Verein

Wir brauchen mehr Räume. Mehr Räume für uns, für unsere Themen, unsere Geschichten und unsere Perspektiven. Für mehr Selbstrepräsentation – denn RepresentAsian matters!

Am Haus der Statistik am Alexanderplatz (Berlin) wird momentan ein Areal ent­wi­ckelt, das gemein­wohl­oriente Räume für Kunst, Kultur, Soziales und Bildung bereit­stellen soll und in das Vereine, Verbände, Kollektive und Initiativen ein­ziehen werden. 2023 gab es eine Ausschreibung für inter­es­sierte Gruppen, an der wir uns erfolg­reich beteiligt haben.

Wir finden: BPoc-Communities brauchen Räume in der Stadt – und zwar bezahlbare und län­ger­fristig gesi­cherte Räume! Wir sind Teil der Stadtgesellschaft, und wenn die Stadt solche Räume ent­wi­ckelt, gehören wir auch da rein. Dafür benö­tigen wir aller­dings Eigenkapital.

Momentan eine Riesen-Baustelle. Ansicht 2019 zur Berlin Art Week, Haus der Statistik am Alexanderplatz, Berlin © ZUsammenKUNFT e.G.

Crowdfunding

Um diese Räume im Haus der Statistik sichern und lang­fristig mieten zu können, müssen wir Teil einer neuen Genossenschaft AndersMachen e.G. im Haus der Statistik werden, die aus den zukünf­tigen Nutzer*innen bestehen wird. Für den Beitritt zu dieser Genossenschaft müssen wir Anteile erwerben und dafür brauchen wir rund 25.000 € bis vor­aus­sichtlich Ende April/Anfang Mai (unser letzter Stand). Dieser Betrag kommt zustande, da wir uns für eine Fläche von 100 m² beworben haben. Wir rechnen mit rund 250 € pro m2 , die wir bei einem Beitritt auf­bringen müssten. 

Als gemein­nüt­ziger Verein ohne wirt­schaft­lichen Geschäftsbetrieb finan­zieren wir uns gerade aus­schließlich über Projektförderungen, die wir nicht für Genossenschaftsanteile ver­wenden können und dürfen. Daher haben wir uns ent­schlossen, zum ersten Mal in unserer Vereinsgeschichte ein Crowdfunding zu starten, um das Geld für die erfor­der­lichen Anteile an der Genossenschaft zu sammeln.

Short Facts zum Crowdfunding und zur Raumnutzung
🔷 Wofür: Genossenshaftsanteile an der AndersMachen e.G. im Haus der Statistik
🔷 Ziel: ins­gesamt 25.000 € für 100m²
🔷 Plattform: Betterplace (Launch: 16.03.2024) – URL folgt
🔷 Einzug in die Räume – geplant ab Ende 2025 

Warum? Stell dir vor… Mehr RepresentAsian!
🔮 Erhalt des Vereins sichern: Büroräume mit bezahl­baren Mieten für das kori­en­tation Headquarter
🔮 als Teil des Hausprojekts zugäng­liche Räume für BPoC-Communities sichern & Stadtraum mit­ge­stalten
🔮 Community-Spaces sichern: Aufbau eines zugäng­lichen Lesecorners für eine kleine feine kori­en­tation Bibliothek, Shared Spaces im Haus der Statistik wie Gemeinschaftsgärten, Küche, Werkstatt, Kantine für unsere Events und Workshops
🔮 Begegnungen mit wei­teren span­nenden Inis und Projekten im Haus ermög­lichen
🔮 Sichtbare Platzierung von Asiatisch-Deutschen, asiatisch-diasporischen und (post)migrantischen Themen im Zentrum der Stadt

Für eure Spenden haben wir uns tolle Dankeschöns überlegt.
Macht mit. JEDE SPENDE zählt und ist eine wert­volle Investition! 🚀

Veranstaltungen

🌟 RepresentAsian Crowdfunding: Launch-Event
am Samstag, 16.03.2024, 16–18 Uhr
im Haus der Statistik, Konserve
Otto-Braun-Straße 70–72, Berlin.

Mehr Infos, Specials & Surprises und Raum für alle eure Fragen!

🌟 RepresentAsian Crowdfunding: Vernetzungstreffen mit Karaōke
am Samstag, 06.04.2024, Uhrzeit und Ort tba.
inkl. Verlosung, Singen und Singen lassen gegen Spende!

Zu beiden Events sind alle ein­ge­laden: Community, Friends & Allies!

Diese Seite wird laufend aktua­li­siert. Wir werden nach und nach Informationen nach­füttern. Stellt gerne alle eure Fragen! Wir sind unter info@korientation.de erreichbar.

Euer Crowdfunding-Team Vee, Jee-Un, Manik & Lili


FAQs

Gibt es eine steu­erlich absetzbare Spendenquittung ?

Ja! Bis zu einem Betrag von 250 EUR könnt Ihr hier (PDF zum Download folgt recht­zeitig) ein Dokument her­un­ter­laden, das ihr für den Spendennachweis benötigt.

Ab einem Betrag von 250 € braucht Ihr eine indi­vi­dua­li­sierte Steuerbescheinigung. Die könnt ihr dann über info[at]korientation gern anfragen und ihr erhaltet sie dann zugeschickt.

Wie finan­ziert ihr die Räume?

Die Genossenschaftsanteile von 25.000 € ermög­lichen uns, über­haupt Teil des Haus der Statistik zu werden. Die Nutzung der Räume erfolgt dann durch Mietverträge, die uns lang­fris­tigere und güns­tigere Mieten als auf dem freien Markt sichern und die wir durch zukünftige Projektförderungen decken wollen, so wie wir das derzeit bereits tun. 

Wozu braucht ihr mehr Räume? Ihr habt doch schon ein Büro?

Wir haben momentan ein süßes Büro, das wir auch sehr mögen. Allerdings ist nicht klar, wie lange wir dort bleiben können und zu welchen Konditionen. Tatsächlich wird es in abseh­barer Zeit auch zu klein für uns sein und die Räume sind eigentlich nicht auf Büronutzung aus­gelegt. Das Haus der Statistik ist eine seltene Gelegenheit, etwas län­ger­fristig zu planen und einen Ort für uns alle auf­zu­bauen, der neben dem Headquarter für kori­en­tation noch weitaus mehr Ressourcen und Möglichkeiten bereit­halten soll, um unter­schied­lichste Veranstaltungen und Angebote zu rea­li­sieren, die nicht nur für uns, sondern auch die breitere Community inter­essant sind.

BlogVeranstaltungenVerein

Am 25.01.2023 um 19 Uhr findet unsere digitale Salonreihe für korientation-Mitglieder zum fünften Mal statt!

Für VaryAsians#5 haben wir die Autorin Hami Nguyen ein­ge­laden, mit euch und uns ins Gespräch zu kommen. Als Host sind unsere Vorstandsmitglieder Su-Ran Sichling und Maria Nguyen mit dabei. 

Buchbesprechung „Das Ende der Unsichtbarkeit“

In diesem per­sön­lichen Buch ver­handelt Hami Nguyen die Themen Rassismus und Klasse am Beispiel ihrer eigenen Lebensgeschichte. Anti-asiatischer Rassismus wird in der öffent­lichen Debatte oft aus­ge­klammert, weil asia­tisch gelesene Menschen als »ange­passt« gelten. Sie sind unsichtbar – dabei sind sie ein Teil der deut­schen Geschichte.

Wir wollen uns mit den Themen aus­ein­an­der­setzen, die in diesem Buch auf­ge­griffen werden. Die Lektüre des Buchs ist keine not­wendige Voraussetzung, um teilzunehmen. 

Wir freuen uns schon, auch deine Sichtweise zu hören!

⚡️ Wann: Donnerstag, 25.01.2024, 19–21 h Uhr
⚡️ Wo: Online auf Zoom (Link kommt per Email)
⚡️ Wer: korientation-Mitglieder mit Bezügen zu (Süd‑, Ost‑, West‑, Nord‑, Zentral- oder Südost-)Asien (Möchtest du Mitglied werden? Link zur Seite 😊)
⚡️ Sprache: Deutsche Lautsprache
⚡️ Anmeldung über das Formular unten: bis 25.01.2024, 18 Uhr

Wir sind uns bewusst, dass VaryAsians ein flie­ßender Prozess ist, in dem es kein Richtig und Falsch gibt. Gerne möchten wir deshalb mit Euch in Austausch treten und laden Euch herzlich ein, mit uns diesen Salon zu gestalten.

Anmeldung

    BlogVeranstaltungenVerein

    Am 20.09.2023 um 19 Uhr geht unsere digitale Salonreihe für korientation-Mitglieder in die 4. Runde!

    VaryAsians#4 findet diesmal unter dem Thema „Asiancy“ mit den Gäst*innen akiko und Cuso vom kori­en­tation Projektteam RADAR statt. Als Host sind wieder unsere Vorstandsmitglieder Maria Nguyen und Sue Glaeser mit dabei. 

    „Asiancy“ – Selbstzuschreibung und Handlungsfähigkeit

    Die letzten Male ging es vor allem um Selbstbezeichnungen und Positionierungen. Jetzt fragen wir uns: „Wann sind wir hand­lungs­fähig? Könnten Selbstbezeichnungen auch hand­lungs­un­fähig machen?“

    Wir möchten außerdem die unter­schied­lichen Gründe für Bezeichnungen Asiatisch-Deutscher Menschen beleuchten: Beispielsweise als Mittel poli­ti­scher Bündnisse, als eigene Identitätszuschreibung, als Werkzeug, um ein „wir“ zu schaffen.

    Kommt vorbei und tauscht mit uns Erfahrungen sowie Einstellungen aus. Lasst uns Wege besprechen, um „Asiancy“ zu erlangen sowie anti-asiatischem Rassismus ent­gegen zu treten.

    Wir möchten mit VaryAsians einen Austauschraum bieten, um bestär­kende Aspekte von Selbtszuschreibungen in den Fokus zu nehmen, aber auch den Druck nehmen, sich zwingend irgendwie in eine Kategorie ein­ordnen zu müssen.

    Wir freuen uns sehr auf euch! 

    Sue & Maria

    PS: Wir sind uns bewusst, dass VaryAsians ein flie­ßender Prozess ist, in dem es kein Richtig und Falsch gibt. Gerne möchten wir deshalb mit Euch in Austausch treten und laden Euch herzlich ein, mit uns diesen Salon zu gestalten.

    ⚡️ Wann: Mittwoch, 20.09.2023, 19–21 h Uhr
    ⚡️ Wo: Online auf Zoom (Link kommt per Email)
    ⚡️ Wer: korientation-Mitglieder mit Bezügen zu Asien (Möchtest du Mitglied werden? Link zur Seite 😊)
    ⚡️ Sprache: Deutsche Lautsprache
    ⚡️ Anmeldung [geschlossen]

    BlogProjekt RADARVeranstaltungenWorkshop

    Ein Angebot für Asians in der politischen Bildungsarbeit

    Sa. 04. & So. 05. November 2023 im aquarium am Südblock Berlin

    Wie sieht poli­tische Bildungsarbeit aus kolo­nia­lis­mus­kri­ti­scher Perspektive aus? Was haben Identität und Selbstzuschreibungen mit Kolonialismus zu tun? Wie können wir Praxen in der poli­ti­schen Bildungsarbeit schaffen und aus­bauen, die auf Solidarität mit anderen ras­si­fi­zierten und mar­gi­na­li­sierten Communities basieren und auf Augenhöhe mit Menschen arbeiten, die nicht ras­si­fi­ziert werden? Welche Werkzeuge und Strategien brauchen wir, um den Mythos der Vorzeigeminderheit auf­zu­decken und aktiv gegen das Teile-und-Herrsche-Prinzip vor­zu­gehen? Auf welche Art und Weise ver­mitteln wir Wissen in den Lernräumen, die wir kre­ieren? Und wie kann ein gemein­samer Austausch aus­sehen, in dem wir uns in Selbstkritik und Verantwortungsübername in unserer Praxis üben?

    Das Projekt RADAR von kori­en­tation lädt Anfang Anfang November Aktive aus der poli­ti­schen Bildungsarbeit zu einer zwei-tägigen Zukunftswerkstatt in Berlin ein. Wir werden gemeinsam diesen Fragen nach­gehen und dabei immer wieder die Verbindung zur Reflektion über Kolonialität bei­be­halten. Wir freuen uns auf euch!

    Ihr könnt euch bis zum 17.09.2023 anmelden.
    Zum Anmeldeformular kommt ihr weiter unten.

    Einen Rückblick auf die Zukunftswerkstatt, die in Köln stattfand, findet ihr hier.

    Ziele

    • Reflexion über Identitätskonstruktionen und eigene Verbindung zu ihnen
    • Selbstkritischer Blick auf die eigene Praxis der poli­ti­schen Bildungsarbeit
    • Methodenentwicklung zur Thematisierung vom Mythos Vorzeigeminderheit
    • Erkundung von Notwendigkeiten und Möglichkeiten zur Solidarisierung mit ver­schie­denen Positionierungen 
    • Materialsammlung für eine kri­tische, deko­lo­niale poli­tische Bildungsarbeit mit Schwerpunkten auf ver­schiedene asia­tische Diasporen entwickeln


    Programm

    Samstag 04.11.Sonntag 05.11.
    10.00 – 11.30
    Uhr
    Ankommen, Kennenlernen,
    Thematische Einführung

    Thematischer Input zur Verbindung von kri­ti­schen Perspektiven auf poli­tische Bildung und wieso kolo­ni­al­kri­tische Perspektiven aus­schlag­gebend für das Netzwerktreffen sind.
    Ankommen und Open Space

    Möglichkeit Bedürfnisorientierte Spaces zu gestalten.


    11.45 – 13.30Block 1
    Selbstzuschreibung und Identität

    „Ich fühl mich so zwi­schen zwei Stühlen hin- und her­ge­rissen.“
    Wir wollen wissen, wie diese Stühle gebaut werden und wieso Menschen sich so fühlen, als müssten sie einen guten Stuhl für sich finden.


    Block 3
    Mythos Vorzeigeminderheit

    Gemeinsam Strategien finden, den Mythos zu the­ma­ti­sieren & auf­zu­decken, wie er die realen Gewalterfahrungen unsichtbar macht, aber auch ver­sucht Asians als Schachfiguren weißer Vorherrschaft ein­zu­setzen. Nicht mit Uns.


    Pause
    15.00- 16.45Block 2
    Community-übergreifende Solidarität

    Bildungsräume schaffen, die posi­tio­niert arbeiten und sich gleich­zeitig in Solidarität mit anderen Positionierungen treffen.
    Block 4
    Intervisions- und Reflexionsräume auf­bauen


    Praxisübung zu kol­le­gialer Fallberatung und Aufbau eines regel­mä­ßigen Intervisionstreffens. Austausch zu Räumen der (Selbst-)Kritik und Verantwortungsübernahme.
    Pause
    17.00- 17.30Abschluss und Ausblick Tag 2Abschluss
    Optionales gemein­sames Abendessen


    Ressourcen nach Themenblöcken

    Im Laufe der Zukunftswerkstatt werden wir die Themenblöcke behandeln und die Ressourcen darauf unter­suchen, inwiefern sie mit Theorien, Praktiken und Verständnissen zusam­men­hängen, die gewaltsam durch Kolonialismus eta­bliert wurden.

    Diese Liste wird sich immer weiter mit Ressourcen füllen.

    Allgemein

    Block 1: Selbstzuschreibung und Identität

    Block 2: Community-übergreifende Solidarität

    Block 3: Mythos Vorzeigeminderheit

    Block 4: Feedback, (Selbst-)Kritik und Reflexion


    Für wen ist die Zukunftswerkstatt

    Sie richtet sich an in der poli­ti­schen Bildungsarbeit aktive BIPoC, die Bezüge zu Nord-/Süd-/Ost-/Südost-/Vorder- oder Zentralasien stra­te­gisch für sich wählen (können), um ihre viel­fäl­tigen Lebensrealitäten sichtbar zu machen und Fragen von Rassismus und anderen Ausschlüssen aus einer spe­zi­fi­schen Perspektive soli­da­risch anzu­sprechen.
    > Wenn Du Zweifel hast und nicht weißt, ob diese Selbstbezeichnung für Dich funk­tio­niert oder ob Du dich dar­unter wie­der­findest, melde Dich gerne bei uns und wir sprechen darüber!

    Anmeldungen

    Ihr könnt Euch bis zum 17.09.2023 für die Zukunftswerkstatt in Berlin anmelden.

    Falls mehr Anmeldungen ein­gehen, als wir Plätze ver­geben können, wählen wir nach the­ma­ti­schen Überschneidungen mit der Praxis der poli­ti­schen Bildungsarbeit und Wohngebiet aus.

    Die Anmeldungen sind geschlossen.

    Unterkunft und Anfahrt

    Die Anfahrtskosten können über­nommen werden. Schlafplätze können wir leider nicht stellen, und werden daher eine selbst­or­ga­ni­sierte Schlafplatzbörse anbieten.

    Barrierenabbau

    • Hinkommen: Die Zukunftswerkstatt wird im aquarium im Südblock in Berlin-Kreuzberg statt­finden. Die nächsten Bus- & U‑Bahnhaltestellen (Kottbusser Tor, Aufzug vor­handen) sind ca. 5 Minuten zu Fuß ent­fernt. Falls du einen Parkplatz direkt am aquarium benö­tigst, gib das bitte in der Anmeldung an oder schreib uns eine Mail.
    • Reinkommen: Es gibt eben­erdige Eingänge und Toiletten. Die Zukunftswerkstatt ist umsonst.
    • Klarkommen: Wir werden am Anfang eine Accessibility Need Runde (Bedürfnisrunde zu Zugänglichkeit & Barrieren) machen, in der alle ihre Bedürfnisse äußern können, um gut an der Zukunftswerkstatt teil­nehmen zu können.
    • Corona: Wir werden uns alle an beiden Morgen auf Covid selbst­testen. Weitere Hygieneabstimmungen können wir gemeinsam treffen.

    Schreib uns auch gerne im Vorhinein und teil uns mit, was du brauchst, um gut am Treffen teil­nehmen zu können.


    Kontakt
    Falls ihr Fragen oder Unsicherheiten bzgl. der Zukunftswerkstatt habt, kon­tak­tiert uns sehr gerne!
    Team: radar(at)korientation.de 
    Cuso Ehrich: cuso.ehrich(at)korientation.de
    akiko rive: akiko.rive(at)korientation.de



    Credits
    Illustration RADAR Logo: Sophia Brown 


    RADAR ist ein Projekt des kori­en­tation e.V.

    Gefördert von der Bundeszentrale für poli­tische Bildung

    Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung der BpB dar.
    Für inhalt­liche Aussagen tragen die Autor*innen die Verantwortung.

    RAA Berlin Region Nord-Nordwest

    AllgemeinStellenausschreibungVerein

    kori­en­tation feiert den 15. Geburtstag und ver­an­staltet vom 20. bis 27.05.2023 ein Festival unter dem Titel „zu(sammen)künfte” mit Ausstellung, Party, Workshops, Talks & Panels, Filmscreenings sowie Vernetzungsmöglichkeiten. Für die Durchführung sowie Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen suchen wir eine tat­kräftige Unterstützung!

    kori­en­tation. Netzwerk für Asiatisch-Deutsche Perspektiven e.V. ist eine Selbstorganisation und ein
    Netzwerk von Asiatischen Deutschen und Asiat*innen in Deutsch­land mit einem gesell­schafts­kri­ti­schen Blick auf Kultur, Medien und Politik. Das Ziel ist es, viel­fältige Lebenswirklichkeiten in Deutschland bewusst und sichtbar zu machen und damit Rassismus entgegenzuwirken.

    Wir suchen kurz­fristig für 2 Monate eine Person als


    Support für Festivaldurchführung
    40%-Stelle in Anlehnung an TVöD-Bund E7‑1
    für den Zeitraum vom 17.04. bis 16.06.2023 (Absprache möglich)

    Bewerbungsfrist: 09.04.2023
    Bewerbung per Email an: info@korientation.de
    Hast Du Fragen? Melde Dich bei uns, auch gern per Email.

    Wir laden ins­be­sondere BPoC mit Bezügen zu Asien (gemeint ist Süd‑, West‑, Nord‑, Südost‑, Ost- und Zentralasien) und inter­sek­tio­nalen Identitäten ein, sich zu bewerben.

    Zu Deinen Aufgaben gehören

    • Unterstützung beim Auf- und Abbau der Ausstellung
    • Unterstützung bei Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungsräume für Veranstaltungen
    • Unterstützung beim Veranstaltungsmanagement (z.B. Bestellungen, Organisation von Materialien, Transporte u.ä., Betreuung von Teilnehmenden, Springer*in für anfal­lende Aufgaben allgemein)
    • Aufsicht, Ein- und Auslass für Ausstellungsräume und Veranstaltungen
    • Übernahme von Schichten während des Festivals wie zum Beispiel für Ausstellungsführungen, Getränkeverkauf oder Büchertisch
    • Festivaldokumentation (ins­be­sondere Fotos)

    Das wün­schen wir uns von Dir

    • Zeitliche Flexibilität und Verfügbarkeit im Kernzeitraum des Festivals 15.05.2023–01.06.2023
    • Erfahrungen im Bereich Veranstaltungsorganisation
    • Hohes Maß an Teamfähigkeit
    • Lust und Bereitschaft, überall mit anzu­packen und auch mal einen Transporter durch Berlin zu fahren
    • Kommunikatives, freund­liches und dis­kri­mi­nie­rungs­sen­sibles Auftreten
    • Identifikation mit den Kernzielen des Vereins
    • Pragmatische, eigen­ver­ant­wort­liche Arbeitsweise und hohe Zuverlässigkeit
    • Führerschein Klasse B
    • Fotographische Erfahrung / Spaß an Fotographie von Vorteil

    Was Dich bei uns erwartet

    • Umfang 40%-Stelle (rd. 15,5 Wochenstunden) in Anlehnung an TVöD-Bund E7, Stufe 1
    • Absprachen möglich ob Teilzeit, Midi-Job, Werkstudent*innen-Vertrag
    • Vertragsbeginn ab 17.04.2023 bzw. zum nächst­mög­lichen Zeitpunkt. Die Stelle ist befristet auf 2 Monate ab Vertragsbeginn
    • Flexible, bedarfs­ori­en­tierte Arbeitszeiten; während des Kernzeitraums des Festivals wird eine Anwesenheit vor Ort jedoch erwartet
    • Zusammenarbeit mit einem kleinen, enga­gierten Büroteam sowie ehren­amtlich Aktiven
    • Teilnahme an den Veranstaltungen des Festivals

    Wir freuen uns auf Deine Bewerbung

    Du iden­ti­fi­zierst dich als Asiatische-Deutsch, asiatisch-diasporisch oder BPoC mit Bezug zu (Süd‑, Ost‑, West‑, Nord‑, Zentral- oder Südost-)Asien? Dann schick uns Deine Bewerbung aus­schließlich in elek­tro­ni­scher Form per E‑Mail mit:

    • Anschreiben mit Motivation (gerne mit Angabe des bevor­zugten Pronomens)
    • Lebenslauf ohne Foto

    Wir laden ins­be­sondere BPoC mit Bezügen zu Asien (gemeint ist Süd‑, West‑, Nord‑, Südost‑, Ost- und Zentralasien) und inter­sek­tio­nalen Identitäten ein, sich zu bewerben.

    E‑Mail an: info@korientation.de

    Bewerbungsfrist: 09.04.2023

    Bewerbungsgespräche: in der Woche vom 10.04.2023 (wird zeitnah per Email mitgeteilt)

    KONTAKT

    kori­en­tation e.V.
    Rosenthaler Str. 39
    10178 Berlin

    www.korientation.de

    Instagram, Twitter, TikTok, Facebook: @korientation

    Hier findest Du die Ausschreibung als pdf zum Download

    VeranstaltungenVerein

    Wir gehen in die dritte Runde unserer Salonreihe VaryAsians für korientation-Mitglieder, diesmal mit unseren Vorstandsmitgliedern Maria Nguyen und Sue Glaeser als Hosts. 

    Diesmal geht es um das Thema: Asian Enough?

    Wann ist jemand Asiatisch genug? Wir möchten über Eure Erfahrungen und Einstellungen zu dieser Fragesprechen. Viele Asiatisch-Deutsche Menschen kommen aus einer Familie mit­einem „weiß deutschen“-Elternteil oder wurden in eine „weiß deutsche“ Familie adoptiert. 

    Die Frage „Woher kommst du?“ ist daher sehr komplex und tricky. Sie kann besonders triggern und Verletzlichkeiten her­vor­rufen, da die eigene Positionierung nicht leicht fällt. Welche Erfahrungen habt ihr mit eurer eigenen Positionierung gemacht? Sprecht ihr mit eurer Familie über Rassismus, Herkunft und den Umgangdamit? 

    Mitglieder mit unter­schied­lichen BPoC-Elternteilen sind sehr will­kommen. Und natürlich laden wir auch alle anderen Mitglieder ein, an dem Austausch teil­zu­nehmen.
    Ihr könnt auch gerne noch schnell Mitglied werden. ^^
    Wir freuen uns sehr auf euch! Maria & Sue

    Wann: Donnerstag, 20.04.2023 um 19 Uhr per Zoom
    Für wen: Vereinsmitglieder von kori­en­tation. Wer Mitglied werden möchte, findet alle Infos und das Antragsformular hier.
    Anmeldung: Bitte meldet Euch über das Anmeldeforumar unten an.
    Sprache: Deutsche Lautsprache

      BlogFilmKulturProjekt MEGAVeranstaltungenVereinWorkshop

      kori­en­tation ist dieses Jahr 15 Jahre alt geworden! 

      Wir feiern das mit einem 7‑tägigen Festival vom 20.–27. Mai 2023 in Berlin mit einer Ausstellung, Party, Workshops, Talks, Filmscreenings und Meet-ups unter dem Thema: zu(sammen)künfte! Das Festival ist für uns ein Anlass, um zusam­men­zu­kommen und Grundlagen für Verbindungen und Vernetzungen zu schaffen, aus denen etwas für die Zukunft erwachsen kann.

      In der Ausstellung planen wir drei Spaces:

      1) kori­en­tation – History-Space
      2) kori­en­tation – NOW!-Space
      3) Vernetzungs-Space für Asiatisch-Deutsche Akteur*innen

      Die Ausstellungsräume sind gleich­zeitig auch unsere Veranstaltungsräume und der zen­trale Treffpunkt während des Festivals.

      Galleriebesichtigung Ausstellungsräume im neurotitan © korientation
      Besichtigung der Ausstellungsräume, Galerie neu­ro­titan © korientation

      Open Call für den Vernetzungs-Space

      Wir möchten Euch dazu ein­laden, Euch und Eure Gruppen/Initiativen/Kollektive/Projekte in unserer Ausstellung vom 20.–27.05.2023 im Vernetzungs-Space vor­zu­stellen. Der Ausstellungsbeitrag erfolgt in Form eines Posters. Optional können kleinere Objekte oder auch mediale Beiträge, aller­dings nur nach Absprache, mit aus­ge­stellt werden.

      Der Vernetzungs-Space ist Bestandteil einer Ausstellung, in der wir kori­en­tation und die Arbeit des Vereins vor­stellen möchten. Gleichzeitig ist es uns wichtig, weitere Akteur*innen vor­zu­stellen und darauf zu ver­weisen, dass kori­en­tation nur ein Teil einer viel grö­ßeren, viel­fäl­tigen Asiatisch-Deutschen Community und Bewegung ist.

      Für Wen ist der Open Call?

      Dieser Open Call richtet sich an alle Einzelpersonen, selbst­or­ga­ni­sierte Gruppen, Kollektive und Initiativen aus ganz Deutschland, die sich
      1) als Asiatisch-Deutsch*, post­mi­gran­tisch und anti­ras­sis­tisch posi­tio­nieren und
      2) basis­ak­ti­vis­tisch, künst­le­risch, kulturell-medial, in der Politischen Bildung, wis­sen­schaftlich oder auf andere Weise mit gesell­schaft­lichen Verhältnissen auseinandersetzen. 

      Wir freuen uns, von Euch zu hören! 

      *Asiatisch-Deutsch ver­stehen wir als ein poli­ti­sches soli­da­ri­sches Label mit dem viel­fältige Lebensrealitäten sichtbar gemacht und Fragen von Rassismus und anderen Ausschlüssen aus einer spe­zi­fi­schen Perspektive soli­da­risch ange­sprochen werden. Wir möchten mit anderen Worten alle ras­si­fi­zierten Menschen ansprechen, die Bezüge zu Nord-/Süd-/Ost-/West-/Südost-/Vorder- oder Zentralasien haben. 

      Was brauchen wir von Euch?

      Schickt uns bitte die fol­genden Infos über das Formular weiter unten.

      • Selbstbeschreibung (max. 300 Wörter)
      • Information zu wei­teren Ausstellungsbeiträgen neben Selbstbeschreibung (optional)
      • Ansprechperson für die weitere Kontaktaufnahme mit Kontaktdaten

      Falls Ihr Probleme mit dem Formular habt, könnt Ihr auch eine Email an aus­stellung AT korientation.de schicken.

      Einsendungsfrist: 02. April 2023

      Wir melden uns bei einer Zusage mit kon­kreten Details für die Ausstellungsbeteiligung vor­aus­sichtlich um den 07.04.2023.

      Wir behalten uns vor, eine Auswahl unter den Einsendungen zu treffen, da wir natürlich nur beschränkt Platz haben. Unsere maß­geb­lichen Kriterien richten sich nach der Beschreibung „Für Wen ist der Open Call.

      Kontakt

      Habt Ihr Fragen, dann meldet Euch gern per Email an: aus­stellung AT korientation.de

      OpenCall Formular – Teilnahme am Vernetzungs-Space

        BlogMedienkritikVerein

        Am 16.02.2023 erschien im Lokalteil der Süddeutschen Zeitung der Artikel „Die fal­schen Chinesen zu Dietfurt“ von Lisa Schnell. Für diesen Artikel wurde sehr kurz­fristig der kori­en­tation e.V. um ein Interview ange­fragt und durch unser Mitglied Dr. Kien Nghi Ha beant­wortet. Diese Berichterstattung zeigt lehr­buch­artig auf, wie weite Teile der deut­schen Medien wei­terhin mit ras­sis­ti­schen Phänomenen sowie ras­sis­mus­kri­ti­schen Ansätzen umgehen. – womit sich auch der fol­gende Kommentar unseres Vorstandstandmitglied Su-Ran Sichling beschäftigt, der auch als Offener Brief an die Redaktion der SZ geschickt wird.
        Der SZ-Artikel ver­schwand kurz nach seiner Veröffentlichung hinter einer Paywall. 

        Beobachtungen zu wiederkehrenden Argumentationsmustern in deutschen Medien

        Äußern sich weiße Journalist*innen deut­scher Medien über ras­sis­tische Phänomene – seien es Debatten um ras­sis­tische Sprache in Kinderbüchern oder umstrittene Karnevalspraktiken wie im Artikel „Die fal­schen Chinesen von Dietfurt“ von Lisa Schnell – zeigen sich die immer gleichen Argumentationsmuster. Dass dabei jour­na­lis­tische Genauigkeit auf der Strecke bleiben, ist leider ebenso oft zu beobachten.

        Dieser Kommentar möchte nicht erneut beur­teilen, ob in Dietfurt ras­sis­tische Stereotype repro­du­ziert werden. Vielmehr möchte er die medialen Argumentationsmuster in den Blick nehmen, die bemer­kenswert oft zu beob­achten sind, wenn deutsche (weiße) Medien sich zu Rassismuskritik äußern.

        Zuerst – so der popu­lis­tische Fahrplan der Journalist*innen – müssen gesell­schaft­liche Fronten gezogen werden: Zwischen denen, die lachen und das alles nicht so ernst nehmen (müssen) und all den anderen – die Schreiberin Lisa Schnell weiß anscheinend selbst nicht so genau, wer über­haupt etwas gegen den „Riesenspaß eines Chinesenfaschings“ haben könne: Vielleicht, so ver­mutet die Schreiberin, ließen sie sich unter den größten gemein­samen Nenner des Gendersternchens sub­su­mieren. Gerne werden in Artikeln zu Rassismusvorwürfen alle poli­ti­schen Kämpfe um Feminismus, Gendergerechtigkeit, Antisemitismus und Antirassismus[1] in einen Topf geworfen. Dabei geht es mit­nichten darum, den Kritiker*innen mehr Gewicht oder Stimme zu geben – vielmehr sollen die spe­zi­fi­schen Forderungen der ein­zelnen Kämpfe ent­kräftet werden. So genau will es eine weiße Dominanzgesellschaft aber auch nicht wissen, worum im Einzelnen gekämpft wird. Des Öfteren werden hier auch Begrifflichkeiten ver­wechselt, um dann in Folge, Praktiken der weißen Mehrheitsgesellschaft doch positiv inter­pre­tieren zu können, wie es bei­spiels­weise Ewald Hetrodt in seinem Artikel „Die Angst vor dem schwarzen Mann“[2] vor­nimmt. Hier wird „Blackfacing“ ersetzt durch den Begriff der kul­tu­rellen Aneignung, der – laut Hetrodt – eine stärkere Differenzierung erlaubt, um dann in Folge auch ver­meintlich positive Beispiele von kul­tu­reller Aneignung zu nennen. Was „Blackfacing“ mit kul­tu­reller Aneignung zu tun hat, erschließt sich der Schreiberin dieses Artikels aller­dings nicht.

        Leider kann sich die Schreiberin Schnell nicht einer gewissen Parteilichkeit ver­wehren. Interviewpartner*innen wie der Kultur- und Politikwissenschaftler Kien Nghi Ha werden als größt­mög­liche Krach[-macher] ange­kündigt, denen man aber zu Beginn des Artikels dann lieber doch nicht das Wort geben möchte. „Angemessen“ – so der Artikel – ist es dann eher, zuerst einen Befürworter des Karnevals sprechen zu lassen. Neben der par­tei­ischen Wortwahl hat Schnell aber auch eine grund­le­gende Sache miss­ver­standen: Geht es der weißen Mehrheit bei Rassismusfragen meist darum, die eigene Meinung gelten zu lassen und dass man sich laut Autorin einfach „an einen Tisch setzen sollte“, so stellt sich bei Angehörigen einer dis­kri­mi­nierten Minderheit oft die Frage nach Rassismus als struk­tu­relles Problem. Oft würden sich von Rassismus betroffene Menschen lieber über das Phänomen Rassismus äußern als über per­sön­liche Erfahrungen. Einer weißen Mehrheit ist es anscheinend aber auch nach gedul­digem Erklären (Kien Nghi Ha hat es bewun­derns­werter Weise wieder einmal ver­sucht) nicht möglich nach­zu­voll­ziehen, dass die Benachteiligung in Deutschlands Institutionen, Gesetzen, Schulen und Behördenroutinen pas­siert. Und dass dahinter oft keine indi­vi­duelle, böse Absicht stecken muss, sich also Jede*r immer wieder ver­si­chern kann, dass man ja selbst niemals ras­sis­tisch handeln würde.

        Noah Sow schreibt in diesem Zusammenhang, dass weiße Deutsche von Geburt an u.a. das Privileg haben, jede andere Kultur nach­äffen oder sich in Teilen aneignen zu können. Dass sie auch bestimmen dürfen, inwiefern die Errungenschaften und Meinungen aller Menschen, die nicht weiß sind, zählen.

        Der Artikel von Lisa Schnell offenbart einmal wieder die abwer­tenden medialen Praktiken, die die bestehenden Hierarchien und sozio­kul­tu­rellen Ausschlüsse ver­fes­tigen. Kien Nghi Ha kommt an einer anderen Stelle zu dem Schluss, dass auf­grund dieser weißen medialen Deutungshoheit vielen Menschen mit einer Migrationsbiographie öffent­liche Sichtbarkeit ver­wehrt bleibt. Zwar werden sie mitt­ler­weile gerne von Journalist*innen inter­viewt, aber nur um den humor­losen „Krachmacher*innen“ mit einer Gegenstimme – dem „einzig echten Chinesen von Dietfurt“ – im Nachgang zu beweisen, dass das, was man tut, in keinem Fall ras­sis­tisch ist. Dass sich aller­dings zu allem und jedem immer eine Stimme (die, even­tuell auch sozial, öko­no­misch etc. abhängig ist von der Mehrheitsmeinung) finden lässt, um die Kritik an der Sache zu ent­kräften, dürfte eigentlich klar sein.

        Dass Artikel dieser Art durch die Gegenüberstellung gesell­schaft­licher Fronten oft sehr bewusst einen Aufschrei („…und sie wird wieder los­gehen, die Debatte um den Dietfurter „Chinesenfasching“) pro­vo­zieren wollen, um somit Aufmerksamkeit zu gene­rieren, scheint anscheinend in Krisenzeiten von Printmedien immer wieder das heils­ver­spre­chende Mittel gegen eine schwin­dende Leser*innenschaft. Journalist*innen dieser Medien gehen hier von tra­genden Teilen der Gesellschaft aus, die mehr­heitlich weiß ist. Die, so Hetrodt in oben genanntem Artikel, „regis­trieren, dass das Normale plötzlich skan­da­li­siert und das Vertraute aus dem öffent­lichen Leben gedrängt wird“. Weiter sagt er: „Und sie [die tra­genden Teile der Gesellschaft, Anm.] schauen auf das Bild, das im öffent­lichen Diskurs von dem Staat gezeichnet wird, den sie mit­tragen und mitfinanzieren.“ 

        Hier zeigt sich, dass Medien ein bestimmtes Weltbild kon­stru­ieren und damit auch ver­bundene Normen- und Wertesysteme. Doch: In einer Gesellschaft in der mitt­ler­weile beinahe 30 % der Menschen einen soge­nannten Migrationshintergrund[3] haben (Tendenz steigend) stellt sich die Frage: Welche medial dar­ge­stellte Welt bleibt also heute noch für den Großteil der Menschen nach­voll­ziehbar? Und: Wer sind die tra­genden Teile der Gesellschaft?

        Die Autorin Su-Ran Sichling ist Vorstandsmitglied des kori­en­tation e.V.


        [1] Siehe auch der Artikel „Die kleine Hexenjagd“ von Ulrich Greiner, in: Die ZEIT, 17.01.2013, https://www.zeit.de/2013/04/Kinderbuch-Sprache-Politisch-Korrekt?

        [2] Siehe auch der Artikel „Die Angst vor dem schwarzen Mann.“ von Ewald Hetrodt, in: Die FAS, 19.02.2023, https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/blackfacing-an-karneval-mohr-bei-fastnacht-in-hessen-18686690.html

        [3] 2021 lebten in Deutschland rund 22,6 Millionen Menschen mit einem soge­nannten Migrationshintergrund – das ent­spricht 27,5 Prozent der Bevölkerung (2020 lag der Anteil bei 26,7 Prozent), Quelle: Statistisches Bundesamt.

        VeranstaltungenVerein

        Mit dem Beginn des neuen (gre­go­ria­ni­schen) Jahres geht auch unser digi­taler Salon in die zweite Runde. Nach einem fan­tas­ti­schen Auftakt freuen wir uns, Euch dieses Mal unter dem Titel „Let’s make it SouthAsian for everyone!“ ein­laden zu dürfen. Eure Hosts werden die Vorstandsmitglieder Manik Chander und Sarah Naqvi sein. Eingeladen sind alle kori­en­tation Mitglieder (oder die, die es noch werden wollen und sich gern last minute anmelden können).

        Wichtig: Es sind alle ein­ge­laden zu dem Salon und nicht nur South Asians. Als Netzwerk für Asiatisch-Deutsche Perspektiven ist es uns wichtig, eine gemeinsame Plattform für alle zu sein, die sich als Asiatisch-Deutsch ver­stehen und auch Veranstaltungen anzu­bieten, bei denen wir von­ein­ander lernen.

        Während es beim letzten Mal um gene­relle Eigenbezeichnungen, Hürden und Empowerments ging, wollen wir dieses Mal den Fokus auf Südasien richten. Damit ver­kleinern wir zwar den geo­gra­phi­schen Fokus, aber sicher nicht die Komplexität. Wir wollen mit Euch über Eure Erfahrungen sprechen: Wie geht für Euch das Asiatisch/Deutsch- und Südasiatisch-Sein zusammen? Welche Bezüge habt Ihr zu dem Konzept Asien und der (süd)asiatischen Community (von welcher Community sprechen wir über­haupt)? Wo liegen die Wurzeln dieser Konzepte und was hat es mit Desi auf sich? 

        Wir kommen mit ein paar Ideen zu Euch in den Salon, sind aber vor allem gespannt auf Eure Erfahrungen und Input und lassen den wei­teren Verlauf des Abends davon inspirieren. 

        Wir sind uns bewusst, dass dies ein flie­ßender Prozess ist, in dem es kein Richtig und Falsch gibt. Gerne möchten wir deshalb mit Euch in Austausch treten und laden Euch herzlich ein, mit uns diesen Salon zu gestalten.

        Wann: Di. 31.01.2023 um 19 Uhr per Zoom
        Für wen: Vereinsmitglieder von kori­en­tation. Wer Mitglied werden möchte, findet alle Infos und das Antragsformular hier unter MITGLIEDSCHAFT.

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