[Kooperation] Antikoloniale Stadttouren zu den Asiatisch-Pazifischen-Straßen (Berlin-Wedding) von April-Juni 2026

2024 wurden im Rahmen der Dekoloniale sieben Gedenkstelen erar­beitet, die an ver­schie­denen Orten in Berlin-Wedding auf die Geschichte kolo­nialer Gewalt und anti­ko­lo­nialen Widerstands auf­merksam machen und darüber infor­mieren. Seit September 2025 sind die Gedenkstelen instal­liert. Sie sind als tem­poräre Ausstellung noch zu sehen bis Ende 2026, eine Verlängerung ist beantragt.

Wege des Erinnerns im „Afrikanischen Viertel“

Nach Jahrzehnten des zivil­ge­sell­schaft­lichen Engagements für Straßenumbenennungen machen vier Gedenkstelen im „Afrikanischen Viertel“ die neuen Namensgeber*innen des Manga-Bell-Platzes, der Anna-Mungunda-Allee, der Maji-Maji-Allee und der Cornelius-Fredericks-Straße bekannt. Mehr dazu erfahrt ihr auch in den 👉Antikolonialen Stadttouren zwi­schen Wilhelmstraße und „Afrikanischem Viertel“.

Wege des Erinnerns an den Asiatisch-Pazifischen Straßen 

Die Gedenkstelen am Pekinger Platz, an der Kiautschoustraße und an der Samoastraße wurden unter Mitwirkung von Kimiko Suda und Sun-Ju Choi für kori­en­tation erar­beitet. Ab April könnt ihr jeden zweiten Donnerstag an einer Führung mit kori­en­tation teil­nehmen. Trinh oder Sun-Ju freuen sich schon, mit euch gemeinsam eine anti­ko­lo­niale Stadttour zu den drei Gedenkstelen im Sprengelkiez zu unter­nehmen.
Lasst uns gemeinsam den öffent­lichen Raum als Ort des Lernens und Gedenkens erkunden und uns kri­tisch mit Berlins kolo­nialer Vergangenheit und ihrer Kontinuitäten auseinandersetzen!

Wir beginnen die Tour an der Wilhelmstraße – ein his­to­ri­scher Ort für die Kolonialgeschichte auf dem afri­ka­ni­schem Kontinent. Die Stadttour ver­bindet somit die Kolonialgeschichten zwi­schen den beiden Kontinenten Afrika und Asien/Pazifik. Häufig werden beide Komplexe nämlich getrennt von­ein­ander betrachtet.

Die Wilhelmstraße ist darüber hinaus ein wich­tiger Ort, da sich hier die ehe­ma­ligen Räume der Dekoloniale befanden. Leider konnten diese Räume nicht gehalten werden und so bietet der Startpunkt der Tour eine alter­native Form der Präsenz und Erinnerung. Leider wurde die Gedenkstele an der Wilhelmstraße entwendet.

Antikoloniale Stadttouren zwi­schen Wilhelmstraße und Asiatisch-Pazifischen Straßen
📍 Treffpunkt: vor The Bike Café, Wilhelmstraße 91, 10117 Berlin (Mitte)
👥 Referent*innen der Stadttour: Kieu Trinh Phi Van (kori­en­tation e.V.) oder Sun-Ju Choi (kori­en­tation e.V.), Lawrence N.Y. Oduro-Sarpong (glokal e.V.) spricht an zwei Stationen über die Geschichte des Afrikanischen Viertels.
📅 Wann: April bis Mitte Juni 2026, jeden zweiten Donnerstag, 15.30 bis 18 Uhr
🎟️ Für wen: alle! Es ist eine öffent­liche Veranstaltung. Wir freuen uns besonders über den Besuch durch korientation-Friends und Netzwerk!
🎫 Tickets: aus­schließlich Vorverkauf über den Ticketshop des Stadtmuseum Berlin 
💵 Preise: 12 Euro, ermäßigt 5 Euro, für Kinder unter 6 Jahren frei

📅 Alle Termine (je Donnerstag, 15.30 bis 18 Uhr) auf einen Blick 
  • 02. April (auf Deutsch)
  • 16. April (auf Deutsch)
  • 30. April (auf Deutsch)
  • 14. Mai (auf Englisch) 
  • 28. Mai (auf Deutsch)
  • 11. Juni (auf Deutsch)
ℹ️ Weitere Infos zum Ablauf und zu Barrieren
  • Die Stadttour findet auch bei Regen statt.
  • Gültiges BVG-Ticket erfor­derlich: Die Strecke zwi­schen Anton-Wilhelm-Amo-Straße und „Asiatisch-Pazifischen Straßen“ wird mit der U‑Bahn zurückgelegt.
  • Im Rahmen der Tour wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin eine Befragung durch­ge­führt. Die Teilnahme ist frei­willig und erfolgt anonym.
  • Barrierefreiheit: Der fuß­läufige Rundgang findet im eben­erdigen Straßengelände statt. An den U‑Bahnhöfen sind Aufzüge vor­handen. Deren Funktion können wir jedoch leider nicht garan­tieren, daher bitte wir um eigen­ständige Überprüfung.
  • Von 17:40 bis 18:00 Uhr gibt es ein 20-minütiges Zeitfenster für den inhalt­lichen Austausch und die Vernetzung.
  • Beim Veranstalter, dem Stadtmuseum Berlin findet ihr die Ankündigung mit wei­teren Infos.

Weitere Hintergründe und Perspektiven zur Auseinandersetzung mit deut­scher Kolonialgeschichte sowie aktuelle Forderungen zur Erinnerungskultur findet ihr in diesen Beiträgen aus unserem Archiv:


Veranstalter der Stadttouren zwi­schen Wilhelmstraße und „Asiatisch-Pazifischen Straßen“ ist die Stiftung Stadtmuseum Berlin in Kooperation mit kori­en­tation e.V. und glokal e.V.

Wege des Erinnerns“ ist Teil des Projekts „Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt“ von Berlin Postkolonial e.V., Each One Teach One (EOTO e.V.), der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund e.V.) und der Stiftung Stadtmuseum Berlin in Kooperation mit: kori­en­tation e.V. und Mitte Museum Berlin. Das Projekt „Dekoloniale“ wurde von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie der Kulturstiftung des Bundes gefördert.