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Inzwischen gibt es zahl­reiche Berichte über die Umstrukturierung des Förderprogramms Demokratie leben!. In diesem Beitrag möchten wir aus­führ­licher ein­ordnen, wie das Programm ent­standen ist, wie wir diese Veränderungen ver­stehen, welche Folgen die Umstrukturierungen haben und nicht zuletzt, dass wir den Umbau als einen Teil auto­ri­tärer, gesell­schaft­licher Umbrüche kri­ti­sieren und wie wir aktiv werden können.

Wenn ihr euch in aller Kürze über das Wichtigste infor­mieren wollt, lest unseren Beitrag „Warum der radikale Umbau von Demokratie leben! die Zukunft von kori­en­tation gefährdet“. Außerdem haben wir eine Chronik und einen Überblick aus Perspektive von kori­en­tation ver­öf­fent­licht. Dort sind unsere ver­schie­denen Beiträge, Veröffentlichungen und Aktivitäten zu den Entwicklungen auf­ge­führt und eingeordnet.

Veröffentlicht am 28.05.2026, zuletzt aktua­li­siert am 01.06.2026

Die Entstehung des Bundesprogramms Demokratie leben!

Demokratie leben! wurde 2014 vom damals SPD geführten Familienministerium als Präventionsprogramm kon­zi­piert. Damit sollten zivil­ge­sell­schaft­liche Projekte gefördert werden, die sich für Demokratie und gegen jede Form von Extremismus einsetzen.

Bei der Entwicklung von Demokratie leben! standen vor allem die Gefahren durch rechts­extreme Orientierungen und Handlungen im Fokus. Ihr zugrunde lag die Forderung des 2. NSU-Untersuchungsausschusses nach einer „Neuordnung der Förderung zivil­ge­sell­schaft­lichen Engagements gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus“, die „für Verlässlichkeit sorgt und Planungssicherheit bietet“.

Hintergrund waren die Aufdeckung und die Prozesse rund um die Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU). Über einen Zeitraum von 13 Jahren ermordete die rechts­extreme Terrorgruppe min­destens neun Migranten – Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat – sowie die Polizistin Michèle Kiesewetter.

Der damalige Deutsche Bundestag – also alle Bundestagsfraktionen unter der CDU/CSU und SPD Regierungskoalition – beschloss diese Forderung ein­stimmig. Auch weitere Maßnahmen zur Stärkung zivil­ge­sell­schaft­licher Strukturen sollten umge­setzt werden, etwa in der Opferberatung, Ausstiegsberatung, Aufklärungsarbeit, Sensibilisierung und poli­ti­schen Bildung.

Angekündigte und zurück­ge­nommene Kürzungen in der zweiten Förderperiode

Trotz der beschlos­senen Handlungsempfehlungen und der Entscheidung von Familienministerin Giffey (SPD), das Programm 2018 zu ent­fristen, sollte Demokratie leben! 2020 um 8 Millionen Euro gekürzt werden. Es folgten massive Proteste und Kritik von betrof­fenen Trägern und Fachverbänden.

Wendepunkt war schließlich der anti­se­mi­tische und rechts­extreme Anschlag auf die Synagoge in Halle im Oktober 2019, bei dem der rechts­extreme Täter zwei Menschen, Jana Lange und Kevin Schwarze, ermordete. Bereits einige Monate zuvor hatte ein wei­terer Rechtsextremist den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) ermordet. Als Reaktion auf den Anschlag in Halle wurden die geplanten Kürzungen zurück­ge­zogen und Demokratie leben! um den Schwerpunkt „Vielfaltsgestaltung“ erweitert.

2023 wurde das Fördervolumen des Bundesprogramms auf ins­gesamt 182 Millionen Euro erhöht. Dazwischen lagen die ras­sis­ti­schen und rechts­extremen Morde in Hanau an Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Gökhan Gültekin, Said Nesar Hashemi, Hamza Kurtović und Ferhat Unvar. Ibrahim Akkuş, ein Überlebender des Anschlags, ver­starb im Januar 2026 an den Spätfolgen seiner Schussverletzungen.

Förderperiode 3: Übernahme des Familienministeriums durch die CDU und Umbau von Demokratie leben!

Mittlerweile besteht Demokratie leben! in seiner dritten Förderperiode, aus­ge­stattet mit einem Fördervolumen von 191 Millionen Euro – das sind 0,04 % im Bundeshaushalt.

Im April 2024 wurden zivil­ge­sell­schaft­liche Akteure aus den Bereichen Demokratieförderung, Vielfaltsgestaltung und Extremismusprävention auf­ge­rufen, sich für die neue Förderperiode zu bewerben. Möglich waren Bewerbungen unter anderem als Kooperationsverbund zur „Entwicklung einer bun­des­zen­tralen Infrastruktur“ oder als Fachorganisation mit einem „Innovationsprojekt“. Für das Themenfeld „Vielfaltgestaltung“ wurden dezi­diert spe­zi­fische Rassismusphänomene benannt, dar­unter zum ersten Mal anti-asiatischer Rassismus.

Für die Entwicklung einer bun­des­zen­tralen Infrastruktur wurde zunächst ein Förderzeitraum von vier Jahren bis 2028 ange­kündigt. Diese zivil­ge­sell­schaft­lichen Strukturen sollten in wei­teren vier Jahren, also bis 2032, bun­desweit „infra­struk­tu­relle Aufgaben der Kommunikation, Vernetzung, Qualitätsentwicklung, Interessenvertretung sowie des Wissenstransfers [erfüllen] und […] fach­po­li­tische Impulse [setzen]“1.

Mit dem Amtsantritt der neuen Bundesregierung am 6. Mai 2025 übernahm die CDU das Familienministerium. Auch das Programm Demokratie leben! erhielt mit Familienministerin Karin Prien, Staatssekretär Ingo Behnel, in dessen Zuständigkeitsbereich die Abteilung Demokratie und Engagement fällt, sowie dessen Abteilungsleiterin Honey Deihimi eine neue Hausleitung.

Zwar wurde im Mai 2025 ein Kennenlerntermin mit der neuen Leitung des BMBFSFJ und den geför­derten Kooperationsverbünden ange­kündigt, dieser fand aber bis heute nicht statt. Stattdessen wandte sich Staatssekretär Behnel im Oktober 2025 mit einem Schreiben an alle geför­derten Projekte, in dem er Schwerpunktänderungen des Programms ab 2027 ange­kün­digte. Zwei Wochen später wurden alle Träger darüber infor­miert, dass sie jährlich durch das Haber-Verfahren vom Geheimdienst über­prüft werden. Das gilt auch für Zweit- und Letztempfänger.

Der Kennenlerntermin der Kooperationsverbünde mit der neuen Abteilungsleiterin Deihimi, zu dem am Jahresanfang 2026 ein­ge­laden wurde, wurde kurz­fristig zweimal ver­schoben. Er fand schließlich am 20. März als Informationsgespräch über das vor­zeitige Auslaufen der Projekte zur Entwicklung einer bun­des­zen­tralen Infrastruktur zum Ende des Jahres statt.

Am selben Tag berichtete die WELT, die im Axel-Springer-Verlag erscheint, dass Familienministerin Prien das Bundesprogramm grund­legend umbauen werde und über 200 Projekte ab Jahresende keine Förderung mehr erhalten sollen.

Die Träger der geför­derten Innovationsprojekte wurden offi­ziell erst am 26. März infor­miert, bei ihrer „Informationsveranstaltung“ mit Abteilungsleiterin Deihimi. Von ihrem vor­zei­tigen Förder-Aus erfuhren sie also zuerst aus den Medien.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Kommunikation der Hausleitung mit den Trägern auf ein­seitige Ankündigungen beschränkt. Anfragen zu Grußworten und ähn­lichem z.B. des Kooperationsverbunds gegen Rassismus an die Familienministerin wurden bisher ignoriert.

Themensetzung und mei­nungs­len­kende Darstellung des Umbaus von Demokratie leben!

Als Argumente für das vor­zeitige Auslaufen der Förderung für die Innovationsprojekte und Kooperationsverbünde zur Entwicklung einer bun­des­zen­tralen Infrastruktur gab die Familienministerin an:

  • Programmziele würden nicht oder nicht nach­haltig erreicht
  • Das Verhältnis vom Mitteleinsatz und Ergebnis stimme nicht
  • gesell­schaft­liche Herausforderungen würden nicht oder nicht aus­rei­chend abgebildet
  • Programmziele, Zielgruppen und Instrumente seien „diffus“
  • sie sähe Vielfalt nicht als staat­liches Förderziel
  • es sei der Eindruck ent­standen, dass das Programm eine Ausrichtung hat, die eher in das links­li­berale Milieu hineinreicht.

Zudem ent­wertete Familienministerin Prien die jahr­zehn­telang ent­wi­ckelte Fachexpertise der geför­derten Träger und Projekte als „selbst­re­fe­ren­tiell“. Diese Aussagen traf Frau Prien wohl­ge­merkt, bevor offi­zielle Evaluationsergebnisse vor­liegen.

Wir betrachten es nicht als Zufall, dass sich Familienministerin Prien für ein Interview mit einem NGO-kritischen Medium ent­schieden hat, um ihren geplanten Umbau von Demokratie leben! öffentlich zu machen. In Verbindung mit den 551 Fragen im Rahmen einer „kleinen Anfrage“ der Union im ver­gan­genen Jahr, hin­ter­lassen die Veränderungen des Programms den Eindruck eines gezielten, par­tei­po­li­ti­schen Kahlschlags.

Es wundert uns auch nicht, dass dieser WELT-Artikel („Demokratie leben! – So reißt die Regierung das Ruder bei der NGO‑Förderung herum“) ver­kürzte und irre­füh­rende Beschreibungen des Programms ent­hielt. Neben unzu­tref­fenden oder sug­ges­tiven Aussagen über Förderlogik und Mittelverwendung, wurden geför­derte Träger pau­schal als inof­fi­zi­elles par­tei­po­li­ti­sches Netzwerk dar­ge­stellt – und so rechte Narrative eines „NGO-Komplexes“ normalisiert.

Seitdem gab es eine Petition mit knapp 190.000 Unterschriften, eine Stellungnahme von über 140 Trägern aus der Demokratiearbeit, einen offenen Brief unter­schrieben von 1000 soli­da­ri­schen Unterzeichnenden, diverse Gesprächsrunden und Anschreiben aus den ver­schie­denen Kooperationsverbünden an das Familienministerium.

Unsere Perspektive als von Demokratie leben! geför­derte Organisation und Teil des Kooperationsverbunds gegen Rassismus

Aus Trägerperspektive stellt sich die Frage, auf welcher Grundlage die von der Familienministerin pau­schal vor­ge­brachten Aussagen zur feh­lenden Zielerreichung, dem Verhältnis von Mitteleinsatz und Ergebnissen, Programmzielen und Zielgruppen getroffen wurden.

Die lau­fende Evaluation der Kooperationsverbünde zur Entwicklung der bun­des­zen­tralen Infrastrukturen wurde im Mai 2025 gestartet und für einen Zeitraum von vier Jahren angesetzt.

Ziele und Zielgruppen der geför­derten Projekte werden nicht mehr von den Trägern selbst for­mu­liert, sondern wurden ab 2025 vom Familienministerium vor­ge­geben und sollen von den jewei­ligen Kooperationsverbünden über den kom­pletten Förderzeitraum gemeinsam erreicht werden.

Währenddessen hat das Ministerium im letzten Jahr selbst gesetzte Termine zur jähr­lichen Bericht- und Antragstellung nicht ein­ge­halten. Fehlende Informationen, z.B. zum Einreichtermin für den Halbjahresbericht musste der Kooperationsverbund erfragen – nor­ma­ler­weise wird dieser Ende Juni fällig. Schließlich wurde er nach län­gerem Schweigen für das dritte Quartal ter­mi­niert und letzt­endlich mit Verspätung und einer drei­wö­chigen Frist in die zweite Oktoberwoche gelegt. 

Ähnlich unzu­ver­lässig verlief der Prozess zur Antragstellung für 2026. Über die tech­nische Fertigstellung des Antragsportals und die zwei­wö­chige Einreichfrist des Erstentwurfs wurde erst mit fünf Tagen Verpätung infor­miert. Finale Anträge konnten erst Ende November ein­ge­reicht werden, so dass die Bescheide für das Jahr 2026 teil­weise erst im Februar 2026 bei den Trägern ein­trafen. Diese mussten fast zwei Monate ohne Mittel und Bescheid über­brücken um ihre Arbeit sicherzustellen.

Aus Perspektive als Träger in einem Kooperationsverbund war das erste Förderjahr folglich geprägt von einer defi­zi­tären Kommunikationskultur, unklaren Informationen, einer man­gel­haften tech­ni­schen Infrastruktur und stän­digen Terminverschiebungen. Infolgedessen mussten die Projektträger geplante Maßnahmen unter deutlich ver­schlech­terten Arbeitsbedingungen durchführen.

Konsequenzen des Umbaus von Demokratie leben! für kori­en­tation und das Themenfeld Rassismuskritik

Mit dem vor­zei­tigen Auslaufen der Förderung des Kooperationsverbund gegen Rassismus ist klar, dass das ange­strebte Ziel der Strukturentwicklung im Themenfeld Rassismuskritik nicht wie in den ersten ein­einhalb Jahren der Zusammenarbeit geplant umge­setzt werden wird.

Für kori­en­tation als einer der wenigen Träger, die dezi­diert zum Thema anti-asiatischer Rassismus und dem Asiatisch-Deutschen Community-Building arbeitet, bedeutet das vor­zeitige Ende der Förderung konkret:

  1. Die von kori­en­tation 2025 begonnene Arbeit der Qualifizierung poli­ti­scher Bildner*innen zu anti-asiatischem Rassismus, das bun­des­weite Mapping sowie weitere Strukturaufbau- und Netzwerkaktivitäten für Asiatisch-Deutsche Communities-Akteur*innen laufen mitten in der Aufbauphase aus. Im ungüns­tigsten Szenario werden Bildungs- und Vernetzungsangebote von kori­en­tation nicht oder nur noch stark redu­ziert wei­ter­ge­führt. Erfahrungen, Wissen und Netzwerke gehen verloren.

  2. Gleiches gilt für die Aktivitäten des Kooperationsverbunds gegen Rassismus und für eine Vielzahl anderer Projekte und Träger: Maßnahmen, auf­ge­bautes Wissen und Vertrauen sowie erreichte Erfolge werden aus­ge­bremst. Durch den erzwun­genen Arbeitsabbruch werden bereits auf­ge­baute Strukturen und inves­tierte Mittel fak­tisch ver­schwendet, da ihre Wirkung nicht mehr rea­li­siert werden kann.

  3. Alle bei kori­en­tation ange­stellten Mitarbeitenden werden nach aktu­ellem Stand in 2027 nicht wei­ter­fi­nan­ziert. Diverse frei­be­ruflich und selbst­ständig arbei­tende Fachkräfte – von Workshopleitenden und poli­ti­schen Bildner*innen über Auftragnehmer*innen z.B. für Moderationen, die Bereitstellung tech­ni­scher Infrastruktur, Grafikdesign oder Veranstaltungsorte bis hin zur Lohnbuchhaltung – ver­lieren Einkommensquellen, wenn mehr als 200 Auftraggebende wegfallen.

  4. Angesichts der zu erwar­tenden stark anstei­genden Arbeitslosigkeit im Non-Profit Bereich werden qua­li­fi­zierte Fachkräfte in großem Umfang ihre finan­zielle Grundlage ver­lieren, einem hohen Konkurrenzdruck aus­ge­setzt sein und sich beruflich neu ori­en­tieren müssen.

  5. Es ist zu erwarten, dass die zivil­ge­sell­schaftlich getragene Arbeit in den Themenfeldern Rassismuskritik, Vielfaltsgestaltung, Extremismusprävention und Demokratieförderung ins­gesamt massiv abgebaut wird. Träger werden insolvent und bereits ohnehin unzu­rei­chend aus­ge­stattete Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für Menschen, die Diskriminierung und Gewalt erfahren, brechen weg. Schutz, Hilfe und Begleitung vul­nerabler Menschengruppen werden aus­ge­höhlt und die soziale Spaltung der Gesellschaft vorangetrieben. 

Einordnung in grö­ßeren Kontext Kürzungspolitik und auto­ritäre Wende

Zusammenfassend lässt sich fest­halten, dass die feh­lende Kommunikationsbereitschaft seitens des Ministeriums, die vor­eilige Beurteilung trotz aus­ste­hender Evaluationsergebnisse und die Überprüfung der Träger durch die Sicherheitsbehörden die Destabilisierung der zivil­ge­sell­schaft­lichen Strukturen in Deutschland zur Folge hat.

Als betrof­fener Verein sind wir aber nicht nur über die Auswirkungen für uns und unsere Zukunftsperspektive bestürzt. Der Umbau des Programms und das Misstrauen in den zivil­ge­sell­schaft­lichen Sektor findet inmitten eines all­ge­meinen Umbaus der Demokratie statt:

Förderpolitik wird zu einem will­kürlich ein­ge­setzten Instrument sowohl zur Kontrolle und Repression kri­ti­scher Zivilgesellschaft und anderer Akteure als auch der poli­tisch moti­vierten Lenkung von Ressourcen und Themensetzungen. Kürzungen im Kultur‑, Bildungs‑, Teilhabe- und Gesundheitsbereich stehen an der Tagesordnung. Dies geht einher mit einem Gegeneinander-Ausspielen von Zivilgesellschaft, Schulen und soge­nannten Regelstrukturen. Gleichzeitig haben wir es mit einer zuneh­menden Verschärfung von Migrationspolitik und der de facto Abschaffung des Grundrechts auf Asyl zu tun.

Wir kri­ti­sieren diese Entwicklungen scharf! Es geht uns darum, für die Zivilgesellschaft und demo­kra­ti­schen Rechte aller Menschen ein­zu­stehen. Sich für eine starke Zivilgesellschaft ein­zu­setzen ist ein Teil davon, sich für eine lebendige und viel­fältige Demokratie ein­zu­setzen. Dieser Einsatz muss vor allem vul­nerable Gruppen in den Mittelpunkt rücken, die gerade vehement durch struk­tu­relle Kürzungen in Notsituationen gebracht werden.

Was können wir tun?

Wir werden den Um- bzw. Rückbau von Demokratie leben!, den auto­ri­tären Angriffen auf Zivilgesellschaft und dem radi­kalen Sozialabbau nicht tatenlos zuzu­sehen und rufen alle dazu auf:

  1. Schafft Sichtbarkeit: Teilt diese und andere Informationen in euren Netzwerken und sprecht mit euren Freund*innen, Familien, Kolleg*innen usw. darüber, wie diese Kürzungen euch betreffen (werden), geht auf die Straße und zu Demonstrationen als Betroffene und als Verbündete.

  2. Macht poli­ti­schen Druck: Schreibt an die Abgeordneten eurer Wahlkreise, schildert ihnen, warum Projekte wie z.B. der Kooperationsverbund gegen Rassismus wichtig sind und fordert sie auf zum Einsatz gegen die Kürzungen bei Demokratie leben! – Hinweise zu Anschreiben an Abgeordnete findet Ihr hier.

  3. Vernetzt euch: Schaut, welche Projekte lokal betroffen sind, schließt euch exis­tie­renden Vernetzungsgruppen an, orga­ni­siert euch in Bündnissen, geht in Beziehung und stellt Kontakte her.

  4. Geht wählen: Informiert euch im Vorfeld darüber, wen ihr wirklich mit eurer Stimme unter­stützen möchtet. In diesem Jahr stehen im September noch drei Landtagswahlen an: Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin. Im nächsten Jahr geht es munter weiter.

  5. Unterstützt finan­ziell: Wenn ihr könnt, spendet selbst an Organisationen, die ihr wichtig findet oder leitet Infos zu Spendenmöglichkeiten an mög­lichst viele Menschen weiter. Für kleinere Vereine, auch für uns, kann im schlimmsten Fall jeder Euro dabei helfen, eine dro­hende Pleite so lange abzu­wenden, bis wir wieder andere Finanzierungsmöglichkeiten ein­werben können.

  6. Abonniert unseren Newsletter und bleibt mit uns in Kontakt – damit wir uns gegen­seitig erreichen können, wenn es in die Mobilisierung geht.

  7. Meldet Euch bei uns, wenn ihr lokal, kom­munal, auf Landes- oder Bundesebene poli­tisch aktiv seid und uns unter­stützen könnt, oder generell, wenn ihr Ideen habt, wie wir weiter ins Handeln kommen oder welche Informationen euch noch fehlen. 🙂

1 Förderaufruf im Programmbereich „Entwicklung einer bun­des­zen­tralen Infrastruktur“ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Förderzeitraum 2025–2032, Juli 2024

AllgemeinBlogPolitikVerbundprojekt

Wir haben in den letzten Wochen immer wieder auf die aktu­ellen Entwicklungen bei Demokratie leben! auf­merksam gemacht. In diesem Beitrag möchten wir kurz und nied­rig­schwellig erklären, was Demokratie leben! ist, was der „radikale Umbau“ von Demokratie leben! bedeutet und was das konkret mit kori­en­tation zu tun hat.

👉 Für einen aus­führ­li­cheren Bericht, unsere Erfahrungen der letzten ein­einhalb Jahre, eine Einordnung in einen grö­ßeren gesell­schafts­po­li­ti­schen Kontext und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit den ange­kün­digten Änderungen haben wir den Text „Der Rückbau des Förderprogramms Demokratie leben! – Wenn Kürzungspolitik und poli­tische Kontrolle der Zivilgesellschaft sich die Hand geben“ ver­fasst.

👉 Außerdem haben wir einen Überblick und eine Chronik aus der Perspektive von kori­en­tation erstellt. Dort sind unsere ver­schie­denen Beiträge, Veröffentlichungen und Aktivitäten zu den Entwicklungen auf­ge­führt und eingeordnet.

Veröffentlicht am 27.05.2026., zuletzt aktua­li­siert am 01.06.2026

Was ist „Demokratie leben!“?

Demokratie leben! ist ein Förderprogramm des Bundesfamilienministeriums, das 2015 gestartet wurde. Es ist nicht nur irgendein Förderprogramm, sondern das größte und wich­tigste Förderinstrument für gemein­nützige Organisationen, die gegen Rassismus, Antisemitismus, Extremismus und Radikalisierung sowie für Demokratieförderung arbeiten. Das Ministerium beschreibt das Programm so: „Es trägt damit zur Stärkung der Demokratie und zu einem fried­lichen, respekt­vollen Umgang bei, fördert Teilhabe und ermög­licht die Arbeit gegen jede Form von Demokratiefeindlichkeit.“

Demokratie leben!-Projekte gibt es deutsch­landweit, in jedem Bundesland, in großen und kleinen Städten und auf dem Land. Das Förderprogramm unter­stützt Hunderte von Projekten und sorgt dafür, dass zivil­ge­sell­schaft­liche Strukturen und Fachwissen auch dort auf­gebaut werden können, wo es weniger lokale Ressourcen und Unterstützung für die oben genannten Themenbereiche gibt. Das wird ins­be­sondere durch mehr­jährige Förderungen der soge­nannten „Innovationsprojekte“ (bun­des­weite Projekte von ein­zelnen Organisationen) und „Kooperationsverbünde“(Projektverbünde für den Aufbau von bun­des­zen­tralen Infrastrukturen) ermöglicht.

Radikaler Umbau von Demokratie leben!

Nach der Übernahme durch die CDU 2025 hat das Bundesfamilienministerium einen Umbau des Förderprogramms ange­kündigt, der derzeit in vollem Gange ist . Rund 200 Projekte sollen am Ende dieses Jahres aus­laufen. Mit anderen Worten: Sie werden vor­zeitig beendet, obwohl sie für min­destens vier Jahre bis 2028 geplant waren. Für die Kooperationsverbünde waren die Projektlaufzeiten sogar bis 2032 ausgeschrieben.

Die amtie­rende Familienministerin Karin Prien hat ein neues Ausschreibungsverfahren ange­kündigt, auf das sich Organisationen neu bewerben müssen. Selbst wenn die lau­fenden Projekte sich theo­re­tisch für die neue Förderung qua­li­fi­zieren würden, werden sie jetzt mit­tendrin abge­brochen und nicht wie geplant wei­ter­ge­führt. Auch die Kriterien sind wei­terhin unklar, das Ministerium hat noch immer keine neue Richtlinien für das Förderprogramm ver­öf­fent­licht. Klar ist nur, dass sich die the­ma­ti­schen Schwerpunkte ver­schieben sollen. Die Bereiche Innovationsprojekte sowie Kooperationsverbünde sollen in dem Zuge kom­plett gestrichen werden.

Was hat Demokratie leben! mit korientation zu tun?

kori­en­tation wird seit 2020 über Demokratie leben! gefördert. Vorher war kori­en­tation ein voll­ständig ehren­amt­licher Verein. Erst mit der Förderung unseres Projekts „MEGA – Media and Empowerment for German Asians“ durch Demokratie leben! haben wir zum ersten Mal ein haupt­amt­liches Team ange­stellt, das über fünf Jahre (bis 2024) für die Arbeit im Verein bezahlt wurde.

2025 haben wir eine weitere Förderung durch Demokratie leben! erhalten. In der Ausschreibung wurde anti-asiatischer Rassismus zum ersten Mal aus­drücklich benannt und als eigen­ständig zu bear­bei­tendes Themenfeld auf­ge­nommen. Als Teil des Projekts „Kooperationsverbund gegen Rassismus“ wird kori­en­tation nun mit seinem spe­zi­fi­schen Themenfokus gefördert und arbeitet mit sechs wei­teren Organisationen zusammen.

Der Kooperationsverbund und kori­en­tation haben ihre Projektarbeit auf der Grundlage der Ausschreibung und ent­spre­chend der mehr­jäh­rigen Laufzeit ein­ge­richtet und kon­zi­piert. Wir als kori­en­tation sind erst einmal ohnehin „nur“ von einer gesi­cherten Finanzierung bis 2028 aus­ge­gangen. Der Umbau von Demokratie leben! bedeutet, dass kori­en­tation als Verein über­ra­schend einer finan­zi­ellen Krise ent­ge­gen­blickt, weil die Förderung zwei Jahre früher beendet werden soll als von uns erwartet und sechs Jahre früher als durch das Programm selbst ursprünglich vorgesehen.

Es gibt kein anderes Förderprogramm mit diesem Umfang im Bereich Rassismus und Empowerment. Selbst wenn wir erfolg­reich andere Finanzierungen bean­tragen, ist es unrea­lis­tisch, dass wir die klaf­fende Lücke in so kurzer Zeit schließen.

Dies bedeutet im schlimmsten Fall:
1. Unser Team von 9 Personen wird sich auf­lösen.
2. Unsere Räume an den zwei Standorten Berlin und Köln müssen auf­ge­geben werden.
3. Die lau­fenden Aktivitäten zum Wissens‑, Struktur- und Netzwerkaufbau für die Asiatisch-Deutschen Communitys werden ein­ge­stellt.
4. Der Verein geht in ehren­amt­liche Strukturen zurück.

Unsere Situation ist nicht ein­malig. So wie uns geht es derzeit sehr vielen zivil­ge­sell­schaft­lichen Organisationen, deren Arbeit ab 2027 an vielen Orten deutsch­landweit gefährdet ist. 

Das muss uns allen große Sorge bereiten, weil der Umbau von Demokratie leben! nur ein Teil einer grö­ßeren gesell­schaft­lichen Entwicklung ist: Autoritäre rechte Kräfte gewinnen an Macht, sitzen in den Parlamenten und arbeiten gezielt und erfolg­reich daran, Zivilgesellschaft in der Breite zu schwächen.

Wie geht es weiter?

Wir arbeiten bis zum Ende des Jahres weiter an unseren geplanten Maßnahmen im Projekt.

Zusätzlich sind wir damit beschäftigt, mit unseren Kooperationspartnern, aber auch anderen Organisationen poli­tische Lobbyarbeit zu machen, in Bündnisse hin­ein­zu­gehen und Strategien zu ent­wi­ckeln, wie wir den Umbau von Demokratie leben! stoppen können.

Gleichzeitig ver­suchen wir, so gut es geht, uns für das nächste Jahr vor­zu­be­reiten. Dies bedeutet, neue Finanzierungsquellen zu finden, aber auch darüber nach­zu­denken, wie wir auch im Falle eines kom­pletten Finanzierungsausfalls soweit hand­lungs­fähig bleiben können, um die Basisarbeit fortzuführen.

Außerdem bitten wir euch: Werdet selbst aktiv! Zur Hilfestellung haben wir euch ein paar Handlungsempfehlungen zusammengetragen.


Links (werden laufend ergänzt)

Weiterführende Informationen

Recherchen zu Angriffen auf Zivilgesellschaft im Kontext von Demokratie leben!

Ausgewählte Medienberichte zu Demokratie leben!

Siehe auch: Umfänglicher Pressespiegel des Kooperationsverbunds KompRex – Rechtsextremismusprävention

AllgemeinBlogPolitikVerein

Wir haben uns – gemeinsam mit über 140 Trägern aus der Demokratiearbeit – in einer gemein­samen Stellungnahme an Familienministerin Karin Prien (CDU) gewendet. Wir kri­ti­sieren klar die 👉geplanten Umstrukturierungen des bun­des­weiten Förderprogramms Demokratie Leben!, das im Familienministerium ange­siedelt ist: Die ange­kün­digten Maßnahmen kämen in der Praxis mas­siven Kürzungen gleich und gefährden bewährte Strukturen der Präventions- und Bildungsarbeit. 


21. April 2026

Gemeinsame Stellungnahme der betroffenen Organisationen zu den geplanten Kürzungen im Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Karin Prien,

die aktuelle Debatte um das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ erfüllt uns, die betrof­fenen Träger, mit großer Sorge. Die ange­kün­digte „Umstrukturierung und Neuausrichtung“ stellt sich für uns in der Praxis als massive Kürzung dar – mit gra­vie­renden Folgen für die eta­blierten Strukturen, das Vertrauen und die Kooperationspartner in der Bildungsarbeit, in Verwaltungen und in wei­teren Regelstrukturen.

Diese Einschnitte erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem zen­trale Evaluationen noch aus­stehen. Politische Entscheidungen werden damit getroffen, bevor belastbare empi­rische Erkenntnisse über Wirkung und Weiterentwicklungsbedarf vor­liegen. Ein solches Vorgehen wider­spricht einer evi­denz­ba­sierten Politikgestaltung.

Wir erwarten zudem, dass die Auswahl und Förderung von Projekten auch künftig auf wis­sen­schaft­licher Evidenz und Evaluationen basiert und im Einklang mit den haus­halts­recht­lichen Vorgaben der Bundeshaushaltsordnung nach trans­pa­renten und sach­ge­rechten Kriterien erfolgt.

Als Träger mit lang­jäh­riger Erfahrung in der Arbeit für eine resi­liente Demokratie stehen wir aus­drücklich bereit, die Wirkung unserer Arbeit trans­parent zu eva­lu­ieren und das Programm gemeinsam wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Das ist im Übrigen seit vielen Jahren bereits Realität. Voraussetzung dafür ist jedoch ein ernst­ge­meinter Dialog auf Augenhöhe – nicht die Vorwegnahme von Ergebnissen und eine Vollbremsung mitten im Förderzeitraum.

Unsere Arbeit ist kein abs­traktes Förderziel, sondern kon­krete Praxis: Wir fördern demo­kra­tische Kompetenzen in Schulen, begleiten Kommunen im Umgang mit Konflikten, stärken mar­gi­na­li­sierte Gruppen und unter­stützen Verwaltungen im Aufbau resi­li­enter Strukturen. Diese Arbeit ist lang­fristig angelegt, basiert auf Vertrauen und lässt sich nicht kurz­fristig ersetzen oder neu auf­bauen.

Unsere Partnerinnen und Partner in Schulen, in der Feuerwehr, in Engagementstrukturen oder Kommunen brauchen Planungssicherheit und Verlässlichkeit. Wir alle brauchen eine Kultur des Vertrauens. Programme wie „Demokratie leben!“ dürfen keine par­tei­po­li­ti­schen Instrumente werden, sondern sind essen­zielle Bausteine einer wehr­haften Demokratie. Sie wirken und helfen konkret – aber sie funk­tio­nieren nicht wie ein kurz­fris­tiges Projekt mit sofort mess­baren Outputs. Sie zielen auf mittel- und lang­fristige Effekte wie Haltungen, Kompetenzen und insti­tu­tio­nelle Resilienz. Wer hier schnelle, lineare Wirkungsnachweise erwartet, ver­kennt die Logik dieser Arbeit und über­sieht den Einfluss gesell­schaft­licher Entwicklungen auf Demokratie und Zusammenleben.

Wir fordern Sie daher auf:

  • die ange­kün­digte Umstrukturierung auszusetzen,
  • die Ergebnisse der lau­fenden Evaluation abzuwarten,
  • und gemeinsam mit den Trägern trag­fähige Perspektiven für die Zukunft des Programms zu entwickeln.


Gerade in einer Zeit, in der demo­kra­tische Institutionen und gesell­schaft­licher Zusammenhalt unter beson­derem Druck stehen, braucht es ein starkes Zusammenspiel von Staat und Zivilgesellschaft – nicht dessen Schwächung.

Mit freund­lichen Grüßen

Akademie Waldschlösschen – Stiftung Rainer Marbach und Ulli Klaum
Aktion Courage e.V.
Aktion Dritte Welt e.V. 
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF)
AlgorithmWatch
Amadeu Antonio Stiftung
Ambulante Maßnahmen Altona e.V.
Angerinitiative E.V
Anstatt e.V. und zebra e.V.
Arakde e.V.
Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg gGmbH
Arbeitsgemeinschaft Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge in Niedersachsen – amfn e.V.
Archiv der Jugendkulturen e.V.
aula gGmbH
AWO Unterbezirk Münsterland-Recklinghausen/Haus der Kulturen
AWO Vielfalt MSE gGmbH
Backup Couragiert Demokratie stärken Dortmund
BEFORE e.V. Bayern
Bezirksjugendwerk der AWO OWL Nordrhein-Westfalen
BildungsBausteine e.V.
Bildungsteam Berlin-Brandenburg e.V. 
Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland e.V.
Bund für Soziale Verteidigung e.V.
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND)
Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg“ e.V.
Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus
Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begrün­deter Extremismus e.V.
Bundesverband Mobile Beratung
Bundesverband Queere Bildung e. V.
Bunt statt braun e.V. Rostock
Bürgerstiftung Barnim Uckermark
Caritas-SkF Essen gGmbH
CLAIM
CRI – Civic Research and Innovation gGmbH
Cultures Interactive e.V.
Dachverband Lesben und Alter e.V.
Das HAUS. Jugend‑, Kultur- und Medienwerkstatt Eckernförde
Das NETTZ
Der PARITÄTISCHE Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein e.V.
Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V.
Deutsch-Ukrainischer Landesverband Schleswig-Holstein e.V.
Deutsch-Ukrainischer Verein in Schleswig-Holstein „Rozmova“ e.V.
DGB Nord
Diakoniestiftung Thüringen Fachbereich Migration und Integration
Die Aktion Gemeinwesen und Beratung e.V. / KuF Düsseldorf 
Die Kopilot*innen e.V.
dif­ferent people e.V.
Distanz – Distanzierungsarbeit, jugend­kul­tu­relle Bildung und Beratung e.V.
Each One Teach One e. V.
Erich-Zeigner-Haus e.V. 
Fach- und Netzwerkstelle Licht-Blicke
Fremde brauchen Freunde e.V. 
Gedenkstätte Ahrensbök
GePGeMi e.V. ‑Gesellschaft für Psychosoziale Gesundheitsförderung bei Migrant*innen
Gesicht Zeigen! Für ein welt­of­fenes Deutschland e.V.
HAKI e.V.
Heimat- und Verkehrsverein Allendorf (Lumda) e.V.
HochDrei – Bilden und Begegnen in Brandeburg e.V.
IFAK e.V.
Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA e.V.)
Institut für kon­struktive Konfliktaustragung und Mediation e.V. (ikm)
inte­gralis e.V.
Interdisziplinäre Zentrum für Radikalisierungsprävention und Demokratieförderung e.V.
Johann Daniel Lawaetz-Stiftung
Jugendbildungsstätte Bremen – LidiceHaus gGmbH
K3B – Kompetenzzentrum Kommunale Konfliktberatung des VFB Salzwedel e.V.
Kaltenkirchener Demokratie-Werkstatt e.V. 
KAST e.V.
Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V.
Kompetenzzentrum für Gemeinwesenarbeit und Engagement e.V.
Kompetenzzentrum für Wertekonsens e.V.
kori­en­tation. Netzwerk für Asiatisch-Deutsche Perspektiven e.V.
Kreisjugendring Cuxhaven e.V
Kreisjugendring Dachau
Kreisjugendring Ebersberg
Kreisjugendring Kulmbach
Kreisjugendring Neustadt
Kreisjugendring Ostalb e.V.
Kreisjugendring Rems-Murr e.V.
Kulturbüro Sachsen e.V.
kul­tur­gren­zenlos e.V.
KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen
LAG Mädchenpolitik Hessen
Landesarbeitsgemeinschaft Mädchen* und junge Frauen* in Sachsen e.V.
Landesjugendwerk der AWO Schleswig-Holstein e.V.
Landratsamt Hof
lifeline – Vormundschaftsverein im Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.
Liquid Democracy e.V.
LOBBI – Landesweite Opferberatung Beistand und Information für Betroffene rechter Gewalt MV
Lola für Demokratie e.V.
Losmachen – Verein zur Förderung der Lausitzer Zivilgesellschaft e.V. 
Magazin of Color gUG Bayern
Mevlüde Genç e. V.
MigraNetz Thüringen e.V.
Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V.
mitMachen e. V.
Modus – Zentrum für ange­wandte Deradikalisierungsforschung gGmbH
NaturFreunde Deutschlands e.V.
Netzwerk für Demokratie und Courage e.V. (NDC)
neue deutsche orga­ni­sa­tionen – das post­mi­gran­tische netzwerk e.V. (ndo)
Opferperspektive e.V.
pad gGmbH
Partnerschaft für Demokratie Anklam
Partnerschaft für Demokratie Meißen
Partnerschaft für Demokratie Mörfelden-Walldorf
Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH
Polnischer Sozialrat
Pro Peace Köln
Projekt „Better Together!“ (Praxislabor, TU Darmstadt)
RAA – Demokratie und Bildung Mecklenburg-Vorpommern e. V.
RAA Berlin e.V.
RAA Sachsen e.V.
response. / Evangelischer Regionalverband Frankfurt und Offenbach
rubicon e. V.
Runder Tisch gegen Rassismus Dachau e.V.
schloss bröllin e.V.
Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa
Soziale Bildung e.V.
Stadt Bergen
Stadtverwaltung Schwerin – Fachstelle Chancengleichheit
Stiftung SPI – Sozialpädagogisches Institut Berlin „Walter May„
TOLLERORT ent­wi­ckeln & betei­ligen GmbH
Trans-Inter-Aktiv in Mitteldeutschland e.V. 
Türkische Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. S
Türkische Gemeinde in Deutschland e.V.
Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V.
ufuq.de
Verband bina­tio­naler Familien und Partnerschaften, iaf e.V.
Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, ras­sis­ti­scher und anti­se­mi­ti­scher Gewalt – VBRG
Verband Deutscher Sinti und Roma Landesverband Schleswig-Holstein
Verband für inter­kul­tu­relle Arbeit (VIA) Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V.
Vereinigung Pestalozzi gGmbH 
Volkshochschule Bremerhaven
WHG
Wikimedia Deutschland e.V.
Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für Migrant*innen e.V. (ZBBS)
Zentrum für Data-driven Empowerment, Leadership und Advocacy (zedela)
Zentrum für selbst­be­stimmtes Leben Behinderter e. V.
ZEOK e. V.


Weiterführende Hinweise und Informationen

Auch die Arbeit von kori­en­tation gegen Rassismus und für das Empowerment von Asiatisch-Deutschen und dia­spo­ri­schen Menschen wurde seit 2020 durch Demokratie leben! gefördert, seit 2025 im vom Programm geför­derten „Kooperationsverbund gegen Rassismus“.

Es geht aber nicht nur um unsere eigene Arbeit.

Rund 200 Projekte sollen mit Ablauf des Jahres nicht mehr wei­ter­ge­fördert werden, hier­unter fallen Opferberatungen, mobile Beratungen gegen Rechtsextremismus, aber auch kul­tu­relle und poli­tische Bildungsprojekte für mar­gi­na­li­sierte Gruppen. Es ist abzu­sehen, dass mit der geplanten Neuausrichtung des Progamms über Jahre gewachsene Strukturen und lokale Expertisen in der Arbeit gegen Rassismus, Antisemitismus und rechts­extreme Gewalt sowie im Bereich der Demokratieförderung massiv beein­trächtigt werden bzw. ersatzlos wegfallen.

Kurzzusammenfassung der Stellungnahme

Über 140 Trägern aus der Demokratiearbeit haben sich in einer gemein­samen Stellungnahme an Familienministerin Karin Prien (CDU) gewendet. Sie kri­ti­sieren klar die 👉geplanten Umstrukturierungen des bun­des­weiten Förderprogramms Demokratie Leben!, das im Familienministerium ange­siedelt ist.

Die ange­kün­digten Maßnahmen kämen in der Praxis mas­siven Kürzungen gleich und gefährden bewährte Strukturen der Präventions- und Bildungsarbeit. 

Auf diese Weise werden Entscheidungen getroffen, bevor zen­trale Evaluationen über­haupt vor­liegen. Evidenzbasierte Politik sieht anders aus.

Da rechts­extreme Gewalt auf dem Höchststand ist, würde ein Zurückfahren der Demokratieförderung unsere Sicherheit enorm gefährden.

Demokratiearbeit ist lang­fristig angelegt. Sie lebt von Vertrauen, sta­bilen Partnerschaften und gewach­senen Netzwerken. 

Diese Strukturen lassen sich nicht kurz­fristig ersetzen – und schon gar nicht „umor­ga­ni­sieren“, ohne Schaden anzurichten.

Gemeinsam fordern die Organisationen:
╰┈➤ Umstrukturierungen aus­setzen
╰┈➤ Evaluationen abwarten
╰┈➤ Dialog statt Kürzungen

Supportet uns, sup­portet bedrohte Zivilgesellschaft!

Unterstützt die Petition „Kein Kahlschlag bei der Demokratiearbeit!“, initiiert von der Amadeu-Antonio-Stiftung gegen die Kürzungen und den Umbau von Demokratie leben!
Unterschreibt alle und leitet es an eure Freund*innen, Bekannten, Kolleg*innen weiter.
Link: weact.campact.de/petitions/kein-kahlschlag-der-demokratiearbeit

NewsletterPolitikVerbundprojekt

Liebe Mitglieder, liebe Freund*innen, liebe alle,

mit Dringlichkeit wenden wir uns mit diesem ersten schnellen Rundschreiben an euch, um euch auf den dro­henden radi­kalen Abriss zivil­ge­sell­schaft­licher Strukturen bun­desweit auf­merksam zu machen.

Wie ihr viel­leicht bereits mit­be­kommen habt, ist derzeit ein mas­siver Einschnitt und Umbau des bun­des­weiten Förderprogramms „Demokratie leben“ geplant, das im Familienministerium ange­siedelt ist. Demokratie leben! fördert und ermög­licht seit 2015 bun­desweit Demokratie- und Präventionsarbeit.

Als Selbstorganisation, die gegen Rassismus und für das Empowerment von Asiatisch-Deutschen und dia­spo­ri­schen Menschen arbeitet, wird kori­en­tation seit 2020 durch Demokratie leben! gefördert. Es geht jedoch nicht nur um unsere eigene Arbeit, die gefährdet ist.

Rund 200 Projekte sollen mit Ablauf des Jahres nicht mehr wei­ter­ge­fördert werden, hier­unter fallen Opferberatungen, mobile Beratungen gegen Rechtsextremismus, aber auch kul­tu­relle und poli­tische Bildungsprojekte und Empowerment-Projekte für mar­gi­na­li­sierte Gruppen. Zudem ist abzu­sehen, dass mit der geplanten Neuausrichtung des Progamms über Jahre gewachsene Strukturen, Netzwerke und lokale Expertisen in der Arbeit gegen Rassismus, Antisemitismus und rechts­extreme Gewalt sowie im Bereich der Demokratieförderung massiv beein­trächtigt werden bzw. ersatzlos weg­fallen.

OFFENER BRIEF

Am Freitag, 27. März, debat­tiert der Bundestag darüber. Rechtzeitig zur Debatte hat Zukunft Demokratie einen Offenen Brief initiiert.

Insbesondere eta­blierte Einrichtungen, Regelstrukturen, aber auch öffentlich bekannte Persönlichkeiten bitten wir um Solidarität und Unterstützung der betrof­fenen Zivilgesellschaft durch Mitzeichnung und Weiterleitung in den eigenen Netzwerken.

UPDATE: Der Offene Brief wurde von über 1.000 Unterzeichnenden, zum größten Teil aus zivil­ge­sell­schaft­lichen Organisationen und Initiativen unter­stützt. Ihr könnt ihn zum Beispiel hier ein­sehen: Link: https://www.amnesty.de/aktuell/offener-brief-demokratie-leben-erhalten


PETITON
Unterstützt zudem die Petition „Kein Kahlschlag bei der Demokratiearbeit!“, initiiert von der Amadeu-Antonio-Stiftung gegen die Kürzungen und den Umbau von Demokratie leben!

Unterschreibt alle und leitet es an eure Freund*innen, Bekannten, Kolleg*innen weiter.
Link: weact.campact.de/petitions/kein-kahlschlag-der-demokratiearbeit


Wir werden zudem ein eigenes Statement auf unserer Webseite ver­öf­fent­lichen.
Gebt uns noch ein bisschen Zeit hierfür.

✊💥 Solidarische Grüße

Euer kori­en­tation Team 

AllgemeinBlogPolitik

Als Mitglied im Migrationsrat teilen wir die Sorge über aktuelle poli­ti­schen Entwicklungen: Der poli­tische Druck auf zivil­ge­sell­schaft­liche Organisationen nimmt weiter zu. Die Fraktion CDU/CSU greift mit ihrer Anfrage „Politische Neutralität staatlich geför­derter Organisationen“ vom 24.02.2025 demo­kra­ti­sches Engagement frontal an.

Damit sind nicht nur wir betroffen, sondern viele weitere Organisationen, die sich klar gegen rechts positionieren.

In einer aktu­ellen Stellungnahme ant­wortet der Migrationsrat klar auf die Versuche der CDU, Nichtregierungsorganisationen durch die Instrumentalisierung des Neutralitätsgebotes in ihrer Arbeit ein­zu­schränken und zum Schweigen zu bringen. 

📢 Die voll­ständige Stellungnahme des Migrationsrats vom 27.02.2025 findet ihr hier: 

BlogPolitik

Offener Brief, initiiert vom Kompetenznetzwerks gegen Hass im Netz. Offen für weitere Unterzeichner*innen (gerne per E‑Mail an info@das-nettz.de

Die der­zeitige Ausgabensperre für 2024 der Bundesregierung ver­hindert die Auszahlung zuge­sagter Förderungen. Für uns als Organisationen der Zivilgesellschaft hat das dra­ma­tische Folgen: Viele der vom Bund geför­derten Demokratieprojekte werden Mitarbeitende ent­lassen müssen. In einigen Fällen werden über Jahre gewachsene Projekte für immer ihre Türen schließen. Der Grund dafür ist die Ausgabensperre und der noch nicht ver­ab­schiedete Haushalt 2024 der Bundesregierung, die die Auszahlung der zuge­sagten Förderungen für die Projekte bis auf wei­teres auf Eis legen. Viele der Projekte haben nicht die Ressourcen, um Gehälter vor­zu­fi­nan­zieren. Es droht das Sterben einer zivil­ge­sell­schaft­lichen Landschaft, die sich seit Jahren überall in diesem Land für die Stärkung und Verteidigung der Demokratie, die Förderung von Medienbildung und Medienkompetenz, für Vielfalt sowie gegen digitale Gewalt und Desinformation enga­giert. Dabei ist unsere Demokratie so stark bedroht wie noch nie – durch den Rechtsextremismus, durch die Vertrauenskrise, durch Antisemitismus, Islamismus, Rassismus, Antiziganismus und Queerfeindlichkeit sowie durch Angriffe auf Amts- und Mandatsträger und ‑trä­ge­rinnen.

Gefährdet sind die Arbeitsplätze, die bei anhal­tendem Stopp der Bewilligung von Anträgen, der Weigerung Mittel zuzu­weisen und der sowieso feh­lenden struk­tu­rellen Förderung nicht gehalten werden können. Menschen, die sich mit großem Engagement, viel Wissen und Mut enga­gieren, werden ihren Arbeitsplatz ver­lieren und damit ist die inhalt­liche und prak­tische Umsetzung der Arbeit nicht mehr möglich.

Wir brauchen jetzt die sofortige Freigabe der Fördermittel. Nur so kann die Weiterarbeit der zivil­ge­sell­schaft­lichen Organisationen gesi­chert werden.

Und nur so können unsere Organisationen sich gegen die Vertrauenskrise vieler Menschen in den demo­kra­ti­schen Staat, für rechts­staat­liche Antworten auf die aktu­ellen Krisen, nicht zuletzt auch für eine klare Abgrenzung gegenüber rechts­extremen Tendenzen, die sich in der Mitte der Gesellschaft aus­breiten, ein­setzen. Eine Bewilligung zum vor­zei­tigen Maßnahmenbeginn reicht nicht aus, da die eigenen Mittel der Vereine und Institutionen zu beschränkt sind, um auf eigene Kosten mit der Umsetzung der Projekte zu beginnen. 

Wir fordern:

  • Aufhebung der Ausgabensperre für die Fördermittel der zivil­ge­sell­schaft­lichen Organisationen, in Bezug auf Projekte, die im Haushaltsentwurf angelegt sind, 
  • die zügige Umsetzung des seit über zehn Jahren immer wieder ange­kün­digten Demokratiefördergesetzes, 
  • stärkere und dau­er­hafte struk­tu­relle Förderung und mehr Durchlässigkeit bei der Förderung, 
  • keine Einsparung bei der Förderung und Finanzierung aller Projekte und Institutionen, die sich für unsere liberale Demokratie einsetzen. 

Der Gestaltungsspielraum für zivil­ge­sell­schaft­liche Arbeit darf nicht weiter ein­ge­schränkt werden, sondern muss gerade in diesen Zeiten stärker aus­gebaut werden, um unser demo­kra­ti­sches Gemeinwesen zukunfts­fähig gestalten zu können. 

Erstunterzeichner*innen 

  1. adis e. V. 
  2. Akademie Waldschlösschen – Stiftung Rainer Marbach und Ulli Klaum
  3. Amadeu Antonio Stiftung
  4. Antidiskriminierungsforum Saar e. V.
  5. Antidiskriminierungsverband Deutschland e. V.
  6. Annette Joggerst, Antidiskriminierungsberaterin
  7. Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V.
  8. basis & woge e. V.
  9. bet­ter­place lab 
  10. betterplace.org 
  11. BfDA Stuttgart 
  12. bUm – Raum für soli­da­ri­sches Miteinander
  13. Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg“ e. V. 
  14. Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus
  15. Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begrün­deter Extremismus e. V. 
  16. CLAIM 
  17. Courage – Werkstatt für demo­kra­tische Bildungsarbeit e.V. (NDC in Sachsen) 
  18. Cultures Interactive e. V.
  19. Dachverband der Migrant*innenorganisationen in Ostdeutschland e.V. – DaMOst e.V.
  20. Das NETTZ
  21. Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik e.V. (DeGeDe)
  22. Deutsches Kinderhilfswerk e. V. 
  23. Distanz e.V.
  24. Each One Teach One e. V. 
  25. elly – Beratung für Betroffene von Hatespeech in Thüringen 
  26. Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW
  27. Fachstelle Kinderwelten für Vorurteilsbewusste Bildung/ ISTA/ INA Berlin gGmbH
  28. FITT – Institut für Technologietransfer an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes gem. GmbH
  29. Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur
  30. Gesicht Zeigen! Für ein welt­of­fenes Deutschland e. V.
  31. gut.org gAG
  32. HateAid
  33. Hildegard Lagrenne Stiftung für Bildung, Beteiligung und Inklusion von Sinti und Roma in Deutschland
  34. Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA e. V.)
  35. Initiative Offene Gesellschaft e. V.
  36. Jugendbildungsstätte LidiceHaus gGmbH
  37. kori­en­tation. Netzwerk für Asiatisch-Deutsche Perspektiven e. V.
  38. Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung Baden-Württemberg e. V.
  39. Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD)
  40. Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e. V.
  41. mitMachen e. V.
  42. Modus | Zentrum für ange­wandte Deradikalisierungsforschung gGmbH
  43. Mosaik Deutschland e. V. 
  44. Nava Zarabian – Politische Bildnerin
  45. Neue deutsche Medienmacher*innen e. V.
  46. neue deutsche orga­ni­sa­tionen – das post­mi­gran­tische netzwerk e. V.
  47. Netzwerk für Demokratie und Courage e.V. (NDC)
  48. Opferberatung Rheinland (OBR)
  49. Opferperspektive e. V.
  50. Schwulenberatung Berlin gGmbH
  51. Türkische Gemeinde in Deutschland e. V.
  52. Ufuq e. V.
  53. Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, ras­sis­ti­scher und anti­se­mi­ti­scher Gewalt (VBRG e. V.)
  54. Verein für Demokratische Kultur in Berlin (VDK) e. V., Träger der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR)
  55. Violence Prevention Network gGmbH
  56. Volksverpetzer VVP gUG

Weitere Unterzeichner*innen: 

  1. Start with a Friend e. V.
  2. Zeitgeist e. V.
  3. Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein e. V.
  4. Spiegelbild – Politische Bildung aus Wiesbaden e. V.
  5. Kompetenznetz Islam und Gesellschaft e. V.
  6. medi­enblau gGmbH
  7. Seitenstark e. V.
  8. Wertzeug e. V. – Verein für Demokratiebildung
  9. International Rescue Committee IRC Deutschland gGmbH
  10. ich­binhier e. V.
  11. Future Challenges e. V.
  12. Drudel 11 e. V.
  13. Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung
  14. Institut für Demokratiepolitik & Organisationsberatung
  15. GePGeMi e. V.
  16. Spiegelbild- Politische Bildung aus Wiesbaden e. V.
  17. Über den Tellerrand e. V.
  18. BIWOC* Rising
  19. Blinde Kuh e. V.
  20. Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF)
  21. AGABY e. V.
  22. BEFORE e. V.
  23. Schöpflin Stiftung 
  24. Frithjof Nürnberger, Referent Ehrenamtsentwicklung Nordkirche, Evangelischer Kirchenkreis Pommern
  25. LAG Lokale Medienarbeit NRW e. V.
  26. medialepfade.org – Verein für Medienbildung e. V.
  27. Pinkstinks Germany e. V.
  28. La Red e. V.
  29. Korea-Verband e.V. 
  30. JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis
  31. DJV – Deutscher Journalisten-Verband e.V.
  32. IFAK e.V. ‑Verein für mul­ti­kul­tu­relle Kinder-und Jugendhilfe-Migrationsarbeit
  33. MitOst e. V.
  34. Amaro Foro e. V.
  35. jobs4refugees gGmbH
  36. Es geht LOS/Demokratie Innovation e. V.
  37. Muutos e. V.
  38. PHINEO gAG
  39. WE AID gGmbH
  40. Medienkulturzentrum Dresden e.V.
  41. Integrationshaus e. V.

Stand: 19.12.2023

offen für weitere Unterzeichner*innen (gerne per Mail an info@das-nettz.de)