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Liebe korientation-Mitglieder, liebe Freund*innen,

wir hoffen, Ihr konntet 2020 mit all seinen her­aus­for­dernden, hof­fentlich aber auch mit einigen schönen Momenten hinter Euch lassen. Gemeinsam mit Thea und Thủy-Tiên, die den neuen kori­en­tation Podcast „The Bubbly Ts“ hosten, haben wir passend zum Jahreswechsel unsere Themen der ver­gan­genen 12 Monate Revue pas­sieren lassen – weiter unten im Newsletter ver­raten wir Euch, wo Ihr Euch alle Folgen des Podcasts anhören könnt. 🙃

Und statt langer ein­füh­render Worte kommen wir damit auch direkt zu den zahl­reichen News für das neue Jahr aus dem korientation-Kosmos.

Sina & das MEGA-Team

Ihr findet uns auch auf Facebook, auf Twitter und auf Instagram.

PS: Headerbild ©Hân Lê, siehe mehr von ihren Arbeiten unter https://tnhanle.cargo.site


AUS DEM VEREIN 

Mitgliederversammlung und 🙌🏽 neuer Vorstand 🙌🏽

Am 5. Dezember fand unsere all­jährige Mitgliederversammlung plus Vorstandnachwahl statt. Wir möchte uns an dieser Stelle nochmal bei den ehe­ma­ligen Vorstandspersonen Thao Nguyen, Liên Grützmacher und Thao Ho für all die Energie und Euer Engagement in den letzten Jahren danken, mit dem Ihr die kori­en­tation Welt bunter gemacht habt. 🙏

Vor allem aber freuen wir uns all­den­je­nigen, die nicht an der Mitgliederversammlung teil­nehmen konnten unseren neuen Vorstand vor­zu­stellen: ✨ Neben Sun-Ju Choi werden uns ab jetzt Lizza May David und Jeasuthan Nageswaran mit ihren Perspektiven berei­chern. ✨ Damit Ihr wisst mit wem Ihr es zu tun habt, hier noch ein paar Worte zu den beiden:

Jeasuthan posi­tio­niert sich als Person of Color, ist in Berlin geboren und hat tami­lische Wurzeln. Als Pädagoge und Diversity-Trainer arbeitet er im Bereich der poli­ti­schen Bildungsarbeit. Seine Schwerpunkte sind Migration, Rassismuskritik und Erlebnispädagogik. Bei kori­en­tation möchte er vor allem einen Fokus darauf legen, wie com­mu­ni­ty­über­grei­fende Solidarität unter Asiat:innen mit unter­schied­lichen Bezügen und auch in der BIPoC-Community ins­gesamt prak­tisch aus­sehen kann.
 
Lizza
ist Künstlerin (Berlin/Manila) mit den Schwerpunkten Malerei und visuelle Medien. Sie arbeitet zu Themen im Kontext der phil­ip­pi­ni­schen Diaspora. In ihren Werken bezieht sie sich auf Archive und Politiken der Bild- und Wissensproduktion. Ihre Arbeiten wurden in den letzten Jahren u.a. in Berlin, London, Seoul und Manila gezeigt und umfassen Ausstellungen, Installationen, Screenings und Performances. Mehr zu Lizzas Arbeiten findet Ihr auf www.lizzamaydavid.com.

­Videomitschnitt zur digitalen Panelveranstaltung „In the Name Of“ – Diskussion zu Begriffen und Positionierungen der Asiatisch-Deutschen Communities

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die Veranstaltungsankündigung im Juni letzten Jahres oder wart sogar selber eine der knapp 100 Personen, die sich innerhalb weniger Tage dafür ange­meldet und teil­ge­nommen haben.

Sun-Ju vom kori­en­tation Vorstand hat mit Saraya Gomis von Each One Teach One (EOTO) e.V., Noa K. Ha, jetzt DeZIM und Saboura M. Naqshband vom Kollektiv Berlin Muslim Feminists (BMF) über Fragen wie „Wie reden wir selbst über uns und über die Phänomene von Rassismus?“ „Wie wird über uns gesprochen?“ „Wo bzw. wie posi­tio­nieren wir uns?“ dis­ku­tiert. Moderiert wurde die Veranstaltung von Seehofers BFF Ferda Ataman von den ndo, mit denen wir das Panel gemeinsam ver­an­staltet haben. 

Das Video plus Transkription findet Ihr nun auf www.korientation.de/in-the-name-of. Wir hoffen die Diskussion zum kom­plexen Thema Selbstbezeichnungen dieses Jahr in ähn­lichen Formaten weiterzuführen.

Inputs zu Rassismus gegen südost-/ostasiatisch gelesene Menschen – Wo wir waren und wo Ihr uns in der nächsten Zeit finden könnt

Mit dem Ausbruch der Pandemie ist das Thema anti-asiatischer Rassismus (bzw. spe­zi­fi­scher: Rassismus gegen südost-/ostasiatisch gelesene Menschen) immer mehr an die Oberfläche gerückt. Nicht nur wir, sondern auch viele andere Organisationen, die sich in der Antidiskriminierungsarbeit enga­gieren haben dabei gemerkt, dass in diesem Bereich noch sehr viel Wissen und Auseinandersetzung fehlt.

So ist es gekommen, dass wir im letzten und auch aktu­ellen Jahr (digital) viel unterwegs waren und Inputs gegeben haben, u.a. bei der Demokratiekonferenz 2020 „Tiefe Strukturen von Rassismen erkennen und was wir dagegen tun können“ der Partnerschaft für Demokratie für Friedrichshain-Kreuzberg, der Fach- und Jubiläumstagung von Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. (IDA), beim AK Migration vom Sozialministerium in Thüringen und kürzlich beim Fachgespräch „Diskriminierung im Zusammenhang mit der Corona-Krise“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Weitere Veranstaltungen, zu denen wir mit unseren Perspektiven bei­tragen werden:

  • 6. März 2021, 21–23 Uhr: „Confronting COVID-19 racism: Asian Diaspora Organizing and Transnational Solidarity“,
    den Link zur Veranstaltung bekommt Ihr von Kimiko über kimiko at korientation.de

(Internationale) Wochen gegen Rassismus 2021

  • 17. März in Karlsruhe
  • 26. März in Freiburg
  • In der Woche vom 22.–26. März in Krefeld
  • In der Woche vom 17.–22. Mai in Würzburg 

MEDIENAKTIVISMUS

korientation proudly presents „The Bubbly Ts“ – den Podcast von und mit dem Medienaktivismus-Team

Der Podcast „The Bubbly Ts“ ist ein ehren­amtlich durch­ge­führtes Projekt, das aus der AG Medienaktivismus des Vereins ent­standen ist und beschäftigt sich mit Themen über Medien, Kultur und Politik aus Asiatisch-Deutschen Perspektiven – manchmal mit, manchmal ohne Gäst:innen. Gehostet wird der Podcast von Thea Suh – Musikwissenschaftlerin, Projektmanagerin in einer Werbeagentur und Ownerin des Podcast DonnaSori – und Thủy-Tiên Nguyễn, eine queere Asiatische Deutsche und Viet-Deutsche Aktivistin, freie (Tanz-)Theaterpädagogin und Lehramtsstudentin. Als Teil des „The Bubbly Ts“-Redaktionsteams sind außerdem Sandy und Victoria am Podcast beteiligt.

Der Podcast geht übrigens bereits in die zweite Staffel, denn – noch eine gute Nachricht – in der ersten Staffel sind noch mal alle Beiträge vom #AsianGermanFestival nach­hörbar. Mehr Infos und alle bis­he­rigen Folgen findet Ihr auf www.korientation.de/the-bubbly-ts-podcast und https://kite.link/korientation.

Twitter Takeover zum Lunar New Year

Aktuell findet unser von Thea Suh inni­tierter und vom Medienaktivismus-Team umge­setzter Twitter Takeover statt. Die Autorin, Stand-up-Comedian, uner­müd­liche Kämpferin gegen Rassismus 🙌🏽Jasmina Kuhnke🙌🏽 aka @ebonyplusirony aka @quattromilf ist so krass soli­da­risch und leiht uns bis zum Lunar New Year am 12. Februar ihren Twitter Account und hilft uns Asiatisch-Deutsche Perspektiven zu boosten.

Supportet Jasmina mit Eurer Follower:innenschaft, denn jeder Like für Black Content ist ein Like gegen rechte Hater (und von denen hat sie defi­nitiv zu viele an der Backe)! Und checkt auf jeden Fall die viel­sei­tigen Beiträge, die nach unserem Call for Content aus der Community ein­ge­reicht wurden, es lohnt sich!

#LunarGER #AsiatschDeutsch #asi­an­re­pre­sen­tation


Was geht bei MEGA

Empowermentpflanze
Illustration by PATU

Nachdem wir unser Arbeitsjahr am 19. Dezember mit unserem Online Seminar zu anti-asiatischem Rassismus abge­schlossen haben, geht es in diesem Jahr mit wei­teren MEGA Aktivitäten weiter – hof­fentlich nicht aus­schließlich digital, sondern bei schönem Wetter viel­leicht auch mal draußen.
 
Geplant sind mehrere Vernetzungstreffen, ein digi­taler Podcast Workshop (vor­aus­sichtlich im März), ein Kurzfilmscreening beim CLINCH Festival in Hannover (vor­aus­sichtlich am 22.+23. Mai), ein Seminar zu lebens­ge­schicht­lichen Interviews in Hamburg, ein Veranstaltungsformat zum Thema Gender und Asiatisch-Deutschsein, ein Kurzfilm Workshop in Berlin, ein Veranstaltungsformat zum Thema Erinnerungskultur und Gedenken an 30 Jahre Hoyerswerda (vor­aus­sichtlich im September, zusammen mit dem Museum FHXB) und mehr.
 
Wir werden Euch selbst­ver­ständlich über Newsletter, Website und unsere Social Media Kanäle über die kon­kreten Termine auf dem Laufenden halten – also stay tuned!


BEMERKENSWERT

Asiatisch-Deutsche Perspektiven in Film, TV, Kunst und Kultur

  • Artikel „Zachs Geheimtipps zur neuen asia­tisch deut­schen Repräsentation im Film“
  • Webserie DRUCK: Die Serie richtet sich an 14- bis 20-Jährige und bedient alle wich­tigen Themen dieser prä­genden Lebensphase: die erste Liebe, Freundschaften mit allen Höhen und Tiefen, den Leistungsdruck in der Schule, Outings, die zuneh­mende Abgrenzung von der Familie, Mobbing und vieles mehr.
  • Asiatisch-Deutsche Repräsentation beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2021: JACKFRUIT/Thùy Trang Nguyễn, TALA’VISION/ Murad Abu Eisheh, ECHO (YANKI)/Hazal Kara, BA HAM/Shahab Habibi, MEIN VIETNAM/Thi Hien Mai, Tim Ellrich.
  • RESIST! Die Kunst des Widerstands: Die Ausstellung beleuchtet 500 Jahre anti­ko­lo­nialen Widerstand im Globalen Süden und erzählt über kolo­niale Unterdrückung und ihre Auswirkungen bis heute.
  • Artist Talk / Online / Performance (26.–28. Februar): „Home Away From Home erzählt von der glo­balen Dimension von Arbeitsmigration und trans­kul­tu­reller Realität, berichtet von Zerrissenheit und struk­tu­reller Gewalt, ergründet gleich­zeitig aber auch über­grei­fende, mensch­liche Kategorien von Heimat, Identität und Glück.
  • Online Screenings PARS PRO TOTO by peer to space: Pars Pro Toto is peer to space’s online series show­casing video art works which focus on very per­sonal stories nar­rated by the artist or by the prot­agonist. The works are embedded in a the­matic context of cul­tural, social, poli­tical, or envi­ron­mental issues. A new ite­ration focusing on a further topic will be released quarterly. 

Podcasts

  • Acca Pillai: Über tami­lische Kultur, Tradition und was dahinter steckt.
  • Hamam Talk: Im Hamam-Talk-Podcast quat­schen Sarah und Linda alle drei Wochen über Identität, Politik, Kultur, Sexualität, Rassismus – kurz: einfach über alles was unsere Gesellschaft gerade bewegt.
  • Anti-was? Dîlan spricht mit ihren Gäst:innen über Antifaschismus, Antirassismus, den kur­di­schen Freiheitskampf und vieles mehr.
  • X3 Podcast: Der erste Podcast zum Thema Russlanddeutsche und zur Postsowjet-Community in Deutschland und ein Produkt des X3 Kollektivs, bestehend aus Helena Melikov, Julia Boxler und Ani Menua.
  • Yvonne kom­men­tiert: Yvonne ist chi­ne­sische Deutsche und kom­men­tiert ihre Rassismuserfahrungen in Deutschland.
  • Bin ich süß­sauer? Ein Interviewpodcast mit queeren asia­ti­schen Personen in Deutschland.
  • Maangai – let s talk ! – Was bedeutet es Südasiatisch und queer im deutsch­spra­chigen Raum zu sein? (vor­aus­sicht­liche Veröffentlichung der ersten Folge im März 2021 – über die üblicher Podcastplattformen) 

Bleibt mit uns in Kontakt und schreibt uns, wenn Ihr Ideen und Anregungen für unsere Arbeit habt oder etwas in unseren Newsletter auf­nehmen lassen wollt!

Den nächsten Newsletter gibt’s dann Anfang nächsten Monat und ein wenig später dann auch auf dieser Webseite!

BlogInterviewsKultur

Bild: From the serial „Who is Mai Ling?” (Performance, public inter­vention | 2019 ) © Mai Ling

In dieser Interviewreihe stellen wir euch kurz (post)migrantische Selbstorganisationen vor, mit denen uns poli­tische Arbeitsansätze, Inhalte und Ziele ver­binden. Wir haben fest­ge­stellt, dass die ver­schie­denen lokalen Netzwerke und Initiativen oftmals nichts von­ein­ander wissen. Diese Reihe ist ein kleiner Beitrag zur Sichtbarmachung der (post)migrantischen Vielfalt. Je nach Sprachpräferenzen der Interviewpartner*innen werden die Interviews auf Deutsch oder Englisch durch­ge­führt. Wir freuen uns, euch dieses Mal das Kollektiv Mai Ling aus Wien vorzustellen.

1. How and why did you start the Mai Ling Collective? Which inspi­ration keeps you going?

Mai Ling 1: The founding of the asso­ciation MAI LING began with the idea and eagerness to exchange with Asian migrants living in Vienna. Many female Asians were expressing their dif­fi­culties living in Austria — that was often a matter of sur­vival. Although all migrants face racism in their day-to-day lives, Asian women also expe­rience sexism. The com­bi­nation of racism and sexism made it harder for us to live here. 

Last year, I wanted to interview Asian migrants about their lives so I asked Mika, a friend and member of Mai Ling, if she was inte­rested in orga­nising a meeting with all Asian artists that she knew of and were living here. Before the meeting, we didn’t have in mind that we would find an asso­ciation and artist coll­ective, however, after our first meeting, we rea­lised the necessity of for­ma­lising our com­mitment to regu­larly gather and exchange. From then onwards, we founded Mai Ling, an artist coll­ective and asso­ciation with the focus on Asian women living in Austria. 

The artist coll­ective aimed to make our exis­tence visible by fos­tering the reco­gnition of our voices. As I men­tioned before, Asian, female and LGBTQ com­mu­nities face an inter­sec­tional layer of racism, sexism, homo­phobia and other forms of pre­ju­dices in their daily lives. Unfortunately the know­ledge about us is insuf­fi­cient and is often repre­sented through white lenses. For this reason, the con­di­tions, nar­ra­tives, chal­lenges and embodied expe­ri­ences are not taken into con­side­ration. This is because struc­tu­rally, we are excluded from the main­stream dis­course and we lack plat­forms for repre­sen­tation. My biggest moti­vation for working as a member of Mai Ling is to find an outlet for my anger and frus­tra­tions when it comes to day-to-day racism and sexism.

Mai Ling 2: When we first founded Mai Ling, we had our first public event <Who is Mai Ling?>, during which we dealt with the cha­racter Mai Ling as no one knew who she was — she is me, she is us, but also not. My name isn’t Mai Ling. The crossing of iden­tities and the self-denial of Mai Ling inspired us and the way we worked as diverse artists and rese­ar­chers in the cul­tural scene. 

Many of us were seriously aware of the chal­lenges living as an Asian woman in Europe. We knew from our expe­ri­ences that the voice of one person is often for­gotten and that is why we chose to use the complex figure Mai Ling. She is a figure whose identity is con­stantly in flux and being redefined.

2. How would you translate/transfer the „speaking“ or „talking back“ of Mai Ling into your everyday life?

Mai Ling 1: After I started to work as Mai Ling, I stopped per­so­na­lising the racist/sexist expe­ri­ences I had as I knew it hap­pened to Asian females in one form or another. We had created a space where we felt safe and understood. At the same time, I felt a sense of kinship with Asians and we wanted to show our soli­darity with each other.

Mai Ling 2: Mai Ling is the name of our artist collective/association and natu­rally, all our art­works are signed under this name. We decided to do this because Mai Ling in Gerhard Polt’s sketch sym­bo­lised a figure that crossed over various Asian countries and thus cul­tural ste­reo­types. As a group with members from dif­ferent East Asian countries, we wanted to reclaim the figure of Mai Ling and give her our own voice. 

The anonymity of Mai Ling also lends us certain power to be radical and, at the same time, we can hide behind a figure whose identity is con­stantly being rede­fined. With many members of Mai Ling being first gene­ration migrants, anonymity also acts as a form of pro­tection so that our acti­vistic work does not clash with existing bureau­cratic challenges.

3. How did your life change since the corona-virus media debates started?

Mai Ling 1: My first lan­guage is neither German nor English and, for this reason, I received rela­tively scarce infor­mation about the Covid-19 deve­lo­p­ments. But I am already expe­ri­encing the effects of the Covid-19 media debates. Although there is racism and sexism in my daily life in Vienna, I never had to be afraid to go outside. Since Covid-19, I pre­ferred to not go outside, not because of the fear of infection, but rather, the reac­tions from strangers whenever they saw me. 

Mai Ling 2: My daily life didn’t dra­ma­ti­cally change since Covid-19. There was already racism and pre­judice towards Asian people before this crisis. However, Covid-19 media debates made racism more visible and we wit­nessed more hate speeches towards Asian people. It felt like a social threat.

Mai Ling 3: I became hyper-sensitised to my sur­roun­dings and espe­cially towards the “white gaze”. Although the gaze is some­thing I expe­ri­enced already before Covid-19, this time it was more severe and it also escalated into looks of disgust. Different forms of micro­ag­gres­sions escalated and it is exhausting to have to go about our daily lives with the alertness in mind that we might be racially attacked for looking “Asian”.

It is also exhausting to see our­selves through the eyes of others. My identity is con­stantly being ques­tioned and defined by the people around me. Living in Europe stripped me from my ability to just be me, because I was con­stantly being defined by those around me and the way those chose to see me.

4. Do you have any new upcoming pro­jects you would like to tell kori­en­tation & friends about?

Mai Ling 1: A cooking project with Migrant Kitchen in Vienna and we will show our audio and video works in the Fluctoplasma fes­tival in October. Next year, we plan to have an exhi­bition in VBKÖ.

Mai Ling 2: I am looking forward to the exhi­bition that we are going to organize next year. The exhi­bition was planned for February 2021, but that will pro­bably be post­poned. We will work both as an artist and as a curator. I am very excited and curious about how this exhi­bition will turn out and show our per­spec­tives as Mai Ling.

More about MAI LING: https://www.mai-ling.org/


Kultur

v o i c e m a i l #4: weiter…aber wie?

PLEASE LEAVE A MESSAGE AFTER THE TONE..beeeepppp..

VOICEMAIL ist eine Spoken Word, Comedy und Musik Veranstaltungsreihe, die Menschen mit asia­ti­schem Background eine Bühne bietet. Asiatische Menschen in Deutschland werden nicht nur oft über­sehen oder „unsichtbar gemacht“, sondern auch überhört. Bei VOICEMAIL haben asia­tische Menschen des­wegen die Möglichkeit ‚auf’s Band zu sprechen‘, um ihre Erfahrungen, Gefühle und Geschichten zu teilen. Drei Formate (Text, Performance, Standup-Comedy) sollen ver­schiedene Ausdrucksmöglichkeiten bieten – und für Abwechslung sorgen!

Bei VOICEMAIL stehen diese Themen im Vordergrund: „asia­tische Identität“ (was ist ‚asia­tisch‘? Wer „darf“ sich als asia­tisch iden­ti­fi­zieren? Wer wird reprä­sen­tiert?), Aufenthaltsrecht (Staatsbürgerschaft, Künstler*innen-Visum, Studierendenvisum etc.), Aktivismus, Rassismuserfahrungen, mental health, Sexualität, Dating, Generationskonflikte. Heavy heavy but it will be fun! Versprochen!

Das anschlie­ßende Open Mic ist offen für alle BPOC (Black and People of Color).

VOICEMAIL is a spoken word, comedy and music event that pro­vides a stage for people of Asian descent (which is NOT rest­ricted to East/ South East Asia) in Germany.
Open Stage is open to all BPOC.

LINE UP
Arpana Aisha Berndt
Kevin Groen
Marie Yan
Moni Zhang
Turke Chini
Jade Green River

Sprache: Englisch und Deutsch
Flüsterübersetzung.
Veranstaltungsraum ist barrierefrei.
Food will be pro­vided by Rice is Life !

Banner Design: thao h.

Kultur

VOICEMAIL is a spoken word, comedy and per­for­mance event that pro­vides a stage for people of Asian descent in Germany.

WARNING: This event does not deliver cus­to­mised cherry blossom haiku, fortune cookie wisdom, chinanood­le­boxed fairy­tales nor does it aim to enforce sin­gular per­spec­tives on Asian cul­tures or (German) Asian identities.

The event and its Open Mic are open to everyone but we will espe­cially give space to Black and People of Color (esp. people of Asian descent). We DO NOT tolerate racist, homo­phobic or sexist content and behaviour.

Lineup:
Sina (Spoken Word)
Seoyoung (Performance)
Sailesh (Spoken Word)
Mazyar (Spoken Word)
Marisa (Comedy)
Kartini (Spoken Word)

Location:
Aquarium (Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin)
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Catering by Rice Is Life
Banner design by Vicky Truong
KulturVeranstaltungen

Please leave a message after the tone…BEEEEP.

…Hey.
It’s me, your ste­reo­ty­pical favourite Asian person, timid and shy. I know it’s been a while but I’ve been busy selling…flowers and china noodle boxes, doing nails…and serving smiles. It’s your SUPER (EAST) ASIA. You never pick up your phone and won’t listen to my thoughts, stories or opinion but instead render them unim­portant. I’m fed up. Here is a message for you, so listen…

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VOICEMAIL is an event that aims to provide a stage for people of Asian descent in Germany to share their wri­tings, stories and music. Asian German voices are often silenced and ren­dered unim­portant in German society. However, the plu­rality of our beings, opi­nions and stories is pre­cious – and is to be taken seriously. So here it is, Asian peepz, the ans­wering machine…Please leave a message after the tone – we will be here to LISTEN.

Further, each VOICEMAIL event is accom­panied by a writing workshop. Anyone who wants to perform their new work on stage may do so right after the workshop. We would like to enforce an atmo­sphere where people feel com­for­table to share their stories by also pro­viding the necessary tools through a small workshop!

WARNING: This event DOES NOT deliver cus­to­mised cherry blossom haiku, fortune cookie wisdom, chi­n­a­boxed fairy­tales nor does it aim to enforce sin­gular per­spec­tives on Asian cul­tures (remember: Asia is a con­tinent) or Asian (German) identities.

The event, its Open Mic and work­shops are open to everyone but we will espe­cially give space to Black and people of color (esp. people of Asian descent). We DO NOT tolerate racist, homo­phobic or sexist content and behaviour.

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[deutsch]

Bitte hin­ter­lassen Sie eine Nachricht nach dem Signalton…BEEEEP.

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…Hey.
Hier ist dein >Lieblingsasiate<, zurück­haltend und schüchtern. Ich weiß, es ist schon ’ne Weile her, dass ich mich gemeldet habe, aber ich hatte viel zu tun. Musste Blumen und Chinanudelboxen ver­kaufen, Nägel machen…und tag­täglich Leuten mein freund­liches Lächeln ser­vieren. Dein SUPER (EAST) ASIA halt. Naja, du gehst nicht ans Telefon ran – wie immer – willst meine Gedanken, Geschichten und Meinungen nicht hören, findest sie unwichtig. ES REICHT! Hier ist ’ne Nachricht für dich. Also hör mir zu…

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VOICEMAIL ist eine Veranstaltungsreihe, die besonders asia­ti­schen Menschen in Deutschland eine Bühne bieten möchte, wo sie ihre Geschichten, Gedanken und Musik teilen können. Menschen mit asia­ti­scher Herkunft werden nicht nur gerne über­sehen, sondern auch überhört, sodass nur fremd­be­stimmte Definitionen unserer Identitäten in der deut­schen Gesellschaft ver­breitet sind. Jedoch ist jede ein­zelne Geschichte wichtig und wertvoll: auch DEINE! Also asian peepz: Hier ist der Anrufbeantworter. Bitte hin­ter­lasst eine Nachricht nach dem Signalton – wir sind hier und hören euch zu.

Zu jedem VOICEMAIL Event gehört ein Spoken Word Workshop. Jede*r Teilnehmer*in hat die Möglichkeit Texte, die während des Workshops ent­standen sind, auf der Bühne zu prä­sen­tieren. Bei der Veranstaltung geht es ganz klar ums >ZUHÖREN<.

WARNING: Diese Veranstaltung wird keine Kirschblütenblätter Haikus, Glückskeks-Weisheiten oder an den „west­lichen Gaumen“ ange­passte Märchen liefern. Auch eine sin­guläre Definition von „asia­ti­scher Kultur“ (Erinnerung: Asien ist ein Kontinent) und asiatisch(-deutschen) Identitäten werden hier KEINEN Platz finden.

Die Veranstaltung, das Open Mic und die Workshops sind offen für alle. Allerdings werden Black people und People of Color (esp. Menschen, die sich mit dem Begriff >asia­tisch< iden­ti­fi­zieren) bevorzugt.

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LineUp:
tba!
Location:
Aquarium (Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin)
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I am not a fortune cookie
KulturVeranstaltungen

Um was geht es bei der Veranstaltung „I am not a fortune cookie“?

Die Veranstaltung möchte ein Bewusstsein über die Folgen von Rassismus, Sexismus, Fetischisierung und kul­tu­reller Aneignung schaffen, die Minderheiten – in diesem Fall spe­zi­fisch asia­tisch gelesene Menschen – all­täglich erleben.
Die Veranstaltung beinhaltet ein Gespräch zwi­schen zwei Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen, ein Video über ste­reo­ty­pische Bilder asia­tisch gele­sener Frauen* von Kristina Wong, Performances von Shanti Suki Osman und kate-hers RHEE, eine inter­aktive Kunstinstallation in Kooperation mit kate-hers RHEE sowie Performances von VJ-Künstler*innen und DJs of Color.

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