltestelle bzw. 20 Gehminuten entfernt. Bei unserem MEGA Vernetzungstreffen ging es darum, uns als Community kennenzulernen und wiederzusehen. Dabei waren alle eingeladen, ob organisiert oder nicht, ob viel Community-Bezug oder wenig. 🍉 Wie immer gab es ein Potluck: Alle haben was Leckeres fürs gemeinsame Buffet mitgebracht. Das Team vom OYA hat ebenfalls etwas Veganes beigesteuert – ein ganz großes Danke dafür! Wir waren gespannt, zu hören, was euch momentan berührt und welche Themen euch beschäftigen. Und auch, was sich verändert hat – immerhin sind zwei Jahre seit dem letzten MEGA Vernetzungstreffen in NRW vergangen.
Eingeladen waren alle, die sich als Asiatisch-Deutsch, asiatisch diasporisch oder BPoC mit Bezügen zu (Süd‑, Ost‑, West‑, Nord‑, Zentral- oder Südost-)Asien identifizieren!
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Das Projekt RADAR wird gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.
Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der BpB dar. Für inhaltliche Aussagen stehen die Autor*innen in der Verantwortung.
Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.
[Achtung: Es gab eine Terminänderung vom 03.08. auf den 02.08.2024!]
Liebe Community in Norddeutschland! Kommt vorbei und genießt mit uns ein Picknick im Freien – bei hoffentlich gutem Wetter! Jede*r bringt etwas Leckeres zu essen und zu trinken mit, und wir chillen gemeinsam.
Egal ob alte oder neue Gesichter, aktive Leute, Interessierte – wir freuen uns auf Euch!
Wir wollen Euch kennenlernen! Erzählt, was Euch bewegt und hört, was andere zu sagen haben und vernetzt Euch. Dieses Treffen bietet die perfekte Gelegenheit, sich besser kennenzulernen, Ideen auszutauschen und neue Verbindungen zu knüpfen.
🧒 Bringt gerne eure Kids mit! 🍽️ Bringt außerdem euer eigenes Besteck und Geschirr mit.
💡 Bitte handelt verantwortungsvoll und bleibt bei Covid-Symptomen zu Hause.
Wir freuen uns auf Euch! 🌿🌞🍉🍹
Eure Sue
📅 WANN: Freitag, 2.8., 15 Uhr 📍 WO: Teepavillon Große Wallanlagen/Planten & Bloom, Holstenwall 28, 20355 Hamburg 🚏 Anreise mit Öffis: U‑Bahn: U3 St. Pauli U2: Messehallen Buslinie und Haltestelle: 112 – Handelskammer / 3, X3, X35 – Sievekingplatz / 16, 17 – U St. Pauli 👥 WER: Asiatisch-Deutsche, asiatisch-diasporische Personen und BPoC mit Bezug zu (Süd‑, Ost‑, West‑, Nord‑, Zentral- oder Südost-) Asien ✍️ ANMELDUNG: bis zum 31.7. über das Anmeldeformular auf dieser Seite, damit wir besser planen können
Es ist soweit. Das jährliche Berliner Chill & Potluck (= alle bringen etwas zu essen oder trinken mit und chillen dann gemeinsam) steht vor der Tür. Und weil Sommer ist, machen wir das Ganze – bei hoffentlich gutem Wetter – draußen!
Kommt vorbei und lernt uns bei einem gemütlichen Chill & Potluck kennen. Wir wollen Euch kennenlernen! Erzählt uns, was euch bewegt, und vernetzt euch mit uns.
Alte und neue Mitglieder, ehrenamtlich aktive Leute, Interessierte, Friends & Allies, Vorstandsmitglieder, hauptamtliche Team-Members – Wir freuen uns auf Euch!
Im August 2024 fand das erste MEGA Community-Retreat für Asiatische-Deutsche, asiatisch-diasporische Personen und alle, die sich als BPoC mit Bezügen zu (Süd‑, Ost‑, West‑, Nord‑, Zentral- oder Südost-)Asien identifizieren statt! 🤩
Darum ging es bei unserem Retreat mit dem Titel „Wie wir erinnern“:
Erinnerungen haben für uns als (post)migrantische Menschen eine besondere Bedeutung – und oft auch Schwere. Für viele ist es nicht leicht, sich (zwischen den Generationen) zu erinnern, v.a. wenn Erinnerungen mit Lücken und Sprachlosigkeit oder Trauer verbunden sind.
Gleichzeitig kann das (Wieder-)Aneignen des „Was“ und „Wie“ erinnern uns als Individuen und Communities ermächtigen und unsere Geschichten selbstbestimmt erforschen und erzählen lassen.
In unserem MEGA Retreat haben wir uns deshalb mit der Kraft der Community dem Thema „Erinnern“ widmen.
Mit Übungen aus der Körperarbeit und den Erfahrungen aus verschiedenen Erinnerungs-/Archivprojekten haben wir uns angeschaut, wie sich Erinnerungen zeigen, wie wir sie erzählbar machen und zu etwas (politisch) Widerständigem umwandeln können.
Es gab viel Spaß und Verbindungen im wunderschönen Bildungshaus lila_bunt für feministische Bildung, Praxis und Utopie in Zülpich/Nordrhein-Westfalen (lila_bunt Webseite).
Die vier Tage Community und Empowerment waren toll. Danke an alle, die dabei waren. <3
Über lila_bunt: lila_bunt ist ein queer_feministisches Kollektiv aus unterschiedlich positionierten und miteinander verbundenen Menschen. Uns allen gemeinsam ist der Wunsch nach gelebter Utopie und queeren Räumen und Träumen.
Die Menschen von lila_bunt definieren sich bisher als queer, fett, lesbisch, pansexuell, bisexuell oder heterosexuell. Es gibt weiße Menschen und Personen of Colour, Cis-Personen und Menschen mit trans*identem Hintergrung im Kollektiv. Bisher sind wir mehrheitlich weiß und cis-geschlechtlich positioniert. Uns verbindet der Anspruch, das Haus kollektiv und intersektional aufzubauen und dafür Sorge zu tragen, dass sich Repräsentationen und Positionen erweitern.
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Anjuli Aggarwal
Anjuli Aggarwal, 33, M.A. South Asian Studies an der Universität Heidelberg.
Studienfokus: Medical Anthropology (Erleben und Praktizieren von Gesundheit, Krankheit und Heilung in unterschiedlichen soziokulturellen Lebensrealitäten) und Hindi (Muttersprache meines Vaters).
Mein wissenschaftlicher Fokus liegt in den Erfahrungen und Praktiken von Südasiat*innen (in der Diaspora) rund um die Themen Tod und Sterben. Die Einblicke in die vielfältigen und komplexen Lebensrealitäten und Bedürfnisse von in Deutschland lebenden (und sterbenden) Südasiat*innen, sollen deren Sichtbarkeit erhöhen und zur Verbesserung des End-of-life und Death Care in Deutschland beitragen. Dabei fließen meine persönlichen Erfahrungen um den Tod meiner in Deutschland und Indien verstorbenen Großeltern, als auch meine ehrenamtliche Tätigkeit als Sterbebegleiterin, in meine Arbeit mit ein.
Anthropolog*innen erzählen Geschichten aus dem Leben von Menschen, die darüber in ihren eigenen Worten berichten. Dafür möchte ich einen Raum eröffnen und alle, die sich zu diesen Themen angesprochen fühlen, einladen, sich auszutauschen.