Kommt mit! korientation besucht die Ausstellung „Beziehungsweise Familie“ am 10.05.2026 in Berlin

Das kori­en­tation Team möchte eine weitere Entdeckung mit euch teilen und lädt herzlich zum gemein­samen Besuch ein! Neben unserem anste­henden Besuch des 👉 Generationen-Gespräches über Heimat und Care-Migration mit WHO CARED am 24.04.2026, freuen wir uns auf einen wei­teren span­nenden Termin im Rahmen des Ausstellungsprogramms „Beziehungsweise Familie“ des Humboldt Forums in Berlin.

Was hält uns als Familie zusammen und wer definiert diese Verbindung eigentlich?

Mit dem Programmschwerpunkt „Beziehungsweise Familie“ wird das kom­plexe Geflecht fami­liärer Bande unter­sucht. Wir schauen uns gemeinsam zwei Ausstellungen des Programms an:

🔵 „An das wir uns fest­halten / Nothing As Our Ground„
Die Ausstellung „An das wir uns fest­halten / Nothing As Our Ground“ wurde von Minh Duc Pham und Hai Nam Nguyen kura­tiert. Hier werden elf künst­le­rische Positionen zu Familie und Verbundenheit ver­sammelt, die sich auf die Realitäten queerer und migran­ti­scher Erfahrungen beziehen. Su-Ran von kori­en­tation ist dort selbst mit einer eigenen Arbeit ver­treten und wird uns gemeinsam mit Minh Duc Pham in einer Gruppenführung durch die Ausstellung begleiten.

🔵„Alles unter dem Himmel„
Ein wei­terer Programmpunkt ist die von Maria Sobotka und Lu Tian kura­tierte Ausstellung „Alles unter dem Himmel“, die das Spannungsverhältnis zwi­schen Familie und Staat im China und Korea des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Diesen Teil des Programms erkunden wir ohne externe Führung. Teil der Ausstellung ist die Arbeit „K‑Orphan Style“, in der Mirae kate-hers Rhee sich auto­eth­no­gra­fisch mit der eigenen Adoption aus Südkorea in die USA aus­ein­an­der­setzt. Anschließend wird uns Maya Härting vom Verein Koreanische Adoptierte Deutschland e.V. mehr zur all­ge­meinen Geschichte der korea­ni­schen Adoptierten erzählen.

Mehr Infos zu den Ausstellungen findet ihr weiter unten.

Kommt mit!

  • 🙌 Gruppenführung:
    Wir besuchen gemeinsam zwei Ausstellungen des Programms „Beziehungsweise Familie“ im Humboldt Forum. Su-Ran Sichling und Minh Duc Pham führen uns durch die Ausstellung „Nothing as Our Ground/An das wir uns fest­halten“, während Maya Härting uns tiefere Einblicke in die all­ge­meine Geschichte korea­ni­scher Adoptierter geben wird.
  • 🍴🍲 Hangout:
    Anschließend lassen wir den Nachmittag bei einem gemein­samen Hangout aus­klingen. Bei Sonnenschein zieht es uns natürlich in den Park. Den genauen Ort bekommt ihr am Tag des Treffens per Mail. Jede*r zahlt Essen und Getränke selbst. Wir freuen uns, wenn neue und bekannte Gesichter dazu kommen!
  • 📝 Anmeldung:
    Bitte meldet euch vorher an, da die Plätze für die Gruppenführung begrenzt sind. Meldet euch auch an, falls ihr nur zu dem Hangout danach kommen möchtet, damit wir ent­spre­chend planen oder ggf. reser­vieren können.

Besuch der Ausstellungen „Nothing as Our Ground/An das wir uns fest­halten“ und „Alles unter dem Himmel“ des Programms „Beziehungsweise Familie“ im Humboldt Forum
📅Wann: Sonntag, 10.05.2026, 12.30 Uhr
📍 Wo: Foyer im Humboldt Forum, bei den Kassen
👥 Führung mit Su-Ran Sichling, Minh Duc Pham und Maya Härting
🎫 Eintritt: frei, begrenzte Plätze
📨 Anmeldeschluss: 27.04.2026
📫 Anmeldung: ⬇️unten

Community-Hangout
📅 Wann: Im Anschluss an den Ausstellungsbesuch, ab 14:30 Uhr
📍 Wo: in der Nähe des Humboldt Forums, wird nach Teilnahmebestätigung per Mail bekannt gegeben
🎟️ Wer: Alle, die Lust haben! Mit beson­derer Einladung an Menschen, die sich als Asiatisch-Deutsch, asia­tisch dia­spo­risch oder BPoC mit Bezügen zu (Süd‑, Ost‑, West‑, Nord‑, Zentral- oder Südost-)Asien iden­ti­fi­zieren & Friends

Mehr Infos zu den beiden Ausstellungen

🔵 Nothing as Our Ground/An das wir uns festhalten

Die Ausstellung hin­ter­fragt das idea­li­sierte Bild der hete­ro­nor­ma­tiven Kleinfamilie und stellt diesem die kom­plexen Lebensrealitäten queerer, migran­ti­scher und dia­spo­ri­scher Menschen gegenüber. Während die klas­sische Familienstruktur his­to­risch oft als Instrument der sozialen Kontrolle und Disziplinierung diente, unter­sucht diese Ausstellung alter­native Formen der Zugehörigkeit und Verwandtschaft.

Minh Duc Pham und Hai Nam Nguyen ver­einen hier elf Asiatisch-diasporische Künstler*innen, um Gemeinschaft nicht als sta­ti­schen Zustand, sondern als aktive Praxis des Zusammenhalts zu beleuchten. Im Zentrum steht die Erkenntnis, dass tiefe Bindungen und „selbst­ge­wählte Verwandtschaften“ oft erst unter dem Druck von Exil, Vertreibung oder recht­licher Instabilität ent­stehen und sich damit bewusst von staatlich garan­tierten Strukturen abheben. Diese Politik der Fürsorge fun­giert als not­wen­diges Fundament dort, wo offi­zielle Infrastrukturen ver­sagen und spannt ein Geflecht, das über nationale Grenzen hinweg Bestand hat.

Die Ausstellung wurde von Minh Duc Pham und Hai Nam Nguyen kura­tiert und zeigt Arbeiten von George Demir, Sunil Gupta, Rana Nazzal Hamadeh, Nhu Xuan Hua, Iden Sungyoung Kim, Jaewon Kim, Cheryl Mukherji, Su-Ran Sichling, Leonard Suryajaya, Sarnt Utamachote und Vuth Lyno.

🔵 Alles unter dem Himmel

Im Zentrum dieser Ausstellung steht die Frage, wie Ideologie, staat­liche Fürsorge und Kontrolle bis tief in den fami­liären Alltag ein­greifen. Anhand ver­schie­dener künst­le­ri­scher Positionen werden drän­gende soziale Themen wie die chi­ne­sische Ein-Kind-Politik, trans­na­tionale Adoption und starre Geschlechterrollen in der ver­gan­genen wie gegen­wär­tigen korea­ni­schen Gesellschaft beleuchtet.

Die Fotografien von He Chongyue doku­men­tieren etwa die Auswirkungen staat­licher Bevölkerungspolitik im länd­lichen China, während Mao Tongqiang den struk­tu­rellen Wandel der chi­ne­si­schen Familie visua­li­siert. Die Situation in Korea wird unter anderem durch die Videoarbeit von Jane Jin Kaisen the­ma­ti­siert, die sich mit den gene­ra­tio­nen­über­grei­fenden Traumata korea­ni­scher Frauen infolge von Krieg und Kolonialismus aus­ein­an­der­setzt. Ergänzt wird dies durch auto­eth­no­gra­fische Reflexionen von Mirae kate-hers Rhee zur Adoptionsgeschichte sowie durch Werke von Siren Eun Young Jung, die tra­di­tio­nelle Rollenbilder hin­ter­fragen und queere Perspektiven auf Identität und Zugehörigkeit eröffnen. Insgesamt ver­deut­licht diese Ausstellung, wie sehr poli­tische Systeme die intimsten Strukturen der Gesellschaft formen und ver­ändern können.

„Alles unter dem Himmel“ ist eine Ausstellung im Museum für Asiatische Kunst im Humboldt Forum und wurde von Kuratorin Maria Sobotka und Co-Kuratorin Lu Tian begleitet.

ℹ️ Ob ihr einen Platz für die Gruppenführung bekommen habt, erfahrt ihr nach dem Anmeldeschluss am 27.04.2026. Falls sich mehr Personen anmelden als es Plätze gibt, wird es eine Warteliste geben.


    💡 Hinweis zu wei­teren Ressourcen
    Guckt doch mal in unseren neuen, noch wach­senden Ressourcenpool gegen anti-asiatischen Rassimus vorbei. Mit der Stichwortsuche, z.B. „Familie“ oder der Filterung nach the­ma­ti­schen Schwerpunkten findet ihr weitere inter­es­sante Ressourcen zu wider­stän­digen Geschichten von queeren und migran­ti­schen Perspektiven. Ihr kennt Ressourcen, die noch nicht drin sind, unbe­dingt rein sollten oder habt Vorschläge, wie ihr besser findet, was ihr sucht? Reicht uns gerne eure Ideen über die Formulare im Ressourcenpool ein!