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Statement kori­en­tation Demo 28.03.2021, Foto Victoria Kure-Wu

Wir sind traurig.

Wir sind wütend.

Acht Menschen, davon sechs Frauen mit asia­ti­scher Einwanderungsgeschichte wurden am 16. März in Atlanta, Georgia, USA, ermordet. Als Frauen, als Migrantinnen, waren sie an einem stig­ma­ti­sierten Arbeitsort beschäftigt, in einer niedrig zuge­ord­neten sozialen Position. Diese sechs ermor­deten asia­ti­schen Frauen in Atlanta waren im Alltagsleben poten­tiell von inter­sek­tio­naler Diskriminierung betroffen.

Ein weißer Pastorensohn sah sich sym­bo­lisch legi­ti­miert, ihnen das Leben zu nehmen. In einem gesell­schaft­lichen und medialen Umfeld, in dem eine Abwertung von asia­ti­schen Frauen als Norm gesehen wird, lautet die Reaktion auf die Ermordung von acht Menschen: – „He just had a bad day“ – .

Wir sagen laut und klar: Dazu hatte er kein Recht.

Weiße ras­sis­tische Terroristen sind Terroristen. Weiße ras­sis­tische Terroristen sind keine bedau­erns­werten Männer mit indi­vi­du­ellen Problemen, die das Ermorden von Migrant*innen recht­fer­tigen. Weiße ras­sis­tische Terroristen sollten mit dem vollen Strafmaß für Mord bedacht werden, ohne Strafmilderung auf­grund von „psy­cho­lo­gi­schen Beeinträchtigungen“.

Wer waren die ermor­deten asia­ti­schen Frauen? Sie waren sechs starke Frauen aus China und Korea. Sie haben zum Teil auch noch in hohem Alter sehr hart gear­beitet, nicht nur für sich, sondern darüber hinaus, um ihre Familie zu unter­stützen. Ihre Geschichte ist in vie­lerlei Hinsicht uni­versal. In vielen Ländern dieser Erde, auch in Deutschland, arbeiten Migrantinnen aus asia­ti­schen Ländern, um ihre Familien zu unter­stützen. Sie arbeiten dabei zum Teil unter sehr pre­kären Bedingungen. Sie ver­dienen unsere Anerkennung und unseren Respekt.

Rest in Power. Wir werden euch nicht vergessen.

Der Jahrestag von Hanau ist noch nicht lange her. Es lassen sich nicht alle Aspekte mit den Ereignissen in Atlanta ver­gleichen. Dennoch sind einige Parallelen im insti­tu­tio­nellen Umgang mit ras­sis­ti­scher Gewalt sichtbar. An beiden Orten wurde viel zu spät, wenn über­haupt, auf Anrufe reagiert. Gegebenenfalls hätten noch mehr Menschen vor dem Tod bewahrt werden können, hätte die Polizei den Täter nach den ersten Schüssen am ersten Tatort fest­ge­setzt. Sind ras­si­fi­zierte Orte, also Orte, an denen sich Migrant*innen auf­halten, den kon­se­quenten Schutz durch den deut­schen Staat nicht wert?

Nicht nur Donald Trump sprach und spricht vom „China-Virus“, wenn er Covid-19 meint. Auch in Deutschland haben wir eine ras­sis­tische Berichterstattung über die Corona-Pandemie. Der Virus wird ras­si­fi­ziert und kul­tu­ra­li­siert. Der Virus wird China und asia­ti­schen Körpern her­kunfts­über­greifend zuge­schrieben. Es werden in den deut­schen Medien immer wieder Meldungen und Artikel mit Bildern von asia­ti­schen Gesichtern mit Masken illus­triert, auch wenn es sich um Infektionsherde in Ischgl handelt. Es wurde ein Sündenbock-Narrativ geschaffen, mit post­ko­lo­nialen Anleihen – wie bei­spiels­weise die Reproduktion des Begriffs „gelbe Gefahr“, ver­mischt mit einer Prise Verschwörungstheorien. Mit diesem Medialen Framing wird eine sym­bo­lische Legitimation für Angriffe auf und Diskriminierung von asia­ti­schen und Asiatisch-Deutschen Menschen geschaffen. Und die Anzahl der Angriffe und Diskriminierungsfälle, ins­be­sondere im öffent­lichen Raum, ist seit dem Beginn dieser Berichterstattung nach­weislich hochgegangen.

Anti-asiatischer Rassismus besteht natürlich nicht erst seit dem Beginn der Corona-Pandemie und seit den Morden von Atlanta. In unserem kol­lek­tiven Gedächtnis befinden sich die deutsche Kolonialpolitik in China, die „Chinesenaktion“ von 1944, die Pogrome von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen, um nur einige his­to­ri­schen Ereignisse zu nennen. Es gibt eine unvoll­ständige Liste von indi­vi­du­ellen ras­sis­ti­schen Morden an asia­ti­schen Menschen, dazu gehören Đỗ Anh Lân und Nguyễn Ngọc Châu (1980 in Hamburg), Phan Văn Toản (1997) oder Lie Yangjie (2016).

Mit Atlanta und Hanau als aktuelle und krasse Höhepunkte ras­sis­ti­scher Gewalt vor Augen müssen wir uns alle dafür ein­setzen, dass diese Morde nicht im nor­ma­tiven Alltagsgeschehen unter­gehen und ver­gessen werden. Wir zeigen Solidarität mit den Opfern dieser Anschläge und ihren Freund*innen und Familien.

Das bedeutet für uns gleich­zeitig, auch für unsere eigene Zukunft, unsere eigene Sicherheit und Gleichberechtigung in diesem Land zu kämpfen!

Die Demokratie in der wir leben, muss struk­turell von Grund auf dis­kri­mi­nie­rungs­ärmer gestaltet werden. Es muss ein gesell­schaft­liches Klima geschaffen werden, in dem Rassist*innen keine Legitimation mehr finden, auf keiner Ebene.

Forderungen:

  • Wir fordern von der deut­schen Regierung und Gesellschaft eine kon­se­quente und trans­pa­rente straf­recht­liche Verfolgung von ras­sis­ti­schen Morden und Straftaten.
  • Wir fordern eine klare und deut­liche Verurteilung von Rassismus und ras­sis­tisch moti­vierten Gewalttaten durch Politiker:innen, Behörden, Schulen, Polizei und Verwaltung sowie Personen des öffent­lichen Lebens aus allen Bereichen der Gesellschaft.
  • Wir fordern Sensibilisierungsmaßnahmen zu anti-asiatischem Rassismus für alle Angestellten im öffent­lichen Dienst, dazu gehört auch die Polizei.
  • Wir fordern die Anerkennung von anti-asiatischem Rassismus im Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus.
  • Wir fordern die Einführung einer migran­tische Quote von 30% im öffent­lichen Dienst.
  • Wir fordern die Aufnahme der deut­schen Kolonialgeschichte sowie von Asiatisch-Deutschen Migrationsgeschichte(n) in das reguläre Curriculum von Insitutionen mit Bildungsauftrag.
  • Wir fordern eine soli­da­rische Parteilichkeit mit von Rassismus Betroffenen.
Ein blaues Poster, in dessen Mitte ein Bild in Ovalform zu sehen ist. Das ovale Bild zeigt eine Person, die in einen Lautsprecher spricht. Oben links auf dem Poster steht „In Memory In Resistance“. Rechts daneben steht „Veranstaltet von und in Solidarität mit asiatischen Diaspora Gemeinschaften“. Relativ mittig im Bild steht der Titel, der über das ovale Bild teilweise rübergelegt ist: „Demonstration für die Opfer des rassistischen Anschlags in Atlanta“. Unten links steht die Ortsangabe „US-Botschaft / Brandenburger Tor Mitte, Berlin“. Daneben steht das Datum „Sonntag 28.03.2021, 14 Uhr“. Ganz unten steht unser Hashtag #SolidaritätMitAtlanta.
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[English Version]
[한국어 버전]
[Vietnamesische Version]

Wir, als Teil der Asiatischen Diaspora, ver­an­stalten eine Demonstration in Gedenken und in Widerstand für die 8 Opfer des ras­sis­ti­schen Anschlags in Atlanta am 16. März 2021 – 6 der Opfer waren asia­tische Frauen. Angesichts weißer Vorherrschaft (white supremacy), den kapi­ta­lis­ti­schen, ras­sis­ti­schen und sexis­tisch patri­ar­chalen Strukturen in den USA, Deutschland und global, sprechen wir von einem geplanten Massaker und lehnen es ab, diese auf eine Schießerei zu reduzieren!

Am Sonntag, den 28. März um 14 Uhr, ver­an­stalten wir eine Demonstration vor der US-amerikanischen Botschaft beim Brandenburger Tor gegen white supremacy, Kapitalismus, Rassismus und Sexismus, um unsere Forderungen laut und klar mit­zu­teilen. Wir lehnen die Narrative ab, dass Polizeiintervention eine Lösung ist, und rufen unsere Community auf, zu einer anti­ras­sis­ti­schen, anti­se­xis­ti­schen und anti­ka­pi­ta­lis­ti­schen Agenda bei­zu­tragen. Wir soli­da­ri­sieren uns mit Schwarzen, Indigenen sowie People of Color Arbeiter*innen und Communities sowie mit allen Betroffenen von Rassismus.

Bitte tragt Masken und haltet die Hygienemaßnahmen ein. 

Die Speaker*innen und Artists werden noch auf unserer Facebook Veranstaltungsseite sowie in unseren Insta Stories bekannt gegeben.

Diese kol­lektive Protestaktion wird von fol­genden Organisationen unterstützt: 

DAMN*, ichbinkeinvirus.org, YEOJA Magazine, kori­en­tation, BAFNET Berlin Asian Film Network, Korea Verband, Diaspor.Asia und Einzelpersonen aus der Community.

Bitte schaut in unserem link.tree für alle Spendenlinks mit GoFundMe-Seiten für die Angehörigen der Opfer, unser Money Pool für die Kosten für die Demo sowie unsere Facebook Veranstaltungsseite:
https://linktr.ee/InMemoryInResistance

Bildbeschreibung: Ein blaues Poster, in dessen Mitte ein Bild in Ovalform zu sehen ist. Das ovale Bild zeigt eine Person, die in einen Lautsprecher spricht. Oben links auf dem Poster steht „In Memory In Resistance“. Rechts daneben steht „Veranstaltet von und in Solidarität mit asia­ti­schen Diaspora Gemeinschaften“. Relativ mittig im Bild steht der Titel, der über das ovale Bild teil­weise rüber­gelegt ist: „Demonstration für die Opfer des ras­sis­ti­schen Anschlags in Atlanta“. Unten links steht die Ortsangabe „US-Botschaft / Brandenburger Tor Mitte, Berlin“. Daneben steht das Datum „Sonntag 28.03.2021, 14 Uhr“. Ganz unten steht unser Hashtag #SolidaritätMitAtlanta.


[English] We, as part of the Asian Diaspora com­munity, are hosting a demons­tration in memory and in resis­tance for the 8 victims of the racist shooting in Atlanta on March 16th, 6 of whom were Asian women. We refuse to name this shooting as any­thing other than a mas­sacre done in light of the white supremacy, misogyny and capi­talism that thrives in both the U.S. and Germany and globally! 

On Sunday, 28 March at 2pm we will hold a rally in front of the U.S. Embassy by Brandenburger Tor against white supremacy, capi­talism, racism and sexism to make sure our demands are made loud and clear! We stand in soli­darity with the Black, Indigenous and People of Color-workers and com­mu­nities as well as all victims of racism!

Please don’t forget your masks and keep social distance. 

The demo program including speakers and artists will be added to our facebook event page and announced in our stories soon.

This coll­ective direct action is sup­ported by the orga­niza­tions
DAMN*, ichbinkeinvirus.org, YEOJA Magazine, kori­en­tation, BAFNET Berlin Asian Film Network, Korea Verband, Diaspor.Asia und other indi­vi­duals from the community.

Please visit our link.tree for links to all GoFundMe’s from the victims‘ families, our money pool to be used for orga­ni­sation expenses, and our facebook event page:
https://linktr.ee/InMemoryInResistance

Image description: A blue poster with an image in the middle of a person holding a mega­phone and speaking. Top left of the poster says, „In Memory In Resistence“. Top right of the poster says „Hosted by and in soli­darity with asian dia­spora com­mu­nities“. Main text of the poster says, „A demons­tration for the Atlanta shooting victims“. Bottom left of the poster says „US Embassy / Brandenburger Tor Mitte, Berlin“ Bottom right says „Sunday 28.03.2021 2PM“ Final text at the very bottom of the poster says „#soli­da­ri­tätmitat­lanta“.



[Korean] 우리, 아시아 디아스포라 공동체는 3월 16일의 애틀랜타 총기난사 사건이 낳은 6명의 아시안 여성을 포함한 희생자 8명을 추모하고 그에 저항하는 시위를 벌입니다. 우리는 이 총격 사건을 미국과 독일 그리고 세계적으로 커져가는 백인 우월주의, 여성 혐오, 자본주의에 비추어 행해진 대학살 그 외의 어떤 것으로도 명명하기를 거부합니다.

3월 28일 일요일 오후 2시, 우리의 요구를 크고 분명하게 전달하기 위해 브란덴부르크 토르 옆 미국 대사관 앞에서 백인 우월주의, 자본주의, 인종주의와 성차별에 반대하는 시위를 열 것입니다! 우리는 경찰의 개입이 해결책이라는 생각을 거부하고 우리 지역사회가 흑인, 원주민, 그리고 유색인종들과 연대하여 폐지론적 의제에 기여할 것을 촉구합니다!

모두 마스크를 지참하고 사회적 거리를 유지하세요.


[Vietnamese] Chúng tôi, một phần của cộng đồng người dân châu Á, đang tổ chức một buổi canh thức để tưởng nhớ 8 nạn nhân bị thảm sát trong vụ nổ súng ở Atlanta vào ngày 16 tháng 3, trong đó có 6 người là phụ nữ châu Á. Chúng tôi tạm gọi vụ thảm sát này là hậu quả của phân biệt giới tính nam nữ và quyền bình đẳng của Phụ Nữ cũng như sự thống trị của chủ nghĩa tư bản và quyền lực của người da trắng tại Hoa Kỳ, Đức và trên toàn thế giới. 

Vào 2 giờ chiều chủ nhật ngày 28 tháng 3 năm 2021, chúng tôi sẽ tổ chức một buổi diễn tập trước toà nhà Lãnh Sự Quán Mỹ tại Đức ở Branden Burger Tor để chống lại sự quyền lực của người da trắng, chủ nghĩa tư bản, sự phân biệt chủng tộc, và chế độ phụ hệ. Chúng tôi muốn tiếng nói và yêu cầu của chúng tôi được ghi nhận.Chúng tôi phản đối sự can thiệp của cảnh sát là giải pháp và kêu gọi cộng đồng đoàn kết và hỗ trợ các cộng đồng người Da Đen, bản địa, và da màu.

Xin đeo khẩu trang khi đến tham dự sự kiện, và nhớ giữ khoảng cách an toàn giữa mọi người.


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(English version see below)
(한국어 Koreanische Version siehe unten)
(Vietnamesische Version siehe unten)

MAHNWACHE In memory, in resis­tance: Solidarität mit Atlanta und Asiatischen Diaspora-Gemeinschaften

Wir, als Teil der Asiatischen Diaspora, ver­an­stalten eine Mahnwache und eine Demonstration in Gedenken und in Widerstand für die acht Opfer des ras­sis­ti­schen Anschlags in Atlanta am 16. März 2021 – 6 der Opfer waren asia­tische Frauen. Angesichts weißer Vorherrschaft (white supremacy), den kapi­ta­lis­ti­schen, ras­sis­ti­schen und sexis­tisch patri­ar­chalen Strukturen in den USA, Deutschland und global sprechen wir von einem geplanten Massaker und lehnen ab, diese Tat auf eine Schießerei zu reduzieren.

In Solidarität mit den Opfern und deren Familien ver­an­stalten wir am Dienstag, den 23. März um 17:30 Uhr eine Mahnwache bei der Friedensstatue in Moabit. Wir stellen Kerzen zur Verfügung. Wenn ihr die Möglichkeit habt, bringt gerne Blumen. 

Am Sonntag, den 28. März um 14 Uhr, ver­an­stalten wir eine Demonstration vor der US-amerikanischen Botschaft gegen white supremacy, Kapitalismus, Rassismus und Sexismus, um unsere Forderungen laut und klar mit­zu­teilen. Wir soli­da­ri­sieren uns mit Schwarzen, Indigenen sowie People of Color Communities. 

Bitte tragt Masken und haltet die Hygienemaßnahmen ein.

Diese kol­lektive Protestaktion wird von fol­genden Organisationen unterstützt: 

DAMN*, ichbinkeinvirus.org, YEOJA Magazine, kori­en­tation, BAFNET, Korea Verband, Diaspor.Asia

Links zu Organisationen und Spendenaufrufen: 

Support für die Berliner Demo-Organisation: https://paypal.me/pools/c/8xV7IhWZmy


VIGIL In memory, in resis­tance: Solidarity with Atlanta and Asian Diaspora Communities

We, as part of the Asian Diaspora com­munity, are hosting a vigil and demons­tration in memory and in resis­tance for the 8 victims of the shooting in Atlanta on March 16th, 6 of whom were Asian women. We refuse to name this shooting as any­thing other than a mas­sacre done in light of the white supremacy, misogyny and capi­talism that thrives in both the U.S. and Germany and globally!

To show soli­darity with the victims and their families, we are holding a vigil on Tuesday, 23 March at 5:30pm by the Statue of Peace in Moabit. Candles will be pro­vided. Please feel free to bring flowers to the event.

On Sunday, 28 March at 2pm we will also hold a rally in front of the U.S. Embassy against white supremacy, capi­talism, racism and sexism to make sure our demands are made loud and clear. We are in soli­darity with the Black, Indigenous and People of Color community! 

For both events, please don’t forget your masks and keep social distance.

This coll­ective direct action is sup­ported by the orga­niza­tions
DAMN*, ichbinkeinvirus.org, YEOJA Magazine, kori­en­tation, BAFNET, Korea Verband, Diaspor.Asia

Links gofundme’s

(for Berlin Demo orga­ni­sation costs) https://paypal.me/pools/c/8xV7IhWZmy


[Korean] 우리, 아시아 디아스포라 공동체는 3월 16일의 애틀랜타 총기난사 사건이 낳은 6명의 아시안 여성을 포함한 희생자 8명을 추모하고 그에 저항하는 시위를 벌입니다. 우리는 이 총격 사건을 미국과 독일 그리고 세계적으로 커져가는 백인 우월주의, 여성 혐오, 자본주의에 비추어 행해진 대학살 그 외의 어떤 것으로도 명명하기를 거부합니다.

희생자 및 유가족과의 연대를 위해 3월 23일 화요일 오후 5시 30분 베를린 모아비트 평화의 소녀상 앞에서 추모식이 열립니다. 촛불이 제공되며 행사에 꽃을 가지고 오셔도 됩니다.

3월 28일 일요일 오후 2시, 우리의 요구를 크고 분명하게 전달하기 위해 브란덴부르크 토르 옆 미국 대사관 앞에서 백인 우월주의, 자본주의, 인종주의와 성차별에 반대하는 시위를 열 것입니다! 우리는 경찰의 개입이 해결책이라는 생각을 거부하고 우리 지역사회가 흑인, 원주민, 그리고 유색인종들과 연대하여 폐지론적 의제에 기여할 것을 촉구합니다!

두 행사 모두 마스크를 지참하고 사회적 거리를 유지하세요.


[Vietnamese] Chúng tôi, một phần của cộng đồng người dân châu Á, đang tổ chức một buổi canh thức để tưởng nhớ 8 nạn nhân bị thảm sát trong vụ nổ súng ở Atlanta vào ngày 16 tháng 3, trong đó có 6 người là phụ nữ châu Á.Chúng tôi tạm gọi vụ thảm sát này là hậu quả của phân biệt giới tính nam nữ và quyền bình đẳng của Phụ Nữ cũng như sự thống trị của chủ nghĩa tư bản và quyền lực của người da trắng tại Hoa Kỳ, Đức và trên toàn thế giới.

Vô cùng thương tiếc trước sự ra đi của các nạn nhân và chia buồn cùng gia đình của họ, chúng tôi tổ chức một buổi cầu nguyện cho họ vào thứ ba, ngày 23 tháng 3 lúc 5:30 chiều tại tượng đài hòa bình ở Moabit. Nến sẽ được phát cho những ai tham dự. Quý khách có thể đem hoa đến sự kiện để chia buồn và tưởng nhớ các nạn nhân.

Vào 2 giờ chiều chủ nhật ngày 28 tháng 3 năm 2021, chúng tôi sẽ tổ chức một buổi diễn tập trước toà nhà Lãnh Sự Quán Mỹ tại Đức ở Branden Burger Tor để chống lại sự quyền lực của người da trắng, chủ nghĩa tư bản, sự phân biệt chủng tộc, và chế độ phụ hệ. 

Chúng tôi muốn tiếng nói và yêu cầu của chúng tôi được ghi nhận.Chúng tôi phản đối sự can thiệp của cảnh sát là giải pháp và kêu gọi cộng đồng đoàn kết và hỗ trợ các cộng đồng người Da Đen, bản địa, và da màu.

Xin đeo khẩu trang khi đến tham dự sự kiện, và nhớ giữ khoảng cách an toàn giữa mọi người.


Newsletter

Liebe korientation-Mitglieder, liebe Freund*innen,

wir sind aus aktu­ellem Anlass traurig und zutiefst besorgt über die zuneh­mende Anzahl an gewalt­tä­tigen Angriffen und Morden, von denen Mitglieder der Asian American Communities in den letzten Wochen und Monaten, von New York bis Seattle betroffen sind. Letzte Nacht (Dienstag, 16.03.) wurden sechs asia­tische Frauen von einem vor­aus­sichtlich ras­sis­tisch moti­vierten weißen Mann in Atlanta erschossen. Heute Abend (17.03.) von 18:30 ‑20h möchten wir gemeinsam mit D.A.M.N., ichbinkeinvirus.org, BAFNET und Diaspor.Asia den ermor­deten Frauen in einem digi­talen Community-Raum gedenken und uns austauschen. 

Es gibt auch positive Dinge zu berichten! Wir freuen uns über den kon­ti­nu­ier­lichen Prozess der Sichtbarwerdung von anti­asia­ti­schem Rassismus in Deutschland. Wir bekommen jede Woche diverse Presseanfragen zu dem Thema unter anderem vom RedaktionsNetzwerk Deutschland, ZDF, WDR, und Deutschlandradio. Und wie schon 2020 besteht ein großer Bedarf an Inputs bun­desweit, unter anderem sind wir im März und April 2021 mit Webinar-Beiträgen in Berlin, Freiburg, Karlsruhe, Krefeld, Darmstadt, Tübingen, Würzburg und Köln dabei.

Und ganz wichtig: unter­stützt uns morgen, am 18.03.2021 ab 17h beim Pitch für unser neue Projektidee RADAR – Resilienz für Asiatische Deutsche und Anti-Rassismus (im Netz), und nehmt am Community-Voting teil! Siehe Newsletter-Rubrik „Fokus“ für Details.

Und noch eine drin­gende Bitte an Euch, die wir in jedem Newsletter wie­der­holen: Meldet ras­sis­tische und dis­kri­mi­nie­rende Vorfälle umgehend, damit sie offi­ziell doku­men­tiert werden und Handlungsbedarf dagegen auch sta­tis­tisch nach­ge­wiesen werden kann. In Berlin gibt es die Register der Bezirke zur Erfassung rechts­extremer und dis­kri­mi­nie­render Vorfälle und für die Meldung und Beratung gegen Diskriminierung in anderen Bundesländern lassen sich Adressen und Kontakte hier finden.

Bleibt gesund & solidarisch!

Kimiko & das MEGA-Team

Ihr findet uns auch auf Facebook, unserer Webseite und auf Instagram.

PS: Headerbild ©Hân Lê, siehe mehr von ihren Arbeiten unter https://tnhanle.cargo.site 


FOKUS

RADAR Illustration von Laura Meggers

Mit unserer Projektidee RADAR – Resilienz für Asiatische Deutsche und Anti-Rassismus (im Netz), die wir in Kooperation mit ichbinkeinvirus.org planen, haben wir uns für eine Förderung bei DAS NETTZ beworben. Das Nettz wird drei Projekte mit einem Förderbetrag von maximal 13.000 EUR unter­stützen, „die sich gegen Hass im Netz, Desinformation und damit für eine kon­struktive Diskussionskultur enga­gieren“. Wir sind nun mit 10 anderen Projekten in die zweite und finale Runde gekommen und freuen uns sehr darüber!
Am 18.03.2021 von 17–19.30 h werden wir in einem Pitch per Zoom unser Projekt vor­stellen.

Es wird ein „Nettz-Community Voting“ geben. Das bedeutet, alle Anwesenden beim Zoom-Pitch werden die drei Projekte wählen, die eine Förderung erhalten sollen. HIER findet Ihr weitere Infos zu allen Projekten und den Link, um Euch bis zum 18.03.2021 bis spä­testens um 15 h anzu­melden und bei dem Pitch Eure Stimme abzu­geben!
UPDATE: Der Pitch hat statt­ge­funden und wir hatten die tolle Möglichkeit, unser Projekt vor­zu­stellen. Wir sind gespannt auf die Entscheidung, die noch aus­steht, welche drei Projekte gefördert werden!


­AUS DEM VEREIN

An erster Stelle ein lautes und dank­bares Shout out an die Leute, die seit Anfang des Jahres für die Arbeit von kori­en­tation gespendet haben! Herzlichen Dank dafür, wir können die Unterstützung dringend gebrauchen.


Unser Vorstandsmitglied Jeasuthan Nageswaran hat uns am 09. März 2021 beim digi­talen Integrationsgipfel ver­treten, hier der kri­tische Kommentar von Alice Hasters zu 15 Jahren Integrationsgipfel. Sie fordert einen Paradigmenwechsel weg von Integration hin zu Strategien gegen Rassismus, wir sind da ganz bei ihr!


Mit Kimiko Sudas (MEGA-Team) Teilnahme am Webinar Confronting COVID-19. Asian Diaspora Organizing and Transnational Solidarity am 06.März 2021, haben wir uns mit ras­sis­mus­kri­ti­schen asiatisch-diasporischen Aktivist*innen ver­netzt, die in Seattle, New York und Melbourne selbst­or­ga­ni­sierte Community-Arbeit machen. Ein ver­bin­dendes Element war, dass sich alle nicht nur mit anti­asia­ti­schem Rassismus, sondern auch mit anti­sch­warzem Rassismus in den eigenen Communities auseinander- und für #Blacklivesmatter einsetzen.


Kimiko hat einen Input für uns bei der Auftaktveranstaltung der Think Tank Reihe Dekoloniale (Re)visionen“ am 26.Februar 2021 gegeben. kori­en­tation beschäftigt sich 2021 inten­siver mit dem Thema post­mi­gran­tische Erinnerungspolitik, ihr werdet im Laufe des Jahres von uns noch mehr dazu hören.


Jee-UnKim (MEGA-Team) wird gemeinsam mit Ozan Zakariya Keskinkılıç am
am 14.April 2021 die Veranstaltung Medien: Anti-asiatischer & Antimuslimischer Rassismus im Rahmen der Webinar-Reihe Normaler Hass. Streifzüge durch Alltagsorte der Entwertung bestreiten. Wir sind gespannt auf die Diskussion und die Findung gemein­samer Strategien!


Unsere ehe­malige Praktikantin, Minh Anh Bùi, die wir sehr ver­missen, gibt am 26. März 2021 im Rahmen der  Internationalen Wochen gegen Rassismus 2021 in Freiburg einen

ONLINE-WORKSHOP: ANTI-ASIATISCHER RASSISMUS: Formen, kolo­niale Kontinuitäten und Widerstände
Im Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit unter­schied­liche Formen von anti-asiatischen Rassismus aus­ein­ander, werfen einen kri­ti­schen Blick auf kolonial-rassistische Bilder und Narrative, die im Kontext von COVID-19 auf­ge­griffen und repro­du­ziert werden. Was heißt über­haupt ‚asia­tisch‘? Und was ver­steht die gängige mediale Berichterstattung dar­unter? Dabei wird im Blick behalten werden, dass es im Kontext von anti-asiatischen Rassismus es immer schon Menschen und Gruppen gab, die in Deutschland anti­ko­lo­nialen, femi­nis­ti­schen und ras­sis­mus­kri­ti­schen Widerstand gegen Unterdrückung geleistet haben. Im Seminar wird spe­ziell Rassismus the­ma­ti­siert, den südost-/
ost­asia­tisch mar­kierte Personen in Deutschland erleben. Dieser richtet sich nicht aus­schließlich gegen Menschen mit tat­säch­lichen Bezügen zu Südost-/Ostasien, sondern betrifft auch Personen, die als südost-/ostasiatisch ein­ge­ordnet werden, aber Bezüge zu anderen asia­ti­schen Regionen haben.

Anmeldung unter: fernsicht@iz3w.org
https://fb.me/e/23QB6ed7B

Der Workshop wird von Minh Anh Bùi (kori­en­tation e.V.) und Akiko Rive (freie Bildungsreferent*in) geleitet.


MEGA – Media Empowerment for German Asians

­Im Rahmen von MEGA sind wir bereits mitten im Planungsprozess für mehrere Workshops (Erinnerungskultur, Lebensgeschichtliche Interviews und Kurzfilm) und haben schon gute Kooperationspartner*innen gefunden. Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir uns jedoch ent­schieden, erstmal nur einen Workshop-Termin schon fest­zu­legen, da er sich pro­blemlos als Webinar durch­führen lässt.

++ SAVE THE DATE ++
Also merkt euch schon mal den 13.05 und den 15.05.2021 vor, wenn ihr Lust habt, an einem Podcast-Workshop mit Cuso (Diaspor.Asia) teil­zu­nehmen. Mehr Informationen folgen bald.

Meldet euch gerne bei uns, wenn ihr Ideen für Projekte und Vernetzung habt!

­ Bleibt mit uns in Kontakt und schreibt uns, wenn Ihr Ideen und Anregungen für unsere Arbeit habt oder etwas in unseren Newsletter auf­nehmen lassen wollt!

Den nächsten Newsletter gibt’s dann Anfang nächsten Monat! 

Blog

von Kimiko Suda, Sabrina J. Mayer, Christopher Nguyen 


Antiasiatischer Rassismus exis­tiert nicht erst seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Basierend auf tat­säch­lichen und ima­gi­nierten Besuchen Asiens,[1] haben seit dem 13. Jahrhundert Europäer*innen Narrative kon­struiert und ver­breitet, die bis heute wirk­mächtig sind. In ihnen erscheinen Asiat*innen als „anders“, „exo­tisch“ und „gefährlich“.[2] Auch in Deutschland lässt sich anhand von his­to­ri­schen Beispielen eine klare Kontinuität und Systemimmanenz von anti­asia­ti­schem Rassismus auf­zeigen.[3]

So wurde bei­spiels­weise die Errichtung der deut­schen Kolonie Kiautschou 1897 zeit­ge­nös­sisch mit der angeb­lichen Überlegenheit der Deutschen gegenüber den Chines*innen innerhalb eines ras­sis­ti­schen Systems und dem Ziel der christ­lichen Missionierung und soge­nannten Zivilisierung „im Namen einer höheren Gesittung“ legi­ti­miert.[4] Wenige Jahre später, am 27. Juli 1900, argu­men­tierte Kaiser Wilhelm II. in seiner „Hunnenrede“ zum Abschied deut­scher Marinesoldaten, die zur Bekämpfung des „Boxeraufstands“ (1899–1901) nach China geschickt wurden, dass die Chines*innen mit ihrem Akt des Widerstands gegen die Kolonialmächte ihr Recht auf Leben ver­wirkt hätten. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialist*innen waren auch die damals in Deutschland lebenden Chines*innen unmit­telbar von der NS-Rassenpolitik betroffen: Sie wurden aus­ge­wiesen oder in Konzentrations- und Zwangsarbeiterlager ver­schleppt und dort ermordet.[5]

Als schwer­wie­gendste Fälle anti­asia­ti­scher Gewalt nach 1945 sind die Pogrome in Hoyerswerda 1991 und Rostock-Lichtenhagen 1992 in das kol­lektive Gedächtnis asia­ti­scher Deutscher ein­ge­gangen. Wohngebäude, in denen eine größere Anzahl von Vietnames*innen lebte, wurden unter den Augen applau­die­render Zuschauer*innen von gewalt­tä­tigen Rechtsradikalen ange­griffen. Die Polizei wartete in beiden Fällen tagelang, bis sie gering­fügig ein­griff. Die ver­ant­wort­lichen Politiker*innen kapi­tu­lierten vor der rechten Gewalt und ließen in beiden Fällen die Angegriffenen eva­ku­ieren, statt für die Verhaftung der Angreifer*innen zu sorgen. Die Pogrome von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen sind dabei nicht nur als eine Folge der Vereinigungspolitik ein­zu­ordnen, sondern als Ausdruck einer kon­ti­nu­ier­lichen Existenz von Rassismus in der deut­schen Bevölkerung.[6]

Eine Anerkennung dieser spe­zi­fi­schen Form struk­tu­reller Diskriminierung erfolgte jedoch erst in jüngster Zeit. Beispielsweise sind die ras­sis­tisch moti­vierten Morde an Nguyen Ngọc Chau und Do Anh Lan, die am 20. August 1980 in Hamburg bei einem von Rechtsterroristen ver­übten Brandanschlag starben, bis heute kaum bekannt.[7] Während die Pogrome in Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen noch als situa­ti­ons­be­zogene „Fremdenfeindlichkeit“ gegenüber „Ausländer*innen“ galten, wird im Kontext der Corona-Pandemie, die weltweit mit stei­gender ras­sis­ti­scher Diskriminierung und Übergriffen auf asia­tisch gelesene Menschen ein­herging, nun ver­mehrt über anti­asia­ti­schen Rassismus in Deutschland gesprochen.

Asiatisch gelesene Menschen in Deutschland sind in wider­sprüch­licher Weise sowohl von posi­tivem als auch nega­tivem Rassismus betroffen. Einerseits werden sie vielfach als „Vorzeigemigrant*innen“ beschrieben und gegen andere (post)migrantische Gruppen aus­ge­spielt; ande­rer­seits werden sie als homogene Masse dar­ge­stellt, von der eine Gefahr für die Weiße[8] Mehrheitsgesellschaft ausgehe. Antiasiatischer Rassismus in Deutschland umfasst unter­schied­liche Formen von Gewalt. Diese reichen von ver­balen Mikroaggressionen über struk­tu­relle Diskriminierung bis hin zu kör­per­lichen Angriffen und Morden. In Kitas und Schulen werden Kinder in Lehrbüchern und bei Festen mit ras­si­fi­zierten Missrepräsentationen von „asia­ti­schen Körpern“ und „asia­ti­scher Kultur“ kon­fron­tiert.[9] Dabei unter­scheiden sich die in Populärkultur und medialer Berichterstattung weit ver­brei­teten ras­si­fi­zierten Zuschreibungen auch nach Geschlecht: So werden asia­tisch gelesene Frauen sexua­li­siert, exo­ti­siert und infan­ti­li­siert, Männer dagegen desexua­li­siert und femi­ni­siert.[10]

Diese bereits bestehenden Muster ver­stärkten sich im Kontext der Corona-Pandemie. So berichten asia­tisch gelesene Menschen ver­mehrt von kör­per­lichen Übergriffen im öffent­lichen Raum und fühlen sich phy­sisch und sozial gemieden.[11] Um diese und ähn­liche Entwicklungen wis­sen­schaftlich zu erfassen, sammelt das Kooperationsprojekt „Soziale Kohäsion in Krisenzeiten. Die Corona-Pandemie und anti-asiatischer Rassismus in Deutschland“ seit August 2020 Daten über die gesell­schaft­liche Wahrnehmung von asia­tisch gele­senen Menschen und die Auswirkungen der Pandemie auf diese Wahrnehmungen. Unser Beitrag nutzt die Ergebnisse einer dabei Ende August 2020 umge­setzten Umfrage, um anti­asia­ti­schen Rassismus in Deutschland anhand von aktu­ellen Beispielen zu skiz­zieren, diese mit his­to­ri­schen Entwicklungen zu ver­knüpfen sowie Leerstellen hin­sichtlich der Prävention, Dokumentation und Bekämpfung von anti­asia­ti­schem Rassismus in Deutschland auf­zu­zeigen.[12]

Geschichten asiatischer Migration

Asien ist der größte und ein­woh­ner­stärkste Erdteil, der durch eine Vielzahl von Migrationsströmen geprägt ist. Daher stellt sich die Frage, von wem die Rede ist, wenn wir über „Asiat*innen“ sprechen. Menschen aus Westasien, etwa aus Iran, werden in Deutschland eher als mus­li­misch denn als asia­tisch wahr­ge­nommen, Menschen aus Zentralasien eher mit der ehe­ma­ligen Sowjetunion ver­knüpft. Hinsichtlich des anti­asia­ti­schen Rassismus unter­scheiden sich die Stereotypen und Vorurteile wie­derum zwi­schen Südasien (zum Beispiel Indien), Südostasien (zum Beispiel Indonesien) und Ostasien (zum Beispiel China). Antiasiatischer Rassismus ist dabei kon­text­ab­hängig – er unter­scheidet sich etwa in Großbritannien und Deutschland – und his­to­risch gewachsen. Vielfach wird er über ein­zelne, medial prä­sente Herkunftsländer ver­mittelt. Auf die Frage, welche Gruppen man mit Personen aus Asien ver­binde, ant­wor­teten in unserer Befragung 75 Prozent der Befragten mit Personen aus China, 46 Prozent mit Personen aus Japan und 13 bis 15 Prozent jeweils mit Personen aus Thailand, Südkorea, Indien und Vietnam. Westasiatische Länder wie Iran und Afghanistan wurden von weniger als zwei Prozent genannt und nur gering­fügig mit Asien assoziiert.

Die poten­ziell von anti­asia­ti­schem Rassismus betroffene soziale Gruppe in Deutschland besteht aus unter­schied­lichen Generationen und ist hete­rogen in Hinsicht auf sozio­öko­no­mische Hintergründe und Migrationsgeschichten. Die beiden Gruppen, die am ehesten mit Ländern aus Asien ver­bunden wurden, sind dabei nicht die zah­len­mäßig stärksten Gruppen – Personen aus Japan sind zah­len­mäßig deutlich weniger ver­treten als Personen aus Vietnam (Tabelle).

Tabelle: Anzahl von Personen asia­ti­scher Herkunft und ihrer Nachkommen in Deutschland. Die Tabelle umfasst alle Gruppen aus Süd‑, Südost- und Ostasien, die Separat aus­ge­wiesen sind und mehr als 30.000 Personen umfassen. Die Zahlen wurden auf 1.000 gerundet. (© Mikrozensus 2016)

Ein wich­tiger Teil asia­ti­scher Migrationsgeschichten ist die staatlich orga­ni­sierte Arbeitsmigration in die Bundesrepublik seit Ende der 1950er Jahre. Neben einigen Hundert japa­ni­schen und 8.000 korea­ni­schen Bergarbeitern immi­grierten ab 1966 auch mehr als 10.000 korea­nische Krankenschwestern. Weitere Krankenschwestern aus Indien, Indonesien und den Philippinen folgten.[13] Als sich nach dem Anwerbestopp 1973 die Rücksendeabsicht der Bundesregierung abzeichnete, erkämpfte die Koreanische Frauengruppe in Deutschland mit einer Unterschriftenaktion 1978 erfolg­reich ihr Bleiberecht.[14] Seit dem 1. März 2020 werden im Rahmen des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes medi­zi­nische Pflegekräfte aus den Philippinen und Vietnam ange­worben, erneut ohne die recht­liche Perspektive auf dau­er­hafte Niederlassung. Die Geschichte der Diskriminierung asia­ti­scher Arbeitsmigrant*innen droht, sich zu wiederholen.

Zusätzlich migrierten vor dem Hintergrund des Vietnamkriegs und der viet­na­me­si­schen Wiedervereinigung ab 1975 über 40.000 Geflüchtete aus Vietnam in die Bundesrepublik. Tausende waren mit Booten über das Südchinesische Meer geflüchtet und wurden daher als „Boat People“ bezeichnet. Als Kontingentflüchtlinge erhielten sie und nach­ge­zogene Familienmitglieder einen unbe­fris­teten Aufenthaltstitel.[15]

Ein wei­terer Teil kol­lek­tiver viet­na­me­si­scher Migrationsgeschichte ist die von der DDR staatlich orga­ni­sierte Arbeitsmigration ab 1980. Die Vertragsarbeiter*innen, dar­unter ein Drittel Frauen, waren im Maschinenbau sowie in der Leicht- und Schwerindustrie beschäftigt. Sie sollten, ähnlich wie die Arbeitsmigrant*innen in der Bundesrepublik, für eine fest­ge­legte Zeit dort arbeiten und sich nicht dau­erhaft nie­der­lassen. 1989 lebten und arbei­teten fast 60.000 viet­na­me­sische Vertragsarbeiter*innen in der DDR. Bilaterale Abkommen wurden in gerin­gerem Umfang auch 1982 mit der Mongolei sowie 1986 mit China und Nordkorea abge­schlossen.[16] Nach der Wende blieben knapp ein Drittel der viet­na­me­si­schen Vertragsarbeiter*innen in Deutschland, viele von ihnen kämpften jah­relang um Aufenthaltsgenehmigungen und ihre Existenzsicherung, bis 1997 mit der zweiten Bleiberechtsregelung im deut­schen Ausländergesetz eine recht­liche Grundlage dafür geschaffen wurde.[17]

Die Geschichte der chi­ne­si­schen Communities in Deutschland ist ins­be­sondere für die Metropolen Hamburg und Berlin seit dem Ende des 19. Jahrhunderts doku­men­tiert. Um 1900 arbei­teten mehrere Tausend chi­ne­sische Heizer und Seeleute auf deut­schen Dampfschiffen und ließen sich ab 1919 in Hamburg nieder, eröff­neten Geschäfte, Restaurants und grün­deten Familien. In den 1920er und 1930er Jahren stu­dierten pro­mi­nente chi­ne­sische Intellektuelle wie zum Beispiel der spätere Premierminister Zhou Enlai in Berlin.[18] Nach dem Beginn der Reform- und Öffnungspolitik in der Volksrepublik China unter Deng Xiaoping kamen ab 1980 immer mehr chi­ne­sische Studierende nach Berlin, gegen­wärtig stellen Chines*innen an vielen deut­schen Universitäten die größte Gruppe an aus­län­di­schen Studierenden.[19] Zudem leben Kulturschaffende, Wissenschaftler*innen und Geschäftsleute aus der Volksrepublik, Taiwan und Hongkong ins­be­sondere in Berlin und haben dort Strukturen zur kul­tu­rellen Selbstrepräsentation wie das „Times Art Center“ eta­bliert, die für die Etablierung von Gegenperspektiven zu ras­sis­ti­schen Narrativen not­wendig sind.

Antiasiatischer Rassismus und Covid-19

Die Verstärkung von anti­asia­ti­schem Rassismus im Kontext der Corona-Pandemie lässt sich vor dem Hintergrund (post)kolonialer Narrative zu „Asien“ his­to­risch ein­ordnen. Seit dem 19. Jahrhundert wird die „Gelbe Gefahr“ mit der Entstehung und Verbreitung von Epidemien wie der Pest, in der jün­geren Vergangenheit mit Infektionskrankheiten wie Sars (severe acute respi­ratory syn­drome) ver­knüpft.[20] Das biologisch-medizinische Phänomen einer Pandemie wird ras­si­fi­ziert und kul­tu­ra­li­siert; Ess‑, Wohn- und Hygienegewohnheiten werden als Teil einer ima­gi­nierten „asia­ti­schen Kultur“ für die Entstehung und Verbreitung von Pandemien ver­ant­wortlich gemacht. Der his­to­rische und der aktuelle Diskurs unter­scheiden sich jedoch in einem Aspekt: Während China früher als „tra­di­tionell“, „unzi­vi­li­siert“ und „unter­ent­wi­ckelt“ ein­ge­ordnet wurde, wird das Land inzwi­schen als eine für Europa öko­no­misch, geo­po­li­tisch und tech­nisch gefähr­liche Konkurrenz bewertet.[21]

Wenn also der „Spiegel“ seine Ausgabe zur Corona-Pandemie am 1. Februar 2020 mit dem Schriftzug „Made in China. Wenn die Globalisierung zur töd­lichen Gefahr wird“ in gelber Farbe betitelt, drängen sich Vergleiche zu kolo­nialen Narrativen unmit­telbar auf. Ähnliche Zuschreibungen erfolgten auch in anderen deutsch­spra­chigen Medienbeiträgen zu Covid-19 implizit oder explizit.[22] Auf der Straße und im Internet wird asia­tisch gele­senen Menschen zudem will­kürlich ein „Chinesischsein“ zuge­schrieben, um sie auf eine ver­meintlich nied­rigere soziale Position zu ver­weisen bezie­hungs­weise ihnen eine Existenz in Deutschland abzu­sprechen. Auch die Erinnerungstafel für chi­ne­sische NS-Opfer in der Hamburger Schmuckstraße, in deren Nachbarschaft sich in den 1920er und 1930er Jahren das „Chinesenviertel“ Hamburgs befand, wurde nach dem Beginn der Corona-Pandemie von Unbekannten stark beschädigt.[23] Als Reaktion auf diese anti­asia­ti­schen Narrative und Übergriffe bildete sich aber auch medialer Widerstand. So ging bei­spiels­weise im Mai 2020 die von asia­tisch gele­senen Menschen initi­ierte inter­aktive, digitale Plattform „Ich bin kein Virus“ online.[24]

Die seit dem Beginn der Pandemie von asia­tisch gele­senen Menschen erlebten Ausgrenzungen sind keine Einzelfälle. So ist es in Anbetracht der stark auf China fokus­sierten medialen Diskussion nicht über­ra­schend, dass etwa 29 Prozent der Befragten die Verantwortlichkeit für die Corona-Pandemie zumindest teil­weise in Asien – und dort ins­be­sondere in China – sehen. Diese Einschätzung kann nicht ohne weitere Informationen als anti­asia­ti­scher Rassismus ein­ge­stuft werden, weist jedoch auf eine deut­liche Verknüpfung der Pandemie mit Asien hin. Eine expli­zitere Verbindung zwi­schen nega­tiven Stereotypen und zuge­schrie­bener Verantwortlichkeit zeigt sich in der Annahme, dass asia­tische Essgewohnheiten, etwa der ver­mutete Konsum von Fledermäusen, und man­gelnde Hygienebedingungen, zum Beispiel durch soge­nannte wet markets, auf denen Obst und Gemüse, frisch her­ge­stellte Lebensmittel wie Nudeln, Sojaprodukte und Brotfladen, Fisch und Fleisch, zum Teil auch lebendes Geflügel und Seetiere ver­kauft werden, zum Ausbruch der Pandemie geführt hätten. Diese Wahrnehmung haben immerhin zehn Prozent aller Befragten.

In unserer Umfrage zeigte sich zudem, dass asia­tisch gelesene Menschen (wei­terhin) oft als „Vorzeigemigrant*innen“ wahr­ge­nommen werden. Während wir sub­stan­zielle Differenzen in der Wahrnehmung von mus­li­mi­schen Menschen und Deutschen ohne Migrationshintergrund finden, gibt es grund­sätzlich keinen sta­tis­tisch sicheren Unterschied zwi­schen der Beurteilung von asia­tisch gele­senen Menschen und Deutschen ohne Migrationshintergrund. Durch die Pandemie scheint sich dieses Verhältnis zu ändern. So zeigen unsere Ergebnisse, dass Menschen, die die Verantwortung für die Pandemie in Asien ver­orten, asia­tisch gelesene Menschen auch innerhalb Deutschlands grund­sätzlich nega­tiver wahr­nehmen. Obwohl dabei keine klare kausale Abfolge zwi­schen der Zuschreibung der Verantwortlichkeit und nega­tiven Wahrnehmungen getestet werden konnte, legen die Ergebnisse nahe, dass der Kontext der Pandemie anti­asia­ti­schen Rassismus akti­viert oder zumindest sichtbar(er) gemacht hat.

Neben Veränderungen der all­ge­meinen Wahrnehmung von asia­tisch gele­senen Menschen inter­es­sierte uns auch, inwiefern die Corona-Pandemie den all­täg­lichen Umgang mit­ein­ander ver­ändert hat. Deshalb wurden auch Alltagssituationen ana­ly­siert, etwa die Platzwahl in öffent­lichen Verkehrsmitteln. Dabei wurden die Befragten mit der Situation kon­fron­tiert, zwi­schen einem Platz neben einem asia­tisch und einem als der „Normalbevölkerung“ ange­hörig gele­senen Menschen aus­wählen zu können.

Auch hier zeigte sich, dass die Corona-Pandemie das Verhalten der Menschen beein­flusst. Konfrontiert mit der Alltagssituation vor der Pandemie, wählten 51 Prozent aller Befragten den „asia­ti­schen“ Sitznachbarn. Diese Auswahl lässt sich von einer zufäl­ligen Entscheidung sta­tis­tisch nicht unter­scheiden, sodass – im Gegensatz zur Wahl anderer Sitznachbarn mit Migrationshintergrund[25] – keine klaren Ausgrenzungsmuster iden­ti­fi­ziert werden können. Anders verhält es sich unter Corona-Bedingungen. Waren Menschen mit Masken abge­bildet, wählten nur noch 46 Prozent aller Befragten den Sitzplatz neben den asia­tisch gele­senen Menschen, sodass ein Vermeidungsverhalten iden­ti­fi­ziert werden kann. Dieses Verhalten war besonders unter Menschen, die der AfD nahe­stehen, präsent. Sie bevor­zugten unter Corona-Bedingungen zu fast 70 Prozent einen Weißen Sitznachbarn, während im Szenario ohne Maske dieser Anteil bei 53 Prozent liegt.

Die Ergebnisse dieser Umfrage zeigen, wie wider­sprüchlich, hete­rogen, aber auch fragil und kon­text­ab­hängig die Wahrnehmung asia­tisch gele­sener Menschen in der deut­schen Gesellschaft ist. Im Vergleich zu anderen (post)migrantischen Gruppen erleben sie weniger häufig direkte Ablehnung und Ausgrenzung und werden von der „Normalbevölkerung“ posi­tiver wahr­ge­nommen. Die Ergebnisse zeigen aber auch, wie unsicher dieser Zustand ist. Bestehende Vorurteile und Ablehnungen können in realen oder ima­gi­nären Krisensituationen schnell akti­viert werden und zu kleinen und großen Ausprägungen von anti­asia­ti­schem Rassismus führen.

Ausblick

Die struk­tu­relle Basis von Rassismus in der deut­schen Gesellschaft lässt ver­muten, dass auch zukünftig mit Ausbrüchen kol­lek­tiver anti­asia­ti­scher ras­sis­ti­scher Gewalt gerechnet werden muss.

Das Fortwähren von ras­si­fi­zierten Zuschreibungen und deren Wirkungsweisen lässt sich unter anderem auf den Mangel an inhalt­licher und per­so­neller Diversität in Institutionen zurück­führen. Dieser besteht ins­be­sondere in Hinsicht auf die Repräsentation von asia­ti­scher Migration in der Wissenschaft, in Bildungsinstitutionen und ‑for­maten, in den Medien und in der Kultur. Ohne die Schließung dieser Leerstellen lässt sich auch keine Sensibilisierung der Öffentlichkeit gegenüber anti­asia­ti­schem Rassismus nach­haltig gestalten, da sich kein Grundwissen eta­blieren kann. Zudem wurde die deutsche Kolonialpolitik in China zwar zum Teil wis­sen­schaftlich unter­sucht,[26] jedoch poli­tisch nicht aufgearbeitet.

Knapp zwei Wochen nach den ras­sis­tisch moti­vierten Morden in Hanau am 19. Februar 2020 wurde beim elften Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt die Einrichtung eines Kabinettsausschusses gegen Rechtsextremismus und Rassismus beschlossen. Die Interessen der asiatisch-deutschen Communities sind durch den Verein „Korientation“ in der Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen in diesem Ausschuss ver­treten. Diese Vertretung ist ein erster Schritt einer Repräsentation auf der bun­des­po­li­ti­schen Ebene.

Knapp eine Million asia­tische Deutsche und Asiat*innen leben in Deutschland und sind poten­ziell von anti­asia­ti­schem Rassismus betroffen. Antiasiatischer Rassismus ist dabei nicht nur für asiatisch-gelesene Menschen relevant, sondern Teil und Symptom eines gesell­schaft­lichen, wirt­schaft­lichen, poli­ti­schen und kul­tu­rellen Systems. Dieses wird von hier lebenden Menschen vor dem Hintergrund eines spe­zi­fi­schen his­to­ri­schen Kontextes repro­du­ziert. Die Verstärkung der Diskriminierung von asia­tisch gele­senen Menschen in Zeiten der Corona-Pandemie macht eine öffent­liche Positionierung von poli­ti­schen Handlungsträger*innen und letztlich jeder Person, die Zeug*in einer Diskriminierung wird, not­wendig. Weitere Studien und eine sys­te­ma­tische Dokumentation von anti­asia­ti­schem Rassismus sind zudem unab­dingbar, um diesen wir­kungs­voller bekämpfen zu können.

Wir danken Noa K. Ha und Jonas Köhler für die hilf­reichen Anregungen und Kommentare zu diesem Beitrag.

Fußnoten

1 Die Begriffe „Asien“ und „asia­tisch“ werden sowohl als Kenntlichmachung einer Imagination Europas bzw. als Fremdzuschreibung durch Europäer*innen und andere Personen als auch für Menschen genutzt, die sich selbst als „asia­tisch“, „asia­tische Deutsche“ oder „asiatisch-diasporisch“ bezeichnen.

2 Vgl. Michael Keevak, Becoming Yellow. A Short History of Racial Thinking, Princeton–Oxfordshire 2011.

3 Rassismus wird in diesem Beitrag nicht als per­sön­liche oder poli­tische Einstellung, sondern als „insti­tu­tio­na­li­siertes System, in dem soziale, wirt­schaft­liche, poli­tische und kul­tu­relle Beziehungen für weißen Alleinherrschaftserhalt wirken“, ver­standen. Noah Sow, Rassismus, in: Susan Arndt/Nadja Ofuatey-Alazard (Hrsg.), (K)Erben des Kolonialismus im Wissensarchiv deutsche Sprache. Ein kri­ti­sches Nachschlagewerk, Münster 2019, S. 37.

4 Zit. nach Mechthild Leutner/Harald Bräuner, „Im Namen einer höheren Gesittung“. Die Kolonialperiode, 1897–1914, in: Mechthild Leutner/Dagmar Yü-Dembski (Hrsg.), Exotik und Wirklichkeit. China in Reisebeschreibungen vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, München 1990, S. 41–52.

5 Vgl. Kien Nghi Ha, Chinesische Präsenzen in Berlin und Hamburg bis 1945, in: ders. (Hrsg.), Asiatische Deutsche. Vietnamesische Diaspora and Beyond, Berlin–Hamburg 2012, S. 280–287; Dagmar Yü-Dembski, Chinesenverfolgung im Nationalsozialismus. Ein wei­teres Kapitel ver­drängter Geschichte, in: Bürgerrechte & Polizei 3/1997, S. 70–76.

6 Vgl. Noa K. Ha, Vietdeutschland und die Realität der Migration im ver­einten Deutschland, in: APuZ 28–29/2020, S. 30–34; Dan Thy Nguyen, Rechte Gewalt, die DDR und die Wiedervereinigung, in: Bengü Kocatürk-Schuster et al. (Hrsg.), Unsichtbar. Vietnamesisch-Deutsche Wirklichkeiten, Köln 2017, S. 6–23.

7 Vgl. Gedenken an ersten offi­zi­ellen ras­sis­ti­schen Mord nach 1945, 24.8.2020, http://www.migazin.de/2020/08/24/vor-40-jahren-gedenken-an-ersten-offiziellen-rassistischen-mord-nach-1945«. Siehe auch die Initiative für ein Gedenken an Nguyen Ngọc Chau und Do Anh Lan, https://inihalskestrasse.blackblogs.org/author/inihalskestrasse«.

8 „Weiß“ wird hier groß­ge­schrieben, um auf die Konstruiertheit von Ethnizität zu verweisen.

9 Vgl. „Kostüme sind nicht unschuldig“. Interview mit Noa K. Ha, 8.2.2018, http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018–02/noa-k-ha-karneval-kolonialismus-interview«.

10 Zum aktu­ellen Kontext vgl. Sumi K. Cho, Converging Stereotypes in Racialized Sexual Harassment. Where the Model Minority Meets Suzie Wong, in: The Journal of Gender, Race and Justice 1/1997, S. 178–211. Zu his­to­ri­schen Entwicklungen vgl. Mechthild Leutner, „Schlitzäugige Schöne“ und „gehorsame Dienerin des Mannes“. Deutsche Bilder von chi­ne­si­schen Frauen in der Kolonialperiode, in: dies./Marianne Bechhaus-Gerst (Hrsg.), Frauen in den deut­schen Kolonien, Berlin 2009, S. 194–204.

11 Vgl. Daniel Leber, „Er sagte, man müsse mich mit Sagrotan ein­sprühen“, 18.4.2020, http://www.tagesspiegel.de/25750740.html«.

12 Wir bedanken uns bei Jonas Köhler für die tat­kräftige Hilfe bei der Kodierung.

13 Vgl. Urmila Goel, Wer sorgt für wen auf welche Weise? Migration von Krankenschwestern aus Indien in die Bundesrepublik Deutschland, in: Beate Binder et al. (Hrsg.), Care: Praktiken und Politiken der Fürsorge. Ethnographische und geschlech­ter­theo­re­tische Perspektiven, Opladen 2019, S. 97–109; Florian Pölking, Schlaglichter auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ehe­ma­liger korea­ni­scher Bergarbeiter und Krankenschwestern in Deutschland, in: Yong-Seoun Chang-Gusko/Nataly Jung-Hwa Han/Arnd Kolb (Hrsg.), Unbekannte Vielfalt. Einblicke in die korea­nische Migrationsgeschichte in Deutschland, Köln 2014, S. 42–69; You Jae Lee/Sun-ju Choi, Umgekehrte Entwicklungshilfe. Die korea­nische Arbeitsmigration in Deutschland, in: Kölnischer Kunstverein et al. (Hrsg.), Projekt Migration, Köln 2005, S. 735–742.

14 Vgl. Kook-Nam Cho-Ruwwe, 30 Jahre der korea­ni­schen Frauengruppe in Deutschland, o.D., https://koreanische-frauengruppe.tistory.com/266?category=615060«.

15 Vgl. Phi Hong Su/Christina Sanko, Vietnamesische Migration nach Westdeutschland. Ein his­to­ri­scher Zugang, in: Kocatürk-Schuster et al. (Anm. 6), S. 6–23.

16 Vgl. Mike Dennis, Vietnamesische Migration in den 1980er Jahren: Arbeiten in einem kom­mu­nis­ti­schen Paradies, in: Kocatürk-Schuster et al. (Anm. 6), S. 78–97; Ann-Judith Rabenschlag, Arbeiten im Bruderland. Arbeitsmigranten in der DDR und ihr Zusammenleben mit der deut­schen Bevölkerung, 15.9.2016, http://www.bpb.de/233678«.

17 Vgl. Karin Weiss, Vietnamesische „Vertragsarbeiter*innen“ der DDR seit der deut­schen Wiedervereinigung, in: Kocatürk-Schuster et al. (Anm. 6), S. 111–125.

18 Vgl. Kien Nghi Ha, Chinesische Präsenzen in Berlin und Hamburg bis 1945, in: ders. (Hrsg.), Asiatische Deutsche. Vietnamesische Diaspora and Beyond, Berlin–Hamburg 2012, S. 280–287.

19 Im Wintersemester 2018/2019 gab es an Hochschulen in Deutschland 42676 Studierende aus China. Vgl. Statista, Anzahl der aus­län­di­schen Studierenden an Hochschulen in Deutschland im Wintersemester 201819 nach Herkunftsländern, Oktober 2019, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/301225«.

20 Vgl. Keevak (Anm. 2).

21 Vgl. Christos Lynteris, Yellow Peril Epidemics: The Political Ontology of Degeneration and Emergence, in: Franck Billé/Sören Urbansky (Hrsg.), Yellow Perils. China Narratives in the Contemporary World, Honolulu 2018, S. 35–59

22 Für einen Überblick über anti­asia­tische Medienberichte siehe http://www.korientation.de/corona-rassismus-medien«.

23 Vgl. Rosa Fava, Gedenktafel für chi­ne­sische NS-Opfer in Hamburg ange­griffen und beschmutzt, 20.4.2020, http://www.belltower.news/anti-asiatischer-rassismus-gedenktafel-fuer-chinesische-ns-opfer-in-hamburg-angegriffen-und-beschmutzt-98467«.

24 Siehe http://www.ichbinkeinvirus.org«.

25 So würden z.B. nur 44 Prozent aller Befragten einen Schwarzen statt einen Weißen Sitznachbarn aus­wählen. „Schwarz“ wird hier groß­ge­schrieben, um auf die Selbstbezeichnung der Schwarzen Menschen in Deutschland und, ebenso wie beim Wort „Weiß“, auf die Konstruiertheit von Ethnizität zu verweisen.

26 Für einen Überblick vgl. Mechthild Leutner, Kiautschou: Deutsche „Musterkolonie“ in China?, in: Ulrich van der Heyden/Joachim Zeller (Hrsg.), „… Macht und Anteil an der Weltherrschaft“. Berlin und der deutsche Kolonialismus, Münster 2005, S. 203–212.


Autoren/-innen: Kimiko Suda, Sabrina J. Mayer, Christoph Nguyen für: Aus Politik und Zeitgeschichte/bpb.de, APuZ Heft 42–44, 2020 vom 08.10.2020. Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz „CC BY-NC-ND 3.0 DE ver­öf­fent­licht. Zweitveröffentlichung auf korientation.de.

Verein

Der lang erwartete Sammelband in der erwei­terten Neuauflage ist Anfang Juli 2021 her­aus­ge­kommen! Wir freuen uns sehr darüber, dass das Buch wieder erhältlich ist. Danke an alle, die dieses Ergebnis mit ihrer Vorbestellung möglich gemacht haben. 

Falls Ihr Teil der Sammelbestellung wart, aber das Buch bis Ende Juli noch nicht erhalten habt, dann meldet Euch doch bitte direkt beim Verlag Assoziation A per E‑Mail: berlin AT assoziation‑a.de.

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Der Weg vom Aufruf bis zur Veröffentlichung der Zweitauflage ist wei­terhin doku­men­tiert – siehe unten „Zur Sammelbestellung“.

Zum Inhalt

Am Beispiel der viet­na­me­si­schen Migration, die vor allem in Berlin stark präsent ist, lässt sich auf­zeigen, dass das Leben in der Diaspora viel­ge­staltige Formen annimmt und dieser Prozess aus der Perspektive der migran­ti­schen Subjekte zu denken ist. Indem die Nation von ihren Rändern aus neu gedacht wird, können bisher ver­nach­läs­sigte Fragen und mar­gi­na­li­sierte Räume in den Fokus genommen werden. Dieser Perspektivwechsel durch­zieht die viel­schich­tigen Analysen, Gespräche, Porträts, Foto-Essays und Kurzgeschichten nam­hafter Wissenschaftler*innen und talen­tierter Künstler*innen, die diesen Raum mit Leben und Innenansichten füllen.

Im ersten Teil des Bandes werden essen­zia­lis­tische Identitätskonstruktionen sowie das homo­ge­ni­sie­rende Kulturverständnis hin­ter­fragt und zeit­ge­nös­sische Bedeutungen der asia­ti­schen Diaspora ana­ly­siert. Anstatt Migration lediglich als ein zu bewäl­ti­gendes Problem zu begreifen, beleuchten die Beiträge im zweiten Teil ihre kos­mo­po­li­ti­schen Potenziale. Vor diesem Hintergrund werden viel­fältige Verbindungen zu anderen People-of-Color-Gemeinschaften in Deutschland gezogen. Denn die komplex zusam­men­ge­setzten Identitäten in dia­spo­ri­schen Communities reflek­tieren unter­schied­liche geschicht­liche Erfahrungen mit Exil, gen­der­spe­zi­fi­scher Ausbeutung und Rassismus, die kul­tu­relle und gesell­schafts­po­li­tische Bedeutungen in sich tragen.

Das Leben zwi­schen hybriden Kulturen, poli­ti­schen Grenzen und kon­stru­ierten Nationen wird in diesem Buch als eine Form des Zuhause-Seins unter­sucht. Diese Konstellation stellt eine zen­trale Zukunftsaufgabe post­ko­lo­nialer Migrationsgesellschaften in der Ära der Globalisierung dar.

Mit Beiträgen von Joshua Kwesi Aikins, Mita Banerjee, Biplap Basu, Indira Hong Giang Berghof, Uta Beth, Sun-ju Choi, Huy Dao, Katharina Dehn, Hannah Eitel, Naika Foroutan, Urmila Goel, Kien Nghi Ha, Noa Ha, Feng-Mei Heberer, Tamara Hentschel, Pham Thi Hoai, Jee-Un Kim, Mai-Phuong Kollath, Alisa Anh Kotmair, Yumin Li, Nya Luong, Hanna Hoa Anh Mai, Ruth Mayer, Angelika Bach Ngoc Nguyen, Baly Nguyen, Bé Ðiem Nguyen-Xuân, Thao Nguyen, Toản Quốc Nguyễn, Thúy Nonnemann, Günter Piening, Nivedita Prasad, Sina Schindler, Petra Isabel Schlagenhauf, Antonie Schmiz, Yasemin Shooman, Kimiko Suda, Trần Thị Thu Trang, Trinh T. Minh-ha, Anja Tuckermann, Danh Vo und Alke Wierth. Übersetzungen: Madeleine Bernstorff und Emma Dowling. Lektorat: Nika Zablotsky und Peter Veit. Cover: Ngan Thi Dang.

Weitere Informationen und Filmdokumentationen zum Buch (1. Auflage) finden sich auf der Website: https://asiatischedeutsche.wordpress.com/

Informationen zur Publikation

Kien Nghi Ha (Hg.) (2021): Asiatische Deutsche Extended. Vietnamesische Diaspora and Beyond. Berlin: Assoziation A. ISBN 978–3‑86241–484‑0, ca. 480 Seiten, Preis: 19,80€
Stark erwei­terte und durch­ge­sehene Neuauflage mit neuen Vorwort

Seiten: 472 (Taschenbuch)
Verkaufspreis: 19,80 EUR zzgl. Porto
Veröffentlichung: 1. Juli 2021
ISBN 978–3‑86241–484‑0

Inhaltsverzeichnis: als PDF zum Download

Link zum Verlag: http://www.assoziation‑a.de/buch/148

Companion-Webseite (zur ersten Auflage): https://asiatischedeutsche.wordpress.com

Wo kann ich das Buch kaufen? 

Im regu­lären Buchhandel. In Berlin emp­fehlen wir unsere Freund*innen vom NEUROTITAN shop&gallery – www.neurotitan.de

Online emp­fehlen wir Plattformen wie buch7.de oder autorenwelt.de usw. statt den glo­balen Online-Händler mit A.

Medienecho 2021

20.07.2021 | BR Fernsehen, puzzle Kulturmagazin, „Was das Selbstverständnis verrät: Asiatische Deutsche – Extended“ - Interview mit Sun-Ju Choi und Kien Nghi Ha

Stimmen zur Erstauflage 2012

„Mit dem Sammelband gewährt uns Kien Nghi Ha einen Einblick in die Diversität asia­ti­scher Präsenzen in Deutschland. Neben meh­reren Beiträgen, die nicht nur für die eta­blierte Rassismusforschung in Deutschland von Bedeutung sind, finden sich Analysen sozialer und kul­tu­reller Praktiken, Untersuchungen medialer Repräsentationspolitiken, Autobiographisches sowie Aufsätze über Community-Pflege und trans­kul­tu­reller Interaktion. Ein ungemein span­nender Sammelband, der Autor_innen aus den unter­schied­lichsten wis­sen­schaft­lichen und künst­le­ri­schen Milieus ver­sammelt; ein Band der einmal mehr deutlich macht, dass es höchste Zeit dafür ist, dass das Deutschland, das wir tag­täglich in Cafés, U‑Bahnen, Clubs, Restaurants, Schulen, Universitäten, Geschäften, Fußgängerzonen, Tankstellen, Bibliotheken etc. erleben, endlich auch in der deut­schen Kultur- und Politiklandschaft sichtbar wird: In Rathäusern und Parlamenten, in Theatern und Museen, in Konzertsälen und im deut­schen Fernsehen – überall da eben, wo Deutschland reprä­sen­tiert wird.“ Philippa Ebéné, Geschäftsführerin und künst­le­rische Leiterin der Werkstatt der Kulturen Berlin

„Deutschland ist also asia­tisch und in dieser Formulierung ist die Gegenüberstellung von ‚Deutsch‘ und ‚Asiatisch‘ bereits auf­ge­hoben. Von dieser Aufhebung handeln die Beiträge dieses Buches, das sehr lesenswert ist, weil es in ana­ly­ti­schen und nar­ra­tiven Sätzen zeigt, dass Erfahrungen und ihre Artikulation in einem dop­pelten Sinne poli­tisch sind.
Sie weisen zurück auf poli­tische Verhältnisse, die diese Erfahrungen zuweilen schmerzlich her­vor­bringen. Und sie wider­setzen sich diesen Verhältnissen getragen von aus Alltagspraxis und Intellektualität resul­tie­renden Visionen weniger gewalt­för­miger Verhältnisse. Die Politisierung der struk­tu­rellen Schwäche derer, die natio-ethno-kulturelle Gegenüberstellungen auf­heben, ist die große Stärke des Buches. Eine Ermutigung.“
Prof. Dr. Paul Mecheril, Direktor des Center for Migration, Education and Cultural Studies, Universität Oldenburg

„Nachdem der domi­nie­rende Diskurs über ‚Integrationsdefizite‘ und ‚gute und schlechte Migranten‘ die ras­sis­ti­schen Theorien des 19. Jh. jüngst wie­der­belebt haben, holt dieses Buch uns ein­drucksvoll ins 21. Jh. zurück. Die hier zusam­men­ge­stellten Beiträge her­vor­ra­gender Wissenschafter_innen, Künstler_innen und Akvist_innen bringen es auf den Punkt: Deutschland – und auch Europa – sind unwi­der­ruflich plural, hete­rogen, hybrid und gerade deshalb spannend und zukunfts­fähig (geworden).“
Prof. Dr. Sérgio Costa, Direktor des Lateinamerika Instituts, Freie Universität Berlin

„Das erste Buch zu Asian-Germans eröffnet eine span­nende neue Perspektive für die Forschung und bietet somit gleich­zeitig eine Plattform für mul­tivokale asia­tische dia­spo­rische Formationsbestrebungen in Deutschland.“
Prof. Dr. You Jae Lee, Leiter der Koreanistik, Universität Tübingen.

Rezensionen zur ersten Auflage von Asiatische Deutsche

Asiatische Deutsche – Sachbuch der Woche in der FAZ
„Die Ausnahmen und die Regeln: Der Sammelband ‚Asiatische Deutsche‘ unter­sucht, wie unsere Gesellschaft ihre Einwanderer betrachtet – und wie diese mit den fal­schen Zuschreibungen zurecht­kommen müssen. […] Die Suche nach dem rich­tigen Wort für eine so viel kom­plexere Gegenwart durch­zieht den kom­pletten Band.“
Tobias Rüther: Wie würdest du deine Herkunft beschreiben? Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 27.08.2012, S. 26.

Unbedingt emp­feh­lenswert
„Dieses Buch wurde zu Recht von der FAZ als Sachbuch emp­fohlen. Die viel­seitige Dokumentation des vietnamesisch-deutschen kul­tu­rellen Lebens im Einwanderungsland Deutschland ist ein wert­voller Beitrag zum kul­tu­rellen Gedächtnis der in Deutschland lebenden asia­ti­schen com­mu­nities. […] Der nun publi­zierte Sammelband „Asiatische Deutsche“ ist eine ein­drucks­volle Orchestrierung von Gegenstimmen. […] Gerade das macht den Band stark, ebenso wie einige schriftlich doku­men­tierte Podiumsgespräche, die sich durchweg sehr spannend lesen und es erlauben, auch nach­träglich noch an der Diskussionsreihe teil­zu­haben. Damit ist dem Team, das hinter dieser Reihe und Publikation steht, ein großer Wurf gelungen. […] Es gibt soviele Anregungen in diesem Buch. Es ist unbe­dingt emp­feh­lenswert.“
Karin Yesilada: Deutsch-Vietnamesisches Gedächtnis. In: hei­mat­kunde – Migrationspolitisches Portal der Heinrich-Böll-Stiftung

Ausnahmslos hohe inhalt­liche Qualität
„Beide Bücher ver­bindet eine gelungene, kri­tische Annäherung an hybride Prozesse und sie stellen einen klugen Appell zur poli­ti­schen und kon­tex­tua­li­sierten Reorientierung des Konzepts dar. […] Dabei fällt die aus­nahmslos hohe inhalt­liche Qualität der Beiträge auf […] Asiatische Deutsche ist eine gelungene Textkompilation [… und] in jedem Fall wichtig. Am Beispiel der asiatisch-vietnamesischen Diaspora wird handfest und viel­schichtig kon­kre­ti­siert, was Vermischung und Hybridität bedeutet.“
Johnny Van Hove: Hybridität Revisited: Karriere, Kritik und Alltag eines Starkonzepts. In: KULT_online, Nr. 34, 2013.

Theoretisch fun­diert und prak­tisch ver­ortet
„Während die deutsche Migrationsforschung Einwanderungsprozesse vor allem aus der Perspektive des Nationalstaates betrachtet, rücken Ha und die rund zwanzig wei­teren AutorInnen dia­spo­rische Ansätze rund um migran­tische Subjekte, Communities und Netzwerke ins Zentrum. Das ist gut so, denn es führt zu einem Perspektivwechsel, zu Pluralisierung und De-Nationalisierung.
‚Asiatische Deutsche‘ ist ein weit gefasster Begriff, er ver­weist auf Einschlüsse und Ausschlüsse. Heutzutage ist der Begriff der Diaspora en vogue, denn er beschreibt die Zerstreuung von MigrantInnen fern der Heimat. Aber Diaspora ist mehr, sie loka­li­siert Erfahrungen von Ausschluss, Identifikation, Zugehörigkeit und Exklusivität neu. Die AutorInnen dieses Sammelbandes ver­stehen es, Diasporen im Spannungsfeld zwi­schen Nationalismus und trans­na­tio­nalen Bezügen zu beschreiben – theo­re­tisch fun­diert und prak­tisch ver­ortet.“
Rosaly Magg: Diaspora in Deutschland. In: iz3w, Nr. 334, 2013, S.46.

Wertvolle Beiträge zur Rassismusforschung
„Der Band doku­men­tiert Debatten von enga­gierten WissenschaftlerInnen und AktivistInnen zu den Themen Identität und Repräsentation von asia­ti­schen Deutschen. […] Das anre­gende Lesebuch ver­sammelt Fotos, Porträts, Analysen und Gespräche. Es bietet wert­volle Beiträge zur Rassismusforschung und einen tiefen Einblick in die Vielfalt der deutsch-asiatischen Präsenzen.“
Anke Schwarzer: Aufgeblättert. In: analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis. Nr. 577, 16.11.2012.

„Früher war es mir auch wichtig, bloß kein Chinese zu sein“
Trotz des ver­hee­rendsten ras­sis­ti­schen Pogroms seit der Nazi-Zeit in Rostock-Lichtenhagen ist anti-Asiatischer Rassismus ein sträflich ver­nach­läs­sigtes Wissensgebiet. Ein Gespräch über die Bedeutung von Asiatische Deutsche, Community und Coalition Work.
Kien Nghi Ha im MiGAZIN-Interview mit Deniz Utlu


ZUR SAMMELBESTELLUNG

UPDATES
03.08.2021 UPDATE Alle Bestellungen wurden aus­ge­liefert – und einige Bücher sind auch schon wieder zurück­ge­kommen! Bitte meldet Euch, wenn Ihr noch immer nichts erhalten habt. Entweder direkt beim Verlag oder bei uns, und wir leiten Eure Email weiter.

An alle SELBSTABHOLER*INNEN: BITTE MELDET EUCH BEI UNS, also bei kori­en­tation per Email an die info@ Adresse! Die Bücher sind bei uns im Büro und gegen Barzahlung könnt Ihr Eure Bestellungen gleich mit­nehmen.

Wer nicht vor­be­stellt hat, aber ein Buch möchte: Das Buch gibt es im regu­lären Buchhandel – oder schaut in Berlin im NEUROTITAN – www.neurotitan.de vorbei! Die führen das Buch ab sofort auch und sind unsere friends und Nachbarn.

03.07.2021 UPDATE Die Email zur Bestellung und Lieferung an alle Vorbesteller*innen ist raus! Bitte gebt uns ASAP bis zum 08. Juli 2021 (Do) Bescheid, falls sich etwas an Eurer Bestellung und vor allen Dingen an der LIEFERANSCHRIFT geändert haben sollte. Ihr findet das Kontaktformular für die Adressänderung auf dieser Webseite! Bei Fragen meldet Euch via E‑Mail an info AT korientation.de!

18.06.2021 SURPRISE UPDATE! Wir machen einen COMMUNITY-BOOKLAUNCH! Das korientation-Team hat sich kurz­fristig ent­schlossen, das erste korientation-Get Together in Präsenz seit Corona-Zeiten zu orga­ni­sieren. Am Do, 8. Juli 2021 ab 19 h wollen wir mit einem kleinen Programm und natürlich einem Büchertisch(!) das Erscheinen der zweiten Auflage feiern und die Gelegenheit nutzen, uns auch tat­sächlich zu sehen und zu treffen. Der Verleger Rainer hat grünes Licht gegeben, Herausgeber Nghi orga­ni­siert eine Gesprächsrunde mit Autor*innen aus dem Buch und wir erwarten ein bisschen Live-Musik (ange­fragt NAARI). Wir planen die Veranstaltung auf dem Gelände von DiskoBabel - ent­spannt, urban, kreativ, alter­nativ und impro­vi­siert ^^. Die Personenanzahl wird wohl beschränkt sein, Anmeldung und nega­tiver Schnelltest bzw. Impfnachweis ist erfor­derlich. MORE SOON!

12.06.2021 So wie es aus­sieht, kommt das Buch tat­sächlich Ende Juni aus dem Druck! Es hat dann doch fast ein Jahr gedauert, seitdem wir das Ganze beim Verlag und Herausgeber ange­stoßen haben, bis wir dieses Update posten konnten. Wir freuen uns sehr darüber! Vorbestellungen sind NICHT mehr möglich, da ihr das Buch ganz regulär im nor­malen Buchhandel vorbestellen/kaufen könnt. Bitte sup­portet eure lokalen Buchläden oder bestellt über Plattformen wie buch7.de statt beim glo­balen Online-Händler mit A. Wir melden uns in den nächsten Tagen endlich bei den Vorbesteller*innen mit kon­kreten Infos!

26.04.2021 Wir sind endlich in der Zielgeraden! Das Buch geht ins Layout und der Verlag peilt nun ganz konkret die Veröffentlichung im Juni an. Hurra. Wir werden in Kürze ein Email-Update an alle Vorbesteller*innen ver­senden. Da der Band nun doch sehr viel mehr „extended“ ist als gedacht und sich die Seitenzahl erheblich erhöht hat, wird der Preis von 18,00 EUR auf wei­terhin moderate 19,80 EUR erhöht. Ihr könnt gern noch bei uns die Vorbestellungen ein­reichen. Und natürlich wird der Sammelband auch über den regu­lären Buchhandel zu kaufen sein.

01.04.2021 Wir nehmen wei­terhin Vorbestellungen an! Trotzdem die Veröffentlichung nun doch viel später erfolgt als anvi­siert, hoffen wir, dass die neuen Beiträge in dem Sammelband diese Verspätung wieder wett­machen. Der Herausgeber Kien Nghi Ha und auch der Verleger sind an der Publikation dran und wir werden mit dem nächsten Update hof­fentlich das Veröffentlichungsdatum bekannt­machen können.

09.12.2020: Ihr Lieben, auf­grund der Erweiterung der Auflage hat sich die Veröffentlichung doch sehr viel weiter in die Länge gezogen als vor­ge­sehen.
Wir waren wohl mangels Kenntnisse im Verlagswesen etwas sehr opti­mis­tisch mit unserer Vorhersage, dass Buch bereits im Herbst 2020 in den Händen zu halten. Es wird auf jeden Fall erscheinen, aber wie es aus­sieht erst im Januar oder Februar 2021. Viel später wird es hof­fentlich nicht werden. Wir freuen uns wie Ihr darauf, Euch bald über ein kon­kretes Veröffentlichungsdatum infor­mieren zu können.

11.07.2020: Wir haben bis zur gest­rigen Deadline am 10.07.2020 genügend Vorbestellungen erhalten, um den Verlag davon über­zeugen zu können, eine erwei­terte und durch­ge­sehene 2. Auflage zu ver­öf­fent­lichen. Die Bestellungen ermög­lichen dem Verlag, die finan­zi­ellen Risiken abzu­sehen und dar­aufhin Entscheidungen bspw. auch für die Erweiterung der 2. Auflage zu treffen. Vielen Dank Euch allen!
Wir nehmen gern wei­terhin über das Formular [siehe unten] Vorbestellungen ent­gegen, die wir dem Verlag weiterleiten.

Es gibt ver­schwindend wenig Literatur von Asiatischen Deutschen zu Asiatischen Deutschen. Eines dieser wenigen Bücher, das auch den Titel „Asiatische Deutsche“ trägt und im Verlag Assoziation A erschienen ist, ist seit geraumer Zeit vergriffen.

kori­en­tation hat daher Kontakt zu dem Verlag auf­ge­nommen und eine zweite Auflage des Buches angeregt. Wir müssen eine bestimmte Mindestbestellmenge erreichen, damit es sich über­haupt lohnt, über einen Nachdruck nach­zu­denken. Je mehr Vorbestellungen her­ein­kommen, desto besser. 

kori­en­tation sammelt die Bestellungen und gibt sie an den Verlag weiter. Da der Verlag auf dieser Grundlage die Entscheidung trifft, ob nach­ge­druckt wird oder nicht, wäre ein großes Maß an Verbindlichkeit in Bezug auf die Bestellung wünschenswert.

UPDATE VOR-/BESTELLUNGEN / LIEFERTERMIN

Wir, also kori­en­tation, schicken an alle Vorbesteller*innen Anfang Juli nach Abstimmung mit dem Verlag eine Info-Mail. Da der Verlag sehr klein ist, über­nimmt der Verein bis zur Auslieferung der Bücher die Kommunikation in Kooperation mit dem Verlag und sammelt auch Änderungen hin­sichtlich der Bestellangaben ein. Ihr findet weiter unten ein Kontaktformular unter ADRESSÄNDERUNGEN, um uns die geän­derten Infos zu schicken.

Der Verlag plant, die Versendung an alle Vorbesteller*innen Mitte Juli 2021 durch­zu­führen, also bis zum 15. Juli 2021. Daher ist es sehr wichtig, dass alle Änderungen hin­sichtlich der Bestellangaben recht­zeitig vorher erfolgt ist – und zwar bis zum 08. Juli 2021, um sie berück­sich­tigen zu können. 

Zur Klarstellung: Wir ver­kaufen die Bücher nicht selbst an Euch. Der Kaufvertrag kommt direkt mit dem Verlag zustande und die Bezahlung erfolgt direkt an den Verlag. Auch die Auslieferung erfolgt über den Verlag. Falls Ihr in Berlin wohnt, könnt Ihr die Bücher wohl auch selbst abholen.

Lieferung und Zahlung

Die bestellten Bücher werden auf Rechnung Mitte Juli an die uns vor­lie­gende Anschrift ver­sandt. Die Rechnungen werden den Buchsendungen in Papierform bei­gelegt. Wir bitten Euch darum, die Rechnungsbeträge zeitnah nach Erhalt der Ware an den Verlag zu begleichen. 

Der Kaufpreis setzt sich aus dem Buchpreis von 19,80 EUR pro Buchexemplar zuzüglich der Portogebühren zusammen.

AN ALLE SELBSTABHOLER*INNEN

Bitte meldet Euch bei uns per E‑Mail an info AT korientation.de! Eure Bücher warten im korientation-Büro auf Euch.

Shout Out

Big ShoutOut an Rainer vom Verlag Assoziation A, der seit dem ersten Telefonat super unter­stützend war und sofort alle Möglichkeiten mit uns gebrain­stormed hat, um die zweite Auflage zu ermög­lichen (www.assoziation‑a.de). Schaut Euch doch auch mal das weitere Verlagsportfolio an. Es sind so einige inter­es­sante Bücher darunter.

Und ein krasses DANKE an unsere knapp 300 Vorbesteller*innen! Euer Interesse hat nicht nur die zweite Auflage, sondern auch die EXTENDED VERSION ermöglicht. 


BlogFilmKulturProjekt MEGAVeranstaltungenVerein

Liebe korientation-Mitglieder, liebe Freund*innen,

wir hoffen, Ihr konntet 2020 mit all seinen her­aus­for­dernden, hof­fentlich aber auch mit einigen schönen Momenten hinter Euch lassen. Gemeinsam mit Thea und Thủy-Tiên, die den neuen kori­en­tation Podcast „The Bubbly Ts“ hosten, haben wir passend zum Jahreswechsel unsere Themen der ver­gan­genen 12 Monate Revue pas­sieren lassen – weiter unten im Newsletter ver­raten wir Euch, wo Ihr Euch alle Folgen des Podcasts anhören könnt. 🙃

Und statt langer ein­füh­render Worte kommen wir damit auch direkt zu den zahl­reichen News für das neue Jahr aus dem korientation-Kosmos.

Sina & das MEGA-Team

Ihr findet uns auch auf Facebook, auf Twitter und auf Instagram.

PS: Headerbild ©Hân Lê, siehe mehr von ihren Arbeiten unter https://tnhanle.cargo.site


AUS DEM VEREIN 

Mitgliederversammlung und 🙌🏽 neuer Vorstand 🙌🏽

Am 5. Dezember fand unsere all­jährige Mitgliederversammlung plus Vorstandnachwahl statt. Wir möchte uns an dieser Stelle nochmal bei den ehe­ma­ligen Vorstandspersonen Thao Nguyen, Liên Grützmacher und Thao Ho für all die Energie und Euer Engagement in den letzten Jahren danken, mit dem Ihr die kori­en­tation Welt bunter gemacht habt. 🙏

Vor allem aber freuen wir uns all­den­je­nigen, die nicht an der Mitgliederversammlung teil­nehmen konnten unseren neuen Vorstand vor­zu­stellen: ✨ Neben Sun-Ju Choi werden uns ab jetzt Lizza May David und Jeasuthan Nageswaran mit ihren Perspektiven berei­chern. ✨ Damit Ihr wisst mit wem Ihr es zu tun habt, hier noch ein paar Worte zu den beiden:

Jeasuthan posi­tio­niert sich als Person of Color, ist in Berlin geboren und hat tami­lische Wurzeln. Als Pädagoge und Diversity-Trainer arbeitet er im Bereich der poli­ti­schen Bildungsarbeit. Seine Schwerpunkte sind Migration, Rassismuskritik und Erlebnispädagogik. Bei kori­en­tation möchte er vor allem einen Fokus darauf legen, wie com­mu­ni­ty­über­grei­fende Solidarität unter Asiat:innen mit unter­schied­lichen Bezügen und auch in der BIPoC-Community ins­gesamt prak­tisch aus­sehen kann.
 
Lizza
ist Künstlerin (Berlin/Manila) mit den Schwerpunkten Malerei und visuelle Medien. Sie arbeitet zu Themen im Kontext der phil­ip­pi­ni­schen Diaspora. In ihren Werken bezieht sie sich auf Archive und Politiken der Bild- und Wissensproduktion. Ihre Arbeiten wurden in den letzten Jahren u.a. in Berlin, London, Seoul und Manila gezeigt und umfassen Ausstellungen, Installationen, Screenings und Performances. Mehr zu Lizzas Arbeiten findet Ihr auf www.lizzamaydavid.com.

­Videomitschnitt zur digitalen Panelveranstaltung „In the Name Of“ – Diskussion zu Begriffen und Positionierungen der Asiatisch-Deutschen Communities

Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an die Veranstaltungsankündigung im Juni letzten Jahres oder wart sogar selber eine der knapp 100 Personen, die sich innerhalb weniger Tage dafür ange­meldet und teil­ge­nommen haben.

Sun-Ju vom kori­en­tation Vorstand hat mit Saraya Gomis von Each One Teach One (EOTO) e.V., Noa K. Ha, jetzt DeZIM und Saboura M. Naqshband vom Kollektiv Berlin Muslim Feminists (BMF) über Fragen wie „Wie reden wir selbst über uns und über die Phänomene von Rassismus?“ „Wie wird über uns gesprochen?“ „Wo bzw. wie posi­tio­nieren wir uns?“ dis­ku­tiert. Moderiert wurde die Veranstaltung von Seehofers BFF Ferda Ataman von den ndo, mit denen wir das Panel gemeinsam ver­an­staltet haben. 

Das Video plus Transkription findet Ihr nun auf www.korientation.de/in-the-name-of. Wir hoffen die Diskussion zum kom­plexen Thema Selbstbezeichnungen dieses Jahr in ähn­lichen Formaten weiterzuführen.

Inputs zu Rassismus gegen südost-/ostasiatisch gelesene Menschen – Wo wir waren und wo Ihr uns in der nächsten Zeit finden könnt

Mit dem Ausbruch der Pandemie ist das Thema anti-asiatischer Rassismus (bzw. spe­zi­fi­scher: Rassismus gegen südost-/ostasiatisch gelesene Menschen) immer mehr an die Oberfläche gerückt. Nicht nur wir, sondern auch viele andere Organisationen, die sich in der Antidiskriminierungsarbeit enga­gieren haben dabei gemerkt, dass in diesem Bereich noch sehr viel Wissen und Auseinandersetzung fehlt.

So ist es gekommen, dass wir im letzten und auch aktu­ellen Jahr (digital) viel unterwegs waren und Inputs gegeben haben, u.a. bei der Demokratiekonferenz 2020 „Tiefe Strukturen von Rassismen erkennen und was wir dagegen tun können“ der Partnerschaft für Demokratie für Friedrichshain-Kreuzberg, der Fach- und Jubiläumstagung von Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V. (IDA), beim AK Migration vom Sozialministerium in Thüringen und kürzlich beim Fachgespräch „Diskriminierung im Zusammenhang mit der Corona-Krise“ der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Weitere Veranstaltungen, zu denen wir mit unseren Perspektiven bei­tragen werden:

  • 6. März 2021, 21–23 Uhr: „Confronting COVID-19 racism: Asian Diaspora Organizing and Transnational Solidarity“,
    den Link zur Veranstaltung bekommt Ihr von Kimiko über kimiko at korientation.de

(Internationale) Wochen gegen Rassismus 2021

  • 17. März in Karlsruhe
  • 26. März in Freiburg
  • In der Woche vom 22.–26. März in Krefeld
  • In der Woche vom 17.–22. Mai in Würzburg 

MEDIENAKTIVISMUS

korientation proudly presents „The Bubbly Ts“ – den Podcast von und mit dem Medienaktivismus-Team

Der Podcast „The Bubbly Ts“ ist ein ehren­amtlich durch­ge­führtes Projekt, das aus der AG Medienaktivismus des Vereins ent­standen ist und beschäftigt sich mit Themen über Medien, Kultur und Politik aus Asiatisch-Deutschen Perspektiven – manchmal mit, manchmal ohne Gäst:innen. Gehostet wird der Podcast von Thea Suh – Musikwissenschaftlerin, Projektmanagerin in einer Werbeagentur und Ownerin des Podcast DonnaSori – und Thủy-Tiên Nguyễn, eine queere Asiatische Deutsche und Viet-Deutsche Aktivistin, freie (Tanz-)Theaterpädagogin und Lehramtsstudentin. Als Teil des „The Bubbly Ts“-Redaktionsteams sind außerdem Sandy und Victoria am Podcast beteiligt.

Der Podcast geht übrigens bereits in die zweite Staffel, denn – noch eine gute Nachricht – in der ersten Staffel sind noch mal alle Beiträge vom #AsianGermanFestival nach­hörbar. Mehr Infos und alle bis­he­rigen Folgen findet Ihr auf www.korientation.de/the-bubbly-ts-podcast und https://kite.link/korientation.

Twitter Takeover zum Lunar New Year

Aktuell findet unser von Thea Suh inni­tierter und vom Medienaktivismus-Team umge­setzter Twitter Takeover statt. Die Autorin, Stand-up-Comedian, uner­müd­liche Kämpferin gegen Rassismus 🙌🏽Jasmina Kuhnke🙌🏽 aka @ebonyplusirony aka @quattromilf ist so krass soli­da­risch und leiht uns bis zum Lunar New Year am 12. Februar ihren Twitter Account und hilft uns Asiatisch-Deutsche Perspektiven zu boosten.

Supportet Jasmina mit Eurer Follower:innenschaft, denn jeder Like für Black Content ist ein Like gegen rechte Hater (und von denen hat sie defi­nitiv zu viele an der Backe)! Und checkt auf jeden Fall die viel­sei­tigen Beiträge, die nach unserem Call for Content aus der Community ein­ge­reicht wurden, es lohnt sich!

#LunarGER #AsiatschDeutsch #asi­an­re­pre­sen­tation


Was geht bei MEGA

Empowermentpflanze
Illustration by PATU

Nachdem wir unser Arbeitsjahr am 19. Dezember mit unserem Online Seminar zu anti-asiatischem Rassismus abge­schlossen haben, geht es in diesem Jahr mit wei­teren MEGA Aktivitäten weiter – hof­fentlich nicht aus­schließlich digital, sondern bei schönem Wetter viel­leicht auch mal draußen.
 
Geplant sind mehrere Vernetzungstreffen, ein digi­taler Podcast Workshop (vor­aus­sichtlich im März), ein Kurzfilmscreening beim CLINCH Festival in Hannover (vor­aus­sichtlich am 22.+23. Mai), ein Seminar zu lebens­ge­schicht­lichen Interviews in Hamburg, ein Veranstaltungsformat zum Thema Gender und Asiatisch-Deutschsein, ein Kurzfilm Workshop in Berlin, ein Veranstaltungsformat zum Thema Erinnerungskultur und Gedenken an 30 Jahre Hoyerswerda (vor­aus­sichtlich im September, zusammen mit dem Museum FHXB) und mehr.
 
Wir werden Euch selbst­ver­ständlich über Newsletter, Website und unsere Social Media Kanäle über die kon­kreten Termine auf dem Laufenden halten – also stay tuned!


BEMERKENSWERT

Asiatisch-Deutsche Perspektiven in Film, TV, Kunst und Kultur

  • Artikel „Zachs Geheimtipps zur neuen asia­tisch deut­schen Repräsentation im Film“
  • Webserie DRUCK: Die Serie richtet sich an 14- bis 20-Jährige und bedient alle wich­tigen Themen dieser prä­genden Lebensphase: die erste Liebe, Freundschaften mit allen Höhen und Tiefen, den Leistungsdruck in der Schule, Outings, die zuneh­mende Abgrenzung von der Familie, Mobbing und vieles mehr.
  • Asiatisch-Deutsche Repräsentation beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2021: JACKFRUIT/Thùy Trang Nguyễn, TALA’VISION/ Murad Abu Eisheh, ECHO (YANKI)/Hazal Kara, BA HAM/Shahab Habibi, MEIN VIETNAM/Thi Hien Mai, Tim Ellrich.
  • RESIST! Die Kunst des Widerstands: Die Ausstellung beleuchtet 500 Jahre anti­ko­lo­nialen Widerstand im Globalen Süden und erzählt über kolo­niale Unterdrückung und ihre Auswirkungen bis heute.
  • Artist Talk / Online / Performance (26.–28. Februar): „Home Away From Home erzählt von der glo­balen Dimension von Arbeitsmigration und trans­kul­tu­reller Realität, berichtet von Zerrissenheit und struk­tu­reller Gewalt, ergründet gleich­zeitig aber auch über­grei­fende, mensch­liche Kategorien von Heimat, Identität und Glück.
  • Online Screenings PARS PRO TOTO by peer to space: Pars Pro Toto is peer to space’s online series show­casing video art works which focus on very per­sonal stories nar­rated by the artist or by the prot­agonist. The works are embedded in a the­matic context of cul­tural, social, poli­tical, or envi­ron­mental issues. A new ite­ration focusing on a further topic will be released quarterly. 

Podcasts

  • Acca Pillai: Über tami­lische Kultur, Tradition und was dahinter steckt.
  • Hamam Talk: Im Hamam-Talk-Podcast quat­schen Sarah und Linda alle drei Wochen über Identität, Politik, Kultur, Sexualität, Rassismus – kurz: einfach über alles was unsere Gesellschaft gerade bewegt.
  • Anti-was? Dîlan spricht mit ihren Gäst:innen über Antifaschismus, Antirassismus, den kur­di­schen Freiheitskampf und vieles mehr.
  • X3 Podcast: Der erste Podcast zum Thema Russlanddeutsche und zur Postsowjet-Community in Deutschland und ein Produkt des X3 Kollektivs, bestehend aus Helena Melikov, Julia Boxler und Ani Menua.
  • Yvonne kom­men­tiert: Yvonne ist chi­ne­sische Deutsche und kom­men­tiert ihre Rassismuserfahrungen in Deutschland.
  • Bin ich süß­sauer? Ein Interviewpodcast mit queeren asia­ti­schen Personen in Deutschland.
  • Maangai – let s talk ! – Was bedeutet es Südasiatisch und queer im deutsch­spra­chigen Raum zu sein? (vor­aus­sicht­liche Veröffentlichung der ersten Folge im März 2021 – über die üblicher Podcastplattformen) 

Bleibt mit uns in Kontakt und schreibt uns, wenn Ihr Ideen und Anregungen für unsere Arbeit habt oder etwas in unseren Newsletter auf­nehmen lassen wollt!

Den nächsten Newsletter gibt’s dann Anfang nächsten Monat und ein wenig später dann auch auf dieser Webseite!

BlogKultur

Wir wün­schen allen, die das Neujahr nach dem Mondkalender feiern bzw. gefeiert haben, an dieser Stelle ein Frohes Neues Ochsen- bzw. Büffeljahr!

Passend dazu sprechen Thủy und Thea in ihrer neuen Folge bei „The Bubbly T’s“ über Feiertage, Traditionen und wie man diese in der Diaspora gebührend feiern kann. Natürlich geht es auch um leckeres Feiertagsessen! Als Gast dabei: Abilaschan Balamuraley vom brand­neuen Podcast „Maangai“ – ein Podcast, in dem die Vielfalt der queeren Südasiatischen Community gefeiert wird. 

Folgt Abilaschans Podcast auf Instagram: @maangai_podcast für alle aktu­ellen News zum Release im März 2021!

Mehr Infos und alle Episoden des Podcasts „The Bubbly Ts“ findet Ihr hier unter PROJEKTE und unter kite.link/korientation.

BlogVeranstaltungen

Unser kori­en­tation Twitter-Takeover bei @ebonyplusirony läuft unter dem Hashtag #LunarGER und wir möchten im Zeitraum vom 05.–12. Februar 2021 Inhalte von BPoC mit Bezügen zu Asien vor­stellen und feiern.

Wir sind uns bewusst, dass nicht alle BPoC mit Bezügen zu Asien das Mondneujahr feiern. Wir teilen daher teilen alle Inhalte und Themen, die von asiatisch(-diasporischen) Menschen (wohnhaft in DE, Ö & Schweiz) bis zum 06.02.2021 ein­ge­reicht wurden.

Wir freuen uns, wenn Ihr uns folgt, die Inhalte teilt und kommentiert!

Am 12.02.2021 erscheint als Höhepunkt zum Abschluss eine neue Podcastfolge von „The Bubbly T’s“ rund um das Thema „Neujahrsfeste“.

BlogVerein

Zur Folge: Am 30.01.2020 haben die „Bubbly T’s“ Hosts Thea und Thủy-Tiên in einem Clubhouse Talk über anti-asiatischen Rassismus in der Politik und in den Medien, über Hatespeech und ras­sis­tische Angriffe sowie über Fake Allyship gesprochen. Damit das Gespräch für weitere Menschen zugänglich sein kann, haben die beiden während des Talks ihre eigenen Stimmen auf­ge­nommen und ver­öf­fent­lichen hiermit eine LIVE Podcastfolge. Viel Spaß beim Zuhören!

https://kite.link/korientation

Cover Art @dschaman (Instagram)

Übrigens: „The Bubbly T’s“ ist ein Podcast-Projekt von kori­en­tation, das von ehren­amt­lichen Mitgliedern des Vereins kon­zi­piert, redak­tionell betreut und umge­setzt wird. –> Mehr Infos zum Podcast