BlogProjekt MEGAVereinWorkshop

„Eine Stimme finden – Der Weg zu meinem Podcast“

ANMELDUNG: bis zum 12. September 2020 per Email an mega@korientation.de / Online-Formular

WORKSHOP-TERMIN: Samstag, 19. September 2020
UHRZEIT: 11.00 – 15.00 h inklusive Mittagspause (60 min.)
WO: Digital via Zoom-Konferenz (Link wird zuge­schickt)
SPRACHE: Deutsche Lautsprache

Podcasts sind eine Möglichkeit, die Medienlandschaft aktiv mit­zu­ge­stalten und eigene Narrative in die Öffentlichkeit ein­zu­bringen. In dem Workshop erar­beiten wir gemeinsam die Konzeption eines Podcasts: Von der Idee über die Technik, Finanzierung und das Branding zu unserem eigenen Projekt. Der Workshop ist ein Raum des Ausprobierens, Ihr müsst also noch keine genaue Projektvorstellung haben. Es wäre jedoch gut, wenn Ihr euch Gedanken darüber macht, über welche Themen ihr euch vor­stellen könntet zu sprechen.

Aufgrund der Unsicherheiten wegen der Corona-Pandemie werden wir diesen Workshop digital umsetzen und das Video-Conferencing-Tool Zoom benutzen. Ihr benötigt daher einen guten Internet-Zugang, eine Webcam und Mikrophon, um an dem Workshop teil­nehmen zu können.

Für wen ist der Workshop?

Der Workshop richtet sich an alle im Alter zwi­schen 17 und 27 Jahren, die sich als Asiatisch-Deutsch iden­ti­fi­zieren oder sich davon ange­sprochen fühlen.

Die Anzahl ist auf 10 Teilnehmende begrenzt.

Referent*in

Der Workshop wird von Cuso (DIASPOR.ASIA) geleitet.

Mehr Informationen unter Projekte / MEGA Podcast-Workshop

Projekt MEGAWorkshop

Podcasts sind eine Möglichkeit, die Medienlandschaft aktiv mit­zu­ge­stalten und eigene Narrative in die Öffentlichkeit ein­zu­bringen. In dem Workshop wurde gemeinsam die Konzeption eines Podcasts erar­beitet: Von der Idee über die Technik, Finanzierung und das Branding bis zum eigenen Projekt. Der Workshop stellte einen Raum des Ausprobierens dar, eine genaue Projektvorstellung war nicht not­wendige Vorbedingung. 

Der online Workshop richtete sich an alle Menschen im Alter zwi­schen 17 und 27 Jahren, die sich als Asiatisch-Deutsch iden­ti­fi­zieren oder sich davon ange­sprochen fühlen.

Referent*in

DiasporAsia (Cuso links)

Cuso ist seit 2013 in sozialen Bewegungen aktiv, aktuell Bildungsreferent*in für Rassismus-und Machtkritik und arbeitet aus post-migrantisch_queerer Perspektive zu Post-Kolonialismus und Asiatisch_Deutsch-sein. Im Diaspor.Asia Podcast sprechen Cuso und Xinan über Asiatische Identitäten, Geschichten der Diaspora, mental health struggles, radical softness und Queer sein in Deutschland.

Das Projekt MEGA wurde von 2020 bis 2024 durch das BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und durch die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen des Partizipations- und Integrationsprogramms gefördert.

Das Projekt MEGA wird durch das BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und
durch die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales,
Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung im Rahmen
des Partizipations- und Integrationsprogramms gefördert.
BlogInterviewsKulturVerein

Thea und Thuy, Mitglieder unseres uner­müd­lichen Medienkritik-Teams, haben einen korientation-Podcast ins Leben gerufen! 

Anlässlich des digi­talen #AsianGermanFestival am 25./26. Juli 2020 haben sie als erste Aktion alle Interviews und Talks als Podcasts vor­be­reitet, die Ihr auf den fol­genden Plattformen finden könnt:

https://kite.link/korientation

Als Hosts werden Thea (@novemberbeetle / Podcast DonnaSori und Thuy (@storiesbythuy) sich zukünftig aus einer medi­en­kri­ti­schen Perspektive mit Asiatisch-Deutschen Themen aus­ein­an­der­setzen. Wir freuen uns schon auf die nächsten Folgen!

Danke für das Graphikdesign an christinazhu.de!

BlogKulturVeranstaltungenVerein

Wir wollten uns mit dem digi­talen #AsianGermanFestival ver­netzen und sind über­wältigt von den tollen Beiträgen aller Teilnehmer*innen und eurer Resonanz!

Wir haben das ganze Wochenende lang auf Twitter, Instagram und YouTube gefeiert und möchten euch allen herzlich danken, dass ihr euer Wissen und eure Zeit mit uns allen geteilt habt. Die Beiträge sind zum größten Teil auf YouTube abrufbar – Programm mit Link findet ihr HIER!

Stimmen zu unseren Beiträgen:

@beanzz_jelly (Twitter)
Your pain is real“ – extrem span­nender Beitrag von poli­ti­scher Neurowissenschaftlerin Dr. Liya Yu darüber, wie Rassismus u. Mikroaggressionen gegenüber asiatisch-gelesenen Menschen kognitive Konsequenzen haben kann!

@azn_german (Twitter)
Was für ein schönes sati­ri­sches Musical, das Klischees über ost- und süd­ost­asia­tische Frauen aufs Korn nimmt!

Guido E.​(YouTube Livechat)
Theas Podcast @donnasori hat bei mir dazu bei­getragen mich selber für das Thema zu sen­si­bi­li­sieren, denn teil­weise musste ich erst einmal lernen (Micro-) ras­sis­ti­sches Verhalten zu erkennen. (auch bei mir)

@alxndr42 (Twitter)
Gross­ar­tiges Interview mit Olivia Hyunsin Kim über anti-asiatischen Rassismus und die Versäumnisse der Kultur- und Medianlandschaft

Die Statements des Orga-Teams:

LINDA (IG: porcelain_ears)

Übernahme Instagram-Account @korientation, Social Media Support, Teil des festen korientation-Teams, Teilnahme als @porcelain_ears (IG)

Über die Möglichkeit das #AsianGermanFestival mit zu orga­ni­sieren bin ich sehr dankbar. Es war mein großer Wunsch, aktiv zur Sichtbarkeit von Asiatisch-Deutschen bei­zu­tragen. Das Festival in kurzer Zeit gemeinsam zu orga­ni­sieren, hat uns gezeigt, wie viel man mit Teamwork und Zusammenhalt bewirken kann.

Ich bin selbst an meinen Aufgaben gewachsen und freue mich, an wei­teren Projekten beteiligt zu sein.

Für die Zukunft wünsche ich mir auch, dass die Themen der Asiatisch-Deutschen mehr im öffent­lichen Augenmerk liegen. Denn wir sind ein nicht unbe­acht­licher Teil der Gesellschaft, der voller Vielfalt und Tiefe geprägt ist.

SANDY (IG: san­dy­julia, Twitter: sandyjuliatran)

Social Media Support, Technik Support, Moderation

Über Thuy wurde ich in das Festival Orga-Team auf­ge­nommen. Ich habe mich dazu ent­schieden mit­zu­helfen, weil ich zu dem Zeitpunkt bewusst netz­werken wollte und nach einer Community gesucht habe, in der Asiatisch Deutsche empowered werden und deren Stimmen eine Plattform bekommen. Das #AsianGermanFestival zielt genau darauf ab, weshalb ich sehr dankbar bin, ein Teil davon sein zu können. 

Durch das Festival habe ich ver­stärkt gemerkt, dass wir so viel mehr sind als die Stereotypen, die uns zuge­schrieben werden. Wir sind viel­fältig inter­es­siert, talen­tiert und in ver­schie­densten Bereichen aktiv! Das hat mich sehr gestärkt und empowered. Aus der recht kurz­fris­tigen Orga für das Festival nehme ich mit, dass wirklich viel erreicht werden kann, solange das Ziel vor Augen bleibt und mit viel Engagement und Fürsorge für­ein­ander gear­beitet wird. Flexibilität, Humor und kleine Pausen in dem Prozess waren aber wichtige Komponenten, um das alles möglich zu machen. 

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Projekte wie das #AsianGermanFestival mehr Reichweite bekommen, die Asiatisch Deutsche Community sichtbar und größer wird, wir uns weiter ver­netzen und uns immer gegen­seitig supporten!

THEA (@novemberbeetle)

Social Media Support, Podcast Produktion, Teil des festen kori­en­tation Podcast-Teams, Teilnahme als @donnasori

Ich habe mich für das #AsianGermanFestival enga­giert, weil ich das Gemeinschaftsgefühl, das ich beim Medienkritik-Team von kori­en­tation e.V. erfahren habe, weiter tragen wollte. Es ist auch ein Teil von Zukunftsarbeit, ich möchte in einem Deutschland leben, wo ein Asiatisch-Deutsches Festival Normalität wird!

Es ist auch toll, dass wir alles in kür­zester Zeit orga­ni­siert bekommen haben. Teamwork, Kommunikation, Liebe und Care für die Community sind die Pfeiler, auf denen wir immer weiter bauen sollten.

Ich wünsche mir, dass die tollen Stimmen Asiatisch-Deutscher, die während des Festivals gehört wurden, weiter ampli­fi­ziert werden. In der Kunst, Musik, Politik, Wissenschaft – im Alltag.

THUY-TIEN (Twitter & Instagram: @storiesbythuy)

Übernahme Twitter Account @korientation, Moderation Live Interviews, Teil des festen kori­en­tation Podcast-Teams

Vor vier Wochen erzählte uns Thea bei einem unserer wöchent­lichen Medienkritik-Team-Meeting die Idee, ein digi­tales Asian German Festival zu orga­ni­sieren. Das Festival wollte ich unbe­dingt mit orga­ni­sieren, da ich die Idee total schön finde, ein paar ver­schiedene Perspektiven aus der großen Asian German Community sichtbar zu machen und uns unter­ein­ander zu ver­netzen. Außerdem hatte ich auch große Lust, mit dem Medienkritik-Team ein Festival auf die Beine zu stellen.

Ich nehme aus dem Festival mit, dass Teamwork, Verlässlichkeit und Vertrauen total wichtig sind. Während der vier Wochen Planung und Vorbereitung, aber auch während des Asian German Festivals habe ich es sehr geschätzt, dass wir als Team zusam­men­ge­halten haben, auf uns gegen­seitig auf­ge­passt haben, uns für ver­schie­denen Aufgaben auf­ein­ander ver­lassen konnten, für­ein­ander da sind und uns gegen­seitig sup­portet und Kraft gegeben haben! Zusammenhalt und Empowerment ist aber auch innerhalb der ganzen Asiatisch-Deutschen Community wichtig, wie mir vor allem die Live Interviews aus unter­schied­lichen Perspektiven und Sparten gezeigt haben. Auch anti-asiatischer Rassismus und der Umgang damit war ein großes Thema beim Festival. Dies zeigt mir, dass da noch sehr viel Gesprächsbedarf ist. Außerdem nehme ich mit, dass wir immer im Lernprozess sind, dass kri­tische Selbstreflektion sehr wichtig ist und dass wir uns unter­ein­ander besser und größer ver­netzen müssen – wie Victoria aber auch schon geschrieben hat. 

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass anti-asiatischer Rassismus ernst genommen und aktiv dagegen gear­beitet wird – von allen Menschen und Institutionen. Außerdem wünsche ich mir, dass Asiatische People of Color in der deut­schen Gesellschaft sicht­barer werden, dass sich viele Allies finden und uns sup­porten und dass wir uns innerhalb der Asian German Community gegen­seitig unter­stützen, empowern, und uns besser ver­netzen, um z.B. wei­terhin coole Projekte und Aktionen zu starten.

VICTORIA

Social Media Support, E‑Mail-Schriftverkehr, Teil des festen korientation-Teams

Ich bin, wie Sandy, eben­falls durch Thuy ehren­amt­liches Mitglied bei kori­en­tation geworden. Eines Tages hat Thea vor­ge­schlagen, dass wir doch viel­leicht ein digi­tales Asian German Festival orga­ni­sieren könnten, um die Asiatisch-Deutsche Community in Deutschland sicht­barer zu machen sowie uns unter­ein­ander besser ver­netzen zu können. Die Idee fand ich schön, weshalb ich unser Festival mit­or­ga­ni­siert habe.

Was ich mir aus dem Festival mit­nehme ist, dass wir uns im stän­digen Lernprozess mit kri­ti­scher Selbstreflektion befinden und wir unser Netzwerk noch weiter aus­bauen müssen. Unser Asian German Festival hat mir außerdem gezeigt, dass noch viel Gesprächsbedarf zum Rassismus und Empowerment bei vielen Asiatischen Deutschen und Asiat*innen herrscht, weil mehrere Fragen an unsere Speaker*innen sich um den Umgang mit Rassismus im Alltag gedreht haben.

Die vielen Supports, die wir während des Festivals erhalten haben, haben mich sehr empowert und Kraft gegeben.

Ich wünsche mir für die Zukunft, dass Asiatische People of Color in Deutschland gesell­schaftlich sicht­barer werden, unsere Projekte mehr Beachtung bekommen und wir uns gegen­seitig unterstützen.

Wir bedanken uns für euer Interesse und euren Support!

Es wird im Nachgang noch einige schöne Überraschungen geben, haltet also auf Twitter, Youtube und Instagram Ausschau!

BlogKulturProjekt MEGAVerein

Liebe korientation-Mitglieder, liebe Freund*innen,

seit der Gründung des Vereins 2008, suchen wir immer wieder nach Allianzen, vor allem mit anderen kri­ti­schen (post)migrantischen / dia­spo­ri­schen Communities. „Allein machen sie dich ein…“

Auf dieser Suche spielen immer die gegen­seitige Wertschätzung und Anerkennung ver­gan­gener poli­ti­scher Arbeit eine wichtige Rolle. Diese Wertschätzung drückt sich bei­spiels­weise darin aus, auf die anti­ras­sis­ti­schen Kämpfe der Pionier*innen in Deutschland zu ver­weisen, auf deren Schultern wir unsere Arbeit auf­bauen können.

In diesem Sinne arbeiten wir daran, für euch Orte zu schaffen, an denen Projekte und Allianzen initiiert, ver­handelt und los­ge­treten werden – empowernd und mit viel Spaß! Aktuell möchten wir euch ganz herzlich zum #AsianGermanFestival am 25. und 26. Juli ein­laden! Die AG Medienkritik bei kori­en­tation orga­ni­siert mit Unterstützung vom MEGA-Team für das Festival ein span­nendes Line-Up von Podcasts, Insta-Live-Beiträgen und anderen Formaten und stellt euch asia­tische und asiatisch-diasporische Akteur*innen und deren Arbeit in unseren Communities vor. Das Programm wird in den nächsten Tagen auf unseren Social-Media-Kanälen bekannt gegeben. Watch out!

Habt eine schöne Sommerzeit und bleibt wei­terhin gesund & soli­da­risch, viel­leicht sehen/hören wir uns beim #AsianGermanFestival!

Kimiko & das MEGA-Team

Ihr findet uns auch auf Facebook, auf Twitter und auf Instagram.

PS: Headerbild ©Christina Zhu, siehe mehr von ihren Arbeiten unter: http://christinazhu.de.

ALLIANZEN

Auf der Suche nach einer geeig­neten strategisch-politischen Selbstbezeichnung haben wir am 11. Juni eine Diskussion zu Begriffen und Positionierungen der Asiatisch-Deutschen und Schwarzen Deutschen Communities gemeinsam mit den neuen deut­schen orga­ni­sa­tionen (ndo) orga­ni­siert. Alle 100 Teilnehmer*innen-Plätze waren bereits nach zwei Tagen aus­ge­bucht und es befanden sich weitere 30 Personen auf einer Warteliste! Auf dem vir­tu­ellen Panel saßen Dr. Sun-Ju Choi (kori­en­tation), Saraya Gomis (EOTO), Dr. Noa K. Ha (Zentrum für Integrationsstudien, TU Dresden), und Saboura M. Naqshband (Berlin Muslim Feminists). Moderiert wurde die Diskussion von Ferda Ataman (ndo). Einen Bericht zur Diskussion werdet ihr bald auf unserer Website finden.

Auch auf Bundesebene bewegt sich kori­en­tation bewusst in Allianzen. Die Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen (BKMO) hat einen Begleitausschuss von Expert*innen ein­ge­setzt, um den Kabinettsausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus kri­tisch zu begleiten. Diesen hatte die Bundesregierung im März – auch auf Druck der BKMO – ein­ge­setzt. kori­en­tation ist Mitglied bei der BKMO und wird in dem Begleitausschuss durch Sara Djahim ver­treten.

Im Verbund mit anderen Asiatisch-Deutschen Organisationen wie BAFNET in Berlin bereiten wir gerade einen Bericht an den UN-Antirassismusausschuss vor, mit dem Ziel, dass Asiatische Menschen explizit in die Liste der schutz­wür­digen Bevölkerungsgruppen im Zusammenhang mit ras­sis­ti­scher Diskriminierung auf­ge­nommen werden. Eine Aufnahme würde den recht­lichen Schutz bei Diskriminierung auf eine trans­na­tionale Ebene bringen und somit die Möglichkeit, poli­ti­schen Druck auf­zu­bauen, enorm erhöhen.

Im Kooperationsprojekt Mauergeschichten revi­sited bei der Stiftung Berliner Mauer, beteiligt sich kori­en­tation gemeinsam mit EOTO, dem Türkischen Bund Berlin-Brandenburg und Amaro Drom an der Diversifizierung der Perspektiven auf den Mauerfall in der musealen Vermittlungsarbeit. Seit dem 13. Juli recher­chiert Dr. Kien Nghi Ha für uns in dem Projekt aus Asiatisch-Deutscher Perspektive, die Ergebnisse fließen in das Curriculum der Ausbildung von Museumsguides an den vier Standorten der Stiftung in Berlin ein.

Und wer sind eigentlich die Asiatisch-Deutschen Aktivist*innen, auf deren Arbeit wir auf­bauen? Innerhalb weniger Tage sind fast 200 Vorbestellungen für die Neuauflage des Bands Asiatische Deutsche. Vietnamesische Diaspora and Beyond bei uns ein­ge­gangen. In diesem Band findet ihr viel­fältige Antworten auf diese Frage. Wir und der Verlag Assoziation A sind über­wältigt, dass ein so großes Interesse an dem Band besteht! Die Neuauflage wird vor­aus­sichtlich im Oktober 2020 erscheinen und ein aktua­li­siertes Vorwort und zwei neue Beiträge ent­halten. Wenn ihr auch ein Exemplar vor­be­stellen wollt, könnt ihr das HIER machen.

AUS DEM VEREIN 

BEIRAT Die per­so­nelle Infrastruktur des Vereins wächst kon­ti­nu­ierlich. Wir haben inzwi­schen für kori­en­tation zwei Beiratsmitglieder gewinnen können, Dr. Noa K. Ha (DeZIM) und Sara Djahim. Noa berät uns im Bereich Wissenschaft/Politik und Sara im Bereich Lobbyarbeit auf der bun­des­po­li­ti­schen Ebene. Wir sind sehr glücklich, diese beiden Expert*innen für unsere Organisationsentwicklung und Repräsentationsarbeit an unserer Seite zu haben.

PUBLIKATION Und noch eine gute Neuigkeit: wir haben auf viel­fache Nachfrage hin die erste Publikation von kori­en­tation – nämlich Kataloge der Ausstellung Shared.Divided.United (2009) nach­be­stellt und sie sind endlich ange­kommen. Anfragen gern an info@korientation.de richten. 

Was geht bei MEGA

Das erste halbe Jahr unseres Projekts Media Empowerment for German Asians (MEGA) ist geschafft! Wir haben unsere bun­des­weiten und ber­lin­weiten Netzwerke aus­bauen können, und schaffen es kaum, allen Anfragen, die jede Woche bei uns im E‑Mail-Briefkasten ankommen, nach­zu­kommen. Was ist in den letzten Wochen gelaufen?
Wir haben bei­spiels­weise als Team an einem Methoden-Workshop von ju:an ‑Praxisstelle: Antisemitismus- und ras­sis­mus­kri­tische Jugendarbeit teil­ge­nommen, um uns auf Bedarfe unter­schied­licher Altersgruppen als Teilnehmende ein­zu­stellen und planen gerade einen wei­teren Workshop zur Organisationsentwicklung für unser Team und den korientation-Vorstand, um unsere Kommunikations- und andere Strukturen als wach­sende Organisation zu stärken.

Inhaltlich her­aus­for­dernde Fragen bewegen uns hin­sichtlich der kon­tro­versen medialen Diskussion um die Streichung des Begriffs „Rasse“ aus dem deut­schen Grundgesetz, bei der Erstellung von Beiträgen für die MEGA-Jahresbroschüre zum Thema „Why (media) repre­sen­tation matters“ und die Vorbereitung der drei MEGA-Seminare, die im Herbst ab September statt­finden werden. Die kon­kreten Termine und Seminarbeschreibungen werden bald auf unserer Website bekannt gegeben.

CC:COMMUNITY-CORNER

Wir haben seit einigen Monaten ein groß­ar­tiges ehren­amt­liches Medien-Team aka AG Medienkritik, das ständig wächst, und ohne deren Engagement bei­spiels­weise das #AsianGermanFestival nicht zustande gekommen wäre!

Gemeinsame Dokumentation „Corona-Rassismus“ in den Medien
Wir sammeln und doku­men­tieren wei­terhin ras­sis­tische Medienberichterstattungen auf der unserer Webseite.

Meldet uns pro­ble­ma­tische Medienberichte, die anti-asiatischen Rassismus beinhalten und wir fügen sie der Liste hinzu. Habt Ihr Interesse, selbst aktiv zu werden? Meldet Euch eben­falls gern per E‑mail. Alles an: medi­en­kritik (at) korientation.de.

+ Die Plattform „Ich bin kein Virus – Dein Netzwerk gegen Rassismus“ richtet sich an Betroffene ras­sis­ti­scher Übergriffe in Coronazeiten und an Unterstützer*innen. Ihr findet dort neben Erfahrungsberichten auch Beratungsstellen, Projekte, Initiativen und Einzelpersonen.

KORIENTATION EVENTS

25./26.07.2020 #AsianGermanFestival online!
Am Wochenende vom 25. und 26. Juli 2020 orga­ni­siert unser unglaub­liches ehren­amt­liches (sic!) Festivalteam bestehend aus Thea Suh, Thuy-Tien Nguyen, Linda, Victoria und Sandy Tran ein tolles Programm, um die viel­fältige Asianz und Asiatisch-Deutsche Community zu zeigen, sich zu ver­netzen und unsere Community einfach mal ein Wochenende lang auf Twitter, Instagram und Facebook zu feiern!

Programm unter: https://www.korientation.de/asiangermanfestival-2020/

Ihr könnt gern dabei sein – nutzt den Hashtag #AsianGermanFestival auf Twitter und Insta an dem Wochenende und/oder kon­tak­tiert unser Festivalteam via Email über asian­ger­m­an­fes­tival [at] korientation.de.

BEMERKENSWERT

+ Am 17.Juli startet die Umfrage zu Vielfalt und Diskriminierung vor und hinter der Kamera, die kori­en­tation als Teil der Initiativgruppe sup­portet. „Wie divers ist die deutsch­spra­chige Film- und Fernsehbranche vor und hinter der Kamera? Wer ist wie hier reprä­sen­tiert und wer nicht? (…) Auf Basis der Ergebnisse von Vielfalt im Film sollen kon­krete Maßnahmen ange­stoßen werden, um die Entwicklung eines inklu­siven Arbeitsumfeldes in der Filmbranche vor­an­zu­treiben – damit alle Filmschaffenden und deren viel­fältige Erfahrungen, Ideen und Potentiale wert­ge­schätzt werden.“

+ Am 23. Juli hosted DAMN das Online-Event MAMA#2. Food & Feelings. “MAMA ist ein Raum, in dem Menschen mit asia­ti­schen Herkunftsbezügen monatlich zusammen kommen können, um sich online über ein vorher fest­ge­legtes Thema aus­zu­tau­schen. Diesen Monat geht’s um: Essen. Und unsere Gefühle dazu.“ Anmeldung per Mail an damn.mama@gmx.de, dann erhaltet ihr Link und Passwort.

+ CALL FOR ABSTRACTS: Vom 29.–30. Oktober 2020 wird die Tagung „Im Osten was Neues? Intersektionale– Migrantische– BIPoC Perspektiven auf 30 Jahre (Wieder-) Vereinigungsprozess in Ostdeutschland“ an der Hochschule Mittweida statt­finden.
Bis zum 15. August können noch Abstracts zu den Themen „Bewegungen, Kämpfe, (Selbst-)Organisierung und Lebenswelten“, „Organisationserfahrungen und –kultur von MSO in Ostdeutschland“, „Rassismus und Empowerment in Ostdeutschland“ sowie „Erinnerungskultur und Narrativen jen­seits der Mehrheitsgesellschaft“ ein­ge­reicht werden.
Anfragen und Abstracts bitte an: Prof. Dr. Asiye Kaya (Projektleiterin), kaya@hs-mittweida.de; Phuong Thúy Nguyen (Wissenschaftliche Mitarbeiterin), nguyen@hs-mittweida.de.

+ Bis zum 15.08. könnt ihr euch für den Filmworkshop AB-UND-ZU-GEHÖRIGKEITSANGELEGENHEITEN mit Pimpaka Towira und dem Kollektiv un.thai.tled anmelden. Der Workshop findet fort­laufend an Wochenenden statt (05.09.2020 – 03.10.2020).

+ Vom 14. ‑15. August findet das Korean Screen Culture Virtual Symposium 2020 online statt. Für Nachfragen und Anmeldungen kon­tak­tiert bitte Dr Ji-yoon An: ji-yoon.an@uni-tuebingen.de

+ Vom 9. Juli bis 30. September 2020 findet die Online-Ausstellung GEN Y statt: „GEN Y presents art­works from Chinese artists born after 1980. GenY deals sub­stan­tially with infor­mation, cognitive issues at large, and tech­nology. Interdisciplinary pro­jects related to urgent matters like climate change, ecology, or big data are some of the issues at stake in this show.”

Bleibt mit uns in Kontakt und schreibt uns, wenn Ihr Ideen und Anregungen für unsere Arbeit habt oder etwas in unseren Newsletter auf­nehmen lassen wollt!

Den nächsten Newsletter gibt’s dann Anfang nächsten Monat!

FilmVerein

Keine Chance für Rassismus, Sexismus, Homophobie und Ausgrenzung in der deutsch­spra­chigen Film- und Fernsehbranche. Über 30.000 Filmschaffende sind auf­ge­rufen, sich zu enga­gieren – für Vielfalt und gegen Diskriminierung vor und hinter der Kamera.

Wie divers ist die deutsch­spra­chige Film- und Fernsehbranche vor und hinter der Kamera? Wer ist hier wie reprä­sen­tiert und wer nicht? Welche Ausschlüsse, Diskriminierungserfahrungen und prekäre Verhältnisse sind vor­handen und wie können diese abgebaut werden, um die Filmbranche gerechter zu gestalten? 

Um diese Fragen zu beant­worten, beleuchtet ein breites Bündnis aus Vereinen, Unternehmen und Verbänden erstmals Vielfalt und Diskriminierung in den 440 Berufender deutsch­spra­chigen Film- und Fernsehbranche. Ziel der Onlinebefragung ist ein daten­ge­stütztes Gesamtbild für die Entwicklung kon­kreter Maßnahmen für Produktionen, Filmförderung und Politik, zur Förderung einer diver­seren, gerech­teren und inklu­si­veren Filmbranche.

Zahlreiche bekannte Filmschaffende rufen zur Teilnahme auf, unter anderem:

“Die deutsche Filmbranche spiegelt nicht die Vielfalt der Gesellschaft wider.”
Tyron Ricketts, Schauspieler

“In puncto Vielfalt und Chancengerechtigkeit gibt es in der Filmbranche defi­nitiv noch Luft nach oben.”
Maria Furtwängler, Schauspielerin

“Eine gute Sache, damit endlich Diversität in der deut­schen Filmbranche ent­steht.”
Katja Riemann, Schauspielerin

“Zahlen und Fakten lassen sich nicht klein­reden.”
Jakob Lass, Regisseur

Die Menschenrechtsorganisation Citizens For Europe ver­ant­wortet die Umfrage, die Branchenplattform Crew United unter­stützt mit ihrem umfas­senden Filmschaffenden-Netzwerk. 

Weitere Initiator*innen von #VielfaltImFilm:

Berlin Asian Film Network, Bundesverband Regie, Diversity Arts Culture, Deutscher Blinden-und Sehbehindertenverband, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, Kinoblindgänger, kori­en­tation, Label Noir, Langer Media Consulting, Leidmedien, Panthertainment, ProQuote Film, Queer Media Society, Schwarze Filmschaffende Community.

Finanziell unterstützt von:

Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Bundesagentur für Arbeit –Zentrale Auslands-und Fachvermittlung, HessenFilm und Medien, MFG Filmförderung Baden-Württemberg, Pensionskasse Rundfunk, Stiftung Kulturwerk der VG Bild-Kunst

Ideell unterstützt von:

Bundesverband Casting, Deutsche Akademie für Fernsehen, Deutsche Filmakademie, Erich Pommer Institut, Indiefilmtalk, Produzentenallianz, Produzentenverband, Spitzenorganisation der Filmwirtschaft, Themis ‑Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt, Verband Deutscher Drehbuchautoren, Verband Österreichischer FilmschauspielerInnen

Informationen und Ansprechpersonen finden Sie auf: www.vielfalt-im-film.de

Bitte wenden Sie sich bei Rückfragen und Interviewwünschen an: presse@citizensforeurope.org.

Link zur PM als PDF: https://vielfaltimfilm.de/wp-content/uploads/2020/07/PM-Vielfalt-im-Film-1607020.pdf

Blog

Quelle: Wer weiß denn sowas“. ARD. Ausstrahlung vom 09.03.2020, Screenshot.

„Ching Chang Chong“, rief Franziska van Almsick mit albern ver­stellter Stimme in der Fernsehshow „Wer weiß denn sowas“ vom 09.03.2020, als die Rubrik „Asien“ aus­ge­wählt wurde. Niemand reagierte auf den ras­sis­ti­schen Spruch, dem wir Asiat*innen und Asiatisch* wahr­ge­nom­menen Menschen im Alltag aus­ge­setzt sind. Genauso schlimm ist es aller­dings, dass der öffentlich-rechtliche Fernsehsender „ARD“ Franziska van Almsicks Bemerkung über­haupt aus­ge­strahlt hat. Ihr Zwischenruf erhöhte meinen Puls schlag­artig und ich spürte, wie ich vor Wut zit­terte. In dem Moment kamen mir wieder alte Erinnerungen an all die Situationen hoch, in denen Nicht-Asiat*innen mir diese drei Silben wie aus dem Nichts ent­ge­gen­schleu­derten und nicht selten ihre Augen nach hinten zogen. In solchen Situationen fühlte ich mich stets hilflos und machtlos, denn selbst Unbeteiligte, die Zeug*innen eines solchen Vorfalls wurden, wiesen die Täter*innen nicht zurecht. So war ich in der Regel auf mich alleine gestellt.

Das Machtgefälle hinter dem „Ching Chang Chong“

Es gibt immer noch viele weiße* Menschen, die nicht ver­stehen, was an dem Spruch „Ching Chang Chong“ ras­sis­tisch sein soll. Hier eine Erklärung: Der CCC-Spruch wird aus­schließlich „asia­tisch“ aus­se­henden Menschen an den Kopf geworfen, unab­hängig davon, ob sie der Landessprache mächtig oder gar in dem Land geboren und auf­ge­wachsen sind, in dem sie sich befinden. Hier findet ein Othering-Mechanismus statt, d. h. Menschen werden auf­grund ihres Aussehens als Fremde mar­kiert und ihre Zugehörigkeit abge­sprochen. Hinzu kommt, dass dieser Spruch dazu dient, sich über Asiat*innen und ihre asia­ti­schen Sprachen lustig zu machen. Dabei wird die Heterogenität der asia­ti­schen Sprachen aberkannt und auf die ein­fachsten Silben her­un­ter­ge­brochen. Alle Asiat*innen werden also wieder in einen Topf geworfen und dabei wird die Unterlegenheit der asia­ti­schen Sprachen demons­triert, die aus ver­meint­lichen ein­sil­bigen Sch-Lauten bestehen. Der CCC-Spruch dis­kri­mi­niert und ver­letzt also in mehr­facher Hinsicht: Asiat*innen, so wie ich, werden mit diesem Spruch in her­ab­wür­di­gender Weise ver­spottet, gede­mütigt und aus­ge­grenzt. Es ist anzu­merken, dass das kein rein deut­sches Phänomen ist, denn z. B. in eng­lisch­spra­chigen Ländern berichten dortige Asiatische Communities das­selbe. Daran ist zu erkennen, dass Rassismus struk­turell und kein Einzelfall ist.

Rassistische Kontinuität in den Medien

Als wäre der ras­sis­tische Spruch nicht genug, setzte Kai Pflaume, der Moderator der Fernsehshow „Wer weiß denn sowas“, noch einen oben drauf. Die indo­ne­sische Stadt Bandung hatte Küken an Kinder ver­teilt, um sie von ihren Smartphones abzu­lenken. Kai Pflaumes kom­men­tierte die Meldung damit, dass die indo­ne­si­schen Kinder bestimmt auch noch ein Kochbuch dazu bekommen würden. Damit wie­der­holte er ein ras­sis­ti­sches Stereotyp gegenüber Asiat*innen, nämlich, dass Asiat*innen alles essen würden, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist und nicht imstande wären, ein Tier am Leben zu erhalten.

Quelle: „Gute Nacht Österreich“. ORF 1. Ausstrahlung vom 19.03.2020, Screenshot.

Ein ähn­licher Vorfall ereignete sich bei der „Gute Nacht Österreich“-Show am 19.03.2020 mit Peter Klien und Miriam Hie. Miriam Hie spielte in dieser Satiresendung eine chi­ne­sische Reporterin mit starkem chi­ne­si­schem Akzent und R‑L-Schwäche. Der Sketch sollte vor­der­gründig den Umgang der Volksrepublik China mit der Corona-Pandemie auf die Schippe nehmen, jedoch triefte er vor lauter Klischees über Chines*innen. Anstatt tat­sächlich die chi­ne­sische Regierung als Gegenstand des sati­ri­schen Humors zu the­ma­ti­sieren, sug­ge­rierte die „Gute Nacht Österreich“-Show den Zuschauer*innen, dass Chines*innen z. B. Fledermäuse, Hunde und Katzen äßen.

Es ist ermüdend, ständig mit ras­sis­ti­schen Stereotypen kon­fron­tiert zu werden, egal ob als Witz getarnt oder als Hate-Speech. Als wäre es nicht genug, dass Asiat*innen ras­sis­tische Bemerkungen oder Vorurteile über ihre ver­meint­lichen Essgewohnheiten ohnehin im Umfeld und im Internet zu hören oder lesen bekommen.

Quelle: „heute-show“. ZDF. Ausstrahlung vom 06.03.2020, Screenshot.
Quelle: „heute-show“. ZDF. Ausstrahlung vom 06.03.2020, Screenshot.

Die deutsche Satiresendung „heute-show“ bediente sich in ihrer Ausstrahlung vom 06.03.2020 eben­falls des anti-Asiatischen Rassismus. Sie blendete zuerst ein Foto vom Kungfu Panda mit dem Wortspiel „Kung Flu“ und später eins mit der Inschrift „Ching Chang Chong – Leer ist der Karton“ ein. In Zeiten der Corona-Pandemie, in denen Asiat*innen und Asiatisch gelesene Menschen wieder ver­mehrt ras­sis­tisch ange­feindet, gemieden, beleidigt werden oder sich die Frage stellen lassen müssen, ob sie das Coronavirus in sich tragen, sind Wortspiele wie „Kung Flu“ wie ein Stigma, das die Erkrankung am Coronavirus als etwas spe­ziell Chinesisches darstellt.

Kabarettistin Lisa Eckhart wie­derum machte sich am 19.03.2020 in der „Nuhr im Ersten“-Sendung über die Genitalien Asiatischer dyacis* Männer lustig.

Diese „Witze“ sind weder unschuldig noch harmlos. Sie nor­ma­li­sieren den Rassismus gegenüber Asiat*innen, weil sie dem weißen Publikum ver­mitteln, dass es in Ordnung sei, über Asiat*innen zu lachen. Wenn Satire nach unten tritt, dann ist es schlichtweg keine Satire, sondern Schikane. Der Rassismus gegenüber Asiat*innen ist kei­neswegs neu, d. h. es gibt ihn nicht erst seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Auch nicht im Fernsehen.

Rassistische Darstellungen und Stereotype sind keine Einzelfälle, sondern eine Kontinuität.

Für mehr Sensibilität gegenüber Rassismen

Weil durch die Medien Stereotype an die breite Bevölkerung trans­por­tiert werden können, haben die Medien, ins­be­sondere öffentlich-rechtliche Sender, eine besondere Verantwortung, keinen Rassismus wie­der­zu­geben. Sie müssen ange­messen auf jeg­liche Rassismuskritik reagieren und diese umsetzen. Hierfür ist län­ger­fristig ein Bewusstsein für Rassismen etwa durch Fort- und Weiterbildungen uner­lässlich. Als nächsten Schritt sollten Medienbetriebe eine interne Antidiskriminierungsstelle ein­richten, die einer­seits den Redaktionen beratend zur Seite stehen und ande­rer­seits Beschwerden ent­ge­gen­nehmen sollte.

Ein nicht unwe­sent­licher Faktor ist die feh­lende Diversität in der deut­schen Medienlandschaft. Aus einer Befragung der „Neuen deut­schen Medienmacher*innen“, die im Mai 2020 ver­öf­fent­licht wurde, geht hervor, dass 118 von 126 befragten Chefredakteur*innen der reich­wei­ten­stärksten Medien Deutsche ohne Migrationshintergrund seien. Unter den sechs Chefs und zwei Chefinnen, die min­destens ein nicht-deutsches Elternteil haben, gehört niemand zu den BIPoC*.

Je plu­raler, desto mehr Perspektiven können mit­ein­ge­bracht werden und die Wahrscheinlichkeit steigt somit, dass Vorurteile als solche erkannt werden. Es ist längst über­fällig, dass Medienbetriebe gezielt Medienmacher*innen of Color rekru­tieren sollten, um unsere viel­fältige Gesellschaft abzu­bilden. Allerdings ist anzu­merken, dass die Einstellung von BIPoC als Personal alleine nicht aus­rei­chend ist, um tat­sächlich weitere Diskriminierungen ver­hindern. Nur die Mischung aus Sensibilisierung für Rassismen und Rekrutierung von BIPoC kann einen Effekt haben, um Rassismus zu reduzieren.

Ein Beitrag von Victoria, Mitglied der AG Medienaktivismus

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Anmerkungen:

*“Asiatisch“ (groß­ge­schrieben) als poli­tische Kategorie

*BIPoC steht für die Selbstbezeichnung „Black, Indigenous and People of Color“, die eben­falls nicht auf bio­lo­gische Eigenschaften basiert. Sie posi­tio­niert sich gegen Spaltungsversuche durch Rassismus sowie gegen ras­sis­tische Fremdbezeichnungen durch die weiße Mehrheitsgesellschaft. Angehörige dieser Gruppe werden als Nicht-weiße mar­kiert, ver­fügen somit über einen gemein­samen Erfahrungshorizont mit Rassismus und sind des­wegen in einer nied­ri­geren Machtposition als weiße.

*dyacis: Menschen, die weder trans noch inter sind

*weiß bezeichnet keine bio­lo­gische Eigenschaft, sondern eine soziale und poli­tische Konstruktion in einer ras­sis­tisch struk­tu­rierten Gesellschaft. Mit dem Weißsein gehen weiße Privilegien einher und Angehörige dieser Gruppe gelten als unmar­kierte „Norm“.

BlogInterviewsKultur

Bild: From the serial „Who is Mai Ling?” (Performance, public inter­vention | 2019 ) © Mai Ling

In dieser Interviewreihe stellen wir euch kurz (post)migrantische Selbstorganisationen vor, mit denen uns poli­tische Arbeitsansätze, Inhalte und Ziele ver­binden. Wir haben fest­ge­stellt, dass die ver­schie­denen lokalen Netzwerke und Initiativen oftmals nichts von­ein­ander wissen. Diese Reihe ist ein kleiner Beitrag zur Sichtbarmachung der (post)migrantischen Vielfalt. Je nach Sprachpräferenzen der Interviewpartner*innen werden die Interviews auf Deutsch oder Englisch durch­ge­führt. Wir freuen uns, euch dieses Mal das Kollektiv Mai Ling aus Wien vorzustellen.

1. How and why did you start the Mai Ling Collective? Which inspi­ration keeps you going?

Mai Ling 1: The founding of the asso­ciation MAI LING began with the idea and eagerness to exchange with Asian migrants living in Vienna. Many female Asians were expressing their dif­fi­culties living in Austria — that was often a matter of sur­vival. Although all migrants face racism in their day-to-day lives, Asian women also expe­rience sexism. The com­bi­nation of racism and sexism made it harder for us to live here. 

Last year, I wanted to interview Asian migrants about their lives so I asked Mika, a friend and member of Mai Ling, if she was inte­rested in orga­nising a meeting with all Asian artists that she knew of and were living here. Before the meeting, we didn’t have in mind that we would find an asso­ciation and artist coll­ective, however, after our first meeting, we rea­lised the necessity of for­ma­lising our com­mitment to regu­larly gather and exchange. From then onwards, we founded Mai Ling, an artist coll­ective and asso­ciation with the focus on Asian women living in Austria. 

The artist coll­ective aimed to make our exis­tence visible by fos­tering the reco­gnition of our voices. As I men­tioned before, Asian, female and LGBTQ com­mu­nities face an inter­sec­tional layer of racism, sexism, homo­phobia and other forms of pre­ju­dices in their daily lives. Unfortunately the know­ledge about us is insuf­fi­cient and is often repre­sented through white lenses. For this reason, the con­di­tions, nar­ra­tives, chal­lenges and embodied expe­ri­ences are not taken into con­side­ration. This is because struc­tu­rally, we are excluded from the main­stream dis­course and we lack plat­forms for repre­sen­tation. My biggest moti­vation for working as a member of Mai Ling is to find an outlet for my anger and frus­tra­tions when it comes to day-to-day racism and sexism.

Mai Ling 2: When we first founded Mai Ling, we had our first public event <Who is Mai Ling?>, during which we dealt with the cha­racter Mai Ling as no one knew who she was — she is me, she is us, but also not. My name isn’t Mai Ling. The crossing of iden­tities and the self-denial of Mai Ling inspired us and the way we worked as diverse artists and rese­ar­chers in the cul­tural scene. 

Many of us were seriously aware of the chal­lenges living as an Asian woman in Europe. We knew from our expe­ri­ences that the voice of one person is often for­gotten and that is why we chose to use the complex figure Mai Ling. She is a figure whose identity is con­stantly in flux and being redefined.

2. How would you translate/transfer the „speaking“ or „talking back“ of Mai Ling into your everyday life?

Mai Ling 1: After I started to work as Mai Ling, I stopped per­so­na­lising the racist/sexist expe­ri­ences I had as I knew it hap­pened to Asian females in one form or another. We had created a space where we felt safe and understood. At the same time, I felt a sense of kinship with Asians and we wanted to show our soli­darity with each other.

Mai Ling 2: Mai Ling is the name of our artist collective/association and natu­rally, all our art­works are signed under this name. We decided to do this because Mai Ling in Gerhard Polt’s sketch sym­bo­lised a figure that crossed over various Asian countries and thus cul­tural ste­reo­types. As a group with members from dif­ferent East Asian countries, we wanted to reclaim the figure of Mai Ling and give her our own voice. 

The anonymity of Mai Ling also lends us certain power to be radical and, at the same time, we can hide behind a figure whose identity is con­stantly being rede­fined. With many members of Mai Ling being first gene­ration migrants, anonymity also acts as a form of pro­tection so that our acti­vistic work does not clash with existing bureau­cratic challenges.

3. How did your life change since the corona-virus media debates started?

Mai Ling 1: My first lan­guage is neither German nor English and, for this reason, I received rela­tively scarce infor­mation about the Covid-19 deve­lo­p­ments. But I am already expe­ri­encing the effects of the Covid-19 media debates. Although there is racism and sexism in my daily life in Vienna, I never had to be afraid to go outside. Since Covid-19, I pre­ferred to not go outside, not because of the fear of infection, but rather, the reac­tions from strangers whenever they saw me. 

Mai Ling 2: My daily life didn’t dra­ma­ti­cally change since Covid-19. There was already racism and pre­judice towards Asian people before this crisis. However, Covid-19 media debates made racism more visible and we wit­nessed more hate speeches towards Asian people. It felt like a social threat.

Mai Ling 3: I became hyper-sensitised to my sur­roun­dings and espe­cially towards the “white gaze”. Although the gaze is some­thing I expe­ri­enced already before Covid-19, this time it was more severe and it also escalated into looks of disgust. Different forms of micro­ag­gres­sions escalated and it is exhausting to have to go about our daily lives with the alertness in mind that we might be racially attacked for looking “Asian”.

It is also exhausting to see our­selves through the eyes of others. My identity is con­stantly being ques­tioned and defined by the people around me. Living in Europe stripped me from my ability to just be me, because I was con­stantly being defined by those around me and the way those chose to see me.

4. Do you have any new upcoming pro­jects you would like to tell kori­en­tation & friends about?

Mai Ling 1: A cooking project with Migrant Kitchen in Vienna and we will show our audio and video works in the Fluctoplasma fes­tival in October. Next year, we plan to have an exhi­bition in VBKÖ.

Mai Ling 2: I am looking forward to the exhi­bition that we are going to organize next year. The exhi­bition was planned for February 2021, but that will pro­bably be post­poned. We will work both as an artist and as a curator. I am very excited and curious about how this exhi­bition will turn out and show our per­spec­tives as Mai Ling.

More about MAI LING: https://www.mai-ling.org/


BlogProjekt MEGAVerein

Liebe korientation-Mitglieder, liebe Freund*innen,

grade haben wir es geschafft, uns im Kontext des erstar­kenden anti-asiatischen Rassismus eini­ger­maßen zu sammeln, uns mit anderen Asiatisch-Deutschen Initiativen, neuen Projekten und Einzelpersonen zu con­necten, Support Ressourcen zu sammeln, mit unserer Kritik nach außen zu gehen und uns bereit gemacht Forderungen zu for­mu­lieren…

… da kam schon wieder alles anders.

Dieses Jahr hat die Polizei in den USA bereits 462 Menschen getötet, davon waren 98, also knapp jede fünfte Getötete Person, Schwarz. Mit den letzten drei Morden an Ahmaud Arbery, Breonna Taylor und George Floyd ist das Fass nun end­gültig über­ge­laufen. Polizeigewalt ist auch in Deutschland ein Problem, von dem ins­be­sondere Schwarze und mus­li­misch gelesene Menschen negativ betroffen sind und das hier­zu­lande gerne tot­ge­schwiegen wird. Seit letzter Woche gibt es nun aber in Berlin ein Antidiskriminierungsgesetz (LADG), das Betroffene gegenüber Ämtern und Behörden, wie der Polizei schützen soll. CDU und Polizeigewerkschaften finden das nicht so gut, aber wen wundert das, nach all den Skandalen um insti­tu­tio­nellen Rassismus in Ermittlungsbehörden, wie bei den NSU-Morden, dem Fall Oury Jalloh in Dessau oder 1992 bei den Pogromen in Rostock-Lichtenhagen.

Tödliche Polizeigewalt und Corona-Rassismus sind zwei sehr ver­schiedene Seiten eines Spektrums, das sich gegen einen ras­si­fi­zierten „Anderen“ wendet. Diese Rassismen finden auf unter­schied­lichen struk­tu­rellen Ebenen, in unter­schied­lichen Bereichen, mit unter­schied­lichen geschicht­lichen Kontexten und in unter­schied­lichen Funktionen statt. Sie sind oftmals geschlechts­spe­zi­fisch und vari­ieren auch entlang anderer Diskriminierungskategorien. Im Vergleich zu anderen von Rassismus negativ Betroffenen, aber auch innerhalb und zwi­schen unseren „asia­ti­schen“ Communities sind Privilegien ungleich ver­teilt.

Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, darüber mit­ein­ander zu sprechen, von­ein­ander zu lernen, unsere eigenen ver­in­ner­lichten Rassismen zu ver­lernen, gemeinsam auf­stehen und uns und andere BIPoC in ihren Kämpfen zu unterstützen!

Bleibt gesund & solidarisch!

Sina & das MEGA-Team

Ihr findet uns auch auf Facebook, unserer Webseite und auf Instagram.

PS: Headerbild ©Hân Lê, siehe mehr von ihren Arbeiten unter https://tnhanle.cargo.site 

­ ­RASSISMUS, MEDIEN, SOLIDARITÄT

Asian4BlackLives_Kalaya’an Mendoza @kalamendoza

Corona und Rassismus

WIR ÜBER DIE MEDIEN Gemeinsam mit unserem ehren­amt­lichen, dafür umso kras­seren Team aus Medienaktivistinnen – shout outs an 🙌 Thuy-Tien Nguyen 🙌, 🙌 Victoria 🙌, 🙌 Linda🙌 und 🙌 Thea Suh 🙌 – haben wir in den letzten zwei Monaten unseren Mund zu pro­ble­ma­ti­scher Medienberichterstattung zum Thema COVID-19 auf­ge­macht. Das Ergebnis findet Ihr auf unserer „Corona-Rassismus“ in den Medien-Sammlung, vor allem auch auf Twitter.

DIE MEDIEN ÜBER UNS Auch inter­essant: Nachdem sich die Fälle von anti-asiatischem Rassismus gehäuft haben, wurden wir vom korientation-Team immer wieder zu Statements und unseren Diskriminierungserfahrungen ange­fragt. Wir und das Medienteam haben also einige Interviews gegeben und uns an Diskussionen beteiligt, in denen wir ver­sucht haben, den Blick
weg vom Bild von Rassismus als indi­vi­duelle, zwi­schen­mensch­liche Erlebnisse hin zu Rassismus als struk­tu­relles Problem und Asiatisch-Deutschen Widerstand zu lenken. Seit Dienstag ist nun auch der Artikel „Asiatische Menschen in Deutschland: Wenn selbst der Rassismus „unsichtbar“ bleibt…“ auf unserer Website ver­öf­fent­licht. Mit diesem Artikel blicken wir aus einer Asiatisch-Deutschen Perspektive auf his­to­rische Kontexte und Kontinuitäten von anti-asiatischem Rassismus und äußern unsere Wünsche an Institutionen, Medien, Einzelpersonen und uns selbst.

VERNETZUNG: Die Supportplattform „Ich bin kein Virus – Dein Netzwerk gegen Rassismus“ ist nach wochen­langer unbe­zahlter Arbeit nun live. Die Seite richtet sich an Betroffene ras­sis­ti­scher Übergriffe in Coronazeiten und an Unterstützer*innen. Ihr findet dort neben Erfahrungsberichten auch Beratungsstellen, Projekte, Initiativen und Einzelpersonen und könnt selber ergänzen, wenn Ihr denkt, da fehlt noch was. Wir freuen uns, dass wir der Seite mit unserer Anschrift ein digi­tales Zuhause geben dürfen und haben großen Respekt vor dem Ich bin kein Virus-Team, das für alles, was es bisher getan hat, die ein oder andere Spende absolut verdient! 

Polizeigewalt und Black Asian Solidarity

Für einen trans­na­tio­nalen Austausch zum Thema Polizeigewalt und Solidarität zwi­schen Schwarzen und asia­tisch gele­senen Menschen hat die Gruppe DAMN Anfang Juni zum digi­talen Talk Black Asian Solidarity ein­ge­laden. Im Talk wurde die Hilfsorganisation KOP-Berlin und das Community-basierte Bildungs- und Empowerment-Projekt für Schwarze, Afrikanische und Afrodiasporische Menschen EOTO e.V. vor­ge­stellt, danach in Kleingruppen zu Fragen des soli­da­ri­schen Handelns dis­ku­tiert. Weitere Schritte sind geplant und wir freuen uns darauf, uns weiter aus­zu­tau­schen. Checkt auch die DAMN Facebook Gruppe, in der Ihr Euch an ver­schie­denen AGs betei­ligen könnt, wenn Ihr Bock habt, aktiv zu werden.
 
Wir listen Euch hier ein paar Ressourcen und Infos auf, die Euch helfen können, Euch aus einer Asiatisch-Deutschen Perspektive mit dem Thema ras­sis­tische Polizeigewalt aus­ein­an­der­zu­setzen, mit Familie und Freund*innen darüber zu sprechen oder Euch bei Diskriminierungserfahrungen Beratung zu suchen:

* Text zu Polizeigewalt von Xinan von Diaspor.Asia zum Mord an Li Yangjie und migran­tisch situ­iertes Wissen (geschrieben und auf­ge­nommen). TRIGGERWARNUNG: Mord, Vergewaltigung Essay
* „Let them breathe“ von Vanessa Vu über das Ersticken in einer ras­sis­ti­schen Welt.
* Video von Pocket Hazel, in dem sie mit ihrer asia­ti­schen Mutter darüber redet, warum die BlackLivesMatter-Bewegung so wichtig ist.
* Englischsprachiges „Asian American Racial Justice Toolkit zum Downloaden von 15 Organisationen mit Ressourcen zum Thema Black Solidarity.
* Beratungsorganisationen für Betroffene und Zeug*innen von rechter, ras­sis­ti­scher und anti­se­mi­ti­scher Gewalt oder Polizeigewalt:
– Berlin: ReachOut
– Brandenburg: Opferperspektive e.V.  (Seite in unter­schied­lichen Sprachen, u.a. Vietnamesisch)
Liste von Beratungsstellen bun­desweit: Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, ras­sis­ti­scher und anti­se­mi­ti­scher Gewalt
– KOP Kampagne für Opfer ras­sis­ti­scher Polizeigewalt
* Bystander Intervention Resources von hol­laback: Englischsprachige Handlungsempfehlungen für Personen, die Zeug*innen von ras­sis­ti­schen Angriffen werden 

AUS DEM VEREIN 

Was geht bei MEGA

Die Sensibilisierung vor anti-asiatischem Rassismus ist für uns ein wich­tiger Teil unserer Arbeit. Wir ver­suchen trotz allem eine Balance zu wahren und unseren anderen wich­tigen Fokus, nämlich das Empowerment unserer Communities, nicht aus den Augen zu verlieren.

Aus diesem Grund sitzt das MEGA Team derzeit an der inhalt­lichen Konzeption und Planung unseres Seminars zu anti-asiatischem Rassismus und asia­ti­scher Migrationsgeschichten, eines Empowermentseminars für Asiatisch-Deutsche Mädchen* in Werdau bei Chemnitz und eines Podcast-Workshops für Asiatisch-Deutsche Menschen.

Auch in Vorbereitung ist das Programm für ein Filmscreening mit Asiatisch-Deutschen Kurzfilmen beim Clinch-Festival in Hannover. Und wir haben uns mit unserem Kooperationspartner, dem Friedrichshain-Kreuzberg Museum hin­ge­setzt und über gemeinsame Pläne gesprochen.

Was war noch

Ende April wurden wir von ju:an, der Praxisstelle für Antisemitismus- und ras­sis­mus­kri­tische Jugendarbeit der Amadeu Antonio Stiftung ein­ge­laden, um auf einem Online-Panel für Mitarbeiter*innen der offenen Kinder- und Jugendarbeit, also z.B. Jugendzentren und Freizeitstätten über anti-asiatischen Rassismus zu sprechen. Wir freuen uns, dass sich daraus ein wei­ter­ge­hender fach­licher Austausch mit den coolen Leuten von ju:an ergeben hat!

Auch im April haben asia­tisch gelesene Personen aus der migrantifa Hessen einen digi­talen Talk orga­ni­siert, bei dem wir mit vielen anderen Asiatisch Deutschen über Strategien im Umgang mit Rassismus und Selbstorganisation geredet haben. Wer weiß, viel­leicht findet ja zukünftig die ein oder andere Asiatisch-Deutsche Demo statt. Mehr über die migrantifa und wieso sie sich gegründet hat, findet Ihr in unserer Interviewreihe zu (post-)migrantischem Widerstand.

Im Mai haben wir dann mit unseren neuen Freund*innen vom Mai Ling Kollektiv in Wien gequatscht im Rahmen ihrer Reihe Mai Ling Speaks. Themen waren die Gründung und Arbeit von kori­en­tation und welche Möglichkeiten digitale Tools zur Vernetzung und soli­da­ri­schen Zusammenarbeit bieten können. Mai Ling wird außerdem in der nächsten Interviewreihe zu (post-)migrantischem Widerstand vor­ge­stellt – also stay tuned! 

Mitgliederversammlung

Die dies­jährige Mitgliederversammlung inklusive Vorstandswahl wird regulär am Ende des Jahres statt­finden. Das Hoffest und die vormals geplante außer­or­dent­liche Vollversammlung mussten aus Coronagründen gestrichen werden. Wir halten Euch auf dem Laufenden

CC:COMMUNITY-CORNER

Gemeinsame Dokumentation „Corona-Rassismus“ in den Medien
Wir sammeln und doku­men­tieren wei­terhin ras­sis­tische Medienberichterstattungen auf der unserer Webseite.

Meldet uns pro­ble­ma­tische Medienberichte, die anti-asiatischen Rassismus beinhalten und wir fügen sie der Liste hinzu. Habt Ihr Interesse, selbst aktiv zu werden? Meldet Euch eben­falls gern per E‑mail.

Alles an: medi­en­kritik (at) korientation.de.
 

KORIENTATION EVENTS

11.6. „In the Name Of…“ – Diskussion zu Begriffen und Positionierungen der Asiatisch-Deutschen und Schwarzen Deutschen Communities
orga­ni­siert von kori­en­tation und den neuen deut­schen orga­ni­sa­tionen.
Ferda Ataman (ndo) mode­riert das Gespräch mit Sun-Ju Choi (kori­en­tation e.V.), Saraya Gomis (EOTO e.V.), Noa K. Ha (ZfI an der TU Dresden), Saboura M. Naqshband(Berlin Muslim Feminist).

Anmeldung über info (at) korientation.de (BIPoC only)

Vorausschau auf den Juli

Es erwartet euch ein digi­tales Festival. Ein neuer Podcast. Interventionen auf Twitter. Mehr dazu im nächsten Newsletter! 

BEMERKENSWERT

1.–13.6. ‚Queer‘ Asia Covid-19 Community Support Screenings: Extravaganza
5.–22.6. ‚Queer‘ Asia Covid-19 Community Support Screenings: The Drum Tower
13.6. Save the Sinti and Roma Memorial-Live-Stream
13.6. Webinar: Hong Kong Protests: Struggle for freedom & human rights
18.06. Podcast-Sendung zu “Rassismus und Corona” u.a. mit Vicky von ichbinkeinvirus.org, Thea von kori­en­tation und Podcasterin des DonnaSori-Podcasts im Rahmen des Contre le racisme-Festivals Darmstadt
20.6. Thai Food Pop-Up x Mygration x un.Thai.tled x Pandanoodle

Bleibt mit uns in Kontakt und schreibt uns, wenn Ihr Ideen und Anregungen für unsere Arbeit habt oder etwas in unseren Newsletter auf­nehmen lassen wollt!

Den nächsten Newsletter gibt’s dann Anfang nächsten Monat!