VeranstaltungenVerein

Endlich gibt es zum Ende des Sommers noch einen korientation-Termin zum GRILLEN UND CHILLEN.
Mit einem korientation-Grillstand am Spreestrand – Potluck-Style. Bringt also gern was zu Essen und zu Trinken mit, viel­leicht auch eine Decke mit zum Draufsitzen. Wir haben ein bis zwei Grills, Kohle und ein paar Flaschen Getränke sicherlich auch. 

WANN: 04.09.2021 um 16 h

WO: Berlin-Mitte an der Spree – wo genau, teilen wir Euch per e‑Mail mit.

CORONA-REGELN: Die Voraussetzung der 3 Gs „Getest, Geimpft oder Genesen“ gilt auch für den Zugang zu dieser Veranstaltung

BEI REGEN: Fällt der Chill & Grill leider aus

WER: Community – alle, die sich selbst zu Asiatisch-Deutschen / Asiatisch-Diasporischen / Asiatischen Communities in Deutschland dazu zählen.

ANMELDUNG

Wir gehen auf Nummer Sicher und werden wegen Corona die Teilnehmendenzahlen begrenzen. 

Allgemein

kori­en­tation verlost 3 Exemplare des Buches „Asiatische Deutsche Extended. Vietnamese Diaspora and Beyond“, her­aus­ge­geben von Kien Nghi Ha im Verlag Assoziation A auf Instagram. Das Buch ist in der erwei­terten Neuauflage im Juli 2021 erschienen und wurde seit der ersten Auflage 2011 von kori­en­tation unterstützt.

Geht auf unseren Instagram Account www.instagram.com/korientation, dort findet Ihr weitere Infos.

Das Gewinnspiel läuft bis zum 19.08.2021 um 23.59 Uhr.

Die Gewinner*innen werden spä­testens bis zum Ablauf des 03.09.2021 per pri­vater Nachricht auf Instagram benach­richtigt. Sie müssen sich nach Benachrichtigung über ihren Gewinn innerhalb von 5 Werktagen mit ihrer Versandanschrift zurück­melden. Ansonsten erfolgt eine Ersatzziehung.

Das Gewinnspiel wird in keinster Weise von Instagram gesponsert, orga­ni­siert oder unter­stützt. Der Rechtsweg ist im Hinblick auf die Ziehung der Gewinner*innen und die etwaige Beurteilung der ein­ge­reichten Gewinnspielbeiträge ausgeschlossen.


#korientationGewinnspiel #korientationBuchverlosung #AsiatischeDeutsche

Teilnahmebedingungen Buchverlosung auf Instagram

§ 1 Allgemeines

Das Gewinnspiel auf Instagram steht in keiner Verbindung zu Instagram und wird in keiner Weise von Instagram gesponsert, unter­stützt oder orga­ni­siert. Ansprechpartner*in und Verantwortliche*r ist alleine kori­en­tation. Netzwerk für Asiatisch-Deutsche Perspektiven e.V., Rosenthaler Str. 39, 10178 Berlin (im Folgenden „kori­en­tation“). 

§ 2 Teilnahmevoraussetzungen

(1) Teilnahmeberechtigt sind Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Deutschland, da der Versand der Preise aus­schließlich innerhalb von Deutschland erfolgt. Funktionsträger*innen sowie Angestellte von kori­en­tation. und andere an der Konzeption und Umsetzung dieses Gewinnspiels betei­ligte Personen sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

(2) Personen, die unan­ge­messen kom­men­tieren, sich uner­laubter Hilfsmittel bedienen oder sich ander­weitig durch Manipulation Vorteile ver­schaffen, werden von der Teilnahme aus­ge­schlossen. Gegebenenfalls können in diesen Fällen auch nach­träglich Gewinne aberkannt und zurück­ge­fordert werden. 

(3) Die Teilnahme ist kos­tenlos und unab­hängig von dem Erwerb von Waren oder Dienstleistungen. 

(4) Mit der Teilnahme an dem Gewinnspiel akzep­tiert der*die Teilnehmer*innen diese Teilnahmebedingungen. 

(5) Die Teilnahme erfolgt über die Beantwortung der Gewinnspielfrage unter dem Gewinnspielbeitrag vom13.08.2021 über die Instagram-Seite: www.instagram.com/korientation

§ 3 Ethische Richtlinien

Insbesondere bei Gewinnspielen via sozialen Netzwerken (Instagram) ver­pflichtet sich der*die Teilnehmer*in zu ange­mes­senem Verhalten. Werden Teilnehmer*innen durch eigen­ständige Beiträge im Rahmen des Gewinnspiels aktiv, dürfen diese nicht rechts­widrig sein, d.h. ins­be­sondere keine Beleidigungen oder falsche Tatsachenbehauptungen ent­halten oder gegen Schutzrechte des geis­tigen Eigentums ver­stoßen. kori­en­tation ist daher nicht für etwaige Rechtsverstöße von Teilnehmer*innen verantwortlich. 

§ 4 Gewinn

Von allen Teilnehmer*innen, die über die Beantwortungsfunktion die Gewinnspielfrage vom Instagram-Beitrag vom 13.08.2021 auf www.instagram.com/korientation beant­worten, werden drei nach dem Zufallsprinzip aus­ge­wählt. Das Gewinnspiel endet mit Ablauf vom 19.08.2021. Die Auslosung erfolgt innerhalb von 2 Wochen nach dem Ablauf der Gewinnspielfrist. Die drei Gewinner*innen werden bis zum Ablauf des 03.09.2021 über ihren Gewinn infor­miert und auf­ge­fordert, sich mit ihren Daten per pri­vater Nachricht bei uns zurück­zu­melden und den Preis zu bean­spruchen. Der Gewinn besteht aus je einem Buchexemplar. Mehrere Kommentare werden als eine ein­zelne Teilnahme gewertet. Beiträge, die gegen die Instagram-Richtlinien, deut­sches Recht oder das Urheberrecht ver­stoßen, werden nach Kenntnisnahme vom Gewinn aus­ge­schlossen. Die Gewinner*innen müssen sich innerhalb von 5 Werktagen über eine private Nachricht an kori­en­ta­tions Instagram-Seite mit ihren Adressdaten melden. Meldet sich ein*e Gewinner*in nicht innerhalb von 5 Werktagen (ab Zeitpunkt der Benachrichtigung), ver­fällt sein*ihr Gewinn, und ein*e andere*r Gewinner*in wird aus allen Teilnehmenden ermittelt. Eine Barauszahlung, Auszahlung in Sachwerten oder Tausch des Gewinns ist nicht möglich. Der Gewinn ist nicht über­tragbar und nicht ver­än­derbar. Die Vergabe wei­terer Preise ist aus­ge­schlossen. Pro Teilnehmer*in ist nur ein Gewinn möglich. 

§ 5 Datenschutz

Es werden alle Instagram-Namen der Teilnehmer*innen erfasst und zur Gewinnermittlung gespei­chert. Der*die Teilnehmer*in erklärt mit der Teilnahme ihr Einverständnis zur Veröffentlichung des Instagrams-Handles im Falle des Gewinns auf Instagram sowie der Webseite von kori­en­tation. Adressdaten werden nur von den Gewinner*innen erfasst und nur zum Versand des Gewinnes genutzt. Der*die Teilnehmer*in erklärt hiermit aus­drücklich sein*ihr Einverständnis mit der Speicherung und Verwendung der mit­ge­teilten per­so­nen­be­zo­genen Daten zu dem oben genannten Zweck. Es werden von kori­en­tation keine Daten an Dritte wei­ter­geben. Den Teilnehmer*innen stehen gesetz­liche Auskunfts‑, Änderungs- und Widerrufsrechte zu. Die im Rahmen des Gewinnspiels gespei­cherten per­so­nen­be­zo­genen Daten der Gewinner*innen werden innerhalb von 2 Wochen nach erfolg­reicher Versendung des Gewinns gelöscht.

§ 6 Haftung

Schadenersatzansprüche gegenüber kori­en­tation, die im Zusammenhang mit dem Gewinnspiel stehen, sind – innerhalb des gesetzlich Zulässigen – unab­hängig vom Rechtsgrund aus­ge­schlossen, es sei denn, kori­en­tation hätte vor­sätzlich oder grob fahr­lässig gesetz­liche Pflichten ver­letzt. Ferner haftet kori­en­tation nicht für Schäden aus der Beeinträchtigung der Verfügbarkeit der Gewinnspiel-Internetseite bei nicht beein­fluss­baren tech­ni­schen Störungen und Ereignissen höherer Gewalt, sowie Angriffen Dritter gegen die Gewinnspiel-Internetseite. kori­en­tation wird sich bemühen, die Zuverlässigkeit und Funktionsfähigkeit der Gewinnspiel-Internetseite sicher­zu­stellen. Weiterhin über­nimmt kori­en­tation keine Garantie dafür, dass die Gewinnspiel-Internetseite auf dem jewei­ligen Teilnehmer*innen-Rechner ord­nungs­gemäß funk­ti­ons­fähig ist. 

§ 7 Änderungsvorbehalt

Die hier Verantwortlichen behalten sich das Recht vor, diese Teilnahmebedingungen jederzeit zu ändern zu erweitern und die Durchführung des Wettbewerbs zu beschränken oder ein­zu­stellen, sofern die ord­nungs­gemäße Durchführung aus recht­lichen oder tat­säch­lichen Gründen nicht mehr gewähr­leistet werden kann. 

§ 8 Salvatorische Klausel

Sollten ein­zelne Bestimmungen dieser Teilnahmebedingungen unwirksam sein oder eine Regelungslücke bestehen, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. An die Stelle der unwirk­samen oder feh­lenden Bestimmungen tritt eine Bestimmung, welche dem Vertragszweck und den gesetz­lichen Bestimmungen am nächsten kommt.

§ 9 Rechtsweg

Der Rechtsweg ist im Hinblick auf die Ziehung der Gewinner und die etwaige Beurteilung der ein­ge­reichten Gewinnspielbeiträge ausgeschlossen 

§ 10 Kontakt

Bei Fragen in Bezug auf die Durchführung dieses Gewinnspiels und der Verarbeitung und Nutzung von per­sön­lichen Daten wenden Sie sich bitte direkt an: info@korientation.de.

Projekt MEGAVeranstaltungenWorkshop

„Do(n’t) ask, do(n’t) tell – unsere Geschichten aus Ost und West selbst erzählen“

In diesem Workshop haben sich die Teilnehmenden mit ihren eigenen Geschichten sowie brei­teren Fragen von Identität, Zugehörigkeit, Selbstbestimmung und ‑defi­nition und damit zusam­men­hän­genden indi­vi­du­ellen und gesell­schaft­lichen Konflikten beschäftigt. Während in der Konzept-Phase das Audio-Storytelling im Mittelpunkt stehen sollte, schälte sich im Zuge des Workshops eine multi-mediale Herangehensweise heraus, in der visuelle und auditive Elemente kom­bi­niert wurden. Im Hinblick auf die anschlie­ßende Ausstellung wurde ein Präsentationsformat kon­zi­piert, indem durch Postergestaltung eine Schaufensterausstellung vor Ort gestaltet sowie durch QR-Codes mit den medialen Inhalten im Internet ver­bunden werden konnte. Dieses zwei­teilige Ausstellungskonzept ermög­lichte es, an unter­schied­lichen Orten und Zeiten die Arbeiten zu zeigen. 

Beendet wurde das Workshop-Programm am 11.10.2021 mit einer geführten Stadttour durch das ehe­malige „Chinesenviertel“ in Sankt Pauli, die die Geschichte chinesisch-deutscher Präsenzen im Kontext von Kolonialismus, Arbeitsmigration, Verfolgung im Nationalsozialismus in den Blick nahm und der Einordnung eigener Lebensrealitäten und ‑erfah­rungen der Teilnehmenden in einen grö­ßeren Kontext von Migration und Machtverhältnissen diente. 

Im Anschluss an den Workshop wurden die Ergebnisse im Sinne einer öffent­lichen Erinnerungskultur beim Fluctoplasma-Festival 2021 im Kölibri in Form einer Schaufensterausstellung öffentlich zugänglich und hörbar gemacht. Sie waren zudem auf der Webseite des Fluctoplasma-Festivals bis zum 07.11.2021 abrufbar und wurden 2021 beim Community-Screening „Major Feelings“ und 2023 in der Ausstellung „zu(sammen)künfte“ des gleich­na­migen Festivals von kori­en­tation gezeigt. .

Workshopleitung

Phương Thúy Nguyễn (Kulturwissenschaftlerin/politische Bildnerin) und Phương Thanh Nguyễn (Kommunikationsdesignerin u.a. im Bereich Film und Fotografie) haben 2017 zusammen mit Freund*innen die Werdauer Initiative gegen Rassismus‑W.I.R. gegründet. W.I.R. ist eine anti­ras­sis­tische Plattform für kri­tische Stimmen in Sachsen und orga­ni­siert Filmvorführungen, Workshops und mehr in und außerhalb der Schule.

Beide haben als Teil der Werdauer Initiative gegen Rassismus ihre Bezüge v.a. in Ostdeutschland, und möchten mit dem Workshop auch einen Austausch zwi­schen Asiatisch-Deutschen Menschen und BPoC mit Bezügen zu Asien aus Ost und West (konkret: Hamburg) initiieren.

Links:

http://wir-lautstark.de
http://sorge87.de/

Kooperationspartner

fluc­to­plasma – Hamburgs Festival für Kunst, Diskurs und Diversität ist ein inter­dis­zi­pli­näres Kunstfestival, das zum zweiten Mal vom 21. bis zum 24. Oktober 2021 in Hamburg statt­findet und digital wie analog eine Bühne für artists of color schafft. Bei uns geht es um Kultur, Demokratie und Solidarität – fluc­to­plasma, das sind 96 Stunden für die fluide Stadtgesellschaft.

fluc­to­plasma wird ver­an­staltet vom Verein Fluxus² e.V., unter­stützt vom Produktionsbüro Studio Marshmallow UG
www.fluctoplasma.com | facebook | instagram | TikTok

Das Projekt MEGA wird durch das BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und durch die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen des Partizipations- und Integrationsprogramms gefördert.

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar.
Für inhalt­liche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

BlogVeranstaltungenVerein

09.07.2021 DANKE <3 an alle, die gestern beim Booklaunch dabei waren! Es war wirklich ein wun­der­barer Abend mit Euch allen. Vielen Dank an die Gesprächsrundenteilnehmer*innen und an unseren Mitorganisator Kien Nghi Ha, an NAARI für die Musik und an Rainer für den Verlag und den Büchertisch und natürlich an alle Besucher*innen. Nicht zuletzt auch dem Team von JohnnyKnüppel, das diese besondere Location für uns geöffnet hat. Wir haben das Zusammensein mit Euch sehr genossen, unsere Asiatisch-Deutsche Verbundenheit gefeiert und freuen uns auf die nächste Gelegenheit, Euch alle wiederzusehen!

Lange ange­kündigt, nun endlich – sehr bald – da: Das Warten auf die im letzten Jahr ange­kün­digte Neuauflage von Asiatische Deutsche hat ein abseh­bares Ende. Wir freuen uns Euch mit­teilen zu können, dass das Buch Anfang Juli druck­frisch erscheinen soll! Als erste Präsenzveranstaltung von kori­en­tation seit langer Zeit wollen wir die Veröffentlichung des erwei­terten Sammelbandes mit Euch feiern und die Gelegenheit nutzen, uns „in live“ zu sehen und zu treffen. Aus diesem Anlass planen wir ein Open Air-Community-Summer-Special-Event mit Live-Musik und eine Talkrunde mit Special-Guests in ent­spannter Atmosphäre mit netten Menschen bei einem Getränk.

In der Talkrunde werden Nivedita Prasad, Thuy Nonnemann, Angelika Bach Ngoc Nguyen und Sun-Ju Choi, die in dem Band auch als Autorinnen ver­treten sind, mit dem Herausgeber Kien Nghi Ha die letzten 10 Jahre aus ver­schie­denen Asiatisch-Deutschen Perspektiven schlag­licht­artig aus­leuchten und über unter­schied­liche Entwicklungen sprechen, die sie und uns in dieser Zeit bewegt haben. Was hat sich seit der ersten Ausgabe vor 10 Jahren wie ver­ändert? Wie sind wir jeweils damit umge­gangen? Was sind unsere Ziele und Prioritäten für die Zukunft? Wir freuen uns sehr auf das Gespräch und den Austausch mit dem Publikum. 

Darüber hinaus sind wir ent­zückt, dass die Singer/Songwriterin Neeraja Narayanasamy aka NAARI trotz unserer kurz­fris­tigen Anfrage zugesagt hat. Ihre Selbstvorstellung: „NAARI is a musician and singer from New Delhi,India, based in Berlin. Her music is a breath of fresh air that has ele­ments of soul, rnb, punk and rock­nroll. Her arran­ge­ments mixed with her Indian roots and unique voice, make her a spec­tacle that is hard to ignore. She is due to release her debut album this year, under House of Strength Records.“ Hört schon mal rein und gebt Support: naari.fanlink.to/getit

Und ja, es gibt einen Büchertisch von Assoziation A mit der neuen Ausgabe – Asiatische Deutsche Extended! Infos zum Buch siehe weiter unten – LINK.

PROGRAMM

  • ab 19:00 h Einlass 
  • 19:30 h Begrüßung 
  • 19:45 – 20:45 h Gesprächsrunde: „Limitierte Räume, ent­grenzte Visionen: Wo stehen wir 10 Jahre danach?“ 
    • Sun-Ju Choi
    • Angelika Bach Ngoc Nguyen
    • Thuy Nonnemann
    • Nivedita Prasad
    • Moderation: Kien Nghi Ha
  • 21:00 h LIVE Auftritt: NAARI, Singer/Songwriterin
  • danach Ausklang
  • 22:30 h Ende der Veranstaltung

Büchertisch von Assoziation A

ZEIT UND ORT

TERMIN: 08.07.2021 (Do), 19:00 – 22:30 h
LOCATION: Diskobabel / Jonny Knüppel, Prenzlauer Berg in Berlin
Wegbeschreibung folgt in der Teilnahmebestätigung per E‑Mail.

Die Veranstaltung findet draußen unter freiem Himmel statt. Yes!
Falls es nieselt oder regnet, wisst Ihr, was zu tun ist. Schnappt Euch einen Regenschirm oder ein Cap. No Excuses.

ACHTUNG: Der Einlass ist nur nach Anmeldung und unter Vorlage eines aktu­ellen nega­tiven Testergebnis möglich. 

ANMELDUNG!

Aufgrund der aktu­ellen Corona-Auflagen ist die Anzahl der Teilnehmenden auf 50 Personen begrenzt. 

Daher ist eine Anmeldung für diese Veranstaltung erfor­derlich. Ihr erhaltet zunächst eine auto­ma­tische Eingangsbestätigung der Anmeldung. Wir melden uns dann mit einer zweiten E‑Mail bei Euch, sofern wir Eure Teilnahme bestä­tigen können und schicken Euch mit dieser Teilnahmebestätigung weitere Infos. 

Falls sich nach der Anmeldung her­aus­stellt, dass Ihr doch nicht kommen könnt, dann bitten wir Euch um recht­zeitige Absage per E‑Mail an info AT korientation.de, damit wir eine andere Person nach­rücken lassen können.


Informationen zum Buch

Kien Nghi Ha (Hg.) (2021): Asiatische Deutsche Extended. Vietnamesische Diaspora and Beyond. Berlin: Assoziation A. ISBN 978–3‑86241–484‑0, ca. 480 Seiten, Preis: 19,80€
Stark erwei­terte und durch­ge­sehene Neuauflage mit neuen Vorwort
Inhaltsverzeichnis: als PDF zum Download

Am Beispiel der viet­na­me­si­schen Migration, die vor allem in Berlin stark präsent ist, lässt sich auf­zeigen, dass das Leben in der Diaspora viel­ge­staltige Formen annimmt und dieser Prozess aus der Perspektive der migran­ti­schen Subjekte zu denken ist. Indem die Nation von ihren Rändern aus neu gedacht wird, können bisher ver­nach­läs­sigte Fragen und mar­gi­na­li­sierte Räume in den Fokus genommen werden. Dieser Perspektivwechsel durch­zieht die viel­schich­tigen Analysen, Gespräche, Porträts, Foto-Essays und Kurzgeschichten nam­hafter Wissenschaftler*innen und talen­tierter Künstler*innen, die diesen Raum mit Leben und Innenansichten füllen.

Im ersten Teil des Bandes werden essen­zia­lis­tische Identitätskonstruktionen sowie das homo­ge­ni­sie­rende Kulturverständnis hin­ter­fragt und zeit­ge­nös­sische Bedeutungen der asia­ti­schen Diaspora ana­ly­siert. Anstatt Migration lediglich als ein zu bewäl­ti­gendes Problem zu begreifen, beleuchten die Beiträge im zweiten Teil ihre kos­mo­po­li­ti­schen Potenziale. Vor diesem Hintergrund werden viel­fältige Verbindungen zu anderen People-of-Color-Gemeinschaften in Deutschland gezogen. Denn die komplex zusam­men­ge­setzten Identitäten in dia­spo­ri­schen Communities reflek­tieren unter­schied­liche geschicht­liche Erfahrungen mit Exil, gen­der­spe­zi­fi­scher Ausbeutung und Rassismus, die kul­tu­relle und gesell­schafts­po­li­tische Bedeutungen in sich tragen.

Das Leben zwi­schen hybriden Kulturen, poli­ti­schen Grenzen und kon­stru­ierten Nationen wird in diesem Buch als eine Form des Zuhause-Seins unter­sucht. Diese Konstellation stellt eine zen­trale Zukunftsaufgabe post­ko­lo­nialer Migrationsgesellschaften in der Ära der Globalisierung dar.

Mit Beiträgen von Joshua Kwesi Aikins, Mita Banerjee, Biplap Basu, Indira Hong Giang Berghof, Uta Beth, Sun-ju Choi, Huy Dao, Katharina Dehn, Hannah Eitel, Naika Foroutan, Urmila Goel, Kien Nghi Ha, Noa Ha, Feng-Mei Heberer, Tamara Hentschel, Pham Thi Hoai, Jee-Un Kim, Mai-Phuong Kollath, Alisa Anh Kotmair, Yumin Li, Nya Luong, Hanna Hoa Anh Mai, Ruth Mayer, Angelika Bach Ngoc Nguyen, Baly Nguyen, Bé Ðiem Nguyen-Xuân, Thao Nguyen, Toản Quốc Nguyễn, Thúy Nonnemann, Günter Piening, Nivedita Prasad, Sina Schindler, Petra Isabel Schlagenhauf, Antonie Schmiz, Yasemin Shooman, Kimiko Suda, Trần Thị Thu Trang, Trinh T. Minh-ha, Anja Tuckermann, Danh Vo und Alke Wierth. Übersetzungen: Madeleine Bernstorff und Emma Dowling. Lektorat: Nika Zablotsky und Peter Veit. Cover: Ngan Thi Dang.

Weitere Informationen und Filmdokumentationen zum Buch (1. Auflage) finden sich auf der Website: https://asiatischedeutsche.wordpress.com/

Stimmen zur Erstauflage 2012:

„Mit dem Sammelband gewährt uns Kien Nghi Ha einen Einblick in die Diversität asia­ti­scher Präsenzen in Deutschland. Neben meh­reren Beiträgen, die nicht nur für die eta­blierte Rassismusforschung in Deutschland von Bedeutung sind, finden sich Analysen sozialer und kul­tu­reller Praktiken, Untersuchungen medialer Repräsentationspolitiken, Autobiographisches sowie Aufsätze über Community-Pflege und trans­kul­tu­reller Interaktion. Ein ungemein span­nender Sammelband, der Autor_innen aus den unter­schied­lichsten wis­sen­schaft­lichen und künst­le­ri­schen Milieus ver­sammelt; ein Band der einmal mehr deutlich macht, dass es höchste Zeit dafür ist, dass das Deutschland, das wir tag­täglich in Cafés, U‑Bahnen, Clubs, Restaurants, Schulen, Universitäten, Geschäften, Fußgängerzonen, Tankstellen, Bibliotheken etc. erleben, endlich auch in der deut­schen Kultur- und Politiklandschaft sichtbar wird: In Rathäusern und Parlamenten, in Theatern und Museen, in Konzertsälen und im deut­schen Fernsehen – überall da eben, wo Deutschland reprä­sen­tiert wird.“ Philippa Ebéné, Geschäftsführerin und künst­le­rische Leiterin der Werkstatt der Kulturen Berlin

„Deutschland ist also asia­tisch und in dieser Formulierung ist die Gegenüberstellung von ‚Deutsch‘ und ‚Asiatisch‘ bereits auf­ge­hoben. Von dieser Aufhebung handeln die Beiträge dieses Buches, das sehr lesenswert ist, weil es in ana­ly­ti­schen und nar­ra­tiven Sätzen zeigt, dass Erfahrungen und ihre Artikulation in einem dop­pelten Sinne poli­tisch sind.
Sie weisen zurück auf poli­tische Verhältnisse, die diese Erfahrungen zuweilen schmerzlich her­vor­bringen. Und sie wider­setzen sich diesen Verhältnissen getragen von aus Alltagspraxis und Intellektualität resul­tie­renden Visionen weniger gewalt­för­miger Verhältnisse. Die Politisierung der struk­tu­rellen Schwäche derer, die natio-ethno-kulturelle Gegenüberstellungen auf­heben, ist die große Stärke des Buches. Eine Ermutigung.“
Prof. Dr. Paul Mecheril, Direktor des Center for Migration, Education and Cultural Studies, Universität Oldenburg

„Nachdem der domi­nie­rende Diskurs über ‚Integrationsdefizite‘ und ‚gute und schlechte Migranten‘ die ras­sis­ti­schen Theorien des 19. Jh. jüngst wie­der­belebt haben, holt dieses Buch uns ein­drucksvoll ins 21. Jh. zurück. Die hier zusam­men­ge­stellten Beiträge her­vor­ra­gender Wissenschafter_innen, Künstler_innen und Akvist_innen bringen es auf den Punkt: Deutschland – und auch Europa – sind unwi­der­ruflich plural, hete­rogen, hybrid und gerade deshalb spannend und zukunfts­fähig (geworden).“
Prof. Dr. Sérgio Costa, Direktor des Lateinamerika Instituts, Freie Universität Berlin

„Das erste Buch zu Asian-Germans eröffnet eine span­nende neue Perspektive für die Forschung und bietet somit gleich­zeitig eine Plattform für mul­tivokale asia­tische dia­spo­rische Formationsbestrebungen in Deutschland.“
Prof. Dr. You Jae Lee, Leiter der Koreanistik, Universität Tübingen.

Rezensionen zur ersten Auflage von Asiatische Deutsche

Asiatische Deutsche – Sachbuch der Woche in der FAZ
„Die Ausnahmen und die Regeln: Der Sammelband ‚Asiatische Deutsche‘ unter­sucht, wie unsere Gesellschaft ihre Einwanderer betrachtet – und wie diese mit den fal­schen Zuschreibungen zurecht­kommen müssen. […] Die Suche nach dem rich­tigen Wort für eine so viel kom­plexere Gegenwart durch­zieht den kom­pletten Band.“
Tobias Rüther: Wie würdest du deine Herkunft beschreiben? Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 27.08.2012, S. 26.

Unbedingt emp­feh­lenswert
„Dieses Buch wurde zu Recht von der FAZ als Sachbuch emp­fohlen. Die viel­seitige Dokumentation des vietnamesisch-deutschen kul­tu­rellen Lebens im Einwanderungsland Deutschland ist ein wert­voller Beitrag zum kul­tu­rellen Gedächtnis der in Deutschland lebenden asia­ti­schen com­mu­nities. […] Der nun publi­zierte Sammelband „Asiatische Deutsche“ ist eine ein­drucks­volle Orchestrierung von Gegenstimmen. […] Gerade das macht den Band stark, ebenso wie einige schriftlich doku­men­tierte Podiumsgespräche, die sich durchweg sehr spannend lesen und es erlauben, auch nach­träglich noch an der Diskussionsreihe teil­zu­haben. Damit ist dem Team, das hinter dieser Reihe und Publikation steht, ein großer Wurf gelungen. […] Es gibt soviele Anregungen in diesem Buch. Es ist unbe­dingt emp­feh­lenswert.“
Karin Yesilada: Deutsch-Vietnamesisches Gedächtnis. In: hei­mat­kunde – Migrationspolitisches Portal der Heinrich-Böll-Stiftung

Ausnahmslos hohe inhalt­liche Qualität
„Beide Bücher ver­bindet eine gelungene, kri­tische Annäherung an hybride Prozesse und sie stellen einen klugen Appell zur poli­ti­schen und kon­tex­tua­li­sierten Reorientierung des Konzepts dar. […] Dabei fällt die aus­nahmslos hohe inhalt­liche Qualität der Beiträge auf […] Asiatische Deutsche ist eine gelungene Textkompilation [… und] in jedem Fall wichtig. Am Beispiel der asiatisch-vietnamesischen Diaspora wird handfest und viel­schichtig kon­kre­ti­siert, was Vermischung und Hybridität bedeutet.“
Johnny Van Hove: Hybridität Revisited: Karriere, Kritik und Alltag eines Starkonzepts. In: KULT_online, Nr. 34, 2013.

Theoretisch fun­diert und prak­tisch ver­ortet
„Während die deutsche Migrationsforschung Einwanderungsprozesse vor allem aus der Perspektive des Nationalstaates betrachtet, rücken Ha und die rund zwanzig wei­teren AutorInnen dia­spo­rische Ansätze rund um migran­tische Subjekte, Communities und Netzwerke ins Zentrum. Das ist gut so, denn es führt zu einem Perspektivwechsel, zu Pluralisierung und De-Nationalisierung.
‚Asiatische Deutsche‘ ist ein weit gefasster Begriff, er ver­weist auf Einschlüsse und Ausschlüsse. Heutzutage ist der Begriff der Diaspora en vogue, denn er beschreibt die Zerstreuung von MigrantInnen fern der Heimat. Aber Diaspora ist mehr, sie loka­li­siert Erfahrungen von Ausschluss, Identifikation, Zugehörigkeit und Exklusivität neu. Die AutorInnen dieses Sammelbandes ver­stehen es, Diasporen im Spannungsfeld zwi­schen Nationalismus und trans­na­tio­nalen Bezügen zu beschreiben – theo­re­tisch fun­diert und prak­tisch ver­ortet.“
Rosaly Magg: Diaspora in Deutschland. In: iz3w, Nr. 334, 2013, S.46.

Wertvolle Beiträge zur Rassismusforschung
„Der Band doku­men­tiert Debatten von enga­gierten WissenschaftlerInnen und AktivistInnen zu den Themen Identität und Repräsentation von asia­ti­schen Deutschen. […] Das anre­gende Lesebuch ver­sammelt Fotos, Porträts, Analysen und Gespräche. Es bietet wert­volle Beiträge zur Rassismusforschung und einen tiefen Einblick in die Vielfalt der deutsch-asiatischen Präsenzen.“
Anke Schwarzer: Aufgeblättert. In: analyse & kritik – zeitung für linke Debatte und Praxis. Nr. 577, 16.11.2012.

„Früher war es mir auch wichtig, bloß kein Chinese zu sein“
Trotz des ver­hee­rendsten ras­sis­ti­schen Pogroms seit der Nazi-Zeit in Rostock-Lichtenhagen ist anti-Asiatischer Rassismus ein sträflich ver­nach­läs­sigtes Wissensgebiet. Ein Gespräch über die Bedeutung von Asiatische Deutsche, Community und Coalition Work.
Kien Nghi Ha im MiGAZIN-Interview mit Deniz Utlu

FilmProjekt MEGAVeranstaltungenWorkshop

Im Kurzfilmworkshop wurde sowohl tech­ni­sches und metho­di­sches Wissen zur Erstellung eines Kurzfilms ver­mittelt als auch die prak­tische Umsetzung einer eigenen Kurzfilmidee ermög­licht. Leitend war dabei die Frage, wie wir mit ein­fachen fil­mi­schen Mitteln unsere Identitäten erfor­schen und unsere Geschichten sichtbar machen können? Dabei waren der Austausch und die Vernetzung mit der Workshopleitung sowie den wei­teren Teilnehmenden ein wesent­licher Bestandteil des Programms. 

Entstanden sind vier Kurzfilme „Kebebesan“, „The Wound“, „Giftmaking“, „Remember the Smoke“, die im Herbst 2021 im SİNEMA TRANSTOPIA von bi’bak bei einem öffent­lichen Community-Screening vor Publikum gezeigt wurde. Im Anschluss an die Filmvorführungen fand ein Publikumsgespräch mit den Filmteams und der Workshopleitung statt. 

Die Filme wurden außerdem 2023 im Rahmen der Ausstellung „zu(sammen)künfte“ des gleich­na­migen Festivals von kori­en­tation gezeigt und sind auch auf dem kori­en­tation YouTube-Channel zugänglich. 

Workshopleitung

Dieu Hao Do (*1986 Stadthagen) ist chinesisch-deutscher Autor- und Regisseur. Seine Filme erfor­schen post­ko­lo­niale Perspektiven auf Geschichtserinnerung des Amerikanischen Krieges in Vietnam. Mit seinem mit­tel­langen Film AT THE END OF THE WORLD feierte er 2016 Première auf dem Filmfestival MAX OPHÜLS PREIS. Der Kurzdokumentarfilm DER GARTEN DES HERRN VONG folgte im Jahr darauf. Außerdem führte er Regie bei der Webserie JUST PUSH ABUBA (ZDF Das kleine Fernsehspiel). Sein Regiestudium an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF führten ihn zu ras­sis­mus­kri­ti­schen Denken, Sprechen und Handeln. Mit dem Ziel neue BIPOC Stimmen fürs Erzählen zu empowern, leitet er Filmworkshops und enga­giert sich als Mentor. Er ist aktives Mitglied der gemein­nüt­zigen Initiative BERLIN ASIAN FILM NETWORK (BAFNET), die sich seit 2012 für dif­fe­ren­zierte Repräsentationen asiatisch-deutscher Lebensrealitäten in Film und Fernsehen engagiert.

Monica Vanesa Tedja (she/her, 1991: Jakarta, Indonesien) ist eine chinesisch-indonesische Filmemacherin, die in ihren Filmen Fragen rund um die Identität von Minderheiten stellt. Dabei zeichnen sich ihre Filme durch eine intime Charakterarbeit aus, die zu gleichen Teilen Humor und Pathos ent­halten. Bereits einer ihrer ersten Kurzfilme How to Make a Perfect Xmas Eve (2013) über­zeugte den Indonesian Film Director’s Club und gewann beim XXI. Short Film Festival den Preis für den besten Film. 2015 folgte Sleep Tight, Maria, der im selben Jahr als bester Film beim France Film Festival in Indonesien aus­ge­zeichnet wurde. Diese Filme fes­tigten ihren Status als eine von Indonesiens auf­stre­benden unab­hän­gigen Filmemacherinnen, die sich nicht scheuen, ihre Linse auf Erzählungen zu richten, die in dem Land selten erforscht werden.
2015 zog sie nach Berlin, um an der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF den Masterstudiengang Filmregie zu absol­vieren. DEAR TO ME ist ihr Abschlussfilm und erhielt 2021 den Preis für den besten Kurz- und Animationsfilm beim FIRST STEPS Award. Monica ist darüber hinaus ein aktives Mitglied von Soydivision - ein per­for­ma­tives Kunstkollektiv, das von in Berlin lebenden Indonesiern gegründet wurde und sich an der Schnittstelle von Kunst und Aktivismus positioniert.

Das Projekt MEGA wurde von 2020 bis 2024 durch das BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und durch die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen des Partizipations- und Integrationsprogramms gefördert.

BlogPolitikVerein

Dr. Kien Nghi Ha (Asian German Studies, Universität Tübingen)

[English version below]

Der am 16.04.2021 ver­öf­fent­lichte Offene Brief wurde zum Zeitpunkt seines Erscheinens von 32 asiatisch-deutschen bzw. asiatisch-diasporischen Organisationen und 235 Personen mit­ge­tragen. Hinzu kommen weitere soli­da­rische 175 Individuen sowie 93 unter­stüt­zende Organisationen, neben der Amadeu Antonio Stiftung, dem Bundesjugendwerk der Arbeiterwohlfahrt, Each One Teach One, der Stiftung Asienhaus und der Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, ras­sis­ti­scher und anti­se­mi­ti­scher Gewalt auch die großen bun­desweit agie­renden migran­ti­schen Verbände: Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände, Bundeskonferenz der Migrantenorganisationen, Dachverband der Migrant:innenorganisationen in Ostdeutschland, DaMigra – Dachverband der Migrantinnenorganisationen, neue deutsche orga­ni­sa­tionen und der Verband für inter­kul­tu­relle Wohlfahrtspflege, Empowerment und Diversity.

Nachdem der Offene Brief ver­öf­fent­licht wurde, folgten viele weitere Mitzeichnungen. Bis zum 16.05.2021 haben zusätzlich 46 Organisationen und 601 weitere Einzelpersonen den Brief mit­ge­zeichnet. Darunter sind Dachorganisationen wie der Antidiskriminierungsverband Deutschland, lokale Verbünde wie der Raum der Kulturen in Neuss oder das bun­desweit tätige Aktionsbündnis mus­li­mi­scher Frauen in Deutschland, die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und der Verband bina­tio­naler Familien und Partnerschaften. Ebenso folgten weitere asiatisch-deutsche Initiativen dem Aufruf wie A.Unit / Afro-Asian Art Project (Wien), SrirachaHotNews (Offenbach am Main) und Vielfalt Vietnam e.V. (Frankfurt am Main).

Obwohl der Offene Brief vielfach Anklang gefunden hat und empowernd wirkt, möchte ich einen kri­ti­schen Punkt nicht ver­schweigen. Bereits kurz vor der Veröffentlichung des Offenen Briefes war mir die Auslassung der ras­sis­ti­schen Morde gegen deutsch-türkische Familien etwa in Mölln und Solingen in den 1990ern Jahren schmerzhaft auf­ge­fallen. Es tut mir weh, dass diese Auslassung mir nicht schon viel früher auf­ge­fallen ist, nämlich während der Abfassung. Im Brief können sicherlich nicht alle Formen ras­sis­ti­scher Gewalt und Ausgrenzung reprä­sen­tiert werden. Die Erwähnung von „Hanau“ steht als sym­bo­li­sches Zeichen, dass in diesem Brief diese anderen Formen mit­ge­dacht werden, auch wenn sie nicht explizit genannt werden. Trotzdem ist das nicht aus­rei­chend, weil das Ungleichgewicht, aber auch die Fragen nach poli­ti­scher Zentrierung fort­be­stehen. Vielleicht war dieses Übergehen aber auch eine unter­be­wusste, funk­tionale Betriebsblindheit, um diesen Brief über­haupt schreiben zu können und um sich nicht mit der Frage beschäf­tigen zu müssen, ob der Offene Brief Menschen mit etwa ara­bi­schen, indi­schen, ira­ni­schen, kur­di­schen oder tür­ki­schen Vibes poli­tisch als asiatisch-deutsche Betroffene claimen bzw. kon­tex­tua­li­sieren darf. Die diffuse, poröse wie wider­sprüch­liche Grenze zwi­schen unin­ten­dierter Ausgrenzung und unge­wollter Vereinnahmung ist sehr klein, zur Zeit auf der bewe­gungs­po­li­ti­schen Community-Ebene unent­schieden und daher nur indi­vi­duell ver­han­delbar. Aus diesem Grunde war es uns bei den Unterschriften wichtig zu fragen, wie die Betroffenen sich selbst ver­orten und posi­tio­nieren. Auf der Ebene der poli­ti­schen Repräsentation hätte ich zumindest im Möllner Fall İbrahim Arslan fragen können, der 1992 den ras­sis­ti­schen Brandanschlag auf seine Familie über­lebte, ob es für ihn Sinn macht, seine Großmutter Bahide Arslan, seine Schwester Yeliz Arslan und seine Cousine Ayşe Yılmaz in diesem Brief namentlich zu erwähnen.

Trotz dieser schwie­rigen Ambiguität kann dieser Offener Brief in asiatisch-deutschen Zusammenhängen als bahn­bre­chend bezeichnet werden: Erstmalig hat sich eine sehr breite und starke Koalition von ver­schie­denen asiatisch-deutschen und asiatisch-diasporischen Organisationen zusam­men­ge­schlossen, um öffentlich gegen­seitige, trans­na­tionale und inter­kom­munale Solidarität gegen anti-asiatischen Rassismus zu demons­trieren. Ebenso ist die wach­sende Unterstützung durch NGOs of Color und andere soli­da­rische Organisationen beein­dru­ckend. Zu guter Letzt hat dieser Offene Brief Asiatische Deutsche, asiatisch-diasporische, asia­tische und asia­tisch iden­ti­fi­zierte Menschen, die in und außerhalb Deutschlands leben, dazu ermutigt, poli­tische Forderungen zu erheben. Außergewöhnlich ist auch die inter­ge­ne­ra­tionale, cross­kul­tu­relle und sozial inklusive Zusammensetzung der Supporter aus sehr unter­schied­lichen asia­ti­schen Communities: Sie reicht vom Koch, Sicherheitsfachmann und Handelstreibenden bis hin zu den üblichen Aktivist*innen, Akademiker*innen und Kulturschaffenden. Neben Zeichnungen von alt­be­kannten Community-Mitgliedern sind auch viele neue Namen von Studierenden und z.T. auch Schüler*innen zu lesen, die sich in diesem Brief wie­der­finden können. Ebenso wesentlich ist die Tatsache, dass in diesem Brief Menschen mit Namen aus dem ara­bi­schen, tür­ki­schen und süd- und west­asia­ti­schen Sprachraum sich selbst als Asiatische Deutsche iden­ti­fi­zieren – für viele wahr­scheinlich zum aller­ersten Mal.

Aus all diesen Gründen, sowohl was die Stärken als auch die Unzulänglichkeiten angeht, ist das gemeinsame und mög­lichst gleich­be­rech­tigte Coming to Voice ungemein wichtig. Es ist davon aus­zu­gehen, dass dieser Offene Brief nicht nur ein Meilenstein bei der Formierung und Öffnung der Bewegung der Asiatischen Deutschen dar­stellt, sondern sich hof­fentlich auch als ein his­to­ri­sches Dokument auf dem Weg in ein post­mi­gran­ti­sches und post­ko­lo­niales Deutschland erweisen wird.

Link zum Offenen Brief: www.korientation.de/atlanta-offener-brief

Groundbreaking in Several Ways: On the Significance of this Open Letter in the Asian-German Context

Dr. Kien Nghi Ha (Asian German Studies, University of Tübingen)

The open letter was co-signed by 32 Asian-German and Asian-Diasporic orga­niza­tions and 235 self-identified Asian indi­vi­duals at the time of its publi­cation. In addition, there are another 175 indi­vi­duals in soli­darity as well as 93 sup­porting orga­niza­tions like Amadeu Antonio Foundation, Federal Workers‘ Welfare Youth Organization, Each One Teach One, Asia House Foundation and the Association of Counseling Centers for Victims of Right-Wing, Racist and Anti-Semitic Violence in Germany (VBRG). Furthermore, the major federal immi­grant asso­cia­tions are first signa­tories of the open letter: BAGIV (Federal Working Group of Immigrant Associations), BKMO (Federal Conference of Migrant Organizations), DAMOST (Umbrella Association of Migrants Organizations in East Germany), DaMigra (Umbrella Association of Migrant Women’s Self Organizations), ndo (New German Organizations) and VIW (Association for Intercultural Welfare, Empowerment and Diversity).

After the open letter was published, many more co-signatories fol­lowed. By May 16, 2021, more than 46 orga­niza­tions and 601 indi­vi­duals have addi­tio­nally signed the letter, including umbrella orga­niza­tions such as the Federal Anti-Discrimination Agency of Germany, local alli­ances such as Space for Cultures in Neuss or the nati­onwide Action Alliance of Muslim Women in Germany (AmF), Association of Binational Families and Partnerships (IAF) and the Initiative of Black People in Germany (ISD). Likewise, other Asian-German initia­tives fol­lowed the call such as A.Unit / Afro-Asian Art Project (Vienna), SrirachaHotNews (Offenbach am Main) and Diverse Vietnam (Frankfurt am Main).

Although the open letter has been well received and has an empowering effect, I do not want to conceal a cri­tical point. Shortly before the publi­cation of the open letter, I was pain­fully aware of the omission of the racist murders against German-Turkish families, for example in Mölln and Solingen in the 1990s. It pains me that this omission did not occur to me much earlier, during the drafting. Certainly not all forms of racist vio­lence and exclusion can be repre­sented in the letter. The mention of “Hanau” stands as a sym­bolic sign that in this letter these other victims are also thought of even if they are not expli­citly men­tioned. Nevertheless, this is not suf­fi­cient because the imba­lance as well as the ques­tions of poli­tical cen­tering and focus persist. Perhaps this omission was also a sub­con­scious, func­tional ope­ra­tional blindness in order to be able to write this letter at all and in order not to have to deal with the dif­ficult question of whether the open letter is poli­ti­cally entitled to claim or con­tex­tualize people with for example Arab, Indian, Iranian, Kurdish, or Turkish vibes as Asian-Germans. The diffuse, porous and con­tra­dictory line between unin­ten­tional exclusion and unin­ten­tional appro­priation is very small, curr­ently unde­cided at the com­munity level, and only indi­vi­dually nego­tiable. Therefore, it was important for us to ask how the people affected position them­selves when co-signing this letter. On the level of poli­tical repre­sen­tation, I could have asked İbrahim Arslan, who sur­vived the racist arson attack on his family in 1992 in Mölln, whether it made sense for him to mention his grand­mother Bahide Arslan, his sister Yeliz Arslan and his cousin Ayşe Yılmaz by name in this letter.

However, the open letter is ground­breaking for the Asian-German context despite this dif­ficult ambi­guity in several ways: For the first time, a very broad and strong coalition of diverse Asian-German and Asian-Diasporic orga­niza­tions has come tog­ether to publicly demons­trate mutual, trans­na­tional, and inter­com­munal soli­darity against anti-Asian racism. Likewise, the growing support from NGOs of Color and other pro­gressive orga­niza­tions has been impressive. Last but not least, this open letter has encou­raged Asian Germans, Asian dia­sporic, Asian and Asian iden­tified people living in and outside of Germany to raise poli­tical demands. The inter­ge­ne­ra­tional, cross-cultural and socially inclusive com­po­sition of sup­porters from very dif­ferent Asian com­mu­nities is also striking: it ranges from cooks, security pro­fes­sionals and tradesmen to the usual suspects including acti­vists, aca­demics and cul­tural workers. There are veteran and well-known com­munity members but also many new names of Asian stu­dents and in some cases even pupils who can be found in this letter. Equally essential is the fact that people with names from the Arabic, Turkish, South and West Asian lan­guages identify them­selves in this open letter as Asian Germans – for many also for the very first time.

For all these reasons, pointing to the strengths as well as the short­co­mings of this open letter, this joint and equality-based coming to voice is immensely important. It can be assumed that this open letter will not only be a mile­stone in the for­mation and diver­si­fi­cation of the Asian German Movement, but will hop­efully also prove to be a his­to­rical document on the way to a post-migrant and post-colonial Germany.

Link to the Open Letter: www.korientation.de/atlanta-offener-brief/#englishversion

Kien Nghi Ha, pro­mo­vierter Kultur- und Politikwissenschaftler, forscht zu Asian German Studies an der Universität Tübingen. Als Publizist und Kurator arbeitet er auch zu post­ko­lo­nialer Kritik, Rassismus und Migration. Neueste Publikationen sind unter anderem der Sammelband Asiatische Deutsche Extended. Vietnamesische Diaspora and Beyond (VÖ Juni 2021) als erwei­terte Neuauflage sowie das für die Heinrich Böll Stiftung her­aus­ge­gebene Dossier Geschlossene Gesellschaft? Exklusion und ras­sis­tische Diskriminierung an deut­schen Universitäten.

BlogPolitikVerein

13.05.2021 | Solidaripod (Podcast)
#53 – „Asiatische Perspektiven sichtbar machen“, mit Gästin Sandy-Julia von korientation 

11.05.2021 | wdr 5 – Morgenecho (Radio)
Antiasiatischer Rassismus in Deutschland- Interview mit Kimiko Suda

11.05.2021 | Tagesschau (TV)
Antidiskriminierungsstelle: Zahl der Anfragen stark gestiegen – Interview mit Kimiko Suda (01:25 min)

11.05.2021 | neue deutsche orga­ni­sa­tionen BLOG
Die Corona-Pandemie und anti-asiatischer Rassismus: „[…] es fand ein bewusster Rückzug aus dem öffent­lichen Raum statt“ – Im Gespräch mit Kimiko Suda 

30.04.2021 | Stand Up Gegen Rassismus e.V. (@stand_up_gegen_rassismus / IG)
Insta-Live-Interview zu anti-asiatischem Rassismus mit Sina Schindler

08.04.2021 | Der Tagesspiegel
Patrick Volknant. Corona ver­schärft den Rassismus gegen asia­tisch gelesene Menschen - Interview mit Jee-Un Kim, Thị Minh Huyền Nguyễn von ichbinkeinvirus.org, Toan Nguyen, Jieun Park von GepGemi e.V.

27.03.2021 | Phoenix TV (chi­ne­sisch)
德國專家籲亞裔受歧視要多發聲-鳳凰秀 – Interview mit Kimiko Suda 

25.03.2021 Marie Illner, web.de. Behandlung ver­weigert, Bewerbung abge­lehnt: Das Problem des anti-asiatischen Rassismus in Deutschland, Interview mit Jee-Un Kim 

23.03.2021 Nina Dreher, Maria Kotsev, Der Tagesspiegel. „Anti-asiatischer Rassismus sollte Thema der Mehrheitsgesellschaft sein“, Interview mit Kimiko Suda, Thủy-Tiên Nguyễn von kori­en­tation und Thị Minh Huyền Nguyễn von ichbinkeinvirus.org

21.03.2021 Jenifer Gierke, ZDF.de: „Schon vor Corona ein Problem. So werden Asiaten hier­zu­lande dis­kri­mi­niert“, Interview mit Kimiko Suda und Thủy-Tiên Nguyễn von kori­en­tation sowie poli­tische Neurowissenschaftlerin Liya Yu

18.03.2021 Alisha Mendgen, Redaktionsnetzwerk Deutschland: Antiasiatischer Rassismus: Wie die Pandemie den Hass sichtbar macht – Interview mit Sina Schindler

18.03.2021 Anja Backhaus, Radio WDR 5 „Neugier genügt“: Unsere wis­sen­schaft­liche Referentin Kimiko Suda hat am ein Radiointerview zum Thema „Ich bin kein Virus – Anti-asiatischer Rassismus“ gegeben. Dabei spricht Kimiko über die wis­sen­schaft­liche Forschung zum Thema anti-asiatischer Rassismus in Deutschland, die derzeit erst in ihren Anfängen steht und stellt die ersten Ergebnisse einer Pilotstudie zu Anti-asiatischem Rassismus in der Corona-Pandemie vor. Gleichzeitig wird die gesell­schaft­liche Bedeutung und Relevanz, anti-asiatischen Rassismus zu ver­stehen und zu bekämpfen, nicht nur mit dem Blick auf die jüngsten Ereignisse in den USA deutlich, in denen ein weisser Mann in Atlanta acht Menschen getötet hat, dar­unter sechs asia­tische Frauen. Auch in Deutschland exis­tiert anti-asiatischer Rassismus nicht erst seit der Corona-Pandemie, und auch nicht erst seit den Pogromen in Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen in den 1990ern. Es ist daher über­fällig, dass sich die Politik und Personen des öffent­lichen Lebens sichtbar gegen anti-asiatischen Rassismus und andere Formen ras­sis­ti­scher Diskriminierung posi­tio­nieren und deutlich dagegen aussprechen.


Siehe auch: Pressespiegel aus dem Jahr 2020

KulturProjekt MEGAWorkshop

„Eine Stimme finden – Der Weg zu meinem Podcast“ 

Dieser Workshop richtete sich sowohl an Personen, die noch keinen Podcast betreiben, als auch an die­je­nigen, die ihren Podcast in Gemeinschaft besprechen und eine neue Perspektive erhalten wollen. Inhaltliche Schwerpunkte waren Projektkonzeption, Projektmanagement, Möglichkeiten der Kooperationen, Vernetzungsmöglichkeiten und Öffentlichkeitsarbeit. Für die Leitung des Workshops wurde Cuso Ehrich gewonnen und damit eine Asiatisch-Deutsche Person mit viel Erfahrung im Bereich selbst­or­ga­ni­siertem Podcast und Community-Arbeit. Der inhalt­liche Austausch und die Vernetzung mit Workshopleitung und Teilnehmenden waren ein zen­traler Bestandteil des Programms. 

Workshopleitung

Der Workshop wird von Cuso geleitet.

DiasporAsia (Cuso links)

Cuso Ehrich (keine Pronomen) ist seit 2013 in sozialen Bewegungen aktiv und aktuell Bildungsreferent*in bei IDA-NRW. Seit 2018 gestaltet Cuso mit Xinan die Plattform und den Podcast Diaspor.Asia, in der sie an den Intersektionen von geschlecht­licher Identität, Klassenzugehörigkeit und Rassifizierung aus Asiatischen Perspektiven in Deutschland arbeiten.

Das Projekt MEGA wurde von 2020 bis 2024 durch das BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und durch die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen des Partizipations- und Integrationsprogramms gefördert.

Das Projekt MEGA wurde von 2020 bis 2024 durch das BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und
durch die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales,
Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen
des Partizipations- und Integrationsprogramms gefördert.
FilmProjekt MEGAVeranstaltungen

Im Rahmen des CLINCH – ein Festival für künst­le­rische, theo­re­tische und akti­vis­tische Auseinandersetzung von Schwarzen Menschen, People of Color und (Post)Migrant*innen haben wir die Filme „My German Boyfriend“ (Wayne Yung, 2004, 19 min) und „Beer! Beer!“ (Popo Fan, 2019, 17 min) gezeigt. Beide Filme liegen 15 Jahre aus­ein­ander und eröff­neten so einen Blick auf die ver­schie­denen Herangehensweisen zweier Generationen im Umgang mit ras­si­fi­zierten Klischees von asia­ti­schen schwulen Männern. Im anschlie­ßenden Gespräch wurde die Doppelrolle von Filmemacher*innen als begehrte und begeh­rende Subjekte, sowie das Potential eines neu aus­ge­rich­teten Blicks des Begehrens für sozialen Wandel diskutiert. 

My German Boyfriend

Wayne Yung, 2004, 19 min

Screenshot aus „My German Boyfriend“, Wayne Yung (2004)

Ein schwuler Chinesisch-Kanadier auf der Suche nach dem idealen Liebhaber. Eine Komödie über ver­meint­liche kul­tu­relle Identitäten, ein Tagebuch über migran­tische Isolation und ein Liebesbrief.

Webseite Wayne Yung: http://wayneyung.com

Beer! Beer!

Popo Fan, 2019, 17 min

Screenshot aus „Beer! Beer!“, Popo Fan (2019)

„Beer! Beer!“ ist eine anti­ro­man­tische Komödie, die am frühen Morgen nach einer wilden Party in Berlin spielt. Während Tao, ein Chinese, und Sebastian, ein Deutscher, sich immer näher­kommen, ver­ändert eine Matratze plötzlich alles …

Webseite Popo Fan: www.popofan.net

Anschließendes Gespräch

mit den Filmemachern: Wayne Yung und Popo Fan
Moderation: Kimiko Suda / kori­en­tation e.V.

Gespräch in eng­li­scher Lautsprache.
Filme auf Deutsch und Englisch

Die Kurzfilmscreenings waren eine Kooperation von kori­en­tation. Netzwerk für Asiatisch-Deutsche Perspektiven e.V. und dem CLINCH Festival Hannover.


CLINCH ist ein Festival für künst­le­rische, theo­re­tische und akti­vis­tische Auseinandersetzung von Schwarzen Menschen, People of Color und (Post)Migrant*innen. Bei CLINCH ringen die Besucher*innen mit­ein­ander und für­ein­ander um eman­zi­pa­to­rische anti­ras­sis­tische und anti­dis­kri­mi­nie­rende Perspektiven. CLINCH setzt sich für post­ko­lo­niale und (post)migrantische Auseinandersetzung, Selbstorganisierung und Sichtbarkeit ein.

CLINCH ist inter­sek­tional. CLINCH ist radikal. CLINCH ist empowernd.

Das dritte CLINCH Festival fand vom 5.–8. November 2020 im Kulturzentrum Pavillon in Hannover statt: Vier Tage Festival mit Workshops, Performances, Diskussionen, Lesungen, Konzerten, Raum für Empowerment und expe­ri­men­tellen Formaten.

Link zur Festivalseite: https://clinchfestival.de

Das Projekt MEGA wurde von 2020 bis 2024 durch das BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und durch die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen des Partizipations- und Integrationsprogramms gefördert.

Das Projekt MEGA wurde von 2020 bis 2024 durch das BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und
durch die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales,
Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen
des Partizipations- und Integrationsprogramms gefördert.